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Träume und Traumbilder. Wie werden sie in der Kunsttherapie eingesetzt?

Title: Träume und Traumbilder. Wie werden sie in der Kunsttherapie eingesetzt?

Bachelor Thesis , 2017 , 51 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anna Köhler (Author)

Art - Miscellaneous
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In dieser Bachelorarbeit wird das Thema Träume und wie ihr Potential therapeutisch, speziell in der Kunsttherapie, genutzt werden kann, beleuchtet. Um das Thema und dessen Wichtigkeit und Auswirkungen zu verstehen, wird ein kurzer Einblick in die Kulturgeschichte der Träume gegeben. Von der Antike bis Heute sind Träume ein Thema, das die Gesellschaft über alle Kulturkreise hinweg beschäftigt und fasziniert. Anschließend werden die aktuellen wissenschaftlichen Forschungen auf diesem Gebiet kurz angeschnitten bevor Freuds und Jungs Theorien ausführlich dargestellt werden.

Durch Freuds Traumdeutung erlangt das Thema um 1900 ein großes Aufsehen und Freud gibt Anstoß dieses Thema wissenschaftlich zu untersuchen, was ihn bis heute zu einer wichtigen Persönlichkeit in diesem Gebiet macht, auch wenn seine Annahmen heute teilweise wiederlegt wurden. C.G. Jung, bekannt als wichtigster Schüler Freuds, baut dessen Traumtheorie weiter aus und benutzt die Traumarbeit in seiner Psychotherapie sowie auch in seinen wissenschaftlichen Forschungen. Heute können wir in Schlaflaboren einige Annahmen belegen, die bereits Freud und Jung aufgestellt haben, aber die wissenschaftlichen Möglichkeiten und Techniken damals noch nicht vorhanden waren.

Basierend auf diesen Grundlagen wird die heilende Wirkung der Träume erörtert. Wissenschaftlich gesehen gibt es hierzu kaum Beweise. Es werden aber auch einige Erfahrungen und Annahmen dargestellt, die die heilende Kraft der Träume nahelegen. Nach diesem breitgefächerten Einstieg in die Thematik wird die Arbeit mit Träumen in der Kunsttherapie mit einem Exkurs über Träume in der Kunstgeschichte beleuchtet. Zum Schluss werden spezifische kunsttherapeutische Vorgehensweisen zur Arbeit mit Träumen ausführlich dargestellt und erklärt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Träume in der Kulturgeschichte

3. Träume in der wissenschaftlichen Forschung

4. Träume und Therapie

4.1 Sigmund Freud

4.2 Carl Gustav Jung

4.3 Freud und Jung im Vergleich

4.4 Die heilende Wirkung von Träumen

5. Träume in der Kunsttherapie

5.1 Träume in der Kunstgeschichte

6. Kunsttherapeutische Vorgehensweisen bei der Arbeit mit Träumen

6.1 Die Bearbeitung von Albträumen in der Kunsttherapie

6.2 Träume und das progressiv therapeutische Spiegelbild

6.3 Die kunsttherapeutische Traumbearbeitung mit Comics

6.4 Die kunsttherapeutische Arbeit mit Tagträumen und Imaginationen

6.5 Die Arbeit mit luziden Träumen in der Kunsttherapie

7. Abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das therapeutische Potenzial von Träumen und Traumbildern, insbesondere im Kontext der Kunsttherapie, um zu verstehen, wie diese zur psychischen Entwicklung und Heilung genutzt werden können.

  • Kulturgeschichtlicher Hintergrund und wissenschaftliche Traumforschung.
  • Vergleichende Analyse der Traumtheorien von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung.
  • Die heilende Wirkung von Träumen als autoregulatives System der Psyche.
  • Methoden der kunsttherapeutischen Traumbearbeitung (z.B. Spiegelbilder, Comics, Imaginationen).
  • Integration von luziden Träumen als therapeutisches Werkzeug.

