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Stadttypen und Stadtentwicklung in Kenya unter Berücksichtigung der Urban Agriculture

Title: Stadttypen und Stadtentwicklung in Kenya unter Berücksichtigung der Urban Agriculture

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 14 Pages , Grade: gut

Autor:in: Guido Bürger (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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In Kenya haben sich aufgrund unterschiedlicher Entwicklungen verschiedene Städtetypen entwickelt, die nach bestimmten Kriterien definiert werden können. Lamu repräsentiert den am deutlichsten in Afrika verbreiteten Typus der arabisch-islamisch geprägten Küstenstadt. Mit der wichtigste Gesichtspunkt war der frühe Handel, der wesentlich zur Entwicklung der Stadt beigetragen hat. Malindi ist ein Beispiel für eine typische Fremdenverkehrssiedlung mit touristischen Einrichtungen und ausgedehnten Stränden. Gilgil ist ein typisches Landstädtchen in den ehemaligen White Highlands mit wichtigen zentralen Funktionen. Eldoret beschreibt besonders die Merkmale expansiven Wachstums mit bedeutender Industrieansiedlung. Isiolo steht für Grenzstädte, die eine Verknüpfung zwischen den von Hirten und Bauern besiedelten Räumen darstellen. Diese werden als “Gateway Towns“ bezeichnet.
Eine besondere Stellung in der Entwicklung der Städte Kenyas nehmen die beiden Metropolen Nairobi und Mombasa ein. Gerade in den Metropolen steigt die Bedeutung der Versorgung der ärmeren Bevölkerung. Hierbei leistet Urban Agriculture einen besonderen Beitrag, der auch einen hohen Einfluss auf die aktuelle Stadtentwicklung hat. Die Versorgung der armen Bevölkerungsteile mit Nahrungsmitteln durch Umwandlung der im Produktionsprozess der Städte anfallenden Abfallstoffe als bspw. Dünger sichert einen kleinen Grundbetrag an Versorgung. Vielfältige Flächen neben oder zwischen Straßen, Grünanlagen können dafür genutzt werden. Weltweit sind 15% der Bevölkerung auf Produkte der Urban Agriculture angewiesen. Dies ist Grund genug, einen tieferen Blick auf dieses Fragestellung zu werfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stadttypen

2.1 Die Arabisch- islamisch beeinflußte Küstenstadt

2.2 Landstädte der White Highlands

2.3 Expansiver Wachstumspol

2.4 Gateway Towns

2.5 Die Fremdenverkehrssiedlung

3. Urban Agriculture

3.1 Allgemeines, “Urban agriculture“ als Teil des informellen Sektors

3.2 “Waste is food”

4. Schlußwort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Stadttypen in Kenia und deren historische Entwicklung unter Berücksichtigung der Rolle der "Urban Agriculture" (urbane Landwirtschaft) als existenzsichernde Strategie im informellen Sektor.

  • Historische Genese und Klassifizierung kenianischer Stadttypen
  • Strukturelle Auswirkungen der kolonialen Stadtplanung und Segregation
  • Konfliktlinien zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und Hirtentum in Gateway Towns
  • Die Bedeutung der Urban Agriculture für die urbane Ernährungs- und Einkommenssicherung
  • Integration von Abfallkreisläufen ("Waste is food") in städtische Produktionsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Arabisch- islamisch beeinflußte Küstenstadt

Trotz ihres Sonderstandes innerhalb von Kenya ist neben Lamu auch Mombasa zu nennen. Dieser Typus einer Stadt ist in Afrika nur an der ostafrikanischen Küste verbreitet. Die topographische Lage Mombasas ist sehr günstig zur Errichtung eines Hafens gewesen. Die kleine Insel Mombasa ist von tief ins Landesinnere greifenden Buchten umgeben. Ursprünglich entwickelte sich dort eine Stadt mit Schwerpunkt des Fernhandels, der mit großer Beteiligung Arabiens entstand. Im 19. Jh. gingen von dort aus auch Karawanen ins Binnenland. Die vorkoloniale Stadt machte nur einen kleinen Teil der Insel aus. Die Fläche lag nie über 0,5 km². Omani-Araber und im 17. Jh. auch die Portugiesen errichteten in direktem Anschluß an die Stadtgrenze ihre militärischen Stützpunkte. Mombasa war die dominierende Handelsstadt an der Küste und auch zu Beginn der britischen Herrschaft veränderte sich erstmals nichts. Auch die Briten errichteten südlich der vorkolonialen Stadt ihren Stützpunkt. Mit dem Beginn des Baus der Uganda-Bahn, die in Mombasa starten sollte, verstärkte sich natürlich die Bedeutung der Stadt. In vielen Städten ließ sich eine solche Entwicklung nachvollziehen, daß der ursprüngliche Siedlungsbereich, heute meist die Altstadt oder der zentrale Distrikt, an Bedeutung verlor.

