Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

Inszenierung städtischer Räume. Eine geographische Untersuchung am Beispiel des Kölner Rheinauhafens

Title: Inszenierung städtischer Räume. Eine geographische Untersuchung am Beispiel des Kölner Rheinauhafens

Bachelor Thesis , 2018 , 76 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Kevin Minartz (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In diesem Jahr (2018) feiert der Kölner Rheinauhafen seinen 120. Geburtstag. Dabei ist er in seiner Geschichte keineswegs unverändert geblieben, sondern hat sich in den letzten Jahren sowohl physiognomisch als auch funktional gewandelt. Aus einem ehemals bedeutenden Industriehafen hat sich für die Stadt Köln heute ein modernes Dienstleistungsviertel mit ästhetischer Architektur herausgebildet. So wird der Rheinauhafen aufgrund seiner historischen restaurierten Gebäude sowie besonders durch seine neu gebauten, architektonisch auffälligen und ansprechenden Kranhäuser, neben dem Kölner Dom, als ein weiteres Wahrzeichen der Stadt gehandelt.

Solche Veränderungen der Städte bzw. der städtischen Räume sind in den letzten Jahren auf fast allen Teilen der Erde erkennbar. So werden heute vielerorts Flächen revitalisiert, die insbesondere einem Ziel folgen: Diesen städtischen Raum, vor allem medial, in Szene zu setzen, um so die globale Aufmerksamkeit auf diese Stadt zu lenken. Dabei haben GERHARD und SCHMID (2009) Leitthemen ausgemacht, an denen sich die Inszenierung städtischer Räume orientiert. Ihr Aufsatz kann als Inspiration zu der vorliegenden Arbeit angesehen werden.

Im Bereich der Stadtgeographie tauchen in der Literatur zwar immer wieder Hinweise zur Inszenierung von städtischen Räumen auf, doch meist werden im Kern die hintergründigen Prozesse der aktuellen Stadtentwicklung beleuchtet. Die wenigsten Autoren widmen sich ganz explizit dem Thema der Inszenierung. Um dem zu begegnen, steht diese Arbeit unter dem Thema: Inszenierung städtischer Räume – eine geographische Untersuchung am Beispiel des Kölner Rheinauhafens.

Ausgehend von diesen einleitenden Beobachtungen soll in dieser Arbeit die Inszenierung städtischer Räume am Beispiel des Kölner Rheinauhafens in den Fokus genommen und folgende Forschungsfrage bzw. Forschungsfragen beantwortet werden: Inwiefern stellt der heutige Kölner Rheinauhafen ein Beispiel für die Inszenierung städtischer Räume dar und wie wird er medial inszeniert?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zur Inszenierung städtischer Räume

2.1 Städtischer Raum

2.2 Inszenierung

2.2.1 Begriff

2.2.2 Verhältnis zum städtischen Raum

2.2.3 Hintergründe

2.2.4 Merkmale

3. Methodik der geographischen Untersuchung

3.1 Räumliche Analyse zur Inszenierung des Kölner Rheinauhafens

3.2 Medienanalyse

3.2.1 Zeitungsartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger

3.2.2 Internetpräsenz der Rheinauhafenverwaltungsgesellschaft

4. Das Untersuchungsgebiet: Der Kölner Rheinauhafen

4.1 Lage und Eckdaten

4.2 Historischer Abriss

4.3 Umstrukturierung

5. Räumliche Analyse des Kölner Rheinauhafens als Beispiel für die Inszenierung städtischer Räume

5.1 Analyse

5.2 Ergebnis

6. Medienanalyse zur Inszenierung des Kölner Rheinauhafens

6.1 Untersuchung der Zeitungsartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger

6.2 Untersuchung der Internetpräsenz der Rheinauhafenverwaltungsgesellschaft

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Kölner Rheinauhafen als Beispiel für die Inszenierung städtischer Räume fungiert und wie er medial vermittelt wird. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie der Transformationsprozess vom Industriehafen zum Dienstleistungszentrum architektonisch und medial zur Imagebildung genutzt wird.

  • Grundlagen der Inszenierung städtischer Räume
  • Methodik der räumlichen Analyse und Medienanalyse
  • Geschichte und Umstrukturierung des Rheinauhafens
  • Mediale Inszenierung durch Presse und Internetpräsenz
  • Vergleich von theoretischen Modellen und praktischer Umsetzung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Begriff

Das alltagssprachliche Verständnis des Begriffs ‚Inszenierung‘, wovon sich auch das Verb ‚inszenieren‘ ableitet, wird oft verwendet, um auszudrücken, dass etwas ‚in einer bestimmen Weise‘ passiert (vgl. DUDENREDAKTION o. J. a). Dabei ist er auch oft negativ konnotiert (vgl. ebd.), beispielsweise in der Aussage ‚Das ist doch alles nur inszeniert.‘, im Zusammenhang mit einem Skandal oder im Sinne von ‚Das ist doch extra so dargestellt (worden).‘

