Der vorliegende Praktikumsbericht beinhaltet eine ausführliche Darstellung der Planungsentscheidungen für einen Unterrichtsversuch einschließlich einer Analyse der Durchführung. Das Praktikum wurde unter dem Thema "Kennenlernen, Verstehen und Anwenden von Regelvariationen bei bekannten Spielen" an einer Grundschule durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Voraussetzungs- und Bedingungsanalyse
1.1 Positionierung des Unterrichtsversuchs
1.2 Lernvoraussetzungen der Schüler
1.2.1 Lernstand
1.2.2 Lernverhalten
1.2.3 Interessen, Motivation
1.2.4 Zusammensetzung der Schülerschaft, Sozialverhalten und soziale Situation in der Schulklasse
1.2.5 Lernumgebung
1.3 Voraussetzungen des Praktikanten
2 Richtziele und Intentionen
2.1 Fachgebundene Richtziele
2.2 Fachübergreifende Intentionen
2.3 Ziele und Teillernziele für den Unterrichtsversuch
3 Inhaltliche und thematische Analysen und Entscheidungen
3.1 Sachanalyse
3.2 Begründung der Themenwahl
4 Methoden- und Medienentscheidungen
5 Differenzierung/Adaptiver Unterricht
5.1 Binnendifferenzierung
5.2 Spezifische Ziele und Aufgaben für einzelne Schüler
6. Geplanter Unterrichtsverlauf
6.1 Schematische Gleiderung des geplanten Stundenverlaufs
6.2 Geplante Erfassung der Lernzielerreichung
7 Analyse der durchgeführten Unterrichtssequenz
7.1 Beschreibung und Analyse der durchgeführten Unterrichtssequenz unter Berücksichtigung ausgewählter Merkmale der Unterrichtsplanung (Bereich A)
7.2 Beschreibung und Analyse der ausgewählten Merkmale unterrichtlicher Handlungsfähigkeit (Bereich B)
8. Selbstreflexion
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Planung und Durchführung eines Sportunterrichtsversuchs in einer zweiten Grundschulklasse zu analysieren, wobei der Fokus auf dem Erlernen und Anwenden von Regelvariationen bei bekannten Spielen sowie der Förderung der sportlichen Selbstständigkeit liegt.
- Regelverständnis und Anwendung neuer Spielvariationen
- Förderung der koordinativen Fähigkeiten der Schüler
- Stärkung der Klassengemeinschaft durch kooperative Spielformen
- Reflexion des Lehrerverhaltens und der Unterrichtsgestaltung in der Turnhalle
Auszug aus dem Buch
3.1 Sachanalyse
Motorik kommt aus dem lateinischen und bedeutet Beweger (K. Meinel, 2007, S.5). Heute wird es vor allem im Sinne der Bewegungsfertigkeiten und Bewegungslehre verstanden (K. Meinel, 2007, S.6f.). Relevant für den Unterrichtsversuch ist vor allem die Sportmotorik, die sich aber auch auf die Alltagsmotorik auswirken kann. Ebenso wichtig ist die Lokomotorik die für Fortbewegen und den Bewegungsdrang zuständig ist (K. Meinel, 2007, S.27).
Motorische Kompetenzen sind die Fähigkeiten eines Menschen sich mithilfe der Wahrnehmung und Bewegung mit der Umwelt zu interagieren (Scheid, 1994, S.15f.). Diese Kompetenzen setzen sich aus physiologischen und psychischen Fähigkeiten zusammen. Motorische Basisfähigkeiten werden unterschiedlich definiert, nach Zimmer und Volkamer 1987 gibt es acht dieser grundlegenden Fähigkeiten: gesamtkörperliche Gewandtheit, Koordinationsfähigkeit, feinmotorische Geschicklichkeit, Gleichgewichtsvermögen, Reaktionsfähigkeit, Sprungkraft, Bewegungsgeschwindigkeit, Bewegungssteuerung.
Diese unterliegen einem Reifeprozess und entwickeln sich mit dem Grunschulalter deutlich weiter (Zimmer & Volkamer, 1987, S.27). Der Höhepunkt der motorischen Entwicklung liegt zwischen dem 11.-13. Lebensjahr (Zimmer & Volkamer, 1987, S.28).
