Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - National Socialism, World War II

Die „Weiße Rose“. Tragische Helden der Freiheit im Nationalsozialismus?

Title: Die „Weiße Rose“. Tragische Helden der Freiheit im Nationalsozialismus?

Term Paper , 2015 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Werden die Mitglieder der "Weißen Rose" der Definition eines wahren Helden gerecht, weil sie „für etwas Einfaches wie das Recht und die Freiheit des einzelnen“ eingetreten sind? Im Rahmen dieser Arbeit soll die Frage danach beantwortet werden, worin das Heldentum ihres Widerstandes lag, sodass man Sie zu den bedeutendsten und bekanntesten Figuren im Kampf gegen das nationalsozialistische Regime zählt.

In der Zeit des Nationalsozialismus setzte sich „die Weiße Rose“ als studentische Widerstandsgruppe um die Geschwister Sophie und Hans Scholl, deren Kommilitonen Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf und Philosophieprofessor Kurt Huber zwischen Juni 1942 und Februar 1943 durch die Verbreitung von insgesamt sechs regimekritischen Flugblättern für Ihre Überzeugungen und Freiheitsideale ein. Die Verurteilung zum Tode durch den Volksgerichtshof im Jahr 1943 setzte ihrem jungen Leben ein tragisches Ende. Ihre Mitglieder gelten heute als heroische Vorbilder für Zivilcourage und Widerstand. In Erinnerung an die Münchener Studenten wurden viele Straßenzüge nach den Geschwistern Scholl benannt und diverse Stiftungen tragen den Namen der Widerstandsgruppe.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Beantwortung dieser Fragen. Anfangs wird sich dem historischen Kontext gewidmet, um eine ungefähre zeitliche Einordnung der Geschehnisse zu ermöglichen. Hierbei wird der Fokus auf die für den Wirkungszeitraum der Widerstandsgruppe relevanten Geschehnisse des „Dritten Reichs“ zwischen Juni 1942 und Februar 1943 gelegt. Es folgt eine Definition und Abgrenzung des für die Beantwortung der Fragestellung essentiellen Begriffs des „Helden“. Im folgenden Kapitel wird zunächst auf die Biographien der prägenden Mitlieder der „Weißen Rose“ eingegangen, um die jeweiligen Ideale und Motivationen zum Widerstand zu skizzieren. Im Anschluss wendet sich die Arbeit den Widerstandsaktionen der „Weißen Rose“ im Kampf gegen die nationalsozialistische Diktatur zu, um die hiermit verfolgten Ziele und Intentionen darzustellen. Zudem wird auf die Verurteilung der Widerstandsgruppe eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext

3 Heldendefinition

4 Die Weiße Rose

4.1 Mitgliederbiographien

4.1.1 Hans Scholl (22.09.1918-22.02.1943)

4.1.2 Sophie Scholl (09.05.1921-22.02.1943)

4.1.3 Alexander Schmorell (16.09.1917-13.07.1943)

4.1.4 Willi Graf (02.01.1918-12.10.1943)

4.1.5 Christoph Probst (06.11.1919 – 22.02.1943)

4.1.6 Kurt Huber (24.10.1893-13.07.1943)

4.2 Widerstandsaktionen der „Weißen Rose“

4.3 Verurteilung

4.4 Helden des Widerstandes: Realität oder Konstruktion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ anhand wissenschaftlicher Definitionen als „Helden“ klassifiziert werden können. Dabei steht die Analyse der persönlichen Motivationen, der Widerstandsaktionen sowie der gesellschaftlichen Wahrnehmung in ihrem historischen Kontext zwischen 1942 und 1943 im Fokus, um den Status der Gruppe als „tragische Helden der Freiheit“ kritisch zu hinterfragen.

  • Historischer Kontext des „Dritten Reichs“ (1942-1943)
  • Kulturhistorische Heldendefinition und deren Anwendbarkeit
  • Biographische Analyse der Akteure und deren Beweggründe
  • Inhaltliche und strategische Auswertung der Flugblätter
  • Analyse der Rezeption und Konstruktion von Heldenbildern

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Hans Scholl (22.09.1918-22.02.1943)

Hans Scholl kann als die „treibende Kraft“ der Widerstandsgruppe bezeichnet werden (vgl. Knoop-Graf 1993: 37). Gemeinsam mit seinen Geschwistern wuchs er als Sohn seiner christlich, liberal geprägten Eltern auf (vgl. Zankel 2008: 33 f.). Zunächst begeistert und mitgerissen von dem Erlebnis der kameradschaftlichen „Volksgemeinschaft“ trat er, entgegen der ablehnenden Haltung seiner Eltern, 1933 in die Hitlerjugend ein und übernahm dort wenig später eine Führungsaufgabe (vgl. Kirchberger 1980: 53).

