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Alfred Thayer Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte im Kaiserreich

Titel: Alfred Thayer Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte im Kaiserreich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„The Influence of Sea Power upon History“ on Alfred Thayer Mahan wurde in sechs Sprachen übersetzt mit insgesamt 50 Auflagen. Obwohl Mahan zwischenzeitlich immer wieder als ideologischer Wegbereiter von Expansion und Wettrüsten verurteilt wurde, seine historischen Analy-sen in Zweifel gezogen und sogar seine Schriften über Seestrategien von Marinefach-leuten als „trivial“ belächelt wurden, ist das Interesse an seiner Person bis heute noch nicht erloschen. Einer seiner damaligen Biographen, Charles Taylor, schrieb 1920, dass Mahan das Schicksal vieler Generationen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft maßgeblich beeinflusst habe und noch beeinflussen werde.

Was waren die Gründe für Mahans große Wirkung? Der Schwerpunkt dieser Arbeit wird vor allem Mahans Wirkung in Deutschland zu Zeiten des Deutschen Kaiserreichs beleuchten: Inwieweit hatte Mahan hier Einfluss auf die deutsche Flotte? Hierfür ist es notwendig, sich die Kernaussagen von „The Influence of Sea Power upon History“ zu betrachten, um beurteilen zu können, wie diese im Deutschen Kaiserreich aufgefasst wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. Alfred Thayer Mahan

1.1. Biographie

1.2. Das Konzept „sea power“ in „The Influence of Sea Power upon History”

1.2.1. Definition des Begriffs “sea power”

1.2.2. Mahans Argumentation für „sea power“

1.3. Mahans Einfluss um die Jahrhundertwende zum 20. Jh.

1.3.1. Allgemein

1.3.2. Gründe

1.3.3. Kritik

1.3.4. Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des US-amerikanischen Marinehistorikers und Strategen Alfred Thayer Mahan auf die deutsche Flottenpolitik während des Deutschen Kaiserreichs. Dabei wird analysiert, wie Mahans zentrale Thesen zur „Sea Power“ rezipiert wurden, inwieweit sie als theoretisches Fundament für den Aufbau einer deutschen Schlachtflotte dienten und ob diese Rezeption den tatsächlichen Intentionen des Autors entsprach.

  • Biographische Grundlagen von Alfred Thayer Mahan.
  • Analyse des „Sea Power“-Konzepts und dessen sechs Kernfaktoren.
  • Rezeption und strategische Instrumentalisierung von Mahans Lehren durch das deutsche Kaiserreich und Admiral von Tirpitz.
  • Kontrastierung von Mahan als Militärtheoretiker versus seine Rolle als politischer Prophet.
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit und Fehlinterpretationen der deutschen Flottenstrategie.

Auszug aus dem Buch

1.2.2. Mahans Argumentation für „sea power“

Der erste Abschnitt seiner Argumentation enthält ein paar philosophische Annahmen zur Natur des Menschen. Nach Mahan besteht diese darin, nach materiellem Wohlstand zur streben und sich dabei, falls nötig, auch aggressiver Mittel zu bedienen. Was auf das Individuum zutreffe, ließe sich auch auf Unternehmen, Organisationen und letztendlich auf ganze Nationen übertragen.

Zudem schreibt er: „To secure to one’s own people a disproportionate share of such benefits, every effort was made to exclude others, either by the peaceful legislative methods of monopoly or prohibitory regulations, or, when failed, by direct violence.“ Es sei ganz natürlich, dass sich jede Gesellschaft bemühe, so viele Güter und Ressourcen wie möglich zu erlangen. Diese könnten in Waren und Leistungen umgetauscht werden, von denen man selbst nicht ausreichend verfüge. Dies sei für alle Beteiligten von Vorteil, weshalb internationaler Handel äußerst erwünscht sei. Dadurch dass jede Gesellschaft den Versuch anstellen werde, den größtmöglichen Profit aus dem Handel zu schlagen, werde ein aggressiver Wettbewerb entstehen, der wiederum zu einer Kontrolle der Handelswege führe, um den eigenen Vorteil daraus ziehen zu können. Mahan folgert daraus, dass Handel von jeher zu „conflict, frostering ambitions and strifes which tend towards armed collision“ geführt hat. Des Weiteren sei Handel unverzichtbar, da der Erfolg einer Volkswirtschaft vom Import und Export abhänge. Der Seeweg sei für Inselnationen wie Großbritannien und teilweise auch den USA daher unerlässlich. Zudem sei der Seehandel günstiger und sicherer. Damit man unabhängig handeln könne, sei es „the wish of every nation that ist shipping is done by ist own vessels“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alfred Thayer Mahan: Dieses Kapitel liefert einen biographischen Abriss und erläutert die Genese von Mahans theoretischem Denken sowie sein Wirken innerhalb der US Navy und der internationalen Fachwelt.

