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Work-Life-Balance. Eine kritische Betrachtung aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht

Titel: Work-Life-Balance. Eine kritische Betrachtung aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Celine Nadolny (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gibt mittlerweile kaum noch ein größeres Unternehmen, das nicht in der einen oder anderen Form Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und des Privatlebens anbietet und damit auch mehr oder weniger explizit für sich wirbt. Aber woran liegt es dann, dass ein erheblicher Anteil der Erwerbstätigen über Probleme klagt und bei vielen Gesundheit oder private Bedürfnisse zu kurz kommen? Dies soll in dieser Arbeit ergründet werden, genauso wie die eventuellen Unterschiede zwischen mittleren und großen Unternehmen.

Work-Life-Balance hat innerhalb der letzten zehn Jahre in Literatur und Unternehmen an Präsenz gewonnen. Das weist auf ein bedeutsames gesellschaftliches Problem hin, das Spannungsfeld Familie und Beruf, das im Deutschen meist als „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ bezeichnet wird. Das Verständnis der Schnittstelle von Arbeit und Leben ist von entscheidender Bedeutung. Seine Ursprünge hat dies in verschiedenen sozialen Kontexten: die Berufstätigkeit von Frauen, veränderte Geschlechterrollen, der demografische Wandel, wechselhaftere Biografien und das Interesse von Unternehmen an flexiblen Arbeitskräften angesichts der Globalisierung.

Das Konzept umfasst über die wissenschaftliche hinaus auch eine normative Ebene (die Vorstellung eines gelungenen Lebens), eine Handlungsebene (die Harmonisierung der Lebensführung durch Handlungen und Lösungen) und eine Organisationsebene, die betrieblichen Praktiken und Maßnahmen sowie die Selbstdarstellung des Unternehmens. Das transnationale Konzept, das die Wechselbeziehungen zwischen Lebensbereichen untersucht, wird inzwischen auch von verschiedenen anderen Disziplinen aufgegriffen. Im Laufe der Jahre breitete sich die Forschungslandschaft dabei auf immer mehr wissenschaftliche Disziplinen aus. So wird Work-Life-Balance inzwischen nicht nur in seiner Theorie von Soziologen und Psychologen untersucht, sondern auch zunehmend praxisorientiert in der Politikwissenschaft, der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie in der BWL.

Quer durch alle Branchen zeigen sich gestiegene Belastungen, erhöhte Leistungsintensität infolge von verkürzten Innovationszyklen und verstärktem Kundendruck durch erhöhte Marktanforderungen. Die Adressaten vieler Ratgeber zum Thema Work-Life-Balance sind allerdings Individuen, die Beruf, Karriere, Kinder und eigene Bedürfnisse in ein für sie stimmiges Verhältnis bringen wollen. Unterstützung erhalten sie dabei zunehmend auch von Unternehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2. Theoretische Ansätze

2.1 Work-Life-Balance Definition

2.2 Work-Life-Ideologien

2.3 Chancen und Risiken von Work-Life-Balance

2.3.1 Chancen und Risiken aus Unternehmenssicht

2.3.2 Chancen und Risiken aus Mitarbeitersicht

3. Praxisteil

3.1 Verständnis für Work-Life-Balance aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht

3.2 Erfahrungen mit Work-Life-Balance-Angeboten im eigenen Unternehmen aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht

3.3 Chancen und Risiken von Work-Life-Balance-Angeboten im eigenen Unternehmen aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem steigenden Angebot an Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen und der anhaltenden Unzufriedenheit vieler Erwerbstätiger bezüglich der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Dabei wird analysiert, inwiefern individuelle Ideologien, unzureichende interne Kommunikation und das Verhalten von Führungskräften die effektive Nutzung dieser Angebote beeinflussen.

  • Kritische Analyse der theoretischen Konzepte von Work-Life-Balance und Work-Life-Ideologien.
  • Gegenüberstellung der Chancen und Risiken aus Sicht von Unternehmen und Mitarbeitern.
  • Empirische Untersuchung der Praxis in zwei Unternehmen mittels Experteninterviews.
  • Identifikation von Barrieren bei der Umsetzung von Work-Life-Balance-Angeboten.
  • Reflektion über den Einfluss von Unternehmensgröße und Branche auf das Work-Life-Balance-Engagement.

