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Die Heldenreise im Roman "Tschick"

Title: Die Heldenreise im Roman "Tschick"

Pre-University Paper , 2017 , 9 Pages , Grade: 15 Punkte

Autor:in: Jacob Ricking (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Was haben erfolgreiche Songtexte wie „Geboren um zu Leben“ von Unheilig und Filme wie Star Wars, Findet Nemo oder Harry Potter gemeinsam? Ihre Geschichte stützt sich immer auf das Konzept einer Heldenreise, die sie so erfolgreich machen. Sogar Geschichten von Naturvölkern haben eine ähnliche Abfolge von Situationen. Dies fiel dem amerikanischen Mythenforscher Joseph Campbell auf, der daraufhin das erste Muster der Heldenreise erstellte. Christopher Vogler erkannte das Potenzial der Heldenreise und entwickelte dies weiter.

Doch lässt sich unsere Faszination an Heldengeschichten einfach auf ihren Aufbau zurückführen? Um die Bedeutsamkeit der Heldenreise zu verdeutlichen, werde ich ihr Konzept vorstellen und im Anschluss auf den Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf anwenden. Dabei wird literarisch analysiert, inwieweit dieser Roman in das Konzept der Heldenreise passt und ob es Abweichungen gibt, die Hernndorfs Roman vielleicht sogar noch verbessern. Im Anschluss der Analyse werde ich vor dem Hintergrund der erzielten Ergebnisse, richtungsweisende Antworten zu dieser Frage geben. Mein zweites Kapitel wird sich mit dem Aufbau der Heldenreise nach Vogler beschäftigen. Im dritten Kapitel folgt eine analytische Überprüfung des Romans „Tschick“ vor dem Hintergrund der zuvor vorgestellten Heldenreise. Daraufhin folgt eine Auswertung der erzielten Ergebnisse und ein Deutungsansatz über die Anlage des genannten Romans mit Blick auf den Einfluss auf die Leser.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Konzept der Heldenreise nach Vogler

3 Ist der Roman „Tschick“ eine Heldenreise?

4 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die literarische Struktur des Romans „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf vor dem Hintergrund der klassischen Heldenreise nach Christopher Vogler zu analysieren, um Gemeinsamkeiten sowie bewusste Abweichungen aufzuzeigen.

  • Analyse des Heldenreise-Modells nach Vogler
  • Überprüfung der Romanhandlung von „Tschick“ auf Heldenreise-Stufen
  • Untersuchung von Charakterkonstellationen und Mentor-Figuren
  • Bedeutung der sozialen Umstände für die Entwicklung des Protagonisten
  • Interpretation der Reise als persönlicher Reifungsprozess

Auszug aus dem Buch

3 Ist der Roman „Tschick“ eine Heldenreise?

Der Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf handelt von Maik Klingenberg und Andrej Tschichatschow (genannt Tschick), die in den Sommerferien mit einem geklauten Auto eine Reise durch Deutschland machen. Beide kommen aus gänzlich verschiedenen Familien. Tschick ist Sohn russischer Einwanderer, die in einem verwahrlosten Hochhaus leben. Maik dagegen lebt mit seinem Vater, der Immobilienunternehmer ist, in einem großen Haus mit Pool. Seine alkoholabhängige Mutter ist oft in einer Entzugsklinik. Während der Reise entwickelt sich zwischen beiden eine enge Freundschaft, die ihnen oft durch schwierige Situationen hilft. In der Folge wird analysiert, ob und inwieweit sich im Roman „Tschick“ die vorgestellten Stufen einer Heldenreise befinden (vgl. Herrndorf 2010).

Lässt man den zu Beginn des Romans beschriebenen Blick an das Ende der Geschichte aus, beschreibt Herrndorf am Anfang die Lebensverhältnisse von Maik Klingenberg (vgl. ebd. S. 21-40). Dabei wird deutlich ein unerfülltes Leben Maiks charakterisiert. Dies beginnt damit, dass „[er] [...] nie einen Spitznamen [hatte]“ (S. 21), zudem langweilig ist und keine Freunde hat (vgl. ebd. S. 21). Außerdem kristallisiert sich ein heimliches Verlangen Maiks zu seiner Klassenkameradin Tatjana Cosic heraus, die für ihn unerreichbar scheint (vgl. ebd. S. 23). Herrndorf leitet die erste Stufe ein, indem Maiks gewohnte Umgebung aufgezeigt wird. Auffällig ist, dass sich in Maiks Leben besonders viele Mängel aufzeigen lassen. So ist Maik neidisch auf Andre Lagin, der sehr bliebt in der Klasse ist (vgl. ebd. S. 33) und der „[a]uch an Tatjana [...] mal kurz rumgegraben [hat]“ (ebd. S. 33). Neben seinem unerfüllten Schulleben weist Maik auch ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter auf, deren Aufenthalt in einer Entzugsklinik in der Familie als „Beautyfarm“ (ebd. S. 27) bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Heldenreise als narratives Grundmuster erfolgreicher Geschichten vor und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das Modell auf den Roman „Tschick“ anzuwenden.

2 Das Konzept der Heldenreise nach Vogler: Dieses Kapitel erläutert detailliert die zwölf Stationen des Heldenreise-Modells nach Christopher Vogler, von der gewohnten Welt bis zur Rückkehr mit dem Elixier.

3 Ist der Roman „Tschick“ eine Heldenreise?: Dieser Teil bildet das Herzstück der Analyse, in dem die Romanhandlung systematisch auf ihre Übereinstimmung mit dem Heldenreise-Modell hin untersucht wird.

4 Schlussteil: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Roman das Motiv der Heldenreise bewusst nutzt und variiert, um die Geschichte komplexer zu gestalten.

Schlüsselwörter

Heldenreise, Tschick, Wolfgang Herrndorf, Maik Klingenberg, Literaturanalyse, Mythos, Christopher Vogler, Protagonist, Adoleszenz, Romanstruktur, Erzählweise, Mentor, soziale Prozesse, Identitätsfindung, Abenteuer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die strukturelle Übereinstimmung des Romans „Tschick“ mit dem klassischen literarischen Motiv der Heldenreise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die literaturwissenschaftliche Analyse, die Charakterentwicklung der Protagonisten und die Anwendung mythologischer Erzählmuster auf zeitgenössische Jugendliteratur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, inwieweit Herrndorfs Werk dem Muster der Heldenreise folgt und welche Funktionen gezielte Abweichungen vom Schema für die Geschichte haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literarische Analyse, indem sie die Stufen der Heldenreise nach Christopher Vogler als analytisches Raster auf den Inhalt und die Handlungsstränge des Romans legt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung des Modells nach Vogler sowie eine anschließende praktische Anwendung auf die spezifischen Ereignisse und Entwicklungen im Roman „Tschick“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Heldenreise, Identitätsfindung, Adoleszenz, Romanstruktur und die spezifische Charakterkonstellation rund um Maik Klingenberg definieren.

Welche Rolle spielt die Figur Tschick in Bezug auf das Heldenreise-Modell?

Tschick übernimmt die Rolle des Mentors, wobei der Autor durch die Unvollkommenheit dieser Mentor-Figur bewusst vom starren Schema abweicht, um der Geschichte mehr Raum für Dynamik zu geben.

Wie verändert sich die Beziehung von Maik zu seiner Mutter am Ende?

Die Reise fungiert als Katalysator, der Maik ermöglicht, die Beziehung zu seiner Mutter aus einer neuen Perspektive zu betrachten und diese grundlegend positiv zu transformieren.

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Details

Title
Die Heldenreise im Roman "Tschick"
Grade
15 Punkte
Author
Jacob Ricking (Author)
Publication Year
2017
Pages
9
Catalog Number
V489332
ISBN (eBook)
9783668966642
ISBN (Book)
9783668966659
Language
German
Tags
Heldenreise Tschick Minifacharbeit Facharbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacob Ricking (Author), 2017, Die Heldenreise im Roman "Tschick", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489332
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