Eine Finanzanalyse der börsennotierten Automobilhersteller Daimler AG und Volkswagen AG


Hausarbeit, 2017
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Empirische Grundlagen
2.1. Definition der Finanzanalyse
2.2. Ziele der Finanzanalyse

3. Finanzanalyse am Beispiel der Daimler AG
3.1. Kurzvorstellung des Unternehmens
3.2. Finanzanalyse mit vermögenstechnischem Fokus

4. Finanzanalyse am Beispiel der VW Gruppe
4.1. Kurzvorstellung des Unternehmens
4.2. Finanzanalyse mit vermögenstechnischem Fokus

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

III. Literaturverzeichnis

IV. Internetquellenverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ziele der Finanzanalyse

Abbildung 2: Anspruchsgruppen der Finanzanalyse

Abbildung 3: Geschäftsfelder der Daimler AG

Abbildung 4: Verkürzte Konzernbilanz Q3 2017 der Daimler AG

Abbildung 5: Geschäftsfelder der VW AG

Abbildung 6: Konzernabschluss der VW AG

1. Einleitung

Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit dem finanzanalytischen Vergleich zweier Automobilhersteller. Hierbei werden die Strukturbilanzen der Daimler AG und VW Gruppe aus dem Jahr 2016 präsentiert und im Anschluss miteinander verglichen. Beide Automobilhersteller sind börsennotierte Kapitalmarktteilnehmer, was ihre Möglichkeiten z.B. zur Fremdkapitalfinanzierung um einiges diversifiziert und damit einhergehend Rechte und Pflichten mit sich bringt. Letzteres kann auch über denen des Handelsgesetzes liegen.1

Zudem besteht nach § 238 Abs. 1 HGB die sog. Bilanzierungspflicht, zu der zusätzlich zu der Erstellung von den Jahresabschlüssen noch Konzernabschlüsse, Quartals-und Halbjahresberichte erforderlich sind. Diesen Pflichten unterliegen beispielsweise Daimler und Volkswagen als DAX 30 Unternehmen.2 Finanzanalysten sammeln die veröffentlichten Informationen aus den Berichten, verarbeiten diese und geben im Anschluss eine Investitionsempfehlung ab. Hierbei werden zunächst die Einflussfaktoren und Geschäftsrisiken zur Abschätzung des Gewinnpotenzials erörtert, um die wirtschaftliche Lage und das Entwicklungspotenzial des Unternehmens widerzuspiegeln. Anschließend folgt die Investitionsempfehlung durch den Finanzanalysten.3 Dieser Prozess der Finanzanalyse ist gekennzeichnet durch Informationswahrnehmung, Weiterverarbeitung und Entscheidung. Problematiken, wie z.B. selektive Informationswahrnehmung, unterliegen generell bei der Weiterverarbeitung einem speziellen Rahmenplan. Außerdem kann durch den direkten zwischen den Finanzanalysten und Stakeholdern betroffener Unternehmen, Verhaltensmuster und Entscheidungen im Prozess der Finanzanalyse beeinflusst werden. Aufgrund dessen muss die Ergebnisbetrachtung der Finanzanalyse immer mit den Zielen der jeweiligen Analysten abgeglichen werden, da diese oftmals voneinander abhängig sind.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen generellen Überblick über den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen Daimler und Volkswagen zu erhalten und einen Vergleich auf Basis der aktuellen Bilanzen zu erstellen. Im Fokus steht die Ermittlung des vermögenswirtschaftlichen Erfolgs der beiden o.g. DAX 30 Unternehmen, Daimler und Volkswagen.

Daraus ergibt sich die zu bearbeitende Forschungsfrage dieser Arbeit: „Inwieweit veränderten sich die Bilanzen der beiden Konzerne in vermögenstechnischer Hinsicht in den letzten zwei Jahren und lassen sich dabei Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede in der Entwicklung feststellen?“

Die vorliegende Arbeit ist in vier grundlegende Teile gegliedert. Zunächst folgt ein allgemeiner Teil, der die Begriffserklärung, die Vorstellung der Finanzanalyse und den dafür notwendigen Instrumenten beinhaltet. Die Ziele der Analyse sind ebenfalls Teil der empirischen Grundlagen. Im zweiten Teil der Arbeit wird das Unternehmensbild der Daimler AG und deren aktuelle Strukturbilanz mit Fokus auf den wirtschaftlichen Erfolg vorgestellt. Darüber hinaus wird ein Zwischenfazit über die aktuelle Bilanz im Hinblick auf das Vermögen dargelegt. Im dritten Teil der Arbeit wird dann das Unternehmensbild der VW Group präsentiert und der wirtschaftliche Erfolg aus der aktuellen Strukturbilanz dargestellt. Im vierten und letzten Teil der Arbeit erfolgt der Vergleich der beiden börsennotierten Automobilhersteller im Hinblick auf den vermögenswirtschaftlichen Erfolg. Die Ergebnisse werden am Ende in einer finalen Betrachtung zusammengefasst.

2. Empirische Grundlagen

2.1 Definition Finanzanalyse

Zu den Bearbeitungsschritten der Finanzanalyse zählen Selektion, Bewertung und Interpretation von Finanzdaten eines Unternehmens. Experten, die sich mit ständig mit diesen Schritten auseinandersetzen, werden “Chartere Financial Analyst“ genannt.4 Sie verwenden die Analyse als eine Art Unterstützungsinstrument, um die finanzielle Lage und operativen Performance einer Gesellschaft zu bewerten.5

Das Reporting, ein Prozess der Informationsaufbereitung und Präsentation, grenzt sich durch eine andere Zielverfolgung von der Finanzanalyse ab. Die Analyse findet relevante Informationen heraus, die einen Einfluss auf das Unternehmen haben könnte und geht über das Reporting hinaus.6 In der Literatur ist die Finanzanalyse auch als Investment-, Bilanz und Wertpapieranalysen bekannt. Dabei werden extern verfügbare Informationen zu Analysezwecken herangezogen, überprüft und anschließend weiterverarbeitet.7 Aufgrund der heutigen Industrialisierung und der daraus resultierenden Vielfalt an Branchen sind spezielle und branchenorientierte Finanzanalysen der Unternehmen von Nöten. Die Automobilindustrie ist nur ein spezieller Industriezweig für Analysezwecke. Eine weitere Selektionsmaßnahme zur Erstellung einer Gruppierung unter den zu vergleichenden Gesellschaften, ist z. B. eine lokale Aufteilung nach Regionen.8 Die unterschiedlichen Stakeholder Gruppen, wie das Unternehmensmanagement, Eigentümer, Kreditgeber, Investoren, Gewerkschaften und staatliche Institutionen sind exemplarische Anspruchsgruppen, die auf die Informationsverarbeitung und Erstellung der Analyseergebnisse zurückgreifen. Sinnvollerweise filtert jeder Stakeholder nach einer für seine Gruppe passenden Form der Analyse, um die für sich geeigneten und gefundenen Informationen am profitabelsten zu verarbeiten.9

Dementsprechend existiert kein standardisierter Ansatz für eine Finanzanalyse in Unternehmen. Im Gegenteil muss jede Stakeholder Gruppe aus bestimmten Auswahlmöglichkeiten selektieren und die Form der Finanzanalyse heraussuchen, die für ihn unternehmensrelevant ist und einem vorher definierten Analysezweck dient.10

2.2 Ziele der Finanzanalyse

Die Finanzanalyse hat für jeden Interessenten eine andere Bedeutung. Für Unternehmen kann sie als Übersicht über die operativen Aktivitäten und Überwachungsmöglichkeit von Investitionen dienen. Die Abteilung des Controllings kann dem Management aus den erworbenen Erkenntnissen der Finanzanalyse, Ansätze zur Problembehandlungen und zukünftiger Entscheidungsfindung liefern. So basieren oftmals Bilanzierungs-, Finanzierungs-, Investitionsentscheidungen auf dieser Analyse.11 Zusätzlich zur Informations-, Steuerungs-, und Kontrollfunktion, dient die Finanzanalyse einer bestimmen Publikationsfunktion. Aus unternehmerischer Perspektive kann die eigene Performance auf dem Markt präsentiert werden und somit das Unternehmensimage festigen und ggf. sogar verbessern. Andererseits können auch externe Adressaten, wie z. B. Konkurrenten ihre eigene Performance bezüglich der Umsatz- und Ertragslage mit dem analysierten Unternehmen vergleichen. Kreditinstitute und Gläubiger verwenden als externe Adressaten oftmals die Finanzanalyse als Instrument zur Bonitätsprüfung für die Gewährung von Fremdkapital. Auch bei Eigentümer bzw. Aktionäre, welche in das Unternehmen Eigenkapital investiert haben, spielt die Finanzanalyse einen erheblichen Einflussfaktor. Oftmals wird von ihren Ergebnissen auf die zukünftige Rendite geschlossen. So können auch zukünftige Investitionsentscheidungen in Unternehmensanteile oder Desinvestitionsentscheidungen von existierenden Investoren beeinflusst werden. Weitere Stakeholder, die sich der Finanzanalyse bedienen sind die Arbeitnehmervertreter. Ihr Interesse gilt der Arbeitsplatzabsicherung. Die Motive zusätzliche Kontrollinstanzen obliegen deren Ansprüche an die jeweiligen Kontrollaufgaben.

Die folgenden Abbildungen geben zur Finanzanalyse und ihren Anspruchsgruppen einen Überblick:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Quelle: Eigene Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Quelle: Eigene Darstellung

[...]


1 Vgl. Franke, Hax (2004), S. 577ff;§325 HGB

2 Vgl. Kirchhoff, Piwinger (2009), S. 115-225;Schröder (2010), S. 50f; §15 WpHG)

3 Vgl. Obersdörster (2009), S.70ff; Kulkarni, Mahajan (2008), S.2.2ff.

4 Vgl. Lee et al. (2009), S. 13; Graham (2005), S.285; Peterson, Fabozzi (1999), S. 1; Rihahi- Belkaoui (1998), S. 8. Der Chartered Financial Analyst wird seit dem Jahr 1963 an Fachleute vergeben.

5 Vgl. Peterson, Fabozzi (1999), S. 1; Sofat, Hiro (2011), S. 146.

6 Vgl. Chowdhury (2007), S. 12; Knutson (1993), S. 18f; Peterson, Fabozzi (1999), S.1f.

7 Vgl. Stanzel (2007), S.19-27; Oberdörster (2009), S. 70; Friedrich (2007), S. 66.

8 Vgl. Spremann, Scheeurle (2010), S.2; Von Metzler (2004), S. 183ff.

9 Vgl. Hautzinger (2009), S. 270f; Brigham (1999), S. 583f; Verminnen et al. (2011), S. 121f.

10 Vgl. Brigham (1999), S. 583f; Kulkarni, Mahajan (2008), S. 2.2f.

11 Vgl. Bragg (2007), S. 5; Shim, Siegel (2007), S. 23; Zabihollah (2011), S. 182.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Eine Finanzanalyse der börsennotierten Automobilhersteller Daimler AG und Volkswagen AG
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V489016
ISBN (eBook)
9783346004086
ISBN (Buch)
9783346004093
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine, finanzanalyse, automobilhersteller, daimler, volkswagen
Arbeit zitieren
Lavaneya Kanthaiyapillai (Autor), 2017, Eine Finanzanalyse der börsennotierten Automobilhersteller Daimler AG und Volkswagen AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489016

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