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Das "Crowding-out" intrinsischer Motivationen durch externe Anreize

Empirischer Untersuchungen zu intrinsischer und extrinsischer Arbeitsmotivation

Title: Das "Crowding-out" intrinsischer Motivationen durch externe Anreize

Term Paper , 2018 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kevin Gruca (Author)

Economics - Micro-economics
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Diese Arbeit befasst sich mit den "Crowding-Out"-Effekt, also der Verdrängung intrinsischer Motivation durch externe Anreize aus psychologischer und ökonomischer Sicht.

Nach der traditionellen ökonomischen Theorie in Form des relativen Preis- Effekts ist davon auszugehen, dass die Gewährung extrinsischer Anreize, beispielsweise in Form von monetärer Entlohnung, die Arbeitsmotivation und damit verbunden die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Materielle Belohnungen in Boni-Systemen und Incentive-Programmen sind im Arbeitskontext zunehmend anzutreffen, da davon ausgegangen wird, dass diese Theorie zutrifft.

In der theoretischen Auseinandersetzung ist diese Annahme jedoch umstritten. Insbesondere in der Psychologie hat man sich damit auseinandergesetzt, inwieweit materielle, speziell monetäre Anreize die intrinsische Motivation abschwächen, oder sogar verdrängen können. Dieser "Crowding-out" Effekt, kann somit als eine überaus relevante Anomalie in der Wirtschaft bezeichnet werden, da der Effekt das Gegenteil des ökonomischen Gesetzes suggeriert.

Die Themenstellung dieser Arbeit ist deshalb in einem Bereich zwischen Ökonomie und Psychologie angesiedelt. Zunächst erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den beiden Motivationsarten, bevor im Rahmen dieser Arbeit Bezug zu den empirischen Untersuchungen genommen wird und mögliche theoretische Erklärungsansätze für den Verdrangungseffekt vorgestellt werden. Resultierend aus diesem, soll der Übertragungseffekt kurz erklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Motive und Anreize als Grundlage motivierten Verhaltens

2.1 Extrinsische & intrinsische Motivation

2.2 Erhebungsmethoden

3 Empirische Untersuchungen

3.1 Ökonomische Studien

3.2 Psychologische Experimente

4 Theoretische Ansätze zur Wirkung externer Anreizen auf intrinsische Motivation

4.1 Psychologische Ansätze

4.2 Ökonomische Ansätze

4.3 Verknüpfung beider Ansätze

5 Übertragungs-Effekt/ Spillover-Effekt

6 Fazit & Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Crowding-out"-Effekts, bei dem extrinsische Anreize, wie monetäre Belohnungen, die intrinsische Motivation von Personen untergraben oder verdrängen können. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen aus Psychologie und Ökonomie gegenüberzustellen, empirische Belege zu diskutieren und die praktische Relevanz für Anreizsysteme in Unternehmen zu beleuchten.

  • Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
  • Empirische Evidenz aus ökonomischen Feldstudien und psychologischen Laborexperimenten.
  • Gegenüberstellung psychologischer (z.B. Cognitive Evaluation Theory) und ökonomischer Erklärungsansätze.
  • Analyse des "Motivation Crowding Theory"-Modells nach Frey.
  • Diskussion des Spillover-Effekts in sozialen Kontexten.

Auszug aus dem Buch

4.1 Psychologische Ansätze

In der Psychologie stützt man sich insbesondere auf zwei Ansätze. Nach Deci, Koestner und Ryan ist dabei besonders relevant, wie Individuen Belohnungen interpretieren, wobei sie die Cognitive Evaluation Theorie (CET) vorstellen und näher erläutern. Diese geht davon aus, dass Individuen ein Bedürfnis nach Autonomie und Kompetenz besitzen. Ohne Belohnung führt ein Individuum eine Aktivität selbstbestimmt, autonom und aus intrinsischer Motivation heraus aus. Findet nun eine von außen kommende Intervention durch einen externen Anreiz statt, dann nimmt das Individuum diesen Eingriff als Einschränkung ihres Handlungsspielraums wahr, baut die intrinsische Motivation zugunsten der externen Kontrollen ab und der Kontrollbereich verschiebt sich von innerhalb einer Person nach außen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Person sich nicht mehr als selbst verantwortlich sieht, sodass die Autonomie verloren geht. Zudem geht die Cognitive Evaluation Theorie davon aus, dass Belohnungen einerseits als Kontrolle des Verhaltens, andererseits als Maß für die Kompetenz angesehen werden können. Nimmt eine Person die Belohnung als Kontrolle wahr, wird angenommen, dass die Autonomie unterdrückt und ihre Kompetenz nicht geschätzt wird, sodass die intrinsische Motivation sinkt.

