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Die Rolle der Freundschaft in Aristoteles‘ "Nikomachischer Ethik"

Title: Die Rolle der Freundschaft in Aristoteles‘ "Nikomachischer Ethik"

Term Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Zuber (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Diese Hausarbeit legt die Rolle der Freundschaft als Bestandteil eines glücklichen Lebens, sowie als Bestandteil Aristoteles‘ "Nikomachischer Ethik" dar. Dafür wird der griechische Begriff "Philia" und das besondere Verständnis Aristoteles’ definiert. Im Anschluss daran folgt die Beschreibung der unterschiedlichen Ausprägungen der "Philia" aufgrund verschiedener Ausgangsbasen. Das dient der Klärung, wie bedeutend Freundschaft als Bestandteil eines glücklichen Lebens ist. Die Arbeit bezieht sich auf die Individualebene. Letztlich soll die Frage beantwortet werden, ob Freundschaft als eine Tugend angesehen werden kann. Deshalb schließt sich eine Darstellung von Aristoteles‘ Tugendbegriff an, um herauszufinden, ob dieser auch auf die Definition der Freundschaft passt.

Die "Nikomachische Ethik" gliedert sich in zehn Bücher. Für Aristoteles sind Tugend und tugendhafte Lebensführung unabdingbar und essenziell, um Glückseligkeit zu erreichen. Ohne Tugend ist das Endziel "Eudaimonia" nicht zu verwirklichen. Bücher II bis VI stellen daher Tugenden vor, die Aristoteles für das Erlangen von Glückseligkeit als dienlich und nützlich befindet. In Buch VII zeigt er durch Auseinandersetzen mit der "Lust" und der "Willensschwäche", was zu nicht tugendgemäßem Handeln führt. Das zehnte und letzte Buch der "Nikomachischen Ethik" schließt das Werk ab. Aristoteles fasst hier zusammen, wie der Mensch leben sollte, um dem Erreichen von "Eudaimonia" möglichst nahe zu kommen. Er beendet seine Schrift mit einer Überleitung zu einer politischen Untersuchung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Definition der Philia

3. Die Arten der Philia

a. Freundschaft auf Basis des Nutzen

b. Freundschaft auf Basis der Lust

c. Freundschaft auf Basis des Guten

d. Freundschaft unter Gleichen und Ungleichen

e. Freundschaft als Selbstbeziehung

4. Die Tugend

5. Philia und Tugend

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Freundschaft (Philia) als Bestandteil eines glücklichen Lebens sowie ihre Einordnung innerhalb der aristotelischen Nikomachischen Ethik. Im Fokus steht dabei die Beantwortung der Forschungsfrage, ob Freundschaft als eine Tugend im Sinne einer festen Charaktereigenschaft (Hexis) betrachtet werden kann.

  • Definition und Voraussetzungen des aristotelischen Philia-Begriffs
  • Systematik der verschiedenen Arten der Freundschaft
  • Die Rolle der Tugend (Arete) für das Erreichen der Eudaimonia
  • Verhältnisbestimmung zwischen Freundschaft und tugendhaftem Handeln
  • Die Bedeutung von Freundschaft als „anderes Ich“ (Alter Ego)

Auszug aus dem Buch

c. Freundschaft auf Basis des Guten

„Vollkommen ist die Freundschaft der Tugendhaften“ (Aristoteles, 1951, S. 232, 1156 b 5) - also Freundschaft auf Basis des Guten. Freundschaft auf Basis des Guten ist vollkommene Freundschaft. Diese Freunde lieben einander, weil es gut ist. Sie lieben einander wegen einander. Möglich ist das nur dem, der im Besitz der Tugendhaftigkeit, der „Aretē“ ist. Daher ist diese Philia diejenige der Freundschaften, die zum Erreichen der wahren Eudaimonia beiträgt. Doch wozu bedarf es für wahre Freundschaft der Aretē?

