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Eugene O'Neills 'The Hairy Ape' und die Interwar Period

Titel: Eugene O'Neills 'The Hairy Ape' und die Interwar Period

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 34 Seiten , Note: 2

Autor:in: Constanze Ries (Autor:in)

Amerikanistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Wandel in Drama, Dichtung und Prosa vollzog sich während und insbesondere nach dem 1. Weltkrieg. Im 19. Jahrhundert wurden in Amerika hauptsächlich Dramen englischen und französischen Ursprungs sowie dramatische Bearbeitungen von Romanen bekannter Schriftsteller wie z.B. Hawthorne, Washington Irving und Thomas Hardy aufgeführt. Bis ins frühe 20. Jahrhundert waren die Theater strikt kommerziell und auf die Mentalität des Mittelstandes ausgerichtet. In großen Städten wurde in der Regel nicht mehr als ein Drama pro Saison und Theater aufgeführt. Generell wurden keine tiefgreifenden Stücke, sondern solche leichterer Unterhaltung bevorzugt inszeniert. Neue Elemente und Themen wurden nur dann akzeptiert, wenn das Theater sich sicher sein konnte, dass dies dem Geschmack der Mehrheit des Publikums entspricht. Das hatte zur Folge, dass viele experimentelle Dramen und solche, die die Gesellschaft in Frage stellten, gar nicht erst aufgeführt wurden. Ab 1915 bildeten sich verschiedene experimentelle Theatergruppen, wie z.B. die Provincetown Players, die Washington Square Players, die Neighborhood Players, Vagabond Players und das Portmanteau Theater von Stuart Walker, die gegen die vorherrschenden Standards rebellierten und die Entwicklung des ernsten, experimentellen, nicht kommerziell ausgerichteten Dramas zum Ziel hatten.
Die traumatischen Auswirkungen des 1. Weltkrieges und die sich nach dem Krieg überhäufenden Ereignisse, wie beispielsweise die Rückkehr der Soldaten, die fortschreitende Industrialisierung, die Prohibition und der damit verbundene Alkoholschmuggel sowie die Korruption und deren Auswirkungen schlugen sich nachhaltig in den literarischen Werken nieder. Wie auch in Europa wichen viele bedeutende amerikanische Autoren vom herkömmlichen Stil – der naturalistischen Darstellungsweise – und den konventionellen Strukturen ab und nahmen radikale technische Veränderungen vor. Kennzeichnend für den Zeitraum zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg (Interwar Period) ist insbesondere, dass die amerikanischen Schriftsteller sich zunehmend von einer gefühlvollen Ausrichtung der Literatur abwandten. Romantisch-verklärende Elemente wurden ausgelassen. Statt dessen orientierten sie sich an der Realität und arbeiteten verstärkt die psychologischen Hintergründe ihrer Themen heraus (psychologischer Realismus).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Inhaltsangabe

III. Konzepte O’Neills

3.1 Failure of the American Dream – Konzept

3.2 Das Konzept der Entfremdung – die Suche nach dem place of belonging

IV. Analyse des Dramas The Hairy Ape anhand der Konzepte O’Neills

4.1 The Failure of the American Dream in The Hairy Ape

4.2 Das Konzept der Entfremdung in The Hairy Ape

V. Einbettung von The Hairy Ape in das Gesamtwerk O’Neills

VI. Schlussfolgerung

VII. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht Eugene O’Neills Drama The Hairy Ape vor dem Hintergrund der amerikanischen Interwar Period. Das primäre Ziel ist es, den Identitätsverlust und die Entfremdung des Protagonisten Yank sowie das Scheitern des amerikanischen Traums durch eine tiefgehende Analyse der Konzepte O’Neills zu beleuchten und das Werk in dessen Gesamtkontext einzuordnen.

  • Die literarische Situation und der psychologische Realismus in der Interwar Period.
  • Die Konzepte des "Failure of the American Dream" und der Entfremdung.
  • Analyse der Charaktere und ihrer sozialen Klassenbarrieren.
  • Die symbolische Funktion des Käfig-Motivs als Ausdruck der inneren Gefangenschaft.
  • Vergleichende Betrachtung mit anderen Werken O’Neills wie The Emperor Jones oder The Iceman Cometh.

Auszug aus dem Buch

3.1 Failure of the American Dream – Konzept

Ein Konzept, dass bei Eugene O’Neill häufiger zu finden ist, ist das Versagen des amerikanischen Traums und damit eng verknüpft das Versagen der amerikanischen Gesellschaft. Eugene O’Neill scheint den amerikanischen Traum als eines der am häufigsten falsch verstandenen Ideale der amerikanischen Kultur zu sehen. In einer Auseinandersetzung mit einem Kritiker machte O’Neill 1922 seine Sichtweise über die amerikanische Lebensweise deutlich:

Suppose some day we should suddenly see with the clear eyes of a soul the true valuation of all our triumphant brass band materialism; should see the cost – and the result in terms of eternal verities! What a colossal, one hundred percent American tragedy that would be. … Tragedy not native to our soil? Why, we are the tragedy, the most appalling yet written or unwritten.

Es scheint, dass sich diese Sichtweise O’Neills sein Leben lang nicht geändert hat. In einem Interview anlässlich der Uraufführung seines Dramas The Iceman Cometh kritisiert O’Neill die Amerikaner erneut für die Aufgabe ihrer geistigen Unabhängigkeit und die ausschließliche Verfolgung ihrer materiellen Wünsche:

“Some day this country is going to get it – really get it. We had everything to start with – everything – but there’s bound to be retribution. We’ve followed the same selfish, greedy path as every other country in the world. We talk about the American Dream and want to tell the world about the American Dream, but what is that dream, in most cases, but the dream of material things? I sometimes think that the United States, for this reason, is the greatest failure the world has ever seen”.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Skizziert den kulturellen Wandel des amerikanischen Theaters nach dem Ersten Weltkrieg und die Hinwendung zum psychologischen Realismus.

II. Inhaltsangabe: Bietet einen Überblick über die acht Szenen des Dramas und stellt den Protagonisten Yank sowie den auslösenden Konflikt mit Mildred Douglas vor.

III. Konzepte O’Neills: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Scheiterns des amerikanischen Traums und das Konzept der Entfremdung in O’Neills Schaffen.

IV. Analyse des Dramas The Hairy Ape anhand der Konzepte O’Neills: Untersucht Yanks Scheitern und seine Isolation im Kontext der Klassenbarrieren und der modernen Industriegesellschaft.

V. Einbettung von The Hairy Ape in das Gesamtwerk O’Neills: Setzt das Drama in Bezug zu O’Neills weiteren Werken und zeigt die ständige Suche nach Identität in seinem Schaffen auf.

VI. Schlussfolgerung: Fasst zusammen, dass die Entfremdung und die Suche nach einem place of belonging zentrale, zeitlose Themen von O’Neills Werk bleiben.

VII. Bibliographie: Listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Eugene O’Neill, The Hairy Ape, Interwar Period, Amerikanischer Traum, Entfremdung, Identitätsverlust, Industrialisierung, psychologischer Realismus, Klassengesellschaft, place of belonging, moderne Literatur, Drama, soziale Ungleichheit, Rebellion, Hoffnungslosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Eugene O’Neills Drama The Hairy Ape im Kontext der gesellschaftlichen Umbrüche zwischen den beiden Weltkriegen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der Identitätsverlust des Einzelnen, die Entfremdung in einer industrialisierten Welt und das Scheitern des amerikanischen Traums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie O’Neill die existenzielle Not der Arbeiterklasse durch die Figur des Yank dramatisiert und kritisch beleuchtet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär textimmanente Interpretationen mit biographischen und historischen Kontexten verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Konzepte O’Neills und deren praktische Anwendung auf das Drama sowie den Vergleich mit O’Neills Gesamtwerk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Entfremdung, place of belonging, Amerikanischer Traum, Industrialisierung und soziale Klassenbarrieren.

Welche Bedeutung hat das "Käfig-Motiv" für den Protagonisten?

Das Motiv symbolisiert Yanks innere Gefangenschaft und seine Unfähigkeit, sich in der Gesellschaft zu integrieren, was letztlich in seinem Tod im Tierkäfig gipfelt.

Wie verändert sich Yanks Selbstverständnis durch Mildred Douglas?

Die Begegnung mit Mildred fungiert als Wendepunkt, da ihr Entsetzen ihm schlagartig seine gesellschaftliche Unterlegenheit und Entfremdung bewusst macht.

Warum endet das Stück für Yank im Tod?

Der Tod stellt die letzte Konsequenz seiner andauernden Suche nach Zugehörigkeit dar, nachdem er weder in der Arbeiterklasse noch in der bürgerlichen Gesellschaft einen Platz finden konnte.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eugene O'Neills 'The Hairy Ape' und die Interwar Period
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
American Literature in the Interwar Period
Note
2
Autor
Constanze Ries (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
34
Katalognummer
V49126
ISBN (eBook)
9783638456531
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eugene Neills Hairy Interwar Period American Literature Interwar Period
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Constanze Ries (Autor:in), 2002, Eugene O'Neills 'The Hairy Ape' und die Interwar Period, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49126
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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