Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Medienpsychologie

Carl Rogers Theorie zur klientenzentrierten Gesprächsführung. Eine kritische Auseinandersetzung

Titel: Carl Rogers Theorie zur klientenzentrierten Gesprächsführung. Eine kritische Auseinandersetzung

Hausarbeit , 2019 , 14 Seiten

Autor:in: Till Uphoff (Autor:in)

Psychologie - Medienpsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, ob Carl Rogers Theorie zur klientenzentrierten Gesprächsführung immer noch zeitgemäß und unumstritten die beste Art und Weise ist, ein psychologisches Gespräch zu führen. Im zweiten Teil der Arbeit wird ein Beispielvideo bezüglich der personenzentrierten Gesprächsführung analysiert.

Um einen therapeutischen Erfolg zu erlangen, bedarf es vor allem eines: Zugang zum Klienten. Da es aber vielen Menschen nicht leicht fällt, anderen ihre Gedanken oder Sorgen verbal mitzuteilen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Theorien zur psychologischen Gesprächsführung entwickelt. Doch bis heute hat sich in der Psychologie besonders eine Theorie durchgesetzt: Die klientenzentrierte Gesprächsführung von Carl Rogers. Ziel dieser ist es, durch aufrichtiges Zollen von Empathie, Aufmerksamkeit und durch aktives Zuhören dem Klienten zu ermöglichen, neue Betrachtungsweisen und Lösungen auf seine Situation zu erhalten und zu erweitern. Dies soll dem Klienten helfen, auch in Zukunft besser mit Problemen umgehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie der Gesprächsführung nach Rogers

2.1 Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung

2.2 Hauptthesen von Rogers

2.2.1 Rogers Therapeutenvariablen

2.2.2 Empathie

2.2.3 Bedingungsfreie Wertschätzung

2.2.4 Kongruenz

3. Anwendung der klientenzentrierten Gesprächsführung bezogen auf ein Beispielvideo

3.1 Analyse des Lehrers

3.2 Analyse des Vaters

3.3 Fazit und Zusammenfassung der Analyse

5 kritische Reflexion der klientenzentrierten Gesprächsführung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Wirksamkeit der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers in einem konkreten Kommunikationsszenario. Dabei wird analysiert, inwiefern die triadischen Grundhaltungen nach Rogers in einem Lehrer-Vater-Gespräch zu einer Veränderung der emotionalen Verfassung und Lösungsfindung beim Klienten beitragen können.

  • Grundlagen und zentrale Thesen der personenzentrierten Gesprächsführung
  • Erläuterung der Therapeutenvariablen Empathie, Bedingungsfreie Wertschätzung und Kongruenz
  • Empirische Anwendung des Modells auf ein Video-Fallbeispiel
  • Kritische Reflexion der Stärken und Grenzen des non-direktiven Ansatzes

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Kongruenz

Die dritte und wohlmöglich die wichtigste Haltung, wird als Kongruenz bezeichnet. Der Begriff beschreibt das Zusammenstimmen „[…] zwischen dem was innerlich erfahren wird, was bewusst im Intellekt ist und was verbal ausgedrückt wird.“ (Winkler 1992: S.26f. ) Wenn eine Person kongruent ist, so ist sie sie selbst und versteckt nicht ihre Person hinter Fassaden oder Masken. „Es besteht also eine genaue Übereinstimmung oder Kongruenz zwischen dem körperlichen Empfinden, dem Gewahrsein und den Äußerungen gegenüber dem Klienten.“ (Rogers 1981: S. 67) Eine therapeutische Beziehung ist dann am erfolgreichsten, wenn der Berater in der Beziehung zum Klienten eine kongruente Person ist. Der Therapeut sollte also ganz er selbst sein und keinesfalls die Rolle eines Therapeut oder Beraters annehmen. Der Klient tauscht sich also nicht mit einem Therapeuten oder Berater aus, sondern mit einer von Grund aus ehrlichen Person (vgl. Winkler 1992: S. 26).

Dadurch zeigt Rogers, dass der Klient nur in der Lage ist zu wachsen, wenn der Therapeut ihm so entgegentritt, wie er wirklich ist (vgl. Rogers 1981: S. 68). Nur dadurch kann der Klient Vertrauen fassen über sich und seine gefühlsmäßigen Erlebnisse sowie seine Probleme mit dem Berater teilen (vgl. Rogers 1977: S. 39). Eine Inkongruenz des Therapeuten, würde direkt vom Klienten aufgrund der Mimik, Gestik, des Tonfalls und weiterer Merkmale der nonverbalen Ebene erfasst werden, sodass sich der Klient dem Therapeuten gegenüber verschließen würde (vgl. Rogers 1977: S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der klientenzentrierten Gesprächsführung als psychologisches Instrument ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.

