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Optimierung des Behälterkreislaufs. Theorieteil

Titel: Optimierung des Behälterkreislaufs. Theorieteil

Diplomarbeit , 2005 , 47 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Mario Neumann (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Ursprung des Logistikbegriffs stammt aus der Güterversorgung im militärischen Bereich, in dem die Notwendigkeit entstand, Güter zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar zu haben. Erst lange nach dem zweiten Weltkrieg wurde auf zivil-wirtschaftlichem Gebiet der Begriff der Logistik in den USA übernommen. Der Zwang zur Überwachung und Koordination aller Material- und Güterströme erwuchs aus der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Jahrhunderts, welche ganz im Zeichen von Unternehmenswachstum und -expansion stand. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat sich der Begriff zu einem schillernden Modewort entwickelt. Eine einheitliche Definition lässt sich schwer finden, da bei diversen Autoren nur selten ein übereinstimmender Begriffshintergrund festzustellen ist. An dieser Stelle soll neben o.g. Definition eine andere explizit genannt werden. Sie stammt von der amerikanischen Logistikgesellschaft Council of Logistics Management und lautet wie folgt: „Logistik ist der Prozess der Planung, Realisierung und Kontrolle des effizienten, kosteneffektiven Fließens und Lagerns von Rohstoffen, Halbfabrikaten und Fertigfabrikaten und der damit zusammenhängenden Informationen vom Liefer- zum Empfangspunkt entsprechend den Anforderungen des Kunden.“ Entsprechend dem materialflussbezogenen Kontext dieser Arbeit, kann man die Logistik vereinfacht durch die „6R`s“ beschreiben. Sie schildern „eines der Ziele der Logistik als die Lieferung der richtigen Ware, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Zusammensetzung, und derrichtigen Qualität, amrichtigen Ort zumrichtigen Preis.“
Trotz der Simplifizierung ist dieser Leitsatz weit verbreitet und genießt weltweite Anerkennung. Richtig wird dabei als Synonym für seitens des Kunden erwartete Eigenschaften im Sinne von bestellt, gefordert, erwartet und minimaler Kosten verwendet.
In Anlehnung an diesen Leitsatz wird die Logistik in vorliegender Arbeit als „marktorientierte, integrierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und dazugehörigen Informationsflusses zwischen einem Unternehmen und seinen Lieferanten, innerhalb eines Unternehmens sowie zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden verstanden.“ Die Optimierung des Logistikerfolgs wird dabei als Ziel jeder logistischen Aktivität gesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen der Logistik

1.1 Der Logistikbegriff

1.2 Charakteristika der Logistikkonzeption

1.3 Aufgaben und Ziele der Logistik

1.3.1 Logistikleistungen

1.3.2 Logistikkosten

1.3.3 Optimierung des Logistikerfolgs

1.3.4 Zielkonflikte

1.4 Logistik als Unternehmensstrategie

1.5 Das Logistik-Kennzahlen-System

2 Lager- und Kommissioniersysteme

2.1 Lagersysteme

2.1.1 Lagerfunktionen und –arten

2.1.2 Lagertypen

2.1.3 Lagersystemplanung

2.1.4 Lagerverwaltung und -steuerung

2.2 Kommissioniersysteme

2.2.1 Kommissionierfunktionen

2.2.2 Elemente von Kommissioniersystemen

2.2.3 Behältereinsatz und -kennzeichnung

3 Beschaffungslogistik

3.1 Definition der Beschaffungslogistik

3.2 Abgrenzung der Beschaffungslogistik

3.3 Aufgaben und Ziele der Beschaffung

3.4 Material- und Informationsfluss im Wareneingang

4 Behälter und Behälterkreisläufe

4.1 Gestaltungsparameter von Behältern

4.2 Logistische Behälterfunktionen

4.3 Behälter- Ausstattungsmerkmale

4.4 Anforderungen an Behälter und Behälterkreisläufe

4.5 Behälterkreislaufsysteme

4.6 Bewertung von Behälterkreislaufsystemen

4.7 Kosten von Behälterkreislaufsystemen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Behälterkreislauf im Kontext eines industriellen Fertigteillagers theoretisch zu fundieren und zu optimieren. Dabei steht die Untersuchung von logistischen Prozesszusammenhängen sowie die Effizienzsteigerung durch gezielten Behältereinsatz im Vordergrund.

  • Grundlagen der Logistik und logistische Konzepte
  • Struktur und Planung von Lager- und Kommissioniersystemen
  • Beschaffungslogistische Prozesse
  • Gestaltungsparameter und Funktionen von Mehrwegbehältern
  • Bewertung und Kostenoptimierung von Behälterkreislaufsystemen

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Logistikleistungen

„Elemente der Logistikleistung sind im Wesentlichen: Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit, Lieferflexibilität, Lieferqualität und Informationsfähigkeit.“17

Die Lieferzeit beschreibt die Zeit vom Eingang einer Kundenbestellung bis zum Eingang der Ware beim Kunden. Dabei ermöglichen kürzere Lieferzeiten niedrigere Bestände beim Kunden und somit eine kurzfristigere Disposition.

Lieferzuverlässigkeit (Liefertreue, Termintreue) ist das Maß für den Grad der Einhaltung der Lieferzeit. Dissonanzen, die durch unabgestimmte Arbeitsabläufe und mangelnde Lieferbereitschaft entstehen, können zu Störungen im Betriebsablauf, folglich zu höheren Beständen und daraus resultierend zu höheren Kosten auf Kundenseite führen. Als ungeschriebenes Gesetz gilt dabei, dass die Zuverlässigkeit der Lieferzeit von ihrer unzuverlässigsten Phase bestimmt wird.18

Unter Lieferflexibilität versteht man die Fähigkeit des Distributionssystems, auf spezielle Kundenwünsche einzugehen. Beeinflussende Faktoren sind dabei u.a. der Zeitpunkt der Auftragserteilung, die Art der Auftragsübermittlung, die Art der Verpackung, Transportvarianten und die Möglichkeit von Abruflieferungen.

Als Lieferqualität bezeichnet man das Maß für den Grad der Einhaltung der mit den Kunden abgestimmten Beschaffenheit der Ware sowie die Liefergenauigkeit zum Zeitpunkt des Wareneingangs in Bezug auf Art und Menge. Mangelnde Lieferqualität kann im schlechtesten Fall zum Verlust des Kunden führen. Außerdem können dem eigenen Unternehmen hohe Kosten durch Reklamationen in Folge von Qualitätsmängeln entstehen.

Werden alle bereits genannten Logistikleistungen dem Materialfluss zugeordnet, so kann man das letzte Instrument, die Informationsfähigkeit, dem Informationsfluss zuordnen. Sie beschreibt die Fähigkeit, Kundenanfragen vor und nach der Auftragserteilung beantworten zu können. Informationsbedarf von Seiten der Kunden kann z.B. die Liefermöglichkeiten, den Stand eines Auftrages und die Behandlung von Kundenreklamationen durch mangelnde Lieferung betreffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlagen der Logistik: Vermittlung der logistischen Basisbegriffe, Ziele, Strategien und Kennzahlensysteme zur Steuerung logistischer Prozesse.

2 Lager- und Kommissioniersysteme: Analyse der Struktur von Lagersystemen, der Kommissionierfunktionen und der notwendigen IT-gestützten Verwaltung.

3 Beschaffungslogistik: Definition und Abgrenzung der Beschaffungslogistik sowie Untersuchung der Material- und Informationsflüsse im Wareneingang.

4 Behälter und Behälterkreisläufe: Detaillierte Betrachtung der Gestaltungsparameter, Funktionen und Anforderungen an Mehrwegbehälter sowie deren ökonomische Bewertung im Kreislauf.

Schlüsselwörter

Logistik, Lagerlogistik, Kommissioniersysteme, Beschaffungslogistik, Behälterkreislauf, Mehrwegverpackungen, Materialfluss, Prozessoptimierung, Lagerverwaltungssystem, Logistikkosten, Lieferfähigkeit, Ladehilfsmittel, Supply Chain, Wertschöpfung, Logistikkennzahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Aufarbeitung und Optimierung von Behälterkreisläufen im industriellen Umfeld, insbesondere mit Fokus auf die Planung eines Fertigteillagers.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Kerngebiete umfassen die allgemeine Logistik, Lager- und Kommissioniersysteme, die Beschaffungslogistik sowie speziell die Gestaltung und Bewirtschaftung von Behälterkreislaufsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Methoden und Kriterien für die Gestaltung eines effizienten Behälterkreislaufs zu erarbeiten, um die Gesamtkosten zu optimieren und den Materialfluss zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung wissenschaftlicher Ansätze aus der Betriebswirtschaftslehre und dem Logistikmanagement.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Basis der Logistik über die spezifische Analyse von Lagertechnik und Kommissionierung bis hin zur detaillierten Betrachtung von Behältersystemen und deren Kostenstrukturen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Materialfluss, Behälterkreislauf, Mehrwegverpackungen, Logistikkosten, Lagerverwaltung und Lieferzuverlässigkeit.

Warum spielt die Leergutrückführung bei Behälterkreisläufen eine so zentrale Rolle?

Die Leergutrückführung ist essenziell für die Funktionsfähigkeit von Mehrwegsystemen, bringt jedoch zusätzliche logistische Aufgaben wie Frachtkostenüberwachung und Dispositionsaufwand mit sich, die in die Kostenkalkulation einfließen müssen.

Inwiefern beeinflusst der gewählte Lagertyp die Materialflusseffizienz?

Die Wahl zwischen Systemen wie dem Fachregallager oder Palettenregallager bestimmt maßgeblich die Umschlagshäufigkeit, den Zugriff auf Waren und den Platzbedarf, wodurch sie direkt die logistische Effizienz beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Optimierung des Behälterkreislaufs. Theorieteil
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
2,0
Autor
Mario Neumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
47
Katalognummer
V49134
ISBN (eBook)
9783638456609
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Optimierung Behälterkreislaufs Theorieteil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Neumann (Autor:in), 2005, Optimierung des Behälterkreislaufs. Theorieteil, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49134
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Leseprobe aus  47  Seiten
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