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Kritische Untersuchung der Strategie "Commerzbank 4.0"

Titel: Kritische Untersuchung der Strategie "Commerzbank 4.0"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 56 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lukas Lindemann (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Neue Umstände in der Finanzbranche wie die weitreichende Digitalisierung sowie veränderte Kundenansprüche zwingen Banken dazu, ihre Marktpositionierung und Strategie anzupassen. Auch die Commerzbank, derzeit die viertgrößte deutsche Bank gemessen an ihrer Bilanzsumme, kann sich derartigen Veränderungstreibern der Gegenwart nicht entziehen. Seit vielen Jahren befindet sie sich daher in einem kontinuierlichen Wandlungs- und Restrukturierungsprozess.

Just nachdem die Übernahme der Dresdner Bank verkündet und rechtlich abge-schlossen wurde, geriet die Commerzbank im Zuge der Finanzkrise in eine anhal-tende wirtschaftliche Schieflage. Ein provisorischer Ausweg wurde in der medial kontrovers diskutierten Teilverstaatlichung durch den Finanzmarktstabilisierungs-fonds der Bundesrepublik Deutschland gefunden (nachfolgend: "SoFFin"). Der SoFFin bescherte der Commerzbank zunächst existenzsichernde Liquidität zur Kri-senbewältigung. Die allerdings noch bis heute erkennbare Schieflage manifestiert sich in dem kürzlichen Abstieg aus dem Deutschen Aktienindex.

Die Stabilität der Commerzbank soll nun durch eine zeitgerechte und nachhaltige Strategie wiederhergestellt werden. Zu diesem Zweck wurde innerhalb der deut-schen Großbank die Strategie "Commerzbank 4.0" ins Leben gerufen. Diese ver-spricht eine starke Neupositionierung der Commerzbank bis zum Jahr 2020 mittels starker Vision, klarem Zielbild und neuem Eigenverständnis.

Vor diesem Hintergrund soll in der folgenden Ausarbeitung nun untersucht werden, inwiefern das strategische Konzept "Commerzbank 4.0" dazu geeignet ist, den ge-genwärtigen und zukünftigen Anforderungen der Finanzbranche aus eigener Kraft gerecht zu werden. Die nachfolgende Untersuchung ist insofern als Eignungsbe-wertung des strategischen Konzeptes "Commerzbank 4.0" zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Strategie „Commerzbank 4.0“

3. Status Quo der Strategie „Commerzbank 4.0“

4. Umweltanalyse

4.1. Branchenstrukturanalyse

4.2. Umfeldanalyse

4.3. Wettbewerbsanalyse

5. Eignungsbewertung der Strategie „Commerzbank 4.0“

5.1. Grundlagen des Strategic-Fit-Ansatzes

5.2. System-Umwelt-Fit

5.3. Intra-System-Fit

6. Zukunftsszenario: Fusion Commerzbank – Deutsche Bank?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das strategische Konzept „Commerzbank 4.0“ geeignet ist, den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen an eine Großbank gerecht zu werden, und bewertet dessen Eignung anhand von strategischen Analysemethoden.

  • Analyse der Strategie „Commerzbank 4.0“ und ihrer Kernkomponenten
  • Durchführung einer fundierten Umwelt- und Wettbewerbsanalyse
  • Anwendung des „Strategic-Fit“-Ansatzes zur Eignungsbewertung
  • Untersuchung des System-Umwelt-Fits und Intra-System-Fits
  • Kritische Betrachtung möglicher Zukunftsszenarien wie einer Bankenfusion

Auszug aus dem Buch

4.1. Branchenstrukturanalyse

Zur Analyse der Branche und der Wettbewerber wird auf die Porters Five Forces zurückgegriffen, die erstmals im Jahr 1979 im Harvard Business Review veröffentlicht wurden. Die Porters Five Forces sind ein Instrument zur Analyse der Wettbewerbsintensität und damit der Attraktivität (bzw. Unattraktivität) einer Branche im Hinblick auf ihre Rentabilität. Porter beschreibt in seinem Modell fünf Kräfte, die auf Branchen einwirken. Dabei stammen drei Kräfte aus horizontalem Wettbewerb, namentlich die Bedrohung durch Ersatzprodukte oder -dienstleistungen, die Bedrohung durch etablierte Rivalen und die Bedrohung durch Neueinsteiger. Zwei Kräfte stammen im Gegenzug aus vertikalem Wettbewerb, namentlich die Verhandlungsmacht der Lieferanten sowie die Verhandlungsmacht der Kunden.

Die Bedrohung durch Ersatzprodukte bzw. Substitute sei unter anderem abhängig von der Produktloyalität der Kundschaft, den Umstellungskosten auf das Substitut, vorhandenen Lizenzen und Patenten, dem Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen dem Originalprodukt und dem Substitut, legislativen Änderungen sowie generellen Trends der Branche. Die Bedrohung durch bestehende Wettbewerber sei abhängig von der Anzahl und Größe gearteter Konkurrenten, der Anzahl und Größe verschiedenartiger Konkurrenten (z. B. in Form eines diversifizierten und differenzierten Produktangebotes), dem Wachstum der Branche, der Möglichkeit der Kapazitätserhöhung und vorhandener Marktaustrittsbarrieren. Die Bedrohung durch Neueinsteiger ließe sich vor allem von bestehenden Markteintrittsbarrieren ableiten, so z. B. strukturelle Skalenerträge der bestehenden Marktteilnehmer, notwendige Produktdifferenzierungen des Neueinsteigers, (legislative) Kapitalerfordernisse, Wechselkosten zwischen dem bestehenden Anbieter und dem Neueinsteiger sowie der Zugang zu Vertriebskanälen, Ressourcen und Know-how. Die Verhandlungsmacht der Lieferanten stehe in Abhängigkeit zu der Konzentration innerhalb der Lieferantenbranche, der Relevanz der Lieferantenbranche für die Abnehmerbranche, der Relevanz der Abnehmerbranche für die Lieferantenbranche, der Substitutionsgefahr für Lieferantenprodukte, den Produktdifferenzierungen in der Lieferantenbranche, den Wechselkosten zwischen Lieferanten sowie der Möglichkeit von Vorwärtsintegrationen (vertikale Unternehmenstransaktionen). Zuletzt sei die Verhandlungsmacht der Kunden abhängig von der Konzentration der Kundschaft (z. B. Abhängigkeit hinsichtlich kleinteiliger bzw. großteiliger Umsatzvolumina), des Angebots von standardisierten bzw. differenzierten Produkten, den Wechselkosten zwischen Anbietern, der Relevanz der Produkte für die Kundschaft sowie dem Grad der Informationsverfügbarkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den aktuellen Wandel der Bankenbranche ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Eignung der Strategie „Commerzbank 4.0“ zu bewerten.

2. Die Strategie „Commerzbank 4.0“: Das Kapitel stellt die Kerninhalte und Ziele der Strategie „Commerzbank 4.0“ vor, insbesondere im Hinblick auf Fokussierung, Digitalisierung und Effizienzsteigerung.

3. Status Quo der Strategie „Commerzbank 4.0“: Hier werden die bisherigen Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der Strategie kritisch beleuchtet und mit den gesetzten Zielen abgeglichen.

4. Umweltanalyse: Dieses Kapitel liefert eine theoretisch fundierte Umweltanalyse mittels Porters Five Forces und bewertet das Marktumfeld der Commerzbank.

5. Eignungsbewertung der Strategie „Commerzbank 4.0“: Das Kapitel führt die Eignungsbewertung der Strategie durch, unter Anwendung des „Strategic-Fit“-Ansatzes, um die Konsistenz der Strategie mit der Umwelt und dem eigenen System zu prüfen.

6. Zukunftsszenario: Fusion Commerzbank – Deutsche Bank?: In diesem Exkurs wird die Möglichkeit einer Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank als alternativem strategischen Zukunftsszenario diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet abschließend die Erfolgsaussichten der Strategie „Commerzbank 4.0“.

Schlüsselwörter

Commerzbank, Strategie 4.0, Bankenbranche, Digitalisierung, Wettbewerbsanalyse, Strategic-Fit, Eigenkapitalrentabilität, Umfeldanalyse, Kostensenkung, Kundenzentrierung, Bankenfusion, Marktplatzierung, Finanzdienstleistungen, Filialabbau, Kernkompetenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das strategische Programm „Commerzbank 4.0“ vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Bankenlandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die strategische Neuausrichtung der Commerzbank, der Einfluss von Digitalisierung und Effizienzmaßnahmen sowie die Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eignung der Strategie „Commerzbank 4.0“ zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Marktanforderungen wissenschaftlich zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Bewertung verwendet?

Die Arbeit verwendet den „Strategic-Fit“-Ansatz sowie die „Porters Five Forces“-Methodik für die Umwelt- und Wettbewerbsanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Strategie, eine umfassende Umwelt- und Wettbewerbsanalyse sowie eine detaillierte Eignungsprüfung der Strategie mittels Strategic-Fit-Analysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Commerzbank, Strategie 4.0, Digitalisierung, Wettbewerbsanalyse und Strategic-Fit beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Strategie „Commerzbank 4.0“ im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Strategie in einigen Bereichen ein solides Fundament bietet, in anderen jedoch Defizite hinsichtlich der strategischen Kompatibilität mit dem Marktumfeld aufweist.

Welche Bedeutung hat das Zukunftsszenario einer Fusion?

Das Szenario beleuchtet, ob eine Fusion eine valide Alternative oder Lösung für die bestehenden strategischen Herausforderungen beider Institute darstellen könnte.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Untersuchung der Strategie "Commerzbank 4.0"
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Lukas Lindemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
56
Katalognummer
V491304
ISBN (eBook)
9783668959835
ISBN (Buch)
9783668959842
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritische untersuchung strategie commerzbank
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Lindemann (Autor:in), 2019, Kritische Untersuchung der Strategie "Commerzbank 4.0", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491304
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Leseprobe aus  56  Seiten
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