Ägyptische Geschichte

Ausgewählte Kapitel zur Altägyptischen Geschichte und Kultur


Zusammenfassung, 2019
14 Seiten, Note: 2
Anonym

Leseprobe

Text 1 - Die Schlacht von Megiddo

Die Schlacht von Megiddo, die am 19. Mai 1458 v. Chr. in Megiddo stattfand. Die wichtigste Quellen über den Feldzug sind die Hieroglyphen, die an die Tempelwände von Karnak ließen. Die Worte Tschenenis, der ein Schreiber und immer dabei im Krieg war, sind es, die an die Tempelwände von Karnak stehen. Nach dem Tod der Faraonin Hatschepsut treibten unter dem Fürst von Kadesch die Stämme im Norden zur Revolte. Sein Plan war die Macht des Faraons zu brechen und Ägypten muss fallen, aber wurde erfolglos. Die Ägypter brauchten einen neuen starken Faraon mit Mut und Erfahrung. Der neue Faraon hieß Thutmosis III., der noch nie ein Heer in die Schlacht geführt hat. Was er vor seinen Augen sah, war es eine gefährliche Situation, weil es um die Zukunft Ägyptens ging.

Thutmosis III. war für die Ägypter ein lebender Gott, aber für seine Feinde war er nun ein bloßer unerfahrer Faraon und ohne militärische Erfahrung. Als er sein Thron bestieg, zog Thutmosis III. mit seiner Hofstadt von Theben nach Tscharu, die größte Garnizon Ägyptens. Dort hielt er mit seinen Generälen Kriegsrat. Seine Generälen hießen Djehuti und Jamonech, die volle Skeptis gegen den unerfahren Faraon waren. Die Gegner um den Fürsten von Kadesch versammelten sich in Megiddo. Thutmosis III. entschied sich für eine riskante Route durch das Karmelgebirge, um den Überraschungseffekt für sich in Anspruch zu nehmen. Der jüngere Faraon wollte den Aufstand mit einer einzigen Schlacht beenden und die Stadt einnehmen. Es führten drei Wege bis Megiddo, von denen ein direkter und gefährlichter Weg führte, der Pass von Aruna. Thutmosis III. wählte den dritten Weg, aber seine Generälen haben zum ersten Mal nicht akzeptiert, weil es ein gefährlicher Weg war, aber der Faraon war entschlossen. Die Schlacht von Megiddo, 19. Mai 1458 v. Chr., dauerte lang sieben Monate, weil sie Megiddo nicht einnehmen konnten und Thutmosis III. eine Belagerung Megiddos machte. Er kehrte als Sieger in seiner Hauptstadt Theben zurück und zweifelte niemand mehr an seine Macht. Bis heute erinnert man sich an Thutmosis III. als den größten Feldherrn unter den Faraonen Ägyptens.

Text 2 - Herodot und Ägypten

Wie war das Leben in Ägypten vor Tausenden von Jahren? Welche Traditionen hatten die Ägypter? Diese Fragen kann man in dem zweiten Buch Herodots finden. Er notierte während seine Aufenthaltes in Ägypten alles, was ihm von seinen verschiedenen Gesprächspartnern berichtet wurde. So berichtet er über die ägyptische Religion, Geschichte, Bräuchen und Kunst. Herodot sprach kein Ägyptisch, so war er stets in Begleitung eines Dolmetschers. Unter den verschiedenen Gesprächspartnern waren wohl die wichtigsten Priester vor allem aus Heliopolis. Dass Herodot nicht die ägyptische Sprache verstanden hat, finden wir im II 19. Hier finden wir etwas über die Ursache der jährlichen Nilüberschwemmung, aber die Frage lautet: Woher wusste Herodot über die Ursache der jährlichen Nilüberschwemmung? Er hat weder gefragt noch eine Antwort von den ägyptischen Priestern bekommen. Hier scheint es Anzeichen dafür zu geben, dass ein Verständnis zwischen dem rationalistischen Griechischen und einem Ägypter, sogar einem etwas theologisch gebildeten Ägypter, sehr schwierig war. Trotz der Unkenntnis der ägyptischen Sprache und der Schwierigkeit hat Herodot seinen Landsleuten und uns eine Fülle von genauen und wertvollen Informationen über Ägypten zur Verfügung gestellt. Die heutigen Darstellungen des ägyptischen Volksglaubens und der ägyptischen religiösen Bräuche der späten Zeit verwenden Herodot als wichtige Quelle. Tatsächlich werden seine Aussagen, wo wir sie überprüfen können, meistens bestätigt. Schwierig ist die Beurteilung von Herodots Bemerkungen in Bereichen, in denen er vollständig auf seine Informanten angewiesen war, insbesondere auf dem Gebeit der Geschichte. Der Autor Erich L. hat die historischen Aspekten des zweiten Buches von Herodot in zwei Teile geteilt: der erste (Kap. 99-146) umfasst die Geschichte vor Psammetich I. und geht nach Herodots Aussage auf die Erzählung von Ägyptern, besonders ägyptischen Priestern zurück. Der zweite Teil (Kap. II 147 – III 30) umfasst im wesentlichen seit Psammetich I. die Zeit der 26. Dynastie. Im ersten Teil unterscheidet sich Herodot trotz seiner, wie er sagte, ägyptischen und sogar priesterlichen Informanten, deutlich von der offiziellen ägyptischen historischen Tradition und nicht nur im Detail. Es liefert eigentlich keine Geschichte, sondern Geschichten. Im zweiten Teil hat man zu dieser Zeit mehr Vertrauen in die Präsentation von Herodot. Aber was er darüber sagte, vor allem die uneingeschränkte Gleichung der ägyptischen und griechischen Götter, zeigt deutlich, wie er ägyptische geistige Güter nur auf Griechisch verstehen konnte.

Text 3 - The Geography of Excavated Predynastic Sites and the Rise of Complex Society

Die Entwicklung Ägyptens im vierten Jh. v. Chr. stammte aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturen und sehr unterschiedlichen Materialien: dem prähistorischen Friedhof in Oberägypten und den Siedlungen der Dörfer in Unterägypten. Die archäologischen Zeugnisse in Unterägypten, die hauptsächlich Siedlungen, einige in den Dorfbestattungen, umfassen, geben einen ganz anderen Blick auf die Kultur als die Archäologie des prähistorischen Friedhofs in Oberägypten. In Mittelägypten sind prähistorische Kulturen nur in Badar und Fayumes bekannt. Diese Friedhöfe sind im Vergleich zu großen Zentren in Oberägypten relativ klein. Reichhaltige Friedhofsgüter auf einigen großen Friedhöfen in Oberägypten stellen Reichtum in einigen sozialen Schichten dar, während in Unterägypten die überwiegend landwirtschaftlichen Gemeinden in El-Omar, Merimda und die Kupferindustrie in Maadi einen umfassenderen Einblick in die prähistorische Wirtschaft vermitteln. Der Kupfer finden wir nicht in Oberägypten. Basierend auf der Archäologie des Friedhofs, der einzigen Information, die wir für diese Zeit haben, haben wir drei Kernbereiche in Oberägypten als Hauptzentrum der prähistorischen Kultur: Abydos, Nagada und Hierakonpolis. Der Grund, warum diese drei Standorte das Hauptzentrum waren, liegt darin, dass sie näher am Nil befinden. Die geografische Lage erklärt auch die Entstehung eines Zentrums in Maadi, Unterägypten, das für die Entwicklung der Kupferindustrie von Bedeutung sein wird. Aus archäologischen Daten, die hauptsächlich auf Friedhofsdaten basieren, liegen für ein solches Zentrum keine Daten, wie für Ober- und Unterägypten, in Mittelägypten vor. In der Naqada-I-Zeit war wahrscheinlich die Zeit des ersten militärischen Krieges in Oberägypten und der Staatsbildung, während in der Naqada-II-Zeit eine der weit verbreiteten Kämpfe in ganz Ägypten war, in der das ganze Land seit Beginn der ersten Dynastie vereint war. Die Geographie erklärt auch den Krieg in der Naqada-III-Zeit zwischen Ober- und Unterägypten. Oberägypten erweiterte die Kontrolle über Unterägypten, was zusammen eine natürliche Einschränkung des Gebiets bildete, die zentral von einer Behörde eingesetzt werden kann. Es fehlen jedoch immer noch archäologische Beweise, um den vollständigen Entwicklungsprozess des Staates Ägyptens zu demonstrieren, und leider stammen die meisten Beweise, die wir für die prähistorische Zeit und Ägypten haben, von den Friedhöfen, die eine eingeschränkte Sicht der Gesellschaft vermitteln.

Text 4 - Warenaustausch im Ägypten des Altes Reiches

Was ich im diesen Text gelesen haben, gibt es Hinweise darauf, dass die Wirtschaft für das Alte Reich ausgeschlossen werden kann. Die anderen Formen des Austauschs, der Reziprozität und der Redistribution sind erwiesen, aber in ihrer Beziehung zueinander schwer zu bewerten. Es ist jedoch zu beachten, dass Transaktionen mit dem König oder der Zentralverwaltung als Ausganspunkt oder Ziel häufiger schriftlich fixiert werden als private Verhandlungen mit nicht schriftlichen Landwirten. In Anbetracht der Anzahl möglicher Tauschaktionen besteht jedoch offensichtlich ein klares Übergewicht an Reziprozität. Die Bevölkerung bezahlte Steuern, aber sie lebten in ihrem Dörfer weitgehend und erhielten vom König keinen finanziellen Beitrag. Trotz der Verbreitung der Reziprozität war die Redistribution jedoch in der Lage, das Gesamtsystem fest zu gestalten. Die Erteilung einer Steuer führt zu einer Überproduktion und damit zum Ausschluss von Werten und Personen für den sekundären Sektor. Dies erlaubte Ägypten, sich von einer Stammesgesellschaft zu einer archaischen Gesellschaft mit einer hohen Kultur zu entwickeln. Es gibt jedoch einige Probleme bei der Umsetzung von Reziprozität und Redistribution. Das bedeutet, dass der Respekt vor dem täglichen Leben dieser Gesellschaften einen entschiedenden Einfluss auf die Überprüfung oder Fälschung der Theorie hat. Die schriftlichen Quellen liefern nur Daten für einige Gesellschaftsschichten und das heißt, dass man der Alltag nicht direkt beobachtet werden kann. Dieser Nachteil kann bis zu einem gewissen Grad erleichtert werden, wenn andere Aspekte der Wirtschaft berücksichtigt werden als die am Anfang angedeutete Sperrung. Daher sollte die Produktion von Gütern und der Zugang zu den Produktionsmitteln in Betracht gezogen werden.

Text 5 - Die Lehre des Königs Amenemhet

Die Lehre von Amenemhet ist ein altägyptisches literarisches Werk, das aus der 12. Dynastie des Mittleren Reiches stammt. Der Text beginnt mit dem üblichen Einführungsschema der Lebenslehre und enthält Gattungsname, Adressat und die Umstände. Der verstorbene Amenemhet wendet sich in seiner Lehre an seinen Sohn und Thronfolger Sesostris I. Er fordert ihn auf, auf seinen Rat zu hören, da er jetzt König von Ägypten sei. Der folgende Abschnitt mit einer Reihe von Aufforderungen und Verboten bezüglich des rechten Verhaltens entspricht am ehesten den klassischen Lehren. Amenemhet fordert Sesostris auf, der Umwelt gegenüber misstrauisch zu sein. Er solle niemandem vertrauen, weil dies zu nichts führt. Besonders in der Nacht solle er sich nur auf sich selbst verlassen und nicht auf seine Leibwächter. Danach wird der Unterrichtsstil aufgegeben und der verstorbene König lobt sich in den folgenden drei Absätzen im Stil einer privaten Autobiografie seiner guten Taten. Insbesondere betont er sein Engagement für sozial Benachteiligte. Gleichzeitig beklagt er sich darüber, dass alle guten Taten nutzlos seien, weil sich niemand mit Treue danke. Nun wendet er sich allein seinen Nachkommen zu. Sie sollen ihm ein Begräbnis und ein Andenken bereiten, wie es noch niemand hatte. Der König beschreibt anschaulich die Ausgangssituation seiner Ermordung, aber viele Details des Kampfes und des Ergebnisses bleiben im Dunkeln. Amenemhet berichtet weiter, dass das Attentat stattfand, als Sesostris I. nicht bei ihm war. Das entspricht der Geschichte von Sinuhe, in der beschrieben wird, dass sich Sesostris I. auf einer Kampagne in Lybien befand, als es geschah. Amenemhet macht sich Sorgen, dass es ihm nicht gelungen ist, seinen Sohn rechtzeitig bei der Regierung vorzustellen. Offenbar fiel der König einer Haremsverschwörung zum Opfer, die er nicht vorausahnen konnte, da dies noch nie zuvor passiert war und eine unglaubliche Tat darstellte. Die Schlussfolgerung kehrt zum Stil der Lehren zurück, ist aber schlecht erhalten. Sie beinhaltet verschiedene Maßnahmen, zu denen Amenemhet den neuen König auffordert, von denen die letzte den Schutz der Weisen betrifft.

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Details

Titel
Ägyptische Geschichte
Untertitel
Ausgewählte Kapitel zur Altägyptischen Geschichte und Kultur
Note
2
Jahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V490801
ISBN (eBook)
9783668958883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ägyptische, geschichte, ausgewählte, kapitel, altägyptischen, kultur, thutmosis III., ägyptologie, herodot, amenemhet, megiddo
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Ägyptische Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490801

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