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Das Konzept der kinderreichen Familie. Chancen und Risiken für die deutsche Gesellschaft

Title: Das Konzept der kinderreichen Familie. Chancen und Risiken für die deutsche Gesellschaft

Term Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kilian Norden (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit sollen, mit objektiven Anspruch, die Chancen und Risiken des Konzeptes der kinderreichen Familie für die Gesellschaft behandelt werden, hierfür wird zu Beginn das gelebte Konzept der kinderreichen Familie vorgestellt, dabei wird auch auf Besonderheiten sowie die Finanzierung und "typische" Konstellationen kinderreicher Familien eingegangen. Auf Basis dessen wird im darauffolgenden Abschnitt das Konzept der kinderreichen Familie aus soziobiologischer Sicht beleuchtet - soll heißen, dass die evolutionären Grundlagen für das heutige Verhalten zur Gründung einer kinderreichen Familie erörtert werden. Im vierten Abschnitt wird auf die denkbaren Auswirkungen für den deutschen Wohlfahrtsstaat eingegangen, bevor im fünften Abschnitt die Möglichkeiten der Pädagogik mit dem Konzept der kinderreichen Familie umzugehen, dargelegt werden. Schlussendlich wird in einem Resümee die Forschungsfrage dieser Arbeit erörtert: Überwiegen für die deutsche Gesellschaft und insbesondere den Wohlfahrtsstaat die Chancen oder die Risiken welche aus dem Konzept der kinderreichen Familie erwachsen?

Seit einiger Zeit wird in Deutschland leidenschaftlich über die niedrige Geburtenrate diskutiert - häufig im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Herausforderungen, wie der Finanzierung der Sozialsysteme oder dem Fachkräftemangel. Die steigende Kinderlosigkeit der Deutschen wird hierbei gemeinhin für dieses schon seit vielen Jahrzehnten anhaltende Phänomen verantwortlich gemacht. Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre haben jedoch ergeben, dass bei dieser Entwicklung die zurückgehende Anzahl der kinderreichen Familien in Deutschland eine wesentliche Rolle spielt.

Der Gedanke, dass eine steigende Anzahl kinderreicher Familien eine positive Entwicklung für die Demografie und den Wohlfahrtsstaat wäre, liegt demnach auf der Hand. Dem gegenüber stehen jedoch latente oder auch offene Vorurteile, welche weit verbreitet sind und von Teilen der Medien regelmäßig befeuert werden. In diesen Vorurteilen werden verschiedenste abwertende Begriffe wie beispielsweise "Asoziale" oder auch "Schmarotzer" gesammelt. Wer diesem Schubladendenken erliegt, wird wahrscheinlich in einer höheren Anzahl kinderreicher Familien keine Chance für die deutsche Gesellschaft sehen, was aus demografischer Sicht bedenklich wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der kinderreichen Familie in Deutschland

2.1 Besonderheiten kinderreicher Familien

2.2 Familienleben

2.3 Finanzierung

3. Soziobiologischer Kontext

3.1 Reproduktionsaufnahme

3.2 Quantität/Qualität Abgleich

4. Denkbare Auswirkungen auf den Wohlfahrtsstaat

5. Möglichkeiten der Pädagogik

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert mit objektivem Anspruch die Chancen und Risiken kinderreicher Familien für die deutsche Gesellschaft und den Wohlfahrtsstaat. Dabei wird untersucht, inwieweit das aktuelle Konzept kinderreicher Familien zur demografischen Stabilität beitragen kann und welche pädagogischen sowie gesellschaftspolitischen Herausforderungen im Umgang mit diesen Familien bestehen.

  • Soziobiologische Grundlagen des Fortpflanzungsverhaltens
  • Strukturmerkmale und Lebenssituationen kinderreicher Familien
  • Ökonomische Rahmenbedingungen und staatliche Transferleistungen
  • Auswirkungen auf das deutsche Wohlfahrtssystem
  • Bildungschancen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Quantität/Qualität Abgleich

Organismen können entweder relativ viele Nachkommen produzieren, bei gleichzeitig relativ geringen Investitionen pro Nachkommen oder relativ wenige Nachkommen produzieren bei vergleichsweise hohen Investitionen pro Nachkommen. Dieses Optimierungsproblem der Lebensfitness ist zwangsläufig, da die Ressourcen und damit die Investitionsmöglichkeiten der Eltern immer auf die eine oder andere Weise begrenzt sind. Die natürliche Selektion fördert je nach Umweltfaktoren die eine oder andere Strategie – beim Menschen hat sich der Evolutionstrend der Primaten fortgesetzt und eine relativ geringe Produktion von Nachkommen favorisiert.

