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Dialektrezeption unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion

Dialektologie. Bairisches Deutsch in Regensburg

Title: Dialektrezeption unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion

Seminar Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Schneider (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Seminararbeit habe ich mich mit der Dialektrezeption unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion auseinandergesetzt und unterschiedliche Sprachkompetenzen untersucht. Da ich in der Ukraine geboren bin und 1995 als jüdischer Kontingentflüchtling zusammen mit meiner Familie nach Deutschland kam, habe ich einen sehr guten Bezug zu den hier lebenden Ausländern und besonders zum bairischen Dialekt.

Schon seit meinen jungen Jahren in der Grundschule hat mich diese Vielfältigkeit der Ausdrucksformen fasziniert, warum sich beispielsweise die Sprache meiner ausländischen Freunde von der, die einheimisch waren, unterschieden hat. Als ich älter wurde, machte ich mir noch mehr Gedanken über diese Sprachvarietät, denn sie klang mir melodischer und auch gefühlvoller als die Schriftsprache. So habe ich diese Thematik bewusst gewählt und werde im ersten Teil über die historischen Ursachen referieren, die die Menschen dazu verleitet haben, für immer nach Deutschland zu emigrieren und welche rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Dabei wird zunächst differenziert in Aussiedler deutscher Ethnie zum einen und zum anderen in jüdische Kontingentflüchtlinge. Zusätzlich stelle ich diese beiden Gruppen in einem Gesamtüberblick dar.

Im Hauptaugenmerk dieser Arbeit widme ich mich dann der sprachlichen Analyse und stelle Jugendliche von 18 bis 25 Jahren, Erwachsene von 30 bis 50 Jahren und Personen mittleren Alters ab 60 Jahren kritisch gegenüber. Dabei vergleiche ich diese Gruppen anhand der Kriterien Alter und Akademisierungsgrad und versuche daraus Schlüsse zu folgern, auf welchem Niveau Migranten des Dialektes mächtig sind und aufgrund welcher Faktoren sich diese Kompetenzen unterscheiden lassen. Unter dem Punkt 4 möchte ich schließlich kurz darüber erörtern, ob es notwendig ist, einen Bairisch-Sprachkurs für Interessierte einzuführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der russischsprachigen Zuwanderung aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR in die Bundesrepublik Deutschland seit 1987

2.1 Historische Ursachen und rechtliche Voraussetzungen bis 2004

2.1.1 (Spät-)Aussiedler

2.1.2 Jüdische Kontingentflüchtlinge

2.2 Vergleichender Gesamtüberblick der Einwanderungszahlen

3. Statistische Analyse der Dialektrezeption unter Regensburgern mit russischsprachigem Migrationshintergrund

3.1 Vorgehensweise

3.2 Personen mittleren Alters (60 bis 70 Jahre)

3.2.1 Faktor Beruf

3.2.2 Faktor soziales Umfeld

3.3 Vergleich zwischen Jugendlichen (18-25 Jahre) und Erwachsenen (30-50 Jahre) anhand des Kriteriums Alter

3.3.1 Gemeinsamkeiten

3.3.2 Transferspezifische Besonderheiten unter Jugendlichen

3.3.3 Transferspezifische Besonderheiten unter Erwachsenen

3.3.4 Vergleichendes Gesamtbild der Altersrezeption

3.4 Vergleich unter Erwachsenen (30-50 Jahre) anhand des Kriteriums Akademisierungsgrad

3.5 Zusammenstellung aller erzielten Forschungsergebnisse und Fazit

4. Möglichkeit der Einführung eines Bairisch-Sprachkurses

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Niveau und die Faktoren der Dialektrezeption des bairischen Dialekts unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Alter und Akademisierungsgrad die Fähigkeit zur sprachlichen Adaption und Dialektaneignung bei dieser spezifischen Bevölkerungsgruppe beeinflussen.

  • Historische und rechtliche Hintergründe der Migration seit 1987
  • Dialektologische Analyse verschiedener Altersgruppen (18-70 Jahre)
  • Neurobiologische Aspekte des Zweitspracherwerbs (Broca-Areal)
  • Einfluss des sozialen Umfelds und des Berufsstandes auf die Sprachkompetenz
  • Potenziale zur Förderung der Integration durch Bairisch-Sprachkurse

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Vergleichendes Gesamtbild der Altersrezeption

Durch die zuvor in Tabellen geordneten Resultate der Personenbefragung bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Jugendliche im jetzigen Alter von 18 bis 25 ein breiteres Spektrum an Dialektkompetenz aufweisen und eine akzentuiertere Artikulationsweise der Regensburger Mundart besitzen im Vergleich zu den älteren Migranten des Alters 30 bis 50. Dies liegt zum Teil daran, dass in Familien beispielsweise sich zwar die Kinder mit ihren Eltern auf Deutsch unterhalten, die Eheleute aber unter sich immer noch auf Russisch sprechen. Gleiches ist zu sehen bei der Unterhaltung mit Freunden. Die späteren Generationen stehen mit den verschiedensten Nationen in Kontakt und werden damit viel wahrscheinlicher konfrontiert, die Eltern suchen sich jedoch aufgrund der immer noch existierenden Unsicherheit in der Hochsprache Altersgenossen aus, mit denen sie sich besser identifizieren können, die der gleichen Muttersprache mächtig sind und ähnliche Verhaltensmuster aufzeigen können aufgrund der kulturellen Hintergründe.

