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Die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext. Wie wirkt sich die Krankheit aus?

Title: Die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext. Wie wirkt sich die Krankheit aus?

Term Paper , 2019 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alina Welke (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie eine Borderline-Störung der Mutter das Mutter-Kind-Verhältnis, besonders aus entwicklungspsychologischer Sicht, beeinflusst.

Besonders interessant hierbei wäre, nicht allein zu wissen, ob es eine Beeinflussung gibt, sondern vielmehr auf welche Weise die Borderline-Störung Einfluss auf die Bindung nimmt. Da es eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome gibt, wird zunächst gezielt auf besonders prägnante und für die Fragestellung relevanten Symptome eingehen. Hierbei wird schrittweise die Affektregulation, die psychosoziale Integration, die kognitive Funktionsfähigkeit, die Verhaltensebene sowie das Selbstbild bei Borderline-Patienten dargestellt und näher erläutert. Im weiteren Schritt wird sich die Arbeit dem zweiten wichtigen Oberthema der Arbeit widmen, der Mutter-Kind-Bindung. Hierbei wird sich zunächst mit der Bindungstheorie nach Bowlby beschäftigt, die gleichzeitig den theoretischen Rahmen der Arbeit bildet. Es werden die Grundgedanken Bowlbys vor- und erste Bezüge zur Fragstellung hergestellt.

Im nächsten Schritt folgt ein wichtiger Theorie-Praxis-Bezug, der herausstellt, inwiefern der Borderline-Kontext tatsächlich Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung verzeichnet. Hierunter fällt auch die Auseinandersetzung mit dem Bildungsauftrag hinsichtlich der Bindung aus den Bildungsgrundsätzen NRW. Den Schluss der Arbeit bildet ein Fazit, in dem noch einmal die prägnantesten Erkenntnisse zusammengetragen werden. Hierbei wird auch die Forschungsfrage beantwortet und ein Ausblick gestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Borderline-Störung

2.1 Begriffsbestimmung und Definition

2.2 Symptome der Borderline-Störung

2.2.1 Affektregulation

2.2.2. Psychosoziale Integration

2.2.3. Kognitive Funktionsfähigkeit

2.2.4. Verhaltensebene

2.2.5. Selbstbild

3. Mutter-Kind-Bindung

3.1. Bindungstheorie nach Bowlby

3.1.1. Postulate der Bindungstheorie

3.1.2. Bindungstypen

3.1.2.1. Unsicher-ambivalente Bindung

3.1.2.2. Unsicher-desorganisierte Bindung

4. Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext

4.1 Bindung in den Bildungsgrundsätzen NRW

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Einfluss einer Borderline-Persönlichkeitsstörung bei Müttern auf die Bindungsqualität zu ihren Kindern. Ziel ist es zu ergründen, ob und auf welche Weise sich die krankheitsbedingten Symptome auf die emotionale Beziehung und die kindliche Entwicklung auswirken und welche Bedeutung dies im Kontext der Bildungsgrundsätze hat.

  • Grundlagen und Symptomatik der Borderline-Störung
  • Bindungstheoretischer Rahmen nach John Bowlby
  • Analyse der Mutter-Kind-Bindung bei Borderline-Erkrankung
  • Bedeutung von Bindung gemäß den Bildungsgrundsätzen NRW

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung und Definition

Der Begriff Borderline heißt ins Deutsche übersetzt „Grenzlinie“ (Schoppmann, S./ Hermann, M./ Tilly, C. 2015, S.20) und wird der Kategorie der Persönlichkeitsstörungen zugeordnet. Der Begriff Borderline ist längst überholt und wird oft synonym für eine „emotional instabile() Persönlichkeitsentwicklung“ (ebd., S.20) verwendet. Mit einer Persönlichkeitsstörung geht eine gestörte Persönlichkeitsentwicklung einher, die entsteht, während sich der Charakter eines Menschen herausbildet. Das heißt, sie bildet sich zumeist im Laufe der Kindheit, der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. Dieses Störungsbild ist vielfach an einen Mangel an guten und einen Überschuss an negativen Lebensereignissen und Erfahrungen gekoppelt, weswegen es keineswegs möglich ist, eine Borderline-Störung erst im Erwachsenenalter zu entwickeln (vgl. ebd., S.20).

