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Die evangelischen Kirchen in Ursprung, Lehren und Leben

Title: Die evangelischen Kirchen in Ursprung, Lehren und Leben

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 43 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Marc Neumeister (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit versuche ich die für Mitteleuropa relevanten evangelischen Volkskirchen kurz darzustellen: Die evangelisch-lutherischen Kirchen und die evangelisch reformierten Kirchen. Zu den evangelischen Volkskirchen würde neben den gerade genannten auch noch die anglikanische Kirche zählen, jedoch werde ich diese nicht gesondert behandeln, da wir in Graz keine eigene anglikanische Gemeinde vorfinden und ich mich deshalb stärker auf die evangelische Kirche A.B. und H.B konzentrieren werde.
„Evangelisch“ und „Protestantisch“ sind in Deutschland bzw. England geprägte Sammelbezeichnungen für alle Gruppen, die im Namen des Evangeliums gegen die „päpstliche Verfälschung“ des Christentums protestiert haben.
Nach dieser absichtlich recht kurz gehaltenen Einleitung möchte ich in meinem zweiten Kapitel die Reformation und ihre Folgen betrachten und neben den historischen Entwicklungen auch die verschiedenen Theologien Luthers, Zwinglis und Calvins thematisieren. Ich versuche auch die Entwicklungen, welche zum Augsburger Religionsfrieden geführt haben aufzuzeigen um danach in einem neuen Kapitel die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirchen darzustellen.
Danach werde ich im vierten Kapitel das vergleichende Lehrsystem der
evangelisch-lutherischen und der evangelisch-reformierten Kirche darstellen.
Im fünften und sechsten Kapitel werde ich mich mit den gegenwärtigen Strukturen in Mitteleuropa, mit den ökumenischen Aktivitäten und mit den demokratischen Strukturen in den evangelischen Volkskirchen beschäftigen.
Im Laufe des siebten Kapitels werde ich noch genauer auf die Entwicklung der evangelischen Kirche A.B in Graz und der Steiermark eingehen.
Den Abschluss bilden die Bibliographie und ein Bildanhang.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Reformation und ihre Folgen

2.1 Die Anfänge der Reformation und die Theologie Martin Luthers

2.2 Die Entscheidungsjahre 1519-1521

2.3 Die Entfaltung der evangelischen Bewegung

2.4 Vom Augsburger Bekenntnis des Jahres 1530 zum Augsburger Religionsfrieden 1555

2.5 Zwingli und die Reformation in Zürich und der deutschen Schweiz

2.6 Calvin und sein reformatorisches Wirken in Genf

3 Die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirchen

3.1 Die Bekenntnisschriften des Luthertums

3.2 Das Konkordienbuch

3.3 Die Bekenntnisschriften des reformierten Protestantismus

4 Das vergleichende Lehrsystem der evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Kirche

4.1 Erkenntnisquellen der christlichen Heilswahrheit

4.2 Die Lehre von Gott und der Schöpfung

4.3 Christologie

4.4 Die Mariologie in der protestantischen Lehre

4.5 Die Lehre von den Enddingen

4.6 Die Sakramente

4.6.1 Die Taufe

4.6.2 Die Firmung

4.6.3 Die Buße

4.6.4 Das Abendmahl

4.6.5 Die letzte Ölung

4.6.6 Die Priesterweihe

4.6.7 Die Ehe

5 Ökumenische Aktivitäten

5.1 Leuenberger Konkordie – GEKE

5.1.1 Die Leuenberger Konkordie

5.1.2 Die Gemeinschaft evangelischer Kirchen Europas (GEKE)

5.2 Reformatorische Kirchen und römisch-katholische Kirche

5.3 Gespräche mit der Anglikanischen Kirche

5.4 Gespräche mit anderen Kirchen

6 Das presbyterial-synodale Prinzip oder die demokratischen Strukturen der Evangelischen Kirchen

7 Die Entwicklung der evangelischen Kirche in Graz und der Steiermark

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die evangelischen Volkskirchen in Mitteleuropa, wobei der Fokus auf der evangelischen Kirche A.B. und H.B. liegt. Ziel ist die historische Einordnung der Reformation, der Vergleich der Lehrsysteme sowie die Darstellung ökumenischer und demokratischer Kirchenstrukturen.

  • Historische Entwicklung der Reformation (Luther, Zwingli, Calvin)
  • Vergleichende Analyse lutherischer und reformierter Bekenntnisschriften
  • Gegenüberstellung der Lehrsysteme und Sakramentsverständnisse
  • Ökumenische Dialoge und Kirchengemeinschaft
  • Presbyterial-synodale Strukturen in der evangelischen Kirche

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Anfänge der Reformation und die Theologie Martin Luthers

Verschiedenste Vorbedingungen, wie etwa die tiefe Sehnsucht nach Heil oder die soziopolitischen und politischen Verhältnisse des späten 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts, schufen eine fundierte Basis für die durchgreifenden Änderungen in der Zeit der Reformation. Jedoch hätten alle diese Vorbedingungen nicht zwingend zur Reformation führen müssen, wäre Martin Luther (1483-1546) nicht eine so überragende Gestalt gewesen. Die deutsche Reformation war zwar nicht sein alleiniges Werk, jedoch war Luther (Abb. 2) die zündende und über lange Phasen auch tragende Gestalt der Reformation.

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben in Mitteldeutschland geboren. Nach einer recht strengen Erziehung im Elternhaus besuchte Luther von 1490 bis 1497 die Lateinschule in Mansfeld und von 1497-1498 die Domschule zu Magdeburg. Seine Schullaufbahn beendete er jedoch 1501 in Eisenach. Sein Grundstudium absolvierte Luther an der Universität Erfurt, wo er mit neuen philosophischen Lehren (Ockhamismus u.a.) in Berührung kam. Unter anderem haben diese neuen philosophischen Lehren Luthers Interesse an der Bibel verstärkt (geweckt). Luther lernte auch den Erfurter Humanismus kennen und schätzen, welcher im später bei der Bibelexegese von großem Nutzen war (Vielsprachigkeit – Hebräisch, Aramäisch,…). Ganz den Wünschen seines Vaters entsprechend begann Luther mit dem Rechtsstudium, welches er jedoch bereits nach wenigen Wochen abbrach.

Ein (schreckliches) Gewitter, welches er nahe Stotternheim erlebte, bewegte in dazu Mönch zu werden. Entgegen allen Widerständen in seinem Elternhaus trat er daher am 17. Juli 1505 in das Erfurter Augustinereremitenkloster ein, welches von einem sehr strengen Zweig des Ordens geprägt war. Nach seinem Noviziat und der Priesterweihe studierte Luther Theologie am Erfurter Generalstudium der Augustiner und zeitweise auch in Wittenberg. Im Jahre 1510/11 unternahm Luther eine Reise nach Rom um dort Verhandlungen mit der Ordensleitung zu führen. Auf dieser Reise wurden jedoch keine romkritischen oder reformatorischen Neigungen in Luther geweckt, auch wenn dies in allen mir bisher bekannten Lutherfilmen so dargestellt worden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Fokus auf die evangelischen Volkskirchen im mitteleuropäischen Raum und den Aufbau der thematischen Untersuchung.

2 Die Reformation und ihre Folgen: Dieses Kapitel behandelt die historischen Ursprünge der Reformation sowie die theologischen Ansätze von Luther, Zwingli und Calvin und deren Auswirkungen bis zum Religionsfrieden.

3 Die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirchen: Hier werden die zentralen Bekenntnisse des Luthertums sowie des reformierten Protestantismus und deren jeweilige Bedeutung im kirchlichen Kontext vorgestellt.

4 Das vergleichende Lehrsystem der evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Kirche: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Auffassungen zu Themen wie Gotteslehre, Christologie, Mariologie und den Sakramenten.

5 Ökumenische Aktivitäten: Der Abschnitt erläutert die Kirchengemeinschaft durch die Leuenberger Konkordie sowie den Dialog der Kirchen mit anderen Konfessionen.

6 Das presbyterial-synodale Prinzip oder die demokratischen Strukturen der Evangelischen Kirchen: Das Kapitel veranschaulicht die organisatorischen Abläufe und die demokratische Mitbestimmung in der evangelischen Kirchenstruktur anhand eines Prinzipschemas.

7 Die Entwicklung der evangelischen Kirche in Graz und der Steiermark: Ein lokaler Fokus auf die historische und bauliche Entwicklung der evangelischen Gemeinde in Graz nach dem Toleranzpatent.

Schlüsselwörter

Reformation, Martin Luther, Protestantismus, Bekenntnisschriften, Sakramente, Leuenberger Konkordie, Ökumene, Presbyterial-synodales Prinzip, Abendmahlslehre, Rechtfertigungslehre, Evangelische Kirche, Konfirmation, Theologie, Kirchengeschichte, Graz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die evangelischen Kirchen in Mitteleuropa, beleuchtet deren historische Wurzeln sowie ihre lehrmäßigen Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Reformation, die Bekenntnisschriften, das Lehrsystem, ökumenische Aktivitäten sowie die demokratischen Organisationsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kurzgefasste Darstellung der evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Kirchen, um deren theologisches Profil und deren ökumenisches Handeln nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse kirchengeschichtlicher Dokumente, Lehrschriften und aktueller ökumenischer Abkommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Reformation, den Vergleich der Lehrsysteme (einschließlich Sakramentslehre), die ökumenische Zusammenarbeit sowie die kirchliche Verfassungsstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Reformation, Protestantismus, Bekenntnisschriften, Ökumene und das presbyterial-synodale Organisationsprinzip.

Welche Rolle spielt die Leuenberger Konkordie in diesem Dokument?

Sie dient als Basis für das Verständnis der modernen Kirchengemeinschaft zwischen lutherischen, reformierten und unierten Kirchen in Europa.

Warum wird die Heilandskirche in Graz als Fallbeispiel gewählt?

Sie dient im letzten Kapitel als anschauliches Beispiel für die lokale Entwicklung einer evangelischen Gemeinde in der Steiermark nach der Zeit der Gegenreformation.

Wie unterscheidet sich die protestantische Konfirmation von der katholischen Firmung?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Konfirmation keine sakramentale Handlung ist, sondern eine gottesdienstliche Gemeindehandlung zur feierlichen Aufnahme in die Abendmahlsgemeinschaft.

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Details

Title
Die evangelischen Kirchen in Ursprung, Lehren und Leben
College
University of Graz  (Ökumene und Alte Kirchengeschichte)
Course
Ökumene konkret
Grade
Sehr Gut
Author
Marc Neumeister (Author)
Publication Year
2005
Pages
43
Catalog Number
V48910
ISBN (eBook)
9783638454872
ISBN (Book)
9783640667895
Language
German
Tags
Kirchen Ursprung Lehren Leben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Neumeister (Author), 2005, Die evangelischen Kirchen in Ursprung, Lehren und Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48910
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