Der wesentliche Inhalt des Lebens ist für Aristoteles das ethische Gutsein, denn nur dadurch ist es möglich, Glückseligkeit zu erlangen. Da nur Tugendhaftigkeit dieses Ziel erreichbar macht, können nur Menschen, die tugendhaft sind dieses verstehen und umsetzen. Sie wissen, dass „der Tugendhafte, der zum Freund geworden ist, (…) zu einem Gute für den [wird], dessen Freund er geworden ist“ (Aristoteles, 2010, S. 289, 1157 b 30). Tugendhafte wollen aktiv gut sein. Sie streben nach dem Guten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Glückseligkeit (Eudaimonia) ein und kontextualisiert die Freundschaft als zentralen Bestandteil eines glücklichen Lebens.

2. Die Definition der Philia: Dieses Kapitel klärt den Begriff Philia, der über unsere heutige Vorstellung von Freundschaft hinausgeht und auf gegenseitigem Wohlwollen sowie Anerkennung basiert.

3. Die Arten der Philia: Es werden die verschiedenen Ausprägungen der Freundschaft – auf Basis von Nutzen, Lust und dem Guten – analysiert und ihre jeweilige Kurz- oder Langlebigkeit diskutiert.

4. Die Tugend: Hier wird der aristotelische Tugendbegriff als Voraussetzung für das Erreichen des höchsten Lebensziels, der Eudaimonia, definiert.

5. Philia und Tugend: Dieses Kapitel prüft das komplexe Verhältnis zwischen Freundschaft und Tugend, um zu klären, ob Freundschaft selbst als Tugend (Hexis) klassifiziert werden kann.

6. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Freundschaft zwar keine Tugend im strengen Sinne ist, jedoch als wesentliches Element für ein tugendhaftes und glückliches Leben fungiert.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Philia, Freundschaft, Eudaimonia, Glückseligkeit, Tugend, Arete, Nutzenfreundschaft, Lustfreundschaft, Tugendhafte, Selbstbeziehung, Alter Ego, Ethik, Lebensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Bedeutung der Freundschaft bei Aristoteles und wie diese in sein ethisches System der Nikomachischen Ethik eingebettet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Philia, die Kategorisierung von Freundschaftsarten, den Tugendbegriff sowie die Bedeutung des Strebens nach dem guten Leben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es darzulegen, welche Rolle Freundschaft bei der Erreichung von Glückseligkeit spielt und ob sie philosophisch als Tugend eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine textanalytische Methode, basierend auf der Lektüre der aristotelischen Originalschriften sowie relevanter sekundärphilosophischer Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Typologie der Philia, die notwendigen Voraussetzungen für wahre Freundschaft und die Definition von Tugend als Voraussetzung für das Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Philia, Eudaimonia, Tugend, Arete, Nutzenfreundschaft, Lustfreundschaft und das Konzept des "Alter Ego".

Wie unterscheidet Aristoteles die Arten der Freundschaft?

Er unterscheidet basierend auf dem Grund des Liebens: Nutzen (Geschäftsbeziehungen), Lust (Vergnügen) und das Gute (tugendhafte, dauerhafte Freundschaft).

Warum betrachtet Aristoteles den Freund als "anderes Ich"?

Das Konzept des Alter Ego erklärt, dass der Mensch seinem Freund dasselbe Gute wünscht wie sich selbst, da das Streben nach Eudaimonia das gemeinsame Ziel tugendhafter Menschen ist.

Ist Freundschaft nach Aristoteles eine Tugend?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Freundschaft keine Tugend im Sinne einer festen Charaktereigenschaft (Hexis) ist, wohl aber eng mit tugendhaftem Handeln verbunden bleibt.

Warum ist Freundschaft für das Erreichen der Eudaimonia wichtig?

Freundschaft unterstützt das tugendhafte Handeln, da Freunde sich gegenseitig im Streben nach dem Guten bestärken und so das Endziel Eudaimonia erreichbarer machen.

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Details

Title
Die Rolle der Freundschaft in Aristoteles‘ "Nikomachischer Ethik"
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
Julia Zuber (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V489735
ISBN (eBook)
9783668976412
ISBN (Book)
9783668976429
Language
German
Tags
rolle freundschaft aristoteles‘ nikomachischer ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Zuber (Author), 2013, Die Rolle der Freundschaft in Aristoteles‘ "Nikomachischer Ethik", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489735
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