2 Theorie der Gesprächsführung nach Rogers: Hier werden die theoretischen Fundamente, insbesondere das Menschenbild und die zentralen Konstrukte wie die Aktualisierungstendenz, erläutert.

2.1 Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung: Dieses Kapitel definiert den non-direktiven Ansatz und unterscheidet ihn vom medizinischen Krankheitsmodell.

2.2 Hauptthesen von Rogers: Hier werden die psychologischen Grundannahmen über den Menschen als konstruktives Wesen im Prozess der Selbstaktualisierung dargelegt.

2.2.1 Rogers Therapeutenvariablen: Es wird die Bedeutung der drei Kernvariablen für ein förderliches Gesprächsklima herausgearbeitet.

2.2.2 Empathie: Dieses Kapitel erläutert den Prozess des Einfühlens in die private Welt des Klienten als therapeutisches Werkzeug.

2.2.3 Bedingungsfreie Wertschätzung: Hier wird erklärt, wie die akzeptierende Haltung ohne äußere Bedingungen den Klienten in seiner Entwicklung unterstützt.

2.2.4 Kongruenz: Dieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit der Authentizität und Übereinstimmung des Beraters mit seinem inneren Erleben.

3. Anwendung der klientenzentrierten Gesprächsführung bezogen auf ein Beispielvideo: Dieses Kapitel bildet den praktischen Analyseteil anhand eines spezifischen Lehrer-Vater-Gesprächs.

3.1 Analyse des Lehrers: Untersuchung der angewandten Haltungen des Lehrers hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit Rogers' Theorie.

3.2 Analyse des Vaters: Beobachtung der Verhaltens- und Einstellungsänderung beim Klienten im Verlauf der Sitzung.

3.3 Fazit und Zusammenfassung der Analyse: Synthese der Ergebnisse, die den Erfolg der Gesprächsführung auf das kongruente Verhalten des Lehrers zurückführt.

5 kritische Reflexion der klientenzentrierten Gesprächsführung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendbarkeit und den Grenzen der Methode im Berufsalltag.

Schlüsselwörter

Klientenzentrierte Gesprächsführung, Carl Rogers, Empathie, Bedingungsfreie Wertschätzung, Kongruenz, Aktualisierungstendenz, Non-Direktivität, Selbstkonzept, Lehrer-Vater-Gespräch, Psychotherapie, Gesprächsanalyse, Authentizität, Therapeutische Beziehung, Selbstaktualisierung, Kommunikationstraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Anwendung der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei therapeutischen Grundhaltungen: Empathie, bedingungsfreie Wertschätzung und Kongruenz, sowie deren Übertragung auf soziale Interaktionsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, wie eine konsequente Umsetzung der rogerschen Haltungen die Qualität eines Konfliktgesprächs positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative Einzelfallanalyse anhand eines Video-Beispiels (Lehrer-Vater-Gespräch).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse, wie ein Lehrer durch die Anwendung der Rogers-Methodik den emotionalen Zustand eines aufgebrachten Vaters stabilisieren kann.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Kernbegriffe sind Personenzentrierung, therapeutische Variablen, Kommunikation, Verhaltensänderung und kritische Reflexion.

Warum ist Kongruenz laut Rogers so wichtig für den Gesprächserfolg?

Kongruenz sorgt für eine authentische Basis; Inkongruenz würde vom Klienten nonverbal wahrgenommen werden, was zu Misstrauen und einer Blockade im Gespräch führen würde.

Welche kritischen Punkte führt der Autor bezüglich der Methode an?

Kritisiert wird, dass die Haltungen eine starke, stabile Persönlichkeit beim Berater voraussetzen, die schwer erlernbar ist, und dass eine absolute Non-Direktivität in der Praxis kaum vollständig realisierbar bleibt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Carl Rogers Theorie zur klientenzentrierten Gesprächsführung. Eine kritische Auseinandersetzung
Autor
Till Uphoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V489895
ISBN (eBook)
9783668977495
ISBN (Buch)
9783668977501
Sprache
Deutsch
Schlagworte
carl rogers theorie gesprächsführung kritische reflexion klientenzentriert personenzentriert Hausarbeit Kritik personenzentrierte Gesprächsführung klientenzentrierte Gesprächsführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Till Uphoff (Autor:in), 2019, Carl Rogers Theorie zur klientenzentrierten Gesprächsführung. Eine kritische Auseinandersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489895
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum