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Praktikumsbericht: Veränderte Beziehungen des Aufwachsens

Title: Praktikumsbericht: Veränderte Beziehungen des Aufwachsens

Term Paper , 2002 , 31 Pages , Grade: ohne Benotung

Autor:in: Sarah von Oettingen (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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1. Einleitung

Der Gedanke an mein erstes Schulpraktikum löst bei mir sowohl Vorfreude und Spannung auf das was mich erwartet aus, als auch Befürchtungen und Bedenken.
Zunächst stelle ich es mir sehr schwierig vor, den Rollenwechsel von der Schülerin- zur Lehrerinnenrolle zu vollziehen. Es ist ja noch gar nicht lange her, knapp 2 Jahre, dass ich selbst noch auf der "anderen Seite" saß. Werde ich es schaffen, mich in diese Rolle einzufügen? Welche Probleme macht mir dieser Wechsel? Wie kann ich sie lösen? Folglich ist meine erste Erwartung an das Praktikum, dass ich auf diese Fragen eine Antwort finde, dass ich es schaffe, mich mit der Lehrerinnenrolle zu identifizieren.
Verbunden mit diesem ersten Bedenken ist die Befürchtung, dass ich das richtige Maß zwischen Distanz und Nähe zu den SchülerInnen nicht finde. Auch dies gilt es auszuprobieren und auszuloten.
Bezüglich der von mir selbst zu planenden Unterrichtseinheiten habe ich die meisten Bedenken. Bei der Planung wird es wahrscheinlich schwer sein, die Klasse und ihr Leistungsvermögen realistisch einzuschätzen. An welchem Punkt wären sie unter- oder überfordert? Und natürlich beschäftigt mich auch die Sorge, einen nicht- durchführbaren Zeitplan zu entwerfen und so das Unterrichtsziel nicht zu erreichen. Bei der konkreten Durchführung stelle ich mir u.a. folgende Fragen: Wie verschaffe ich mir Gehör, Autorität und Respekt? Was mache ich, wenn ich die SchülerInnen nicht motivieren kann oder wenn SchülerInnen den Unterricht stören? Was mache ich, wenn ich den roten Faden verliere? Ich habe außerdem Bedenken, durch die Gruppendynamik der Klasse überfordert zu sein, und daher nicht adäquat handeln oder reagieren zu können.
Mein primäres Interesse ist es daher, dieser Befürchtungen Herr zu werden und mit ihnen umgehen zu lernen. Ich hoffe, dass ich durch das eigene Erproben Sicherheit gewinne und mir einige dieser Ängste genommen werden.
Weiterhin ist es mir wichtig zu erfahren, wie ich mit Gruppen von Jugendlichen umgehen kann und wie ich auf sie wirke. Nehmen sie mich an? Wie verhalte ich mich in Stresssituationen: bin ich autoritär oder bleibe ich gelassen? Kann ich mich auf die SchülerInnen einlassen? Bin ich geduldig? Ich erwarte also, dass ich mich selbst nach dem Praktikum realistischer einschätzen kann.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Mein erster Eindruck von der Bettinaschule

1.2 Mein Lehrerinnenleitbild

2. Formale Informationen über die Bettinaschule

3. Pädagogisches Konzept der Bettinaschule

4. Unterrichtshospitationen

4.1Ein Vormittag in der Klasse 5c

4.2Begleitung einer Lehrerin während eines Schultags

4.3Beobachtungsschwerpunkt: Disziplinprobleme und Unterrichtsstörungen

5. Eigene Unterrichtserfahrung

5.1Beschreibung der Klasse

5.2Vorstellung der Unterrichtseinheit und der geplanten Stunden

5.3Reflexion der Unterrichtsvorbereitung und Durchführung

5.4Ich als Lehrerin

6. Reflexion des 5-wöchigen Praktikums

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Übergang von der Rolle der Schülerin zur Rolle der Lehrerin im Rahmen eines Schulpraktikums zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung des Schulalltags, die kritische Auseinandersetzung mit eigenen Erwartungen an den Lehrerberuf sowie die Analyse von Disziplinproblemen und Unterrichtsstörungen anhand praktischer Hospitationen und eigener Unterrichtsversuche.

  • Reflexion des Rollenwechsels von der Schülerin zur Lehrerin
  • Analyse des pädagogischen Konzepts und Schulprofils der Bettinaschule
  • Beobachtung und Evaluation von Unterrichtshospitationen
  • Untersuchung von Ursachen und Lösungsstrategien für Unterrichtsstörungen
  • Praktische Erprobung und Reflexion eigener Unterrichtseinheiten

Auszug aus dem Buch

1.1. Mein erster Eindruck von der Bettinaschule

Ich betrete die Schule und bin zunächst erschlagen von dem in der Halle herrschenden Lärm. SchülerInnen drängeln sich um den Vertretungsplan und lassen ihren daraus resultierenden Gefühlen freien Lauf. Es fällt mir zunächst auf, dass sich fast ausschließlich ausländische SchülerInnen an diesem Morgen dort befinden. Das Schulhaus wirkt alt, kalt und etwas heruntergekommen. Gegenüber des Vertretungsplans bemerke ich die Aufschrift „Kiosk“, daneben eine Tür, auf der Aufkleber Schreibwaren anpreisen. Später, in der Pause, stelle ich fest, dass beide Angebote von den SchülerInnen stark genutzt werden.

Da ich längere Zeit im Eingangsbereich stehe und das Eintreffen der SchülerInnen beobachte fällt mir beim Blick auf die Uhr auf, dass ich zum Unterrichtbeginn keine Schulglocke gehört habe. Später erklärt mir eine Schülerin, dass an der Bettinaschule statt dessen Lichtsignale in den Klassenräumen erscheinen.

Bei der Erkundung einer weniger Räume mit einem der MentorInnen fällt auf, dass die Räume für das Lehrpersonal spärlich ausgestattet sind, überwiegend findet man alte, zusammengewürfelte Möbelstücke. Das Lehrerzimmer wirkt sehr klein und eng, die Bibliothek als Ort des stillen Arbeitens ungeeignet, da hier auch Kopierer u.ä. untergebracht sind, was den Lärmpegel maßgeblich erhöht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre persönlichen Erwartungen, Ängste und Ziele bezüglich ihres ersten Schulpraktikums und den damit verbundenen Rollenwechsel.

2. Formale Informationen über die Bettinaschule: Dieser Abschnitt liefert grundlegende statistische Daten über die Schule, wie Standort, Schüleranzahl, Lehrerkollegium und Schulentwicklungsplanung.

3. Pädagogisches Konzept der Bettinaschule: Es wird die Teamstruktur (Klassen- und Fachteams) sowie bestehende Fortbildungs- und Förderangebote der Schule detailliert dargestellt.

4. Unterrichtshospitationen: Ein umfassender Bericht über die Beobachtung von Schulstunden, insbesondere mit Fokus auf methodische Aspekte und das Auftreten von Disziplinstörungen.

5. Eigene Unterrichtserfahrung: Die Autorin reflektiert ihre selbst durchgeführten Ethikstunden zum Pessachfest, von der Planung über die Durchführung bis hin zum persönlichen Empfinden in der Lehrerrolle.

6. Reflexion des 5-wöchigen Praktikums: Ein zusammenfassender Rückblick auf das Praktikum, in dem der Berufswunsch reflektiert und die Erfahrungen aus dem Team-Teaching bewertet werden.

Schlüsselwörter

Schulpraktikum, Lehrerrolle, Bettinaschule, Unterrichtshospitation, Disziplinprobleme, Unterrichtsstörungen, Team-Teaching, Berufswunsch, Schulentwicklung, Pädagogisches Konzept, Ethikunterricht, Reflexion, Lehrerinnenleitbild, Schulalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?

Es handelt sich um einen Praktikumsbericht einer Lehramtsstudentin, die ihre Erfahrungen an der Bettinaschule in Frankfurt am Main im Rahmen ihres ersten Schulpraktikums dokumentiert und reflektiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind der Rollenwechsel von der Schülerin zur Lehrerin, die Beobachtung des Schulalltags, die Analyse von Disziplinproblemen im Unterricht sowie die praktische Erprobung der Lehrerrolle im Ethikunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den eigenen Berufswunsch zu überprüfen, Sicherheit in der neuen Lehrerinnenrolle zu gewinnen und eine kritische Reflexion über die eigene pädagogische Praxis sowie die Institution Schule zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Verfasserin nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung (Hospitationen) und bezieht dabei erziehungswissenschaftliche Literatur zu den Themen Disziplin und Unterrichtsstörungen ein, um das Erlebte theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Bestandsaufnahme der Schule, detaillierte Protokolle von Unterrichtshospitationen (inklusive Analyse von Störungen), die Dokumentation eigener Unterrichtseinheiten sowie die kritische Reflexion des gesamten Praktikumszeitraums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Schulpraktikum, Lehrerrolle, Unterrichtsreflexion, Disziplinprobleme und Team-Teaching beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Team-Teachings"?

Sie beurteilt das Team-Teaching als äußerst positiv, da es die Vorbereitung produktiver macht, den Austausch über methodische Tücken ermöglicht und das Gefühl der Isolation während der Unterrichtsführung nimmt.

Wie geht die Autorin mit der "Horrorklasse" in ihren Beobachtungen um?

Sie analysiert das Verhalten der SchülerInnen und das Scheitern des Lehrers in dieser Klasse als ein Zusammenspiel von fehlender Autorität, mangelnder Konsequenz bei der Regeleinhaltung und einem unterrichtlichen Ungeschick, das zu Frustration bei allen Beteiligten führt.

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Details

Title
Praktikumsbericht: Veränderte Beziehungen des Aufwachsens
College
University of Frankfurt (Main)  (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften)
Grade
ohne Benotung
Author
Sarah von Oettingen (Author)
Publication Year
2002
Pages
31
Catalog Number
V4912
ISBN (eBook)
9783638129954
Language
German
Tags
Praktikum; Praktikumsbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah von Oettingen (Author), 2002, Praktikumsbericht: Veränderte Beziehungen des Aufwachsens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4912
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