Lepper et. al sind einer der bekanntesten Vertreter des attributionalen Ansatzes, der auf der Selbstwahrnehmungstheorie von Bem basiert. Kerngedanke ist hierbei, dass bei Intervention durch eine Belohnung Menschen dazu tendieren, ihr Verhalten nicht ihrem Interesse an einer Tätigkeit zu bemessen, sondern es der Belohnung zuschreiben, wodurch die intrinsische Motivation für die Tätigkeit geringer ist als zuvor. Je wichtiger die Instrumentalität zwischen einer Tätigkeit und einer Belohnung ist, desto eher nimmt die intrinsische Motivation ab.

Die Darstellung zeigt, dass sich beide psychologischen Ansätze ähneln, obwohl sich die Cognitive Evaluation Theorie stärker auf die Wahrnehmung von Kontrolle fokussiert, während beim attributionalen Ansatz die Instrumentalität im Vordergrund steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung führt in die Problematik des Crowding-out-Effekts ein und verdeutlicht durch eine Fabel den Konflikt zwischen monetärer Entlohnung und intrinsischem Engagement.

2 Motive und Anreize als Grundlage motivierten Verhaltens: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Motivationsarten und diskutiert die Herausforderungen bei deren Messung.

3 Empirische Untersuchungen: Hier werden Studien aus Ökonomie und Psychologie vorgestellt, die den verdrängenden Effekt externer Anreize experimentell belegen oder kritisch hinterfragen.

4 Theoretische Ansätze zur Wirkung externer Anreizen auf intrinsische Motivation: Das Kapitel verknüpft psychologische und ökonomische Theorien, insbesondere durch Freys „Motivation Crowding Theory“, um die Wirkungsmechanismen der Verdrängung zu erklären.

5 Übertragungs-Effekt/ Spillover-Effekt: Es wird analysiert, wie sich der Crowding-out-Effekt auf Bereiche ausweiten kann, die nicht direkt von materiellen Anreizen betroffen sind, etwa bei sozialen Projekten.

6 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, weist auf bestehenden Forschungsbedarf hin und gibt Empfehlungen für den Einsatz von Belohnungssystemen in der Praxis.

Schlüsselwörter

Crowding-out, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, monetäre Anreize, relative Preis-Effekt, Cognitive Evaluation Theory, Selbstbestimmung, Leistungslohn, Motivation Crowding Theory, Arbeitsmotivation, Spillover-Effekt, Verdrängungseffekt, Anreizsysteme, Verhaltensökonomik, Arbeitspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem „Crowding-out“-Effekt, bei dem externe materielle Anreize die ursprüngliche intrinsische Motivation einer Person zur Erledigung einer Aufgabe verdrängen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Psychologie und die Ökonomie, wobei der Fokus auf der Interaktion von Anreizsystemen und dem menschlichen Motivationsgefüge liegt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, warum und unter welchen Bedingungen externe Anreize kontraproduktiv wirken und wie diese Erkenntnisse in der Managementlehre berücksichtigt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse empirischer Studien, darunter sowohl Laborexperimente als auch Feldstudien und Metaanalysen aus den letzten Jahrzehnten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert empirische Belege (ökonomische und psychologische Studien) und stellt theoretische Erklärungsmodelle wie die Cognitive Evaluation Theory gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Crowding-out, intrinsische Motivation, Leistungslohn, Motivationsforschung und die Motivation Crowding Theory.

Wie unterscheidet sich die ökonomische von der psychologischen Perspektive?

Während die Ökonomie oft vom Relativen-Preis-Effekt ausgeht (höhere Anreize führen zu höherer Leistung), betont die Psychologie die Bedeutung von Autonomie und Kompetenzerleben.

Was bedeutet der Spillover-Effekt in diesem Zusammenhang?

Der Spillover-Effekt beschreibt, dass die Verdrängung der Motivation nicht nur auf eine spezifische Aufgabe begrenzt bleibt, sondern sich auf andere, eigentlich nicht monetär beeinflusste Bereiche ausbreiten kann.

Welche Rolle spielt die "Motivation Crowding Theory" von Frey?

Sie dient als integratives Modell, das versucht, ökonomische Anreizmodelle mit psychologischen Erkenntnissen zu vereinen, um die Interaktion zwischen externen Anreizen und intrinsischer Motivation grafisch und theoretisch darzustellen.

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Details

Title
Das "Crowding-out" intrinsischer Motivationen durch externe Anreize
Subtitle
Empirischer Untersuchungen zu intrinsischer und extrinsischer Arbeitsmotivation
College
Martin Luther University
Course
Mikroökonomie und Finanzwissenschaft
Grade
1,7
Author
Kevin Gruca (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V489007
ISBN (eBook)
9783668968585
ISBN (Book)
9783668968592
Language
German
Tags
Crowding-out Motivation Anreizsystem Verdrängungseffekt monetäre Anreize Arbeitsmotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Gruca (Author), 2018, Das "Crowding-out" intrinsischer Motivationen durch externe Anreize, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489007
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