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E-Mobilität. Ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz?

Title: E-Mobilität. Ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz?

Term Paper , 2017 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Koch (Author)

Economy - Environment economics
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In den vergangenen Jahren sind die Klimaproblematik und die Verknappung der Erdölvorkommen vermehrt in den Fokus gerückt, weshalb die Bundesregierung das Potential und die Notwendigkeit eines alternativen Antriebskonzeptes erkannt und ein nationales Entwicklungsprogramm für die Elektromobilität ins Leben gerufen hat. In dem die Bundesregierung fordert: „Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens eine Million und bis 2030 mindestens sechs Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren.“
Häufig wird die E-Mobilität als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems interpretiert und wird als Lösungsweg für die Klimaproblematik dargestellt. Wie wirkt sich jedoch die Elektromobilität auf ihr Umfeld aus und was sind ihre Kehrseiten?
Die Elektromobilität wird im Allgemeinen als eine durch einen Elektromotor angetriebene Mobilität verstanden. Schon seit geraumer Zeit sind große Teile des Schienenverkehrs elektrisch und bilden somit einen etablierten Bestandteil der Elektromobilität. Auch elektrische Zweiräder wie Pedelecs und E-Bikes, die in den letzten Jahren eine zunehmende Verbreitung erfuhren, können der Elektromobilität zugeordnet werden. Aufgrund der aktuellen Relevanz konzentriert sich die Hausarbeit auf den Schwerpunkt der Personenkraftwagen, die rein elektrisch betrieben werden. Hybridfahrzeuge sind kein Bestandteil der Analyse und weitere Betrachtungen in Bezug auf ÖPNV und Zweirädern können leider nicht berücksichtigt werden.
Ziel und Inhalt dieser Arbeit ist es, eine Analyse zum Thema Elektromobilität unter dem Aspekt der Ökologie zu betreiben, indem der gesamte Lebensweg eines Elektroautos betrachtet wird. Einzelne Lebensabschnitte wie Fahrzeugherstellung, -nutzung und -verwertung werden im Kontext des Ressourcenverbrauches und der ökologischen Faktoren untersucht. Abschließend soll die Problemfrage, ob die E-Mobilität ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz ist, aufgegriffen und anhand der ermittelten Aspekte beantwortet werden.

 

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ressourcenbetrachtung der Elektroautos

2.1. Klimabilanz der Rohstoffgewinnung in der Fahrzeugherstellung

2.2. Modellierung der Energiebereitstellung

2.3. Auswirkungen auf die Energiewirtschaft

3. Fahrzeugnutzung im Kontext der Umwelt

4. Verwertung der Batterie nach der Fahrzeugnutzung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die ökologische Bilanz von Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus, von der ressourcenintensiven Herstellung über die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung und Zweitverwertung der Batterien, um die Forschungsfrage zu klären, ob E-Mobilität tatsächlich einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

  • Ökologische Auswirkungen der Fahrzeugherstellung und Rohstoffgewinnung.
  • Einfluss des Strommixes auf die Klimabilanz während der Nutzungsphase.
  • Herausforderungen und Potenziale der Energiewirtschaft durch E-Mobilität.
  • Strategien zur Verwertung und zum Second-Life von Lithium-Ionen-Batterien.
  • Kritische Bewertung der E-Mobilität im Kontext des Klimaschutzes.

Auszug aus dem Buch

2.1. Klimabilanz der Rohstoffgewinnung für die Fahrzeugherstellung

Die Herstellung von Elektrofahrzeugen verursacht mehr als die doppelte Menge an CO2 Emissionen als die von herkömmlichen Autos. Auch der Ressourcenverbrauch für die Fahrzeugherstellung ist enorm hoch. Von der Rohstoffgewinnung bis zur tatsächlichen Nutzung eines Elektroautos ist es ein sehr langer Weg.

Aus der vorhergehenden Abbildung ist zu entnehmen, dass die gesamten CO2 Emissionen von Elektroautos fast genauso hoch sind, wie die der herkömmlichen Autos. Betrachtet man die Abbildung jedoch genauer, fällt schnell auf, dass ein großer Teil der CO2 Emissionen bei Elektroautos schon bei der Fahrzeugherstellung entstehen. Man spricht daher auch von der sogenannten „ökologischen Hypothek“. Denn schon vor der eigentlichen Nutzung wird bei der Herstellung eines Elektroautos enorm viel CO2 ausgestoßen.