Auszug aus dem Buch

4.1 Sigmund Freud

Freud gilt in unserer heutigen Zeit als »der Erfinder der Traumdeutung«. Im Gegensatz zur Wissenschaft, die seinerzeit Träume abwertete, ,,erkannte Freud, dass Träume für das Seelenleben eine zentrale Bedeutung haben. Freud verstand den Traum als »halluzinatorische Erfüllung irrationaler (speziell sexueller) Wünsche aus der frühen Kindheit«. Vor allem geht es um Wünsche, die – weil von den Eltern und der herrschenden Kultur verboten – in den Keller des Unbewussten verdrängt worden sind, aus dem sie im Schlafzustand wieder aufsteigen. Aber selbst im Traum ist noch der Zensor des Bewussten wachsam. Er verkleidet die aufsteigenden Gestalten und chiffriert ihre Aussagen so, dass der Träumende den wahren Inhalt der verbotenen Wünsche nicht entschlüsseln kann. Die Aufgabe des Psychoanalytikers gleicht der eines Detektivs: Er hilft dem Analysanden, den Inhalt der Traumbotschaften zu dechiffrieren. Auf diese Weise geschieht die Heilung. Das Bewusste, das »Ich« bringt schrittweise immer mehr Licht in die dunklen Vorgänge, die sich im Unbewussten – im »Es« abspielen. »Wo Es ist, soll Ich werden! « lautet die knappe Formel Freuds. Die Rehabilitierung des Traumes in der Psychologie ist ohne Zweifel eine der bahnbrechenden, historischen Taten Sigmund Freuds. Sie bedeutete den Ausbruch aus der Enge des naturwissenschaftlich-mechanistischen Weltbildes. Heute, nach bald einem Jahrhundert, begegnet Freuds Traumverständnis der Kritik, es sei einseitig und zeitgebunden; es sei der Ausdruck eines puritanischen Zeitalters, das von dem besessen war, was es nicht besitzen durfte: vom Sex.’’ (Decker-Voigt, 1992, S.152).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für das Thema und gibt einen Ausblick auf die kulturgeschichtliche sowie therapeutische Untersuchung.

2. Träume in der Kulturgeschichte: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Traumdeutung von der Antike bis zur modernen christlichen Sichtweise.

3. Träume in der wissenschaftlichen Forschung: Hier werden die physiologischen Grundlagen des Schlafs (REM-Phasen) und aktuelle neurobiologische Erkenntnisse zum Träumen dargestellt.

4. Träume und Therapie: Dieser Abschnitt vergleicht die tiefenpsychologischen Ansätze von Freud und Jung und erörtert die heilende Autoregulation durch Träume.

5. Träume in der Kunsttherapie: Die Autorin legt dar, warum Traumbilder wertvolle Problemlösungspotenziale bieten und wie diese in der Therapie non-verbal genutzt werden können.

6. Kunsttherapeutische Vorgehensweisen bei der Arbeit mit Träumen: Dieses Kapitel stellt spezifische Methoden wie das Traumtagebuch, das „Progressiv Therapeutische Spiegelbild“ und die Arbeit mit Comics detailliert vor.

7. Abschließende Gedanken: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen im Rahmen der Thesis und diskutiert die Herausforderungen der Traumarbeit im Klinikalltag.

Schlüsselwörter

Kunsttherapie, Traumdeutung, Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Traumarbeit, Unbewusstes, Traumbilder, luzide Träume, Spiegelbild, Imagination, Autoregulation, Psychotherapie, Surrealismus, Traumsymbole, Heilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der therapeutischen Bedeutung von Träumen und der Frage, wie diese in der Kunsttherapie als Werkzeug zur Heilung und Selbsterkenntnis eingesetzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Traumtheorien der Psychoanalyse, die wissenschaftliche Traumforschung, die kunsttherapeutische Methodik sowie die historische und kulturelle Einordnung des Traumes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klienten durch die künstlerische Verarbeitung von Trauminhalten ihren psychischen Konflikten begegnen und diese lösen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte der Tiefenpsychologie mit aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisorientierten kunsttherapeutischen Methoden verknüpft.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Freud und Jung, eine neurologische Einordnung sowie eine ausführliche Darstellung konkreter kunsttherapeutischer Vorgehensweisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Thesis?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Traumarbeit, Unbewusstes, Symbolik, Autoregulation und kunsttherapeutische Interventionen charakterisiert.

Welche Rolle spielt das „Progressiv Therapeutische Spiegelbild“?

Dies ist eine Methode, bei der der Patient sich selbst in einer bildnerischen Abbildung begegnet, um durch eine Interaktion zwischen Alltags-Ich und Traum-Ich neue Handlungsmöglichkeiten zu erlernen.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von Freud zu Jung im Kontext der Träume?

Während Freud den Traum retrospektiv als Wunscherfüllung verstand, betrachtet Jung ihn als konstruktive, zukunftsorientierte Botschaft des Selbst, die zur Individuation beitragen soll.

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Details

Title
Träume und Traumbilder. Wie werden sie in der Kunsttherapie eingesetzt?
College
Nürtingen University
Grade
1,5
Author
Anna Köhler (Author)
Publication Year
2017
Pages
51
Catalog Number
V490082
ISBN (eBook)
9783668967403
ISBN (Book)
9783668967410
Language
German
Tags
Kunsttherapie Träume Psychodynamik Tiefenpsychologie Jung Freud
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Köhler (Author), 2017, Träume und Traumbilder. Wie werden sie in der Kunsttherapie eingesetzt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490082
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