Neben dieser Verwendung im Alltag wird der Begriff vor allem im Bereich des Theaters verwendet, wo die ‚Inszenierung‘ auch ihren Ursprung hat (vgl. FISCHER-LICHTE 1998: 82). Der Begriff wurde im frühen 19. Jahrhundert ins Deutsche übernommen (vgl. ebd.). Er stammt aus dem Französischen von ‚la mise en scène‘, zu Deutsch ‚Setzung in die Szene‘ (vgl. LEWALD 1837: 251 f. nach FISCHER-LICHTE 1998: 82). LEWALD (1837: 307 nach FISCHER-LICHTE 1998: 82) definiert: „‚In die Szene setzen‘ heißt, ein dramatisches Werk vollständig zur Anschauung zu bringen, um durch äußere Mittel die Intention des Dichters zu ergänzen und die Wirkung des Dramas zu verstärken.“ Diese Aufgabe wird im Theater vom Regisseur übernommen und stellt seit dem frühen 20. Jahrhundert eine eigene Kunstform dar (vgl. FISCHER-LICHTE 1998: 83 f.).

‚Inszenierung‘ ist aber nicht nur ein Begriff des Theaters, sondern stellt auch einen ästhetischen Begriff für „die Bereiche Stadt- und Landschaftsplanung, Design, Mode, Kosmetik, Werbung etc.“ (ebd.: 87) dar. Dabei nimmt in diesem Zusammenhang die Wahrnehmung der ‚Inszenierung‘ eine zentrale Rolle ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Kölner Rheinauhafens als transformiertes Stadtviertel und Hinführung zur Forschungsfrage der Inszenierung städtischer Räume.

2. Theoretische Grundlagen zur Inszenierung städtischer Räume: Erläuterung der Begriffe Stadt und Urbanität sowie Herleitung der Leitthemen der Inszenierung (Festivalisierung, Historisierung, Kulturalisierung, Globalisierung).

3. Methodik der geographischen Untersuchung: Darlegung des Forschungsdesigns, unterteilt in räumliche Analyse und Medienanalyse anhand von Zeitungsartikeln und Internetpräsenz.

4. Das Untersuchungsgebiet: Der Kölner Rheinauhafen: Überblick über Lage, historische Entwicklung und den Umstrukturierungsprozess vom Hafen zum modernen Dienstleistungsareal.

5. Räumliche Analyse des Kölner Rheinauhafens als Beispiel für die Inszenierung städtischer Räume: Anwendung der theoretischen Kriterien auf den Kölner Rheinauhafen und Diskussion der baulichen Umsetzung.

6. Medienanalyse zur Inszenierung des Kölner Rheinauhafens: Untersuchung der medialen Wahrnehmung des Viertels in Zeitungen und auf der offiziellen Website der Betreibergesellschaft.

7. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen zur Inszenierung des Rheinauhafens.

Schlüsselwörter

Kölner Rheinauhafen, Stadtgeographie, Inszenierung, Stadtplanung, Urbanität, Transformation, Revitalisierung, Medienanalyse, Kranhäuser, Architektur, Imagebildung, Standortwettbewerb, Postmoderne, Hafenkonzept, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Kölner Rheinauhafen als ein Beispiel für die gezielte Inszenierung städtischer Räume im Rahmen der modernen Stadtentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Hintergründe der Stadtinszenierung, die stadtgeographische Transformation des Rheinauhafens sowie dessen mediale Repräsentation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern der Rheinauhafen Inszenierungsmerkmale aufweist und wie diese durch Medien (Zeitungen und Internetauftritt) kommuniziert werden, um ein bestimmtes Image zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine räumliche Analyse mit Literaturbezug durchgeführt, kombiniert mit einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse von Zeitungsartikeln und der offiziellen Internetpräsenz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung, die detaillierte Geschichte des Untersuchungsgebiets sowie die konkrete räumliche und mediale Untersuchung des Standorts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inszenierung, Stadtgeographie, Transformation, mediale Vermittlung, Kranhäuser und Standortwettbewerb.

Welche Rolle spielen die "Kranhäuser" für das Image des Rheinauhafens?

Die Kranhäuser dienen als spektakuläre "Flagship-Gebäude" und architektonische Wahrzeichen, die maßgeblich zur internationalen Aufmerksamkeit und zum modernen Image des Areals beitragen.

Wie unterscheidet sich die mediale Darstellung in Zeitungen von der Selbstdarstellung auf der Website?

Während die offizielle Website den Rheinauhafen durchweg positiv als lebendiges Quartier inszeniert, zeigen Zeitungsartikel ein differenzierteres Bild, das auch Kritik an der Infrastruktur und Zweifel an der Lebendigkeit des Viertels thematisiert.

Excerpt out of 76 pages  - scroll top

Details

Title
Inszenierung städtischer Räume. Eine geographische Untersuchung am Beispiel des Kölner Rheinauhafens
College
University of Cologne
Grade
2,3
Author
Kevin Minartz (Author)
Publication Year
2018
Pages
76
Catalog Number
V490279
ISBN (eBook)
9783668979147
ISBN (Book)
9783668979154
Language
German
Tags
inszenierung räume eine untersuchung beispiel kölner rheinauhafens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Minartz (Author), 2018, Inszenierung städtischer Räume. Eine geographische Untersuchung am Beispiel des Kölner Rheinauhafens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490279
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  76  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint