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Burnout-Syndrom bei Polizeivollzugsbeamten

Was sind die Ursachen und welche Präventionsmöglichkeiten gibt es?

Titel: Burnout-Syndrom bei Polizeivollzugsbeamten

Hausarbeit , 2016 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Gudrun Gregor (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was sind die tätigkeitsbedingten Ursachen des Burnout-Syndroms bei Polizeivollzugsbeamten (PVB) der Bundespolizei und wie kann diesen entgegengewirkt werden? Auf diese Frage geht die vorliegende Arbeit ein. Es werden Handlungsempfehlungen für PVB und Führungskräfte der Bundespolizei auf verhaltensorientierter Ebene abgeleitet, die Möglichkeiten aufzeigen, wie ein „Ausbrennen“ verhindert bzw. die Gesundheit erhalten werden kann.

Die zentralen Hauptaufgaben der Polizei sind die Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und Vollzugshilfe. Der Polizeivollzugsbeamte (PVB) handelt auf Grundlage der Gesetze, es besteht in den seltensten Fällen ein Ermessensspielraum. Er ist verpflichtet nach den gesetzlichen Vorgaben zu handeln und darf sich nicht von seinen Emotionen beeinflussen lassen . Die sogenannte Beerlage Studie hat die hoch belastete Situation für die Beschäftigten der Polizei klar aufgezeigt. Mehr als 10% der befragten Beamten der Landespolizei zeigten deutlich Symptome eines Burnouts, Beamte der Bundespolizei wurden mit 20,2 % doppelt so hoch bewertet. Insgesamt wurden bei der Polizei eine massive andauernde inhaltliche und zeitliche Überforderung (quantitative Arbeitsbelastung) festgestellt, welche sich negativ auf das psychische Wohlbefinden auswirken

Von entscheidender Bedeutung ist hier, dass die hohe Belastung von etwa der Hälfte der Befragten (49,5 %) kaum ausgeglichen bzw. kompensiert werden kann. Ein Burnout wirkt sich immer negativ auf die Gesundheit der Betroffenen aus, sei dies durch körperliche oder psychosomatische Beschwerden, die oft auch von depressiven Symptomen begleitet werden. Die Ergebnisse der TK-Stressstudie (2016) ergaben, dass 64% der stark gestressten Personen unter Erschöpfung und dem Gefühl des ausgebrannt seins leiden. Etwa 46 % klagen über Schlafstörungen, Gereiztheit und Nervosität.

Neben den physischen und psychischen Folgen eines Burnout-Syndroms bestehen auch wirtschaftliche Folgen (finanzielle Abhängigkeiten wie z.B. Haus, Familie). Aus langen Krankheits- und Ausfallzeiten resultieren finanzielle Einbußen. Bei einer Krankschreibungsdauer ab 6 Wochen erhält der Versicherte Krankengeld von seiner Krankenkasse. Die Dauer der Krankengeldzahlungen ist begrenzt. Der Versicherte erhält diesen Lohnersatz maximal 78 Wochen lang.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Das Burnout-Syndrom

2.1.1. Begriffsbestimmung

2.1.2. Entstehungsursachen, Verlauf und Symptomatik

2.1.3. Folgen und Auswirkungen

2.1.4. Differenzialdiagnosen

2.2. Prävention und Gesundheitsförderung

2.3. Polizei in Deutschland

2.3.1. Berufliche Realität Polizeivollzugsbeamter der Bundespolizei

2.3.2. Psychische Stressoren

3. Ursachenanalyse Burnout im Kontext der Bundespolizei

3.2. Situationsbedingte Faktoren

3.2.1. Arbeitsorganisatorische Anforderungen

3.2.2. Polizeidienstspezifische Tätigkeiten

3.2.3. Extreme Einsatzsituationen

3.3. Persönliche Faktoren

3.3.1. Erwartungen an den Beruf

3.3.2. Wahrgenommene soziale Unterstützung

3.3.3. Psychisches und körperliches Wohlbefinden

4. Fazit und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die spezifischen Belastungen und Ressourcen von Polizeivollzugsbeamten (PVB) der Bundespolizei im Hinblick auf das Burnout-Syndrom, um evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zur Gesundheitserhaltung abzuleiten.