Der Hauptgrund liegt jedoch meines Erachtens nicht in dem sozialen Umfeld, das die einzelne Person umgibt, sondern in der Fähigkeit und den Verhaltensmustern des Gehirns. Durch tiefgründige Recherchen bin ich auf ein Forschungsteam aus den Vereinigten Staaten gestoßen, die die Region der Hirnrinde im Bereich des Sprachenzentrums untersucht hat, das sich Broca-Areal nennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation und die Zielsetzung der Untersuchung zur Dialektrezeption bei Migranten im Regensburger Raum.

2. Die Entwicklung der russischsprachigen Zuwanderung aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR in die Bundesrepublik Deutschland seit 1987: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für (Spät-)Aussiedler und jüdische Kontingentflüchtlinge.

3. Statistische Analyse der Dialektrezeption unter Regensburgern mit russischsprachigem Migrationshintergrund: Hier erfolgt die methodische Untersuchung und der Vergleich der Dialektkompetenz unter verschiedenen Alters- und Sozialgruppen sowie eine neurobiologische Einordnung der Ergebnisse.

4. Möglichkeit der Einführung eines Bairisch-Sprachkurses: Der Autor diskutiert praktische Ansätze, wie durch Sprachkurse die Integration und das Verständnis für die lokale Kultur gefördert werden könnten.

Schlüsselwörter

Dialektrezeption, Regensburg, Migration, Russlanddeutsche, jüdische Kontingentflüchtlinge, Bairisch, Sprachkompetenz, Zweisprachigkeit, Broca-Areal, Integration, Altersgruppen, Dialektologie, Spracherwerb, Sprachvarietät, Soziolinguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit analysiert, inwieweit Migranten aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, die in Regensburg leben, den regionalen bairischen Dialekt verstehen und verwenden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit verbindet historische Aspekte der Zuwanderung mit einer empirischen sprachwissenschaftlichen Untersuchung und neurobiologischen Erklärungsmodellen für Spracherwerbsprozesse.

Welches primäre Ziel verfolgt der Verfasser?

Ziel ist es, die Unterschiede in der Dialektkompetenz zwischen verschiedenen Altersgruppen und sozialen Schichten zu identifizieren und zu begründen, warum manche Gruppen den Dialekt schneller erlernen als andere.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine Befragung von 31 Probanden durchgeführt, die sowohl das Verständnis eines bairischen Gedichts als auch die Übersetzung spezifischer hochdeutscher Begriffe in den Dialekt umfasste.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren Beruf, soziales Umfeld, Alter und Akademisierungsgrad im Hinblick auf ihren Einfluss auf die dialektale Sprachkompetenz der Befragten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Dialektrezeption, Migration, Bairisch, Sprachkompetenz, Soziolinguistik und Integration.

Warum schneiden jüngere Migranten bei der Dialektprüfung besser ab?

Der Autor führt dies auf die neurobiologische Prägung des Broca-Areals im frühen Lebensalter sowie auf eine stärkere Einbindung der Jugendlichen in das lokale Umfeld zurück.

Welche Rolle spielt der Bildungsstand für die Ergebnisse?

Die Untersuchung zeigt, dass Nicht-Akademiker häufiger über eine stärkere Dialektkompetenz verfügen als Akademiker, da erstere in ihrem Arbeitsumfeld häufiger mit der gesprochenen Mundart konfrontiert sind.

Gibt es einen praktischen Nutzen für die Integration?

Ja, der Autor schlägt vor, Bairisch-Kurse an Volkshochschulen anzubieten, um Migranten einen weiteren Zugang zur lokalen Kultur zu ermöglichen und ihre Integration zu fördern.

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Details

Title
Dialektrezeption unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion
Subtitle
Dialektologie. Bairisches Deutsch in Regensburg
Grade
1,0
Author
Alexander Schneider (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V489698
ISBN (eBook)
9783668986817
ISBN (Book)
9783668986824
Language
German
Tags
Dialekt Deutsch Migranten Sowjetunion Regensburg Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Schneider (Author), 2014, Dialektrezeption unter Regensburger Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489698
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