In dieser schriftlichen Ausarbeitung zu einem Praxisbesuch geht es um die Freispielführung in der Krippe. Die Richtlinien zum Erstellen von Texten sowie die Richtlinien zum Zitieren von Texten der X-Schule wurden berücksichtigt. Da es sich um die Freispielführung handelt, wird hier mehr auf sachliche Aspekte, Verhalten des Erziehenden, Gruppenkonstellationen und erwartetes Verhalten der Kinder eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Bisherige Erfahrungen
1.1 Stellung des Erziehers in der Gruppe
1.2 Eigene Erfahrungen
1.3 Schlussfolgerungen
2 Gedanken zum Erziehungsstil
3 Ablauf des Freispiels
3.1 Begrüßung
3.2 Ablauf und Räumlichkeiten
3.3 Aufräumen
4 Regeln
5 Gruppensituation und Schlussfolgerungen
5.1 Gruppensituation allgemein
5.2 Konflikte
5.3 Bewegungsmöglichkeiten
5.4 Schlussfolgerungen für die Freispielführung
6 Überlegungen zum Materialimpuls
7 Zusammenführung der Gesamtgruppe
7.1 geplanter Ablauf
7.2 neues Element
8 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit reflektiert die pädagogische Praxis in einer Krippengruppe und untersucht die Rolle des Erziehers bei der Gestaltung des Freispiels. Die zentrale Fragestellung befasst sich damit, wie sich der eigene Erziehungsstil in der täglichen Interaktion mit den Kindern manifestiert und welche Strategien zur Strukturierung des Alltags, zur Konfliktlösung und zur Materialwahl am sinnvollsten sind.
- Reflexion des persönlichen Erziehungsstils im Spannungsfeld zwischen autoritären und demokratischen Ansätzen.
- Strukturierung und Begleitung von Übergangssituationen wie Ankunft, Aufräumen und Morgenkreis.
- Umgang mit Gruppendynamiken, Konflikten und individuellen Bedürfnissen der Kinder.
- Bedeutung der Materialwahl und der Einsatz von Alltagsgegenständen zur Förderung der kindlichen Entwicklung.
Auszug aus dem Buch
2 Gedanken zum Erziehungsstil
Ich selbst habe seit Anfang der Ausbildung mit der strikten Eingliederung meines Erziehungsstils in eine der drei von Kurt Lewin formulierten Verhaltensweisen, autoritär, demokratisch oder laissez-faire, meine Schwierigkeiten. Auf Grund meines beruflichen Werdegangs vor der Erzieherausbildung war meine bisherige Einschätzung ein klar autoritäres Verhalten gegenüber den Kindern. Ich habe anfangs gerne und zu oft Regeln gesetzt, um so eine eigene Handlungssicherheit erlangen zu können. Gruppenkonstellationen waren durch mich strikt vorgegeben, beim Aufräumen der Sportgeräte nach unseren Turnstunden wurden sogar Freunde in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, um so ein im Voraus von mir erwartetes „Herumalbern“ unterbinden zu können. Dieses Verhalten konnte ich in den vergangenen anderthalb Jahren dahingehend verändern, dass ich beim Einsatz von Regeln mit deutlich mehr Bedacht vorgehe.
So sind viele der Regeln, welche oft im Affekt gestellt werden, zu allgemein formuliert ("Wir rennen nicht im Flur herum!"), es ist kein Grund für die Regel erkennbar ("Leg' das Auto jetzt hin!") oder es sind Regeln, welche ein mögliches Fehlverhalten der Kinder von Vornherein unterbinden sollen ("Wer raus möchte zieht Matschhosen an!"). Um so mehr Regeln den Kindern aber auferlegt werden, um so mehr Regeln gibt es auch für die pädagogischen Fachkräfte zu überwachen. Somit sind die Fachkräfte mehr damit beschäftigt Polizei zu spielen, anstatt mit den Kindern den Krippenalltag sinnvoll gestalten zu können. Ich konnte an mir selbst feststellen, dass ich jetzt meine Regeln den Kindern gegenüber begründe und nicht mehr einfach nur den Kindern vorsetze. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen dem autoritären und dem autoritativen Erziehungsstil.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bisherige Erfahrungen: Der Autor reflektiert seine Rolle im Krippenalltag, seine wöchentlichen Aktivitäten und die Bedeutung seiner Anwesenheit für die Kinder und das Team.
2 Gedanken zum Erziehungsstil: Dieser Abschnitt beschreibt die persönliche Entwicklung des Autors hin zu einem reflektierten, konsequenten, aber demokratischeren Erziehungsstil.
3 Ablauf des Freispiels: Es wird der zeitliche Ablauf von der Begrüßung der Kinder über das Spiel bis hin zum Aufräumen und Übergang zum Morgenkreis detailliert dargestellt.
4 Regeln: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit und Gestaltung von Regeln im Krippenalltag, um Sicherheit zu gewährleisten und den Kindern eine Orientierung zu geben.
5 Gruppensituation und Schlussfolgerungen: Hier werden aktuelle Veränderungen in der Gruppenzusammensetzung sowie der Umgang mit Konflikten und Bewegungsmöglichkeiten analysiert.
6 Überlegungen zum Materialimpuls: Der Autor setzt sich mit dem Einsatz von Alltagsmaterialien als wertvolle Alternative zu teurem Spielzeug auseinander.
7 Zusammenführung der Gesamtgruppe: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang in den Morgenkreis und führt ein neues Fingerspiel als pädagogisches Element ein.
8 Literatur: Auflistung der verwendeten Fachquellen.
Schlüsselwörter
Krippenalltag, Erziehungsstil, Freispiel, Pädagogik, Gruppenleitung, Kleinkindpädagogik, Alltagsmaterialien, Konfliktlösung, Partizipation, Morgenkreis, Beobachtung, Reflektion, Bindung, Regeln, Bewegungsförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Reflexion der pädagogischen Arbeit in einer Krippengruppe und beleuchtet den Arbeitsalltag aus der Sicht eines angehenden Erziehers.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Reflexion des Erziehungsstils, der Strukturierung von Spiel- und Alltagsabläufen sowie der pädagogischen Begleitung von Kleinkindern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Erzieher und die Optimierung pädagogischer Prozesse im Krippenalltag.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der systematischen Reflexion der eigenen Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit dem Freispiel, dem Umgang mit Regeln, der Gruppendynamik und der pädagogisch reflektierten Materialauswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Krippenalltag, Erziehungsstil, Freispiel, Partizipation und die Bedeutung von Ritualen.
Warum wird der autoritäre Erziehungsstil kritisch hinterfragt?
Der Autor erkennt, dass zu viele starre Regeln die pädagogische Fachkraft in eine "Polizeifunktion" drängen, anstatt den Beziehungsaufbau und das sinnvolle Spiel der Kinder zu unterstützen.
Wie geht der Autor mit der Konfliktlösung um?
Der Autor vertritt den Ansatz, Kinder ihre Konflikte grundsätzlich selbst lösen zu lassen, greift jedoch ein, sobald körperliche Gewalt (z. B. Beißen) im Spiel ist.
Welche Rolle spielen Alltagsmaterialien im Konzept des Autors?
Alltagsmaterialien werden als kostengünstige und pädagogisch wertvolle Ressource gesehen, die die Fantasie der Kinder anregt und Müllvermeidung thematisiert.
- Arbeit zitieren
- Denton van Zan (Autor:in), 2019, Freispielführung in der Krippe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490611