Zwar ist es durchaus möglich, dass eine Diagnose erst in diesem Zeitraum gestellt wird, doch wird der Betroffene zuvor bereits massive Probleme mit der „Emotionsregulation“ und auch im „zwischenmenschlichen Bereich“ (Schoppmann, S./ Hermann, M./ Tilly, C. 2015, S.20) gehabt haben. Der Ursprung der Krankheit ist also grundsätzlich nicht einfach zu definieren. Oftmals sind Auslöser jedoch Erlebnisse, die sich auf die Entwicklung beziehen und meist von schweren traumatischen Erfahrungen geprägt sind. Ein entscheidender Risikofaktor für die Borderline-Störung ist das „‘invalidierende Umfeld‘“ (ebd., S.21) Gemeint ist damit eine Wechselwirkung zwischen emotional äußerst sensiblen Kindern und deren Eltern, die Schwierigkeiten haben, die besonderen Bedürfnisse ihres Kindes zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Dies führt im Laufe der Entwicklung zu erheblichen Schwierigkeiten, Gefühle zu erkennen, sie bestimmten Situationen zuzuschreiben und auseinanderzuhalten (vgl. ebd., S.21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Ausgangspunkt der Arbeit durch eine Beobachtung in einer Ganztagsgrundschule und leitet die Forschungsfrage über den Einfluss der Borderline-Störung auf die Bindung zum Kind ab.

2. Borderline-Störung: Definiert das Störungsbild, beleuchtet zentrale Symptome wie Affektregulation, Selbstbild und Verhaltensmuster und ordnet diese medizinisch ein.

3. Mutter-Kind-Bindung: Erläutert die Bindungstheorie nach John Bowlby als theoretisches Fundament und differenziert zwischen verschiedenen Bindungstypen bei Kindern.

4. Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext: Analysiert die konkreten Herausforderungen für die Beziehung zwischen Borderline-erkrankten Müttern und ihren Kindern unter Einbezug der Bildungsgrundsätze NRW.

5. Fazit: Beantwortet die Forschungsfrage und stellt heraus, dass die Krankheit zwar eine Hürde darstellt, aber mit passender Hilfe und Bewältigungsstrategien eine gute Mutter-Kind-Bindung möglich bleibt.

Schlüsselwörter

Borderline-Störung, Mutter-Kind-Bindung, Bindungstheorie, John Bowlby, Affektregulation, Persönlichkeitsstörung, Bindungstypen, kindliche Entwicklung, invalidierendes Umfeld, psychische Gesundheit, Bildungsgrundsätze NRW, Beziehungsgestaltung, Bindungssicherheit, emotionale Stabilität, Traumatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Fragestellung, inwiefern sich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung bei einer Mutter auf die Bindungsqualität zu ihrem Kind auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die medizinische Definition der Borderline-Störung, die psychologische Bindungstheorie nach Bowlby und die konkreten Auswirkungen dieser Konstellation auf das Beziehungsverhältnis sowie die frühkindliche Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Belastungen der Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext zu entwickeln und zu hinterfragen, ob betroffene Mütter trotz der Diagnose eine stabile und gesunde Beziehung aufbauen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Primär- und Sekundärliteratur zu den Themen Borderline und Bindungstheorie sowie auf den Bildungsgrundsätzen NRW basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Störungsbildes, die Erklärung der Bindungstheorie und eine Synthese, in der der Borderline-Kontext auf die Bindungsprozesse angewendet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Borderline-Störung, Bindungstheorie, Mutter-Kind-Bindung, Affektregulation und kindliche Entwicklung definieren.

Welche Bedeutung haben die Bildungsgrundsätze NRW für diese Untersuchung?

Die Bildungsgrundsätze dienen als fachlicher Bezugsrahmen, um die Notwendigkeit von Sicherheit und Beziehungsqualität für die frühkindliche Entwicklung zu betonen und Anforderungen an Bezugspersonen zu definieren.

Was ist das zentrale Fazit der Autorin bezüglich Borderline-erkrankter Mütter?

Das Fazit lautet, dass eine Diagnose nicht automatisch eine negative Bindung bedeutet; es ist jedoch für die betroffene Mutter entscheidend, professionelle Unterstützung zu suchen, um mit der Erkrankung umzugehen und die Entwicklung des Kindes nicht durch die Symptomatik zu belasten.

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Details

Title
Die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext. Wie wirkt sich die Krankheit aus?
College
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
1,7
Author
Alina Welke (Author)
Publication Year
2019
Pages
21
Catalog Number
V489107
ISBN (eBook)
9783668971158
ISBN (Book)
9783668971165
Language
German
Tags
Bindung Beziehung Borderline
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alina Welke (Author), 2019, Die Mutter-Kind-Bindung im Borderline-Kontext. Wie wirkt sich die Krankheit aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489107
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