Seine Teilnahme am Reichsparteitag der NSDAP 1936 in Nürnberg kann als entscheidendes Erlebnis für die Veränderung seiner Perspektive bezeichnet werden. Angesichts der „pompösen Selbstdarstellung der nationalsozialistischen ‚Bewegung‘, […] hatte er nichts als Leere empfunden“ (vgl. Lühe 1995: 405-408). Hingezogen zu freiheitlich orientierten Idealen schloss er sich neben der Hitlerjugend einer verbotenen Jungengruppe an und wurde infolge dessen 1937 durch die Gestapo inhaftiert. Dieses Erlebnis habe seine zunehmend ablehnende Haltung gegenüber dem nationalsozialistischem Regime verstärkt (vgl. Deutsches Historisches Museum, unter: www.dhm.de/lemo/Biografie/hans-scholl). Nach seinem Abitur und der Militärausbildung nahm Hans Scholl sein Medizinstudium an der Universität München auf, wo er seine Kommilitonen sowie den Philosophieprofessor Kurt Huber kennenlernte und bald darauf „die Weiße Rose“ ins Leben rief (vgl. ebd.). Huberts Vorlesungen, in denen er die politische Gedankenfreiheit und den freiheitlichen Staatsbegriff herausstellte, prägten die Widerstandshaltung und das Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft von Hans Scholl und seinen Freunden maßgeblich (vgl. Lühe 1995: 409).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und Formulierung der Forschungsfrage nach ihrem Heldenstatus.

2 Historischer Kontext: Darstellung der politisch-militärischen Rahmenbedingungen des Nationalsozialismus in den Jahren 1942 bis 1943.

3 Heldendefinition: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Held“ und Identifikation relevanter Charakteristika zur Analyse.

4 Die Weiße Rose: Detaillierte Betrachtung der Gruppenmitglieder, ihrer Aktionen, der juristischen Verfolgung und der Einordnung ihres Widerstands.

5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der erarbeiteten Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Weiße Rose, Nationalsozialismus, Widerstand, Heldentum, Zivilcourage, Flugblätter, Hans Scholl, Sophie Scholl, Kurt Huber, Zweiter Weltkrieg, Freiheitsideale, Dritte Reich, Heldenbild, Widerstandsgruppe, Moralische Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mitglieder der „Weißen Rose“ und prüft, inwieweit sie den Kriterien eines „Helden“ entsprechen oder als solche konstruiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den historischen Kontext, die Begriffsdefinition von „Heldentum“, die Biographien der Mitglieder sowie die Analyse ihrer Widerstandsaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, anhand spezifischer Charakteristika zu bestimmen, worin das Heldentum der „Weißen Rose“ begründet liegt und warum sie als bedeutende Akteure im Widerstand gelten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine biographische und historische Analyse angewandt, die durch einen Abgleich mit theoretischen Heldendefinitionen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Rahmens, die theoretische Herleitung des Heldenbegriffs sowie eine detaillierte Analyse der Akteure und deren Widerstandsaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Weiße Rose, Nationalsozialismus, Widerstand, Heldentum, Zivilcourage, Freiheitsideale und moralische Verantwortung.

Welche Rolle spielt Kurt Huber für die Gruppe?

Kurt Huber wird als Philosophieprofessor und Mentor der Gruppe beschrieben, der die Studenten durch seine Lehre über Freiheit und einen freiheitlichen Staatsbegriff maßgeblich beeinflusste.

Wie wurde die „Weiße Rose“ vom NS-Regime behandelt?

Die Hauptakteure wurden vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Wie bewertet die Arbeit den Begriff der „tragischen Helden“?

Aufgrund der moralischen Verantwortung und der Konsequenz, für ihre Ideale mit dem Leben zu bezahlen, wird der Status als „tragische Helden der Freiheit“ als gerechtfertigt angesehen.

Inwiefern hat sich die Wahrnehmung der Gruppe verändert?

Während sie im „Dritten Reich“ als Hochverräter galten, werden sie heute als Symbol für Zivilcourage und moralischen Widerstand verehrt.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die „Weiße Rose“. Tragische Helden der Freiheit im Nationalsozialismus?
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V490782
ISBN (eBook)
9783668967700
ISBN (Book)
9783668967717
Language
German
Tags
weiße rose tragische helden freiheit nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Die „Weiße Rose“. Tragische Helden der Freiheit im Nationalsozialismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490782
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint