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Kaiser Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne von Habsburg

Title: Kaiser Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne von Habsburg

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annette Schießl (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Kein anderer deutscher Herrscher im Spätmittelalter hat wohl so polarisiert wie Ludwig der Bayer, ein König bzw. Kaiser, der zum einen als ein „Ausbund nahezu aller Laster“ dargestellt wird, zum anderen bei manchen Geschichtsschreibern die Hochachtung erfahren hat, dass sie ihn „als einen wahrhaft christlichen Herrscher“ bezeichneten. Offenbar muss die Verhaltensweise des Wittelsbacher relativ vielfältig gewesen sein, um solch völlig unterschiedliche Meinungen über ihn aufkommen zu lassen. So scheint es interessant, einmal das Leben dieses Kaisers näher zu betrachten, das so viele verschiedene Brennpunkte aufweist. Vor allem der lodernde Streit mit der Kurie ließ Ludwig den Bayern zu einer umstrittenen Berühmtheit werden, aber etwa auch die Auseinandersetzung mit seinem Bruder Rudolph prägte sein Leben. E benfalls ein besonderer Dreh- und Angelpunkt war die Beziehung zu seinem habsburgischen Vetter Friedrich dem Schönen, die für die politische Laufbahn des Herrschers von entscheidender Bedeutung war. Wichtige Abschnitte in Ludwigs Leben waren oft eng mit der Beziehung zu dem Habsburger verknüpft. Welches Verhältnis bestand aber zwischen den beiden? Gibt es Phasen, in denen sich die Beziehung zwischen dem Wittelsbacher und dem Habsburger verändert hat? Und nicht zuletzt: Welche Konsequenzen resultierten aus deren Verlauf? All diesen zentralen Fragen soll in dieser Arbeit auf den Grund gegangen werden. Um den Verlauf des Verhältnisses zwischen den Vettern untersuchen zu können, ist es natürlich nötig, die politischen Ereignisse, an denen Ludwig und Friedrich maßgeblich beteiligt waren, näher ins Auge zu fassen. Eine relativ umfassende Forschungs- und Quellenlage ermöglicht es, die Beziehung der beiden konsequent nachzuvollziehen. Lediglich die gemeinsame Jugend der beiden Vettern in Wien ist wenig dokumentiert und daher auch in der vorliegenden Arbeit nicht ausführlich dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gemeinsame Jugend von Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen am Habsburger Hof

3. Die Auseinandersetzung zwischen Ludwig und Friedrich

3.1 Ludwigs Wechsel zur habsburgerfeindlichen Politik im Zuge der Niederbayern-Angelegenheit

3.2 Die Königswahl 1314

3.3 Der Kampf der Gegenkönige bis zur endgültigen Entscheidung

3.4 Die Entscheidungsschlacht bei Mühldorf und deren Auswirkungen

3.4.1 Die Schlacht von Mühldorf

3.4.2 Friedrichs Gefangenschaft

3.4.3 Langfristige Folgen der Schlacht von Mühldorf

4. Der Versöhnungsprozess zwischen Ludwig und Friedrich bzw. den Habsburgern

4.1 Die Verträge von Trausnitz, München und Ulm

4.2 Ludwigs Motive für sein Verhalten

4.3 Die Beziehung zwischen Ludwig und Friedrich nach den Verträgen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselvolle Beziehung zwischen Kaiser Ludwig dem Bayern und seinem habsburgischen Vetter Friedrich dem Schönen im Spätmittelalter. Ziel ist es, die Phasen ihrer Rivalität und anschließenden Aussöhnung zu analysieren, um die politischen Hintergründe und Konsequenzen dieses Verhältnisses für das Deutsche Reich und den Aufstieg Bayerns aufzuzeigen.

  • Gemeinsame Erziehung und frühe Jugend am Habsburger Hof
  • Die Eskalation des Konflikts im Zuge der Niederbayern-Angelegenheit
  • Die Doppelwahl von 1314 und der langjährige Kampf um den Thron
  • Die entscheidende Schlacht bei Mühldorf 1322 und ihre Auswirkungen
  • Der Versöhnungsprozess und die Verträge von Trausnitz, München und Ulm

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Die Schlacht von Mühldorf

Erst acht Jahre nach der Wahl bzw. Krönung der beiden Könige ging Ludwig der endgültigen Entscheidungsschlacht nicht mehr aus dem Weg. Er suchte sie sogar zu diesem Zeitpunkt von sich aus, da Leopolds Reiter, die zu Friedrich als Verstärkung nach Mühldorf zogen, zu weit entfernt waren, um in den Kampf eingreifen zu können. Aus diesem Grund bot Ludwig seinem Vettern die Schlacht an, die dieser trotz fehlender Unterstützung von Seiten seines Bruders und dem Ratschlag seiner Mitstreiter, er solle auf die Vereinigung aller Truppen warten, annahm. Zunächst deutete alles auf einen Sieg der Habsburger hin, doch durch die Änderung der Kampfstrategie konnte Ludwig das Blatt wenden: Indem sich seine Verbündeten auf das Erstechen der gegnerischen Pferde konzentrierten, konnten die Widersacher erheblich geschwächt und schließlich von den Reitern des Nürnberger Burggrafen, der auf Ludwigs Seite stand, überrannt werden. 52 In der Umgebung des damaligen Schlachtfeldes ist dieser wichtige Kampf noch heute unter anderem durch ein Gemälde an der Frauenkirche in Mühldorf (Abb. 1) präsent.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ambivalente historische Bewertung Ludwigs des Bayern und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein, die den Verlauf der Beziehung zwischen ihm und Friedrich dem Schönen thematisiert.

2. Die gemeinsame Jugend von Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen am Habsburger Hof: Dieses Kapitel betrachtet die frühen Jahre beider Herrscher, die gemeinsam am Wiener Hof aufwuchsen und dort eine ähnliche Erziehung genossen.

3. Die Auseinandersetzung zwischen Ludwig und Friedrich: Hier wird der Zerfall der einst freundschaftlichen Beziehung analysiert, beginnend bei der Niederbayern-Angelegenheit bis hin zur militärischen Konfrontation bei Mühldorf.

4. Der Versöhnungsprozess zwischen Ludwig und Friedrich bzw. den Habsburgern: Das Kapitel untersucht die diplomatischen Bemühungen um eine Aussöhnung, insbesondere die Verträge von Trausnitz, München und Ulm, und hinterfragt die Motive Ludwigs.

5. Schluss: Die Zusammenfassung resümiert die verschiedenen Phasen der Beziehung und bewertet die langfristigen politischen Konsequenzen für die beiden konkurrierenden Herrscherhäuser.

Schlüsselwörter

Ludwig der Bayer, Friedrich der Schöne, Haus Wittelsbach, Haus Habsburg, Spätmittelalter, Königswahl 1314, Schlacht von Mühldorf, Trausnitzer Sühne, Doppelwahl, Reichsgeschichte, Italienpolitik, Machtpolitik, Versöhnung, Thronkampf, Niederbayern-Angelegenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen, zwischen Rivalität und Versöhnung schwankenden Beziehung zwischen Kaiser Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen von Habsburg während des frühen 14. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der gemeinsamen Jugend beider Vettern, dem eskalierenden Konflikt in der Niederbayern-Angelegenheit, dem Kampf um die deutsche Königskrone und dem diplomatischen Versöhnungsprozess nach der Schlacht von Mühldorf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Phasen des Verhältnisses zwischen Ludwig und Friedrich nachzuzeichnen, die politischen Ereignisse zu analysieren, die diesen Verlauf prägten, und die langfristigen Auswirkungen auf die Machtstellung beider Häuser zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse der Forschungs- und Quellenlage, um die politischen Ereignisse und die wechselseitige Beziehung der Protagonisten chronologisch und inhaltlich zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Auseinandersetzung, die Königswahl 1314, die militärische Entscheidung bei Mühldorf sowie die anschließende diplomatische Aufarbeitung durch verschiedene Verträge und Ludwigs Motive dabei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Ludwig der Bayer, Friedrich der Schöne, Königswahl, Schlacht von Mühldorf, Trausnitzer Sühne und die Machtpolitik der Häuser Wittelsbach und Habsburg.

Warum war die Schlacht bei Mühldorf für den weiteren Verlauf so entscheidend?

Sie bedeutete das endgültige Ende der habsburgischen Thronansprüche für über ein Jahrhundert und festigte Ludwigs Machtposition im Reich, obwohl er bereits acht Jahre lang Schlachten vermieden hatte.

Welche Rolle spielten die "Versöhnungsverträge" für Ludwigs geplante Italienpolitik?

Ludwig benötigte Friedrich als Absicherung seiner Herrschaft in Deutschland, während er sich auf den Italienzug und die angestrebte Kaiserkrönung konzentrierte, um sich den Rücken für seine Ziele freizuhalten.

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Details

Title
Kaiser Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne von Habsburg
College
University of Regensburg  (Institut für Bayerische Landesgeschichte)
Course
Proseminar zur Mittelalterlichen Geschichte
Grade
1,0
Author
Annette Schießl (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V48937
ISBN (eBook)
9783638455060
Language
German
Tags
Kaiser Ludwig Bayer Friedrich Schöne Habsburg Proseminar Mittelalterlichen Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annette Schießl (Author), 2004, Kaiser Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne von Habsburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48937
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