Für Unternehmen ist es aufgrund der Informationsflut sowie der schwindenden Medienvielfalt zunehmend schwieriger geworden, über redaktionelle Inhalte von Massenmedien an die breite Öffentlichkeit zu gelangen. Eine gute Idee allein genügt nicht mehr, denn es kämpfen viele Unternehmen um die wenigen Fensterplätze in den Medien.
Mit dem Versprechen für erfolgreichere Medienpräsenz bieten Softwarefirmen seit einigen Jahren Informatiklösungen zur Optimierung der PR-Arbeit an. Allerdings deckt kaum eine den Prozess der Medienarbeit vollständig ab. Dieser führt von der Verwaltung der Medienkontakte über die Verbreitung von Medieninformationen bis hin zur Auswertung der eigenen Medienarbeit.
Das löst insofern Unverständnis aus, als dass in anderen Bereichen – speziell im Marketing und Rechnungswesen - fortgeschrittene Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bereits seit Jahren den Alltag prägen.
Aus dem Grund untersucht diese Arbeit die beiden Fragen, wie Schweizer Unternehmen heute neue Technologien für ihre Medienarbeit nutzen und welche Bedeutung die informationelle Vernetzung in naher Zukunft erlangen wird.
Der Vorstudie über bestehende Software für Public Relations (PR) und Customer-Relationship-Management (CRM) ist eine Online-Umfrage gefolgt mit 102 Unternehmen, die ihre Medienarbeit vorwiegend oder ausschliesslich intern angesiedelt haben und je 150 Medienkontakte pro Jahr verzeichnen (Median). Elf Experten von Unternehmen, Agenturen und Anbietern von PR-Instrumenten haben die zentralen Aussagen der Umfrage anschliessend in Telefoninterviews persönlich beurteilt und eigene Zukunftsprognosen aufgestellt.
In dieser Analyse zeigt sich deutlich, dass eine grosse Mehrheit der Unternehmen isolierte Standardsoftware einsetzt für die einzelnen Teilaufgaben der Medienarbeit. Dies verhindert die Vernetzung des gesamten Prozesses, weil die vorhandenen Hilfsmittel System übergreifende Aktionen gar nicht unterstützen.
Allerdings zeichnet sich in verschiedenen Bereichen der Medienarbeit ein klarer Wandel hin zu neuen Technologien ab. So archivieren bereits heute zwei Drittel der Unternehmen ihre Clippings nur noch elektronisch. Der weit verbreitete Gebrauch von E-Mail und Internet wird diese Entwicklung weiter vorantreiben.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Ausgangslage
- Zielsetzung
- Untersuchungsgegenstand
- Methodisches Vorgehen
- Konzeptionelle Grundlagen
- Begriffsdefinition
- Kriterien
- Analyse
- Befragte Kommunikationsfachleute
- Vernetzung der Medienarbeit heute
- Vernetzung der Medienarbeit morgen
- Vergleich der Medienarbeit heute und morgen
- Schlussfolgerungen
- Fazit für Kommunikationsfachleute
- Fazit für Entwickler von Informations- und Kommunikationstechnologien
- Fazit für Kommunikationsinstitute
- Fazit für die Kommunikationsforschung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studie untersucht, wie Schweizer Unternehmen neue Technologien für ihre Medienarbeit nutzen und welche Bedeutung die informationelle Vernetzung in naher Zukunft erlangen wird.
- Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in der Medienarbeit
- Vernetzung der Medienarbeit
- Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Medienarbeit
- Herausforderungen für Kommunikationsfachleute, Entwickler von IKT und Kommunikationsinstitute
- Zukünftige Entwicklung der Medienarbeit und neuer IKT
Zusammenfassung der Kapitel
- Zusammenfassung: Die Studie beleuchtet die Herausforderungen für Unternehmen in der heutigen Informationsflut und die Rolle von Softwarelösungen in der Optimierung der PR-Arbeit. Sie untersucht den Informationsvernetzungsprozess der Medienarbeit.
- Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage, die Zielsetzung, den Untersuchungsgegenstand und das methodische Vorgehen der Studie.
- Konzeptionelle Grundlagen: Dieser Abschnitt definiert die Begriffe und Kriterien, die für die Untersuchung der Vernetzung der Medienarbeit relevant sind.
- Analyse: Dieses Kapitel analysiert die Befragungsergebnisse von Kommunikationsfachleuten. Es beleuchtet den heutigen Stand der Vernetzung der Medienarbeit, die zukünftige Bedeutung der Vernetzung und den Vergleich der Medienarbeit heute und morgen.
Schlüsselwörter
Die Studie befasst sich mit der Vernetzung der Medienarbeit in Schweizer Unternehmen. Sie analysiert den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in der Medienarbeit, die Entwicklung neuer Technologien und die Herausforderungen für Kommunikationsfachleute, Entwickler von IKT und Kommunikationsinstitute.
Häufig gestellte Fragen
Wie nutzen Schweizer Unternehmen neue Technologien für ihre Medienarbeit?
Die Studie zeigt, dass viele Unternehmen noch isolierte Standardsoftware für Teilaufgaben nutzen, aber ein klarer Trend zur elektronischen Archivierung und Nutzung von E-Mail/Internet besteht.
Warum ist die informationelle Vernetzung in der PR-Arbeit wichtig?
Eine Vernetzung ermöglicht es, den gesamten Prozess von der Kontaktverwaltung über die Verbreitung von Informationen bis zur Erfolgskontrolle (Clippings) effizienter zu steuern.
Welche Rolle spielt CRM-Software in der Medienarbeit?
Ähnlich wie im Marketing hilft Customer-Relationship-Management (CRM) auch in der PR dabei, Beziehungen zu Medienkontakten systematisch zu pflegen und Informationen zielgerichtet zu steuern.
Was sind die Hauptergebnisse der Online-Umfrage unter 102 Unternehmen?
Eine große Mehrheit setzt noch auf Insellösungen, was die durchgängige Vernetzung verhindert. Dennoch archivieren bereits zwei Drittel ihre Clippings rein elektronisch.
Welche Zukunftsprognosen stellen Experten für die Medienarbeit auf?
Experten erwarten eine zunehmende Integration von IKT-Lösungen, um in der Informationsflut und bei schwindender Medienvielfalt weiterhin erfolgreich redaktionelle Plätze zu besetzen.
- Quote paper
- Andreas Renggli (Author), Thomas Gygax (Author), Philip Ritschard (Author), Ralph Eli (Author), 2003, Vernetzung der Medienarbeit mit Informations- und Kommunikationstechnologien in Schweizer Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49145