Ein Elektroauto besteht, wie ein herkömmliches Auto, aus vielen verschiedenen Bauteilen. Jedoch hat das Elektroauto, anders als das herkömmliche Auto, keinen Verbrennungsmotor, sondern einen Elektromotor. Neben vielen anderen Bauteilen ist auch die Lithium-Ionen-Batterie Teil des Elektroautos. Diese wiegt ca. 300 Kilogramm und beinhaltet etwa drei Kilogramm Lithium, das als Ladungsträger dient. Außerdem besteht die Lithium-Ionen-Batterie noch aus einigen Kilogramm Elektrodenmaterialien wie Nickel, Mangan und Kobalt. Schon bei der Rohstoffgewinnung für die Batterie beginnt die Problematik. Lithium ist ein wertvolles und seltenes Metall, das in den unberührten Salzseen von Bolivien, Argentinien und Chile lagert. Das Lithium wird durch Verdampfen gewonnen und verbraucht dabei große Mengen des Grundwassers aus den Salzseen. Über die Hälfte der weltweiten Kobalt-Reserven befindet sich in Mienen im Kongo. Dort kommen Korruption und Menschenrechtsverletzungen nicht selten vor. Laut UNICEF arbeiten in diesen Mienen über 40.000 Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Klimaproblematik und die Notwendigkeit alternativer Antriebskonzepte ein und definiert das Ziel der Arbeit, die ökologische Bilanz von Personenkraftwagen zu analysieren.

2. Ressourcenbetrachtung der Elektroautos: Hier werden die ökologischen Belastungen durch die Fahrzeugherstellung, die Modellierung der Energiebereitstellung sowie die Auswirkungen auf die Energiewirtschaft kritisch untersucht.

3. Fahrzeugnutzung im Kontext der Umwelt: Dieser Abschnitt thematisiert den Treibhauseffekt und analysiert die Emissionen im Verkehrssektor sowie die klimatischen Auswirkungen der Fahrzeugnutzung.

4. Verwertung der Batterie nach der Fahrzeugnutzung: Das Kapitel befasst sich mit der Lebensdauer, dem „Second Life“-Konzept und der Problematik des Recyclings von Lithium-Ionen-Batterien.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung, dass E-Mobilität bei gegenwärtigem Strommix und Herstellungsprozessen noch keine pauschal „grüne“ Lösung darstellt.

Schlüsselwörter

Elektromobilität, Klimabilanz, CO2-Emissionen, Fahrzeugherstellung, Lithium-Ionen-Batterie, Energiewende, Ressourcenverbrauch, Umwelt, Second Life, Recycling, Verbrennungsmotor, Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit, Energiewirtschaft, Strommix.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, ob Elektroautos tatsächlich eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Verbrennungsmotoren darstellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Bilanz der Batterie- und Fahrzeugherstellung, der Abhängigkeit vom Strommix während der Nutzung sowie der sinnvollen Verwertung von Batterien am Ende ihres Lebenszyklus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die E-Mobilität unter ökologischen Gesichtspunkten einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Lifecycle-Analyse (Lebensweganalyse), um Umweltauswirkungen in verschiedenen Phasen des Fahrzeuglebens – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling – zu betrachten.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die „ökologische Hypothek“ der Produktion, vergleicht Emissionen basierend auf dem deutschen Strommix und diskutiert das Second-Life-Potenzial sowie Recyclingmöglichkeiten von Fahrzeugbatterien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Elektromobilität vor allem Klimabilanz, Lebenszyklusanalyse, ökologische Hypothek, Second-Life und der Einfluss regenerativer Energiequellen.

Welches Problem besteht bei der Rohstoffgewinnung für Batterien?

Die Gewinnung von Rohstoffen wie Lithium und Kobalt geht häufig mit hohem Wasserverbrauch, ökologischen Schäden in Abbaugebieten und problematischen sozialen Bedingungen wie Kinderarbeit einher.

Was versteht man unter dem Second-Life-Konzept für Batterien?

Damit ist die Weiternutzung von ausgedienten Fahrzeugbatterien, die nicht mehr die volle Leistung für PKW erbringen, als stationäre Speicher für erneuerbare Energien oder als Notstromaggregate gemeint.

Warum ist das Fazit der Arbeit eher differenziert als eindeutig?

Da die Klimabilanz von Elektroautos stark von der Art der Stromerzeugung und den Bedingungen der Rohstoffförderung abhängt, ist eine pauschale Antwort nicht möglich; es bedarf einer Transformation des gesamten Energiesektors.

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Details

Title
E-Mobilität. Ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz?
College
Nürtingen University  (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen)
Course
Methodische Grundlagen 1
Grade
1,3
Author
Katharina Koch (Author)
Publication Year
2017
Pages
24
Catalog Number
V489890
ISBN (eBook)
9783668974456
ISBN (Book)
9783668974463
Language
German
Tags
emobilität autos automobilindustrie strom autonomesfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Koch (Author), 2017, E-Mobilität. Ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489890
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