  • Ursachenanalyse von Burnout in polizeispezifischen Arbeitskontexten
  • Bedeutung von arbeitsorganisatorischen und situativen Stressoren
  • Einfluss persönlicher Faktoren und beruflicher Erwartungshaltungen
  • Rolle der sozialen Unterstützung als gesundheitliche Ressource
  • Strategien der Prävention und Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

3.2.3. Extreme Einsatzsituationen

Zu den extremen Einsatzsituationen zählen Situationen, die sich aus dem Erleben von Tod und Sterben oder dem Mitgefühl für das Leid anderer ergeben (z.B. Einsätze mit Toten durch Suizid) und Anforderungen mit hohem persönlichen Involvement. Dazu zählen Situationen in denen eine persönliche Nähe zum Opfer oder Täter besteht, beispielsweise Einsätze in denen Opfer oder ihre Familien bekannt sind oder Suizide von Kollegen (vgl. Beerlage et al.; 2006, S. 9). Extreme Einsatzsituationen, wie Einsätze mit Tod und Verletzung Fremder oder Einsätze mit bekannten Opfern oder Tätern im Dienst der Bundespolizei werden insgesamt nur selten erlebt (s. Abb. 3.1). Angegebene Maximalwerte weisen jedoch darauf hin, dass einige Einsatzkräfte einmal pro Monat bzw. mehrmals im Jahr mit solchen Extremsituationen konfrontiert werden. Dieses Ergebnis kann mit einem hohen Anteil an Einsatzkräften, die auch Aufgaben der Bahnpolizei erfüllen, begründet werden. Hier besteht ein erhöhtes Risiko mit Suizid im Gleisanlagenbereich konfrontiert zu werden (vgl. Beerlage et al.; 2006, S. 10).

Die Ergebnisse der Strohmeier-Studie „Klartext“ ergaben: Die (physische und psychische) Belastung in akuten Einsatzstresssituationen (z.B. persönliche Bedrohung) bewerten 1,1 % als sehr gering, 5,4 % als gering, 21 % als mittelmäßig gering, 38 % als groß und 24, 3 % als sehr groß (vgl. Strohmeier, 2010, S. 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitliche Situation von Polizeivollzugsbeamten, stellt das Burnout-Problem dar und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Symptomatik von Burnout, diskutiert aktuelle Forschungsergebnisse sowie Präventionsansätze und beschreibt die psychischen Stressoren im polizeilichen Arbeitsalltag.

3. Ursachenanalyse Burnout im Kontext der Bundespolizei: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der situativen und persönlichen Faktoren, die bei Beamten der Bundespolizei zu einer Burnout-Symptomatik beitragen können.

4. Fazit und Handlungsempfehlungen: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen zur Belastungsoptimierung sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung ab.

Schlüsselwörter

Burnout-Syndrom, Bundespolizei, Polizeivollzugsbeamte, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Stressoren, Prävention, Gesundheitsförderung, Soziale Unterstützung, Einsatzbelastung, Arbeitsorganisation, Resilienz, Berufliche Erwartungen, Psychisches Wohlbefinden, Burnout-Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen des Burnout-Syndroms bei Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei und analysiert, wie diese durch berufliche und persönliche Faktoren beeinflusst werden.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Zentrale Themen sind die arbeitsorganisatorischen Anforderungen, polizeidienstspezifische Tätigkeiten, extreme Einsatzsituationen sowie die Bedeutung von sozialer Unterstützung und persönlichen Ressourcen für die Gesundheit der Beamten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, tätigkeitsbedingte Ursachen für Burnout bei PVB der Bundespolizei zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen zur Prävention und Gesundheitserhaltung zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, bei der aktuelle Quellen, Studien und Fachpublikationen aus Datenbanken wie Medline und PubMed ausgewertet wurden.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Differenzierung zwischen situativen Belastungsfaktoren (z.B. Bürokratie, Einsatzalltag) und persönlichen Faktoren (z.B. Erwartungen an den Beruf, Selbstsorge) der Beamten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Die wichtigsten Schlagworte sind Burnout-Syndrom, Polizeivollzugsbeamte, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Stressoren, Prävention und Gesundheitsförderung.

Warum wird die Rolle der Führungskräfte in dieser Untersuchung besonders hervorgehoben?

Führungskräfte fungieren als Gestalter der Rahmenbedingungen; ihr Führungsstil hat einen signifikanten direkten Einfluss auf das Betriebsklima und das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Welche Bedeutung haben extreme Einsatzsituationen im Kontext der untersuchten Belastungen?

Obwohl diese Situationen seltener auftreten, stellen sie aufgrund der hohen emotionalen Involvierung, wie bei Einsätzen mit Tod und Verletzung, eine erhebliche psychische Belastung für die Beamten dar.

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Details

Titel
Burnout-Syndrom bei Polizeivollzugsbeamten
Untertitel
Was sind die Ursachen und welche Präventionsmöglichkeiten gibt es?
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Note
1,7
Autor
Gudrun Gregor (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
27
Katalognummer
V490062
ISBN (eBook)
9783668967380
ISBN (Buch)
9783668967397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
burnout-syndrom polizeivollzugsbeamten ursachen präventionsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gudrun Gregor (Autor:in), 2016, Burnout-Syndrom bei Polizeivollzugsbeamten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490062
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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