Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Blockchain-Technologie in der Energieversorgerbranche in Deutschland


Masterarbeit, 2018
103 Seiten, Note: 1,4
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Kurzfassung

Abstract

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsstand
1.2 Forschungsfrage und Forschungsziel
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Methodisches Vorgehen

Teil A: Theoretischer Teil

2 Blockchain-Technologie
2.1 Definition
2.2 Historie
2.2.1 Geschichte der Kryptographie
2.2.2 Geschichte der Blockchain-Technologie
2.3 Erläuterung der Blockchain-Technologie
2.3.1 Technologisches Grundkonzept
2.3.2 Eigenschaften
2.3.3 Anwendung
2.4 Einsatzgebiete
2.4.1 Finanzbranche
2.4.2 Öffentlicher Sektor
2.4.3 Immobilienbranche
2.4.4 Tourismusbranche
2.4.5 IT-Dienstleistungsbranche
2.5 Bedeutung

3 Energieversorgerbranche
3.1 Definition
3.2 Marktentwicklung
3.2.1 Entwicklung der Primärgewinnung von Energieträgern in Deutschland
3.2.2 Entwicklung der Energieträger der Bruttostromerzeugung in Deutschland
3.2.3 Entwicklung der Energieträgerimporte nach Deutschland
3.2.4 Entwicklung der Energieträgerexporte aus Deutschland
3.2.5 Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland
3.2.6 Entwicklung der Energiepreise in Deutschland
3.2.7 Entwicklung der Emissionswerte in Deutschland
3.3 Marktsituation
3.4 Energiewende
3.4.1 Projekte zur Energiewende
3.5 Bedeutung

4 Blockchain-Technologie innerhalb der Energieversorgerbranche
4.1 Betrachtung von Studien
4.1.1 Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH
4.1.2 Studie der PricewaterhouseCoopers AG
4.1.3 Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.
4.1.4 Studie des Weltenergierats Deutschlands
4.2 Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie im Energiesektor
4.2.1 Aktuelle Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie global
4.2.2 Aktuelle Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie in Deutschland
4.3 Disruptionspotenzial der Blockchain-Technologie
4.3.1 Marktanalyse
4.3.2 Geschäftsmodelltransformation

5 Schlussfolgerung des Theorieteils

Teil B: Praktischer Teil

6 Qualitative Interviews
6.1 Zielsetzung
6.2 Begründung der Erhebungsmethode
6.3 Vorgehensweise
6.3.1 Aufbau der qualitativen Interviews
6.3.2 Ablauf der Erhebung
6.3.3 Auswahl der Interviewpartner

7 Auswertung der qualitativen Interviews
7.1 Begründung der Methodenwahl zur Datenauswertung
7.2 Auswertung
7.2.1 Veränderungspotenzial
7.2.2 Risiken und Chancen
7.2.2.1 Risiken
7.2.2.2 Chancen
7.2.3 Energiewendethematik
7.2.4 Einsatzmöglichkeiten
7.2.4.1 Geschäftsfelder
7.2.4.2 Kurzfristige Einsatzmöglichkeiten
7.2.4.3 Mittelfristige Einsatzmöglichkeiten
7.2.4.4 Langfristige Einsatzmöglichkeiten
7.2.5 Geschäftsmodellintegration
7.2.6 Praxisanwendung
7.3 Interpretation der Ergebnisse

8 Fazit
8.1 Kritische Würdigung
8.2 Empfehlung
8.3 Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Methodische Vorgehensweise

Abbildung 2: Blockarchitektur

Abbildung 3: Transaktionsarchitektur

Abbildung 4: EVU in Deutschland

Abbildung 5: Primärenergiegewinnung in Deutschland

Abbildung 6: Bruttostromerzeugung in Deutschland

Abbildung 7: Import von Energieträgern nach Deutschland

Abbildung 8: Export von Energieträgern aus Deutschland

Abbildung 9: Primärenergieverbrauch in Deutschland

Abbildung 10: Energiebedingte CO2-Emission in Deutschland

Abbildung 11: Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie global

Abbildung 12: Transformationsprozess der Marktstruktur

Abbildung 13: Geschäftsmodelltransformation

Abbildung 14: Definitionsphase der qualitativen Interviews

Abbildung 15: Qualitatives Interview: Teil 1

Abbildung 16: Qualitatives Interview: Teil 2

Abbildung 17: Ablauf der Erhebung

Abbildung 18: Empfehlung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Geschichte zur Entwicklung der Blockchain-Technologie

Tabelle 2: Blockchain-Anwendung im Finanzsektor

Tabelle 3: Blockchain-Anwendung im Öffentlicher Sektor

Tabelle 4: Blockchain-Anwendung in der Immobilienbranche

Tabelle 5: Blockchain-Anwendung in der Tourismusbranche

Tabelle 6: Blockchain-Anwendung in der IT-Dienstleistungsbranche

Tabelle 7: PESTEL - Marktsituation der Energiebranche

Tabelle 8: Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie in Deutschland

Tabelle 9: Marktanalyse - Blockchain-Technologie für die Energieversorgerbranche

Tabelle 10: Liste der Interviewpartner

Tabelle 11: Auswertung - Veränderungspotenzial

Tabelle 12: Auswertung - Risiken

Tabelle 13: Auswertung - Chancen

Tabelle 14: Auswertung - Energiewendethematik

Tabelle 15: Auswertung - Geschäftsfelder

Tabelle 16: Auswertung - kurzfristige Einsatzmöglichkeiten

Tabelle 17: Auswertung - mittelfristige Einsatzmöglichkeiten

Tabelle 18: Auswertung - langfristige Einsatzmöglichkeiten

Tabelle 19: Auswertung - Geschäftsmodelltransformation

Tabelle 20: Auswertung - Praxisanwendung

Tabelle 21: Ergebnisse der Auswertung

Kurzfassung

Die branchendurchdringende digitale Revolution in Deutschland führt zu neuen strategischen Ausrichtungen der Unternehmen und umfasst die Integration innovativer Technologien, wie der Blockchain-Technologie, welche durch ihren disruptiven Charakter geprägt sind.

Schon lange wird die Blockchain-Technologie nicht nur als das Back-End von Kryptowährungen angesehen, sondern als innovative markdurchdringende Technologie, welche durch ihre Funktionen, wie der Disintermediation, disruptive Züge und Marktveränderungspotenziale mit sich bringt. Mit Blick auf die Energieversorgerbranche und die kommende Energiewende in Deutschland, welche durch Ressourcenknappheit und erneuerbaren Energien angetrieben ist, erhalten innovative Technologien, wie die Blockchain-Technologie, große Aufmerksamkeit.

Mit dem Fokus auf die Energieversorgerbranche wird sich innerhalb der Masterthesis mit der Verknüpfung der Energieversorgerbranche und innovativen Technologien, hierbei mit der Blockchain-Technologie, auseinandergesetzt. Nach einem theoretischen Teil, welcher sich auf die Erläuterung, den Einsatz sowie die Bedeutung der Blockchain-Technologie bezieht und die aktuelle Marktsituation der Energiebranche festhält, werden innerhalb des Hauptteils die erhobenen qualitativen Interviews und deren Ergebnisse beleuchtet. Im Zuge der Erhebung wurden Interviewpartner mit Branchenkenntnissen oder Verknüpfungen zu innovativen Technologien gewählt, um Einsatzmöglichkeiten mittels der Blockchain-Technologie für die Energieversorgerbranche zu identifizieren.

Anhand der theoretischen Ergebnisse und der praktischen Erkenntnisse, ist das Forschungsziel für die Energieversorgerbranche, kurzfristige, mittelfristige und langfristige Einsatzmöglichkeiten mittels der Blockchain-Technologie zu erörtern.

Die Ergebnisse aus dem Theorieteil haben besonders die sektorübergreifende Anwendung der Technologie in den Vordergrund gestellt, wohingegen die Erkenntnisse aus den qualitativen Interviews, neben zeitlich differenzierten Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie für die Energieversorgerbranche, den möglichen Einsatz anderer disruptiver Technologien hervorgebracht haben.

Abstract

The industry-penetrating digital revolution in Germany leads to new strategic directions of companies as well includes the integration of innovative technologies, such as Blockchain-Technology, which are characterized by their disruptive character.

Blockchain-Technology is no longer been regarded as only the back end of crypto currencies, but as an innovative, brand-pervading technology that brings with it features such as disintermediation, disruptive traits and market change potential. With regard to the energy supplier industry and the upcoming energy transition in Germany, which is driven by scarcity of resources and renewable energies, innovative technologies, such as the Blockchain-Technology, receive a lot of attention.