Auszug aus dem Buch

2.1 Work-Life-Balance Definition

Die Definition von Work-Life-Balance wird je nach Nation, Kontext und Disziplin unterschiedlich beantwortet. Im deutschsprachigen Raum wird sie als ein mehrdimensionales Konzept gesehen, das Methode und Ziel zugleich ist. Der Begriff ergibt sich aus der Trennung von ‚Arbeit‘ und ‚Leben‘. ‚Zeit‘ ist der zentrale Faktor, da er über die Durchführbarkeit von Aktivitäten entscheidet. Aber die Problematik der Vereinbarkeit hat neben der zeitlichen auch eine qualitative Dimension, die sich aus den Inhalten, Anforderungen und Strukturen der Tätigkeit in unterschiedlichen Lebensbereichen ergibt, kombiniert mit einzelnen Unvereinbarkeiten, die häufig emotional belastend sind und psychischen Stress auslösen. Die Bereiche stärker aufeinander abzustimmen, ist besonders zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr wichtig, wo häufig verstärktes berufliches Engagement und Familiengründung aufeinander treffen und ein Konflikt zwischen Beruf und Familie entsteht.

Was eine Person als Balance empfindet, ist subjektiv. Der Wörterbuchdefinition folgend, wird eine gleiche Verteilung angenommen, während Work-Life-Balance je nach Person nicht unbedingt eine Gleichgewichtung impliziert. Balance hat darüber hinaus eine physische und eine psychologische Bedeutung im Sinne von Stabilität. Sie beschreibt keinen statischen Zustand, es geht vielmehr um das Austarieren verschiedener Kräfte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die sich aus der Diskrepanz zwischen Work-Life-Balance-Angeboten und der Unzufriedenheit Erwerbstätiger ergibt, sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Theoretische Ansätze: Definition des Begriffs Work-Life-Balance, Vorstellung der Work-Life-Ideologien und kritische Betrachtung der Chancen und Risiken aus Mitarbeiter- sowie Unternehmenssicht.

3. Praxisteil: Analyse von Experteninterviews hinsichtlich des Verständnisses, der Erfahrungen und der wahrgenommenen Chancen und Risiken von Work-Life-Balance-Angeboten in der Unternehmenspraxis.

4. Fazit: Zusammenfassende Würdigung der Ergebnisse mit Fokus auf die Diskrepanz zwischen externer Imagepflege und interner Umsetzung sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Work-Life-Balance, Vereinbarkeit, Beruf, Familie, Arbeit, Leben, Zeit, Work-Life-Ideologien, Personalmanagement, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität, Flexibilisierung, Arbeitszeit, Unternehmenskultur, Führungskräfte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Betrachtung des Work-Life-Balance-Konzepts im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen von Arbeitgebern und den Bedürfnissen von Arbeitnehmern.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Begriffs, verschiedene Work-Life-Ideologien, die betriebliche Umsetzung von Maßnahmen sowie deren Chancen und Risiken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum trotz zahlreicher Work-Life-Balance-Angebote ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen über Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben klagt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden theoretische Grundlagen aus der Literatur erarbeitet und mit qualitativen Interviews (Experteninterviews) in zwei Unternehmen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Ansätze zur Definition und Ideologiebildung sowie in einen Praxisteil, der Erfahrungen und Einschätzungen von Mitarbeitern und Führungskräften wiedergibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Work-Life-Balance, Vereinbarkeit, Flexibilisierung und Personalmanagement charakterisieren.

Gibt es signifikante Unterschiede zwischen großen und mittleren Unternehmen in der Studie?

Die Studie konnte keinen signifikanten Vorsprung zugunsten großer Unternehmen feststellen; bei beiden Unternehmensgrößen mangelte es primär an der effektiven Umsetzung und Kommunikation.

Warum werden Work-Life-Balance-Angebote in den untersuchten Unternehmen oft nicht effektiv genutzt?

Die Interviews deuteten auf mangelnde interne Kommunikation, ein blockierendes Verhalten der Führungskräfte sowie Insellösungen hin, wodurch Angebote bei der Belegschaft oft unbekannt sind oder nicht wahrgenommen werden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Work-Life-Balance. Eine kritische Betrachtung aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Bochum Standort besteht nicht mehr
Note
1,3
Autor
Celine Nadolny (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V490032
ISBN (eBook)
9783668967328
ISBN (Buch)
9783668967335
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Work-Life-Balance Home Office Arbeitszeitflexibilisierung Vereinbarkeit von Arbeit und Leben Arbeitsleben Privatleben Familie und Beruf Vereinbarkeit von Beruf und Familie Geschlechterrollen flexible Arbeitskräfte flexible Arbeitszeiten mobile working Personalmanagement HR HR Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Celine Nadolny (Autor:in), 2019, Work-Life-Balance. Eine kritische Betrachtung aus Mitarbeiter- und Unternehmenssicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490032
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Leseprobe aus  21  Seiten
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