Im Grundschulalter werden durch die Bewegungsfreude alle Fähigkeiten genutzt und dadurch trainiert (Zimmer, 2009, S. 47f.). Der Sportunterricht fordert meist gleich mehrere Fähigkeiten gleichzeitig (Zimmer, 2009, S. 47f.). Die geplante Unterrichtsstunde testet alle Fähigkeiten mit Ausnahme der Gleichgewichtsfähigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Voraussetzungs- und Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beleuchtet die Rahmenbedingungen des Unterrichtsversuchs, einschließlich der Klassenzusammensetzung, der Lernvoraussetzungen der Schüler und der eigenen Rolle des Praktikanten.
2 Richtziele und Intentionen: Hier werden die fachbezogenen und fachübergreifenden Lernziele definiert, die auf den Vorgaben des Kerncurriculums basieren und auf die Förderung motorischer sowie sozialer Kompetenzen ausgerichtet sind.
3 Inhaltliche und thematische Analysen und Entscheidungen: Das Kapitel liefert eine theoretische Fundierung zu motorischen Grundlagen und begründet die Auswahl der Spiele für den Unterrichtsversuch.
4 Methoden- und Medienentscheidungen: Es wird dargelegt, warum bestimmte Unterrichtsmethoden wie die Freiarbeit und organisatorische Mittel wie der Sitzkreis zur Strukturierung des Sportunterrichts gewählt wurden.
5 Differenzierung/Adaptiver Unterricht: Dieser Abschnitt beschreibt Ansätze zur Binnendifferenzierung und die spezifische Förderung einzelner Schüler innerhalb des Sportunterrichts.
6. Geplanter Unterrichtsverlauf: Hier werden der schematische Stundenplan und die Methoden zur Überprüfung der Lernzielerreichung detailliert dargestellt.
7 Analyse der durchgeführten Unterrichtssequenz: Dieses Kapitel wertet den tatsächlichen Verlauf des Unterrichtsversuchs aus und reflektiert die Umsetzung der Planungsziele.
8. Selbstreflexion: Der Autor reflektiert seine Erfahrungen im Praktikum, seine professionelle Entwicklung und die Herausforderungen bei der Umsetzung von Unterrichtsplanungen in der Praxis.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Grundschule, Regelvariation, Motorik, Koordinative Fähigkeiten, Spielpädagogik, Sozialkompetenz, Binnendifferenzierung, Unterrichtsplanung, Selbstreflexion, Bewegungsfreude, Fair-Play, Unterrichtsstruktur, Methodenkompetenz, Lehrerrolle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Analyse einer Sportstunde in einer zweiten Grundschulklasse mit dem Fokus auf bekannte Spiele und deren Regelvariationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die sportmotorische Entwicklung, die Vermittlung von Spielregeln, die Förderung der Koordination sowie die soziale Interaktion der Schüler im Sport.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist das Kennenlernen und Verstehen von Regelvariationen bei bekannten Spielen sowie die Stärkung der selbstständigen sportlichen Betätigung der Kinder.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Praktikant stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Unterrichtsplanung, hospitierten Beobachtungen und einer nachgelagerten Analyse basierend auf fachwissenschaftlicher Literatur zur Motorik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Planung, den didaktischen Entscheidungen, der Auswahl der Methoden sowie der Analyse der tatsächlichen Durchführung unter Berücksichtigung von Struktur und Klassenführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sportunterricht, Regelvariation, koordinative Fähigkeiten und Selbstreflexion geprägt.
Wie wurde auf unterschiedliche Leistungsniveaus in der Klasse reagiert?
Der Autor setzte auf Binnendifferenzierung durch offene Spielformen, stellte jedoch fest, dass eine individuelle Differenzierung bei gleichzeitiger Aufsichtspflicht eine große Herausforderung darstellte.
Welche Bedeutung haben die Sitzkreise für den Unterricht?
Sitzkreise dienen als wichtiges Ritual, um den Unterricht zu strukturieren, Konzentrationsphasen zu schaffen und eine klare Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schülern in der lauten Umgebung einer Turnhalle zu gewährleisten.
Was war eine wesentliche Erkenntnis aus der Selbstreflexion?
Der Autor erkannte, dass trotz sorgfältiger Planung Spontanität im Sportunterricht essenziell ist und dass die Einschätzung der Arbeitsgeschwindigkeit von Grundschülern für die Zeitplanung entscheidend ist.
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- Jona Wilke (Author), 2018, Kennenlernen, Verstehen und Anwenden von Regelvariationen bei bekannten Spielen im Sport in einer Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489473