1.1. Biographie: Der Abschnitt beleuchtet den Lebensweg Mahans vom Sohn eines Professors bis hin zu seiner Karriere als Marineoffizier, Historiker und einflussreicher sicherheitspolitischer Vordenker.

1.2. Das Konzept „sea power“ in „The Influence of Sea Power upon History”: Das Kapitel definiert Mahans zentrales Konzept, das nicht nur militärische Stärke, sondern auch ökonomische Faktoren und nationalen Handel umfasst.

1.2.1. Definition des Begriffs “sea power”: Hier wird der theoretische Rahmen erläutert, in dem Seemacht als ganzheitliche Fähigkeit einer Nation zur Durchsetzung ihrer Interessen auf See begriffen wird.

1.2.2. Mahans Argumentation für „sea power“: Dieses Kapitel legt die philosophischen Annahmen Mahans dar, wonach wirtschaftlicher Wettbewerb unweigerlich zu Konflikten führt und eine starke Flotte zur Sicherung der Handelswege unerlässlich ist.

1.3. Mahans Einfluss um die Jahrhundertwende zum 20. Jh.: Der Teil analysiert die enorme Breitenwirkung der Mahanschen Theorien in der Politik und bei Militärs weltweit in der Zeit vor 1914.

1.3.1. Allgemein: Es wird beschrieben, wie Mahans Thesen zum Deutungsmuster für den historischen Verlauf und die Notwendigkeit von Seemacht wurden.

1.3.2. Gründe: Das Kapitel untersucht die Faktoren für Mahans Erfolg, insbesondere seine publizistische Tätigkeit und seine Fähigkeit, komplexe strategische Zusammenhänge in schlüssige Lehrsätze zu fassen.

1.3.3. Kritik: Hier wird die zeitgenössische und spätere Kritik an Mahans Thesen, etwa durch Historiker oder Geographen wie Mackinder, thematisiert.

1.3.4. Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte: Der Abschnitt bildet das Herzstück und untersucht, wie Kaiser Wilhelm II. und Admiral von Tirpitz Mahans Ideen aufgriffen, um den Bau einer deutschen Schlachtflotte zu legitimieren.

Schlüsselwörter

Alfred Thayer Mahan, Sea Power, Seemacht, Deutsche Flotte, Kaiserreich, Alfred von Tirpitz, Schlachtflottenbau, Strategie, Geopolitik, Seekriegsgeschichte, Weltmacht, Handelsschifffahrt, Flottenpropaganda, Militärstrategie, Seestrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Theorien des US-Strategen Alfred Thayer Mahan von der deutschen Marineführung im Kaiserreich rezipiert und politisch instrumentalisiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf Mahans „Sea Power“-Theorie, der strategischen Kultur der deutschen Marine sowie dem Einfluss dieser Ideen auf die tatsächliche deutsche Flottenpolitik und den Schlachtflottenbau.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu klären, inwieweit Mahan Einfluss auf die deutsche Flotte hatte und ob die deutsche Anwendung seiner Theorien – insbesondere durch Tirpitz – den ursprünglichen Intentionen des Autors entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Mahans Schriften, zeitgenössischer Dokumente sowie der einschlägigen Sekundärliteratur zur Marinegeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Mahans „Sea Power“-Konzept und eine kritische Untersuchung seiner Rezeption in Deutschland unter Berücksichtigung politischer und militärischer Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sea Power, Seemacht, Kaiserreich, Tirpitz, Schlachtflottenkonzept und strategische Weltpolitik.

Inwieweit spielten die „sechs Faktoren“ von Mahan eine Rolle für Deutschland?

Kaiser Wilhelm II. und Tirpitz waren besonders fasziniert von Mahans Darlegung der sechs Faktoren, da sie glaubten, auf dieser Grundlage die notwendige maritime Vorherrschaft für Deutschland rechtfertigen zu können.

Warum war die Umsetzung von Mahans Lehren durch Tirpitz aus historischer Sicht problematisch?

Die Arbeit argumentiert, dass Tirpitz Mahan zwar als Legitimationsquelle nutzte, aber die strategischen Warnungen Mahans – etwa bezüglich der geografischen Lage Deutschlands und der Unmöglichkeit, gleichzeitig größte Land- und Seemacht zu sein – ignorierte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alfred Thayer Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte im Kaiserreich
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V489446
ISBN (eBook)
9783668970359
ISBN (Buch)
9783668970366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alfred thayer mahans einfluss flotte kaiserreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Alfred Thayer Mahans Einfluss auf die deutsche Flotte im Kaiserreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489446
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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