„Zumindest ein Teil dieser Varianz beruht auf der biologischen “Quasi-Rationalität“ menschlicher Reproduktionsentscheidungen“ (Voland 1992, S. 357). Erfasst ist beispielsweise, dass in Deutschland im 19. Jahrhundert die Fertilität und Sterblichkeit der Kinder mit der kollektiv wahrgenommenen sowie interpretierten Umweltstabilität korrelierten. In Regionen in denen die Umwelt als relativ stabil und vorausschaubar empfunden wurde lag die Fertilität wie auch die Säuglings- und Kindersterblichkeit niedriger als in Gebieten mit eher fluktuierenden Umweltbedingungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Geburtenrate für den Wohlfahrtsstaat dar und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob kinderreiche Familien eine Chance oder ein Risiko für die Gesellschaft darstellen.

2. Das Konzept der kinderreichen Familie in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die demografische Situation, soziale Besonderheiten sowie die ökonomischen Bedingungen kinderreicher Familien in der Bundesrepublik.

3. Soziobiologischer Kontext: Hier werden die evolutionären Hintergründe und Strategien für die Entscheidung zur Gründung kinderreicher Familien unter Berücksichtigung sozioökonomischer Selektionsfaktoren erläutert.

4. Denkbare Auswirkungen auf den Wohlfahrtsstaat: Der Abschnitt analysiert die ökonomischen Konsequenzen kinderreicher Familien für die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme im Kontext des demografischen Wandels.

5. Möglichkeiten der Pädagogik: Dieses Kapitel diskutiert pädagogische Lösungsansätze, um Bildungschancen für Kinder aus kinderreichen Familien zu verbessern und soziale Benachteiligungen abzubauen.

6. Resümee: Das abschließende Fazit bewertet die Chancen und Risiken und kommt zu dem Schluss, dass die Chancen kinderreicher Familien bei weitem überwiegen, sofern Bildungsbarrieren überwunden werden.

Schlüsselwörter

Kinderreiche Familie, Soziobiologie, Wohlfahrtsstaat, demografischer Wandel, Geburtenrate, Bildungsabschluss, Elterninvestments, Familienförderung, soziale Herkunft, Reproduktionsstrategie, Sozialsysteme, Kinderwunsch, pädagogische Intervention, Lebensfitness, Ressourcenverdünnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung kinderreicher Familien für die deutsche Gesellschaft und bewertet, welche Chancen und Risiken sich für den Wohlfahrtsstaat aus dieser Familienform ergeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben soziobiologischen Grundlagen stehen die aktuelle Familiensituation in Deutschland, staatliche Finanzierungsmodelle und pädagogische Förderstrategien im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine höhere Anzahl kinderreicher Familien trotz bestehender Herausforderungen im Bildungs- und Sozialbereich als langfristige Chance für den Wohlfahrtsstaat zu sehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziobiologische Konzepte, demografische Daten und sozialpolitische Rahmenbedingungen verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil beleuchtet die Typologie kinderreicher Familien, evolutionäre Entscheidungsmodelle bei der Reproduktion sowie die Auswirkungen auf das Umlageverfahren des Wohlfahrtsstaates.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Kinderreichtum, Soziobiologie, Wohlfahrtsstaat, demografischer Wandel sowie der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg.

Warum spielt die soziobiologische Perspektive eine Rolle?

Die Soziobiologie liefert Erklärungsmodelle dafür, warum Eltern trotz knapper Ressourcen unterschiedliche Reproduktionsstrategien wählen, was zum Verständnis des Kinderreichtums beiträgt.

Welche Rolle spielt die Pädagogik bei der Lösung der beschriebenen Risiken?

Die Pädagogik wird als Handlungswissenschaft gesehen, die durch Bildungsangebote den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Lebenschancen entkoppeln muss, um das Potenzial aller Kinder für den Wohlfahrtsstaat zu sichern.

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Details

Title
Das Konzept der kinderreichen Familie. Chancen und Risiken für die deutsche Gesellschaft
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Lernen von den Genen? – Was ist Soziobiologie und: Können Sozialwissenschaftler von ihr profitieren?
Grade
1,3
Author
Kilian Norden (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V489585
ISBN (eBook)
9783668976436
ISBN (Book)
9783668976443
Language
German
Tags
Soziobiologie Kinderreich Geburtenrate
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kilian Norden (Author), 2011, Das Konzept der kinderreichen Familie. Chancen und Risiken für die deutsche Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489585
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