Altern, ein Prozess, der sobald wir auf die Welt kommen, sich einschleicht. Aufgrund dessen ist das was wir im Alter sind das Resultat eines lebenslangen Prozesses. Die Furcht vor dem Altern, denn es galt lange als Synonym für Krankheit, Gebrechlichkeit und Siechtum, ist auch gegenwärtig noch disponibel. Gleichwohl belegen Forschungen, dass das hohe Alter auch mit einer geistigen als auch körperlichen Kondition verbunden sein kann. Wie man sein hohes Alter durch freiwilliges Engagement sinnvoll verbringen kann, möchte ich in den folgenden Abschnitten darlegen. Denn ich meine, dies kann eine Chance für die älteren Generationen sein, sich auch noch im späteren Lebensabschnitt zu betätigen, um dadurch glücklicher und zufriedener seinen Ruhestand genießen zu können.
In allen Gesellschaften existieren seit jeher Freiwilligendienste. Sie sind Bestandteil der Gesellschaft und aufgrund der wachsenden Dienstleistungen sollte für sie ein neues Bewusstsein geprägt werden. Auch in Deutschland stehen die Freiwilligendienste für Demokratie und humanen Umgang miteinander. Gerade aufgrund der Globalisierung wird der gesellschaftliche Zusammenhalt durch die Mitmenschen die freiwillig beschäftigt sind, geleitet.
Dass Menschen sich freiwillig engagieren bestimmt im Wesentlichen unsere Kultur und die Qualität unseres Gemeinwesens. Aber auch die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie existieren von der Bereitwilligkeit der Bevölkerung sich freiwillig zu beschäftigen. Freiwilliges Engagement schafft gegenseitiges Vertrauen und Empfindungen der Zugehörigkeit. Auch bei älteren Menschen spielt freiwilliges Engagement eine immer bedeutendere Rolle. Menschen stellen ihre Zeit zur Verfügung um Notlagen zu lindern und Lücken aller Art zu füllen. Ältere Menschen haben die Rolle des Gebenden als auch des Nehmenden.
Dadurch kann man sagen, dass die Senioren sie in der heutigen Gesellschaft eine doppelte Funktion besitzen. Einerseits können sie die Zielgruppen beziehungsweise Adressaten des freiwilligen Engagements sein und andererseits können sie auch Produzenten dessen sein. Die Gründe für diese Doppelbedeutung liegen nahe auf der Hand. Ältere bedürfen oftmals Hilfe und Unterstützung. Aufgrund der demographischen Entwicklung, gerade auch in den letzten Jahrzehnten, gibt es immer mehr ältere Menschen und damit auch mehr die auf Hilfe angewiesen sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formale Definitionsbeschreibung im Hinblick auf freiwilliges Engagement im Alter
3. Warum gerade die Älteren?
4. Zugänge, Motive und Umfang bei der Ausübung
5. Formen des Engagements bei Senioren
6. Bedeutung der ausgeübten Tätigkeit
7. Förderung der Älteren Generationen
8. Seniorenbüros
8.1 Gründe für die Errichtung von Seniorenbüros
9. Zusammenfassung
10. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die Perspektiven, Funktionen und Herausforderungen des freiwilligen Engagements älterer Generationen in der heutigen Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie ältere Menschen ihr hohes Alter durch freiwillige Tätigkeiten sinnvoll gestalten können, um dadurch die Lebenszufriedenheit im Ruhestand zu erhöhen.
- Demographischer Wandel und Bedeutung der Senioren als Bevölkerungsgruppe
- Motive und Zugangswege für ältere Menschen zum bürgerschaftlichen Engagement
- Vielfalt der Engagementformen und Einsatzbereiche
- Rolle von Seniorenbüros bei der Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit
- Soziale Bedeutung des Engagements für das Individuum und die Gemeinschaft
Auszug aus dem Buch
3. Warum gerade die Älteren?
„Das Ausscheiden aus der Erwerbstätigkeit, der Abschluss der Familienphase, der Verlust des Ehepartners etc. führen zu Zeitstrukturierungsproblemen, Kompetenzverlusten und zu besonderen Herausforderungen beim finden sinnvoller Engagementsmöglichkeiten und bei der Übernahme von Verantwortungsrollen im Alter.“ (Rosenbladt, 2001, S. 160)
Die Tatsache, daß man sich auch um ältere Menschen bei der Ausübung einer freiwilligen Tätigkeit bemüht, liegt in den vielfältigen Veränderungen die durch den demographischen Wandel begründet werden können. Fast jeder 4. Bewohner in Deutschland ist älter als 60 und zählt damit zu den Senioren. Dadurch ist dies rein quantitativ gesehen eine sehr bedeutungsvolle Bevölkerungsgruppe. Die nachberufliche Phase gewinnt eine immer größere Bedeutung durch die Zunahme an das Lebensende. Dies steht aber im Gegensatz zu der Abnahme der Lebensarbeitszeit. Dazu kann man zusätzlich auch sagen, das die Älteren auch immer Älter werden, und die Menschen eine wesentlich höhere Lebenserwartungszeit besitzen, als zu früheren Zeiten. Aufgrund dessen besteht auch nun ein immer steigender Bedarf an Kommunikation, Teilhabe als auch Sinngebender Tätigkeit. Freiwilliges Engagement könnte dieses abfangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Alterungsprozess und stellt die These auf, dass freiwilliges Engagement eine Chance bietet, den Ruhestand sinnvoll und zufriedener zu gestalten.
2. Formale Definitionsbeschreibung im Hinblick auf freiwilliges Engagement im Alter: Dieses Kapitel definiert den Stellenwert von Freiwilligendiensten in der Gesellschaft und analysiert die Doppelrolle älterer Menschen als Empfänger und Gestalter von Unterstützung.
3. Warum gerade die Älteren?: Es werden die Herausforderungen des Älterwerdens, wie Zeitstrukturierungsprobleme und der demographische Wandel, als Begründung für die Notwendigkeit von Engagement bei Senioren herangezogen.
4. Zugänge, Motive und Umfang bei der Ausübung: Das Kapitel befasst sich mit den Voraussetzungen für ein Engagement, wie Bildung und soziale Einbindung, sowie den persönlichen Motiven und geschlechtsspezifischen Unterschieden.
5. Formen des Engagements bei Senioren: Hier werden die vielfältigen Tätigkeitsbereiche von Senioren, von Gremienarbeit bis hin zum sozialen Engagement in Institutionen, dargestellt.
6. Bedeutung der ausgeübten Tätigkeit: Das Kapitel verdeutlicht, wie freiwilliges Engagement flexibel an Lebensphasen angepasst werden kann und einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Kohärenz leistet.
7. Förderung der Älteren Generationen: Es wird die Notwendigkeit diskutiert, Strukturen zu schaffen, um unausgeschöpfte Aktivierungspotenziale älterer Menschen gezielt zu fördern.
8. Seniorenbüros: Das Kapitel beschreibt Seniorenbüros als zentrale Anlaufstellen und Modellprogramme, die Senioren zur aktiven Teilhabe motivieren und Isolation entgegenwirken.
8.1 Gründe für die Errichtung von Seniorenbüros: Hier wird begründet, warum die gezielte Unterstützung durch solche Einrichtungen das Bild des Alterns positiv verändert und die Teilhabe stärkt.
9. Zusammenfassung: Abschließend wird betont, dass Senioren durch ihre Erfahrung und Zeit einen wertvollen Beitrag für sich und die Gesellschaft leisten können.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Senioren, freiwilliges Engagement, Ehrenamt, demographischer Wandel, Seniorenbüros, Ruhestand, Sozialkapital, Bürgerengagement, Teilhabe, Selbstbestimmung, Lebensgestaltung, Generationen, Freiwilligendienste, gesellschaftliche Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung, den Funktionen und den Möglichkeiten für ältere Generationen, sich freiwillig in der Gesellschaft zu engagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der demographische Wandel, die Motivation zum Ehrenamt, die verschiedenen Tätigkeitsfelder im Alter sowie institutionelle Unterstützungsstrukturen wie Seniorenbüros.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie ältere Menschen durch freiwilliges Engagement eine sinnvolle Aufgabe im Ruhestand finden und so ihre Lebensqualität sowie soziale Teilhabe steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien und Berichten zum freiwilligen Engagement in Deutschland.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, die Gründe für das Engagement Älterer, die verschiedenen Zugangswege, Einsatzgebiete und die spezifische Bedeutung von Seniorenbüros.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Senioren, freiwilliges Engagement, demographischer Wandel, Seniorenbüros, Bürgerengagement und Teilhabe.
Warum wird im Dokument auf die "doppelte Funktion" von Senioren hingewiesen?
Senioren werden nicht nur als Hilfeempfänger (Adressaten), sondern aktiv als Produzenten und Gestalter des sozialen Lebens betrachtet.
Welchen Einfluss haben soziale Faktoren auf das Engagement von Senioren?
Laut Arbeit begünstigen Faktoren wie ein höherer Bildungsstand, berufliche Vorerfahrungen und eine gute soziale Einbindung die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen.
Welche Rolle spielen Seniorenbüros in diesem Kontext?
Seniorenbüros fungieren als Anlaufstellen, die auf Metaebene Engagement initiieren, beraten und ältere Menschen bei der Integration in das soziale Nachbarschaftsgefüge unterstützen.
- Quote paper
- Kristin Brauer (Author), 2004, Freiwilliges Engagement im Alter. Perspektiven, Funktionen und Herausforderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49143