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Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika anhand von Analphabetismus

Titel: Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika anhand von Analphabetismus

Hausarbeit , 2011 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kilian Norden (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Problematik der Diskriminierung von Frauen ist spätestens seit dem Jahr 1979 auf der weltpolitischen Agenda präsent. Damals verabschiedete die Generalversammlung der UN das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (“Frauenkonvention“ bzw. CEDAW). Bereits einige Jahre früher, im Jahr 1965, wurde im iranischen Teheran auf der Weltkonferenz der Bildungsminister über die “Ausrottung des Analphabetismus“ als eine der weiteren globalen Herausforderungen konferiert. Gleichwohl mehrerer Jahrzehnte, die seitdem vergangen sind, ist die Diskriminierung von Frauen wie auch der Analphabetismus weiterhin global, wenn auch in variabler Ausprägung, vorzufinden. Eine Region in der beide Problemfelder in besonders negativen Ausprägungen auftreten - ist Westafrika.
Die vorliegende Seminararbeit zum Thema der „Diskriminierung von Frauen in Westafrika unter besonderer Berücksichtigung von Analphabetismus“ verfolgt das Ziel, der Fragestellung nachzugehen, inwieweit in Westafrika durch eine Forcierung von Alphabetisierung auch die dortige Diskriminierung bekämpft werden könnte.
Für die Bearbeitung der Fragestellung wird zu Beginn die Zielregion dieser Arbeit eingegrenzt und die dortige Ungleichbehandlung von Frauen anhand einer Untersuchung verschiedener Diskriminierungsfacetten herausgestellt. Daran anschließend wird ein Exkurs über die Alphabetisierungsbemühungen nach 1945 gegeben, welcher zwei Ziele verfolgt: Zum einen ein grundlegendes Verständnis über großangelegte Alphabetisierungsbemühungen und der damit einhergehenden Entwicklung des Alphabetisierungsbegriffs zu vermitteln und zum anderen die Erfolge sowie Misserfolge der Vergangenheit und damit die Grenzen von Alphabetisierungsbemühungen hervorzuheben. Im darauf folgenden Kapitel werden zwei aus den über sechs Jahrzehnten internationaler Alphabetisierungsbemühungen besonders hervortretende Begriffe - Grundbildung und Literalität – definiert und einer aktuellen Betrachtung unterzogen. Ferner wird auf Basis dieser beiden Termini, dass für diese Arbeit maßgebende Verständnis von forcierter Alphabetisierung ausgearbeitet. Im Schlusskapitel wird auf Basis des in den vorangegangenen Kapiteln erarbeiteten Wissens die Fragestellung dieser Arbeit beantwortet: Inwieweit könnte die Diskriminierung von Frauen in Westafrika durch forcierte Alphabetisierung bekämpft werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika

2.1 Die Sub-Region Westafrika

2.2 Die Diskriminierung von Frauen

3. Exkurs: Alphabetisierungsbemühungen nach 1945

4. Grundbildung, Literalität und Forcierung von Alphabetisierung

4.1 Grundbildung

4.2 Literalität

4.3 Forcierte Alphabetisierung

5. Alphabetisierung als Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung?

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskriminierung von Frauen in der westafrikanischen Region und prüft, inwiefern eine forcierte Alphabetisierung dazu beitragen kann, diese Ungleichbehandlung zu bekämpfen und die Gleichberechtigung nachhaltig zu fördern.

  • Analyse der spezifischen Diskriminierungsfacetten von Frauen in Westafrika.
  • Historischer Exkurs zu internationalen Alphabetisierungsbemühungen seit 1945.
  • Definition und theoretische Einordnung der Begriffe Grundbildung und Literalität.
  • Entwicklung eines Konzepts zur forcierten Alphabetisierung als Instrument der Befähigung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Sub-Region Westafrika

Im Jahr 1999 wurde durch die UNSD das “UN-Geoscheme“ entworfen. Dieses unterteilt die Landfläche der Erde in fünf Makro-Regionen und 22 Sub-Regionen. Die Makro-Region Afrika wurde hierbei in fünf Sub-Regionen untergliedert: Ostafrika, Zentralafrika, Nordafrika, Südafrika und die Zielregion dieser Arbeit – Westafrika. Innerhalb der Sub-Region Westafrika befinden sich 17 Staaten bzw. Überseegebiete mit zusammen fast 300 Millionen Einwohnern, was rund einem Drittel der afrikanischen und circa fünf Prozent der Weltbevölkerung entspricht.

Bezüglich der Bevölkerungsverteilung innerhalb Westafrikas lässt sich eine äußerst heterogene Verteilung feststellen. Die Bevölkerung konzentriert sich in den Küstenregionen am Atlantischen Ozean und dort insbesondere in Agglomerationen wie Lagos (Nigeria), Abidjan (Elfenbeinküste) oder Dakar (Senegal). In den Binnenregionen ist die Bevölkerungsdichte hingegen äußerst gering. Beispielsweise beträgt die Bevölkerungsdichte in Mali oder dem Niger durchschnittlich 10 Einwohner pro km², währenddessen in Nigeria durchschnittlich 150 Einwohner pro km² leben.

Im südlichen Teil Westafrikas leben vor allem schwarzafrikanische Völker und im nördlichen überwiegend verschiedene Ethnien der Berber und Araber. Neben den jeweiligen Amtssprachen Arabisch, Französisch oder Englisch werden vor allem im südlichen Teil Westafrikas weitere Verkehrssprachen genutzt (bspw. ist in Nigeria die Amtssprache Englisch, zusätzlich gibt es drei weitere offiziell anerkannte Landessprachen sowie mehrere hundert einheimische Sprachen).

Die Religion spielt im Alltag der westafrikanischen Menschen eine zentrale Rolle und ist wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens. Neben dem Islam, der vor allem in den nördlichen Regionen dominiert und dem Christentum, welches in den südlichen Regionen vorherrscht, gibt es verschiedenste traditionelle afrikanische Religionen und Mischformen (Synkretismus) zwischen diesen und dem Islam bzw. dem Christentum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Problem der Diskriminierung von Frauen und den Analphabetismus als globale Herausforderungen, wobei der Fokus auf die Region Westafrika gelegt wird.

2. Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika: Dieses Kapitel analysiert die Zielregion Westafrika und stellt anhand des Gender Inequality Index verschiedene Diskriminierungsfacetten dar.

3. Exkurs: Alphabetisierungsbemühungen nach 1945: Hier werden die historischen Phasen und Konzepte der internationalen Alphabetisierungsprogramme seit 1945 kritisch betrachtet.

4. Grundbildung, Literalität und Forcierung von Alphabetisierung: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe Grundbildung und Literalität, um daraus das Verständnis von forcierter Alphabetisierung abzuleiten.

5. Alphabetisierung als Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung?: Es wird diskutiert, inwieweit forcierte Alphabetisierung als Mittel gegen die Diskriminierung wirken kann und welche kulturellen Hemmnisse dabei bestehen.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Alphabetisierung sehr wahrscheinlich zur Bekämpfung der Diskriminierung beitragen kann.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Frauen, Westafrika, Alphabetisierung, Grundbildung, Literalität, Geschlechtergerechtigkeit, Entwicklungspolitik, Empowerment, Menschenrechte, Bildung, UN, UNESCO, Partizipation, Analphabetismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Diskriminierung von Frauen in Westafrika und untersucht, ob und wie Alphabetisierungsprogramme dazu beitragen können, diese Situation zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der sozioökonomischen Benachteiligung von Frauen in Westafrika sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Alphabetisierungs- und Grundbildungskonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Fragestellung, inwieweit die Forcierung von Alphabetisierung als Instrument zur Bekämpfung der Diskriminierung von Frauen in der Zielregion dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Auswertung statistischer Daten aus dem Human Development Report, um die aktuelle Situation der Frauen in Westafrika empirisch zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Analyse der Diskriminierungsfacetten in Westafrika, einen historischen Rückblick auf Alphabetisierungsbemühungen seit 1945 sowie die begriffliche Bestimmung von Grundbildung, Literalität und forcierter Alphabetisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Westafrika, Diskriminierung, Alphabetisierung, Grundbildung, Literalität und Empowerment.

Warum spielt der "Gender Inequality Index" eine so große Rolle?

Der Index dient als objektive Datenbasis, um die überdurchschnittlich starke Diskriminierung von Frauen in Westafrika messbar und vergleichbar zu machen.

Wie unterscheidet sich "Literalität" von "Grundbildung"?

Während Grundbildung als umfassender Begriff für Basisvoraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe verstanden wird, fokussiert Literalität stärker auf die Fähigkeit zur Verwendung schriftlicher Informationen.

Warum wird Paolo Freire in der Arbeit zitiert?

Sein Ansatz der "Pädagogik der Unterdrückten" dient als theoretisches Fundament für das in der Arbeit definierte Konzept der "forcierten Alphabetisierung" zur Befähigung zur Selbstbestimmung.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich kultureller Hemmnisse?

Die Arbeit schlussfolgert, dass eine erfolgreiche Alphabetisierung tiefgreifend in bestehende kulturelle Strukturen und Traditionen eingreift, was gleichzeitig eine große Herausforderung für ihre praktische Umsetzung darstellt.

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Details

Titel
Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika anhand von Analphabetismus
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Kilian Norden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V489570
ISBN (eBook)
9783668964686
ISBN (Buch)
9783668964693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analphabetismus Diskriminierung von Frauen Westafrika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kilian Norden (Autor:in), 2011, Die Diskriminierung von Frauen in Westafrika anhand von Analphabetismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489570
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Leseprobe aus  23  Seiten
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