Im Fall Mombasa entwickelte sich zwischen dem Verwaltungsquartier und dem Hafen als Hauptwarenumschlagsort das moderne Geschäftsviertel der asiatischen Ladeninhaber, der Banken und der europäischen Handelshäuser. Entsprechend der kolonialen Herrschaft und der Arbeitsteilung innerhalb der Stadt entwickelten sich auch die Wohnviertel. Auf begünstigten Lagen entstanden die Wohnanlagen der europäischen „Oberschicht“, in der Nähe der Arbeitsstätten, häufig auch am Hafen, wohnten die hauptsächlich afrikanischen Arbeitskräfte und der asiatische Teil der Bevölkerung lebte und arbeitete im Geschäftsviertel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die landschaftliche und städtebauliche Vielfalt Kenias ein und stellt die Frage, ob die Entstehungsgeschichte kenianischer Städte analog zu europäischen Modellen nachvollziehbar ist.

2. Stadttypen: Dieses Kapitel klassifiziert kenianische Städte anhand spezifischer Merkmale wie arabisch-islamische Prägung, koloniale Erschließung der White Highlands, Expansionsdynamik oder touristische Bedeutung.

3. Urban Agriculture: Dieser Teil analysiert urbane Landwirtschaft als Antwort auf rasant wachsendes Bevölkerungswachstum und als Teil eines informellen Sektors, der durch den Stoffkreislauf "Waste is food" Abfälle in Ressourcen verwandelt.

4. Schlußwort: Das Schlusswort resümiert, dass urbane Landwirtschaft trotz notwendiger harter Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung und nachhaltigen Stadtentwicklung leistet.

Schlüsselwörter

Kenia, Stadttypen, Stadtentwicklung, Urban Agriculture, informeller Sektor, Mombasa, Nairobi, White Highlands, Gateway Towns, Tourismus, Stoffkreislauf, Siedlungsgeschichte, Ernährungssicherung, Landwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen historischen und funktionellen Typen kenianischer Städte und untersucht, wie die urbane Landwirtschaft als informelle Wirtschaftsform zur Versorgung der Bevölkerung beiträgt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Stadtentwicklung unter kolonialem Einfluss, die soziale und ethnische Segregation in kenianischen Städten sowie die ökologische und ökonomische Relevanz der "Urban Agriculture".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte und die heutige ökonomische Bedeutung der verschiedenen Städtetypen in Kenia aufzuzeigen und die Rolle der urbanen Landwirtschaft bei der Bewältigung urbaner Notlagen zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse städtebaulicher Entwicklungsabschnitte, unterstützt durch empirische Daten zur Bevölkerungsdichte und Fallbeispiele wie Mombasa und Eldoret.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Typologie kenianischer Städte und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Funktionsweisen der "Urban Agriculture", insbesondere unter dem Aspekt der Müllverwertung und Ernährungssicherung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Stadttypen", "Urban Agriculture", "informeller Sektor" und "nachhaltige Landwirtschaft" charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die städtische Entwicklung in Mombasa?

Mombasa zeichnet sich durch seine spezielle Geschichte als arabisch-islamisch geprägte Küstenstadt aus, deren topographische Lage am Hafen und der spätere Einfluss der britischen Kolonialherrschaft die städtebauliche Segregation maßgeblich prägten.

Warum wird der Begriff "Waste is food" in Bezug auf Städte verwendet?

Der Begriff beschreibt den Prozess, bei dem organischer Abfall und Abwässer der Stadt kompostiert und zur Düngung oder Produktion von Lebensmitteln genutzt werden, wodurch ein geschlossener ökologischer Stoffkreislauf entsteht.

Welchen Einfluss hat die "Urban Agriculture" auf Kinder in Kenia?

Es wird festgestellt, dass Kinder, die aktiv an der urbanen Landwirtschaft beteiligt sind, statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung aufweisen als Kinder, die nicht in diesen produktiven Sektor eingebunden sind.

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Details

Title
Stadttypen und Stadtentwicklung in Kenya unter Berücksichtigung der Urban Agriculture
College
University of Trier  (Geographie / Geowissenschaften)
Course
Fachexkursion
Grade
gut
Author
Guido Bürger (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V49012
ISBN (eBook)
9783638455633
ISBN (Book)
9783638791434
Language
German
Tags
Stadttypen Stadtentwicklung Kenya Berücksichtigung Urban Agriculture Fachexkursion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Guido Bürger (Author), 2001, Stadttypen und Stadtentwicklung in Kenya unter Berücksichtigung der Urban Agriculture, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49012
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