Focusing on the energy industry, the master thesis will concentrate on linking the utility industry with innovative technologies, in this case with the Blockchain-Technology. After a theoretical part, which refers to the explanation, the application as well as the meaning of the Blockchain-Technology and which describes the current market situation of the energy industry, it will continue with the practical part, whereby the main part will deal with qualitative interviews and their results. The survey selected interviewees with industry knowledge or links to innovative technologies to identify potential uses of the Blockchain-Technology for the utility industry.

Based on theoretical results and practical insights, the research goal for the utility industry is to discuss short-term, medium-term and long-term opportunities through Blockchain-Technology.

The results of the theoretical part emphasized the cross-sectoral application of the technology, whereas the findings from the qualitative interviews, in addition to time-differentiated applications of Blockchain-Technology for the energy supplier industry, highlighted the potential use of other disruptive technologies.

1 Einleitung

Nach dem einschlägigen Umbruch der Energiewirtschaft, welcher 1998 durch die Liberalisierung des Energiemarktes hervorgerufen wurde, steht der deutsche Energiesektor erneut vor einem fundamentalen Wandel. Die aktuelle Transformation der deutschen Energiebranche, hin zu einem nachhaltigen Energiesystem, wird durch verschiedene politische, gesetzliche sowie technologische Treiber veranlasst. (Vgl. Lau, Dechange und Flegel 2013: 15ff.)

Einerseits wird der Branchenwandel durch die in Deutschland herrschende Ressourcenknappheit von Energieträgern im Zuge der sinkenden Primärgewinnung von Stein- und Braunkohle angetrieben sowie durch politische Regularien der Energiewende als auch gesetzlichen EU-Rahmensetzungen bestimmt. (Vgl. Die Bundesregierung 2017)

Andererseits wird der Wandel des Energiesektors elementar durch den Megatrend der Digitalisierung angestoßen, anhand dessen disruptive Technologien die externen Marktsituationen des Energiesektors sowie interne Prozessabläufe innerhalb von Energieversorgerunternehmen bedeutend verändern. Infolgedessen ist ein Paradigmenwechsel von klassischen zentralen Energiebranchenstrukturen hin zu zukünftigen dezentral gesteuerten Energiesystemen zu verzeichnen. (Vgl. Hasse, et al. 2016: 39f.)

Im Rahmen der digitalen Transformation des Energiewandels wird die Blockchain-Technologie, ein dezentrales Peer-to-Peer Netzwerk, als eine disruptive Technologie für den Umbruch des Energiesektors wahrgenommen. Durch die dezentrale Netzwerkstruktur und der daraus entstehenden Funktionalität der Disintermediation, eröffnet dies verschiedene Einsatzpotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Energieversorgerunternehmen. Neben den aufkommenden Chancen entstehen, durch die zukünftige dezentrale Abwicklungsprozesse, zwangsläufig Risiken, welche auch den Kerngeschäftsbereich von Energieversorgerunternehmen betreffen, da beispielsweise Konsumenten als neue Prosumer Marktrollen einnehmen. (Vgl. Redaktionsgruppe Energie für Deutschland 2017: 25)

Aufgrund dessen ist eine Abwägung der Chancen und Risiken sowie die Erörterung von möglichem Einsatzpotenzial der Blockchain-Technologie zu Gunsten der Energieversorgerunternehmen von großer Bedeutung, um den zukünftigen Marktveränderungen innerhalb des Energiesektors standzuhalten. (Vgl. BDEW e.V. 2017: 66f.)

1.1 Problemstellung und Forschungsstand

Jegliche Aspekte der deutschen Energiewende, von der Einspeisung erneuerbarer Energien bis hin zu Förderung der Elektromobilität, werden unter das Thema der Digitalisierung subsumiert. Infolgedessen wurden Bereiche, wie die Veröffentlichung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende, der Integration von Datenverarbeitungssystemen und IT Kommunikationstechnologien sowie die Erschließung des Smart Meter Rollouts, zur Unterstützung der digitalen Energiewendethematiken rubriziert. Des Weiteren werden innovative Technologien vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angesprochen, jedoch die Verbindung disruptiver Technologie, wie der Blockchain-Technologie, zu politischen Energiewendethematiken nicht explizit als Bestandteil angeführt. (Vgl. BMWi, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2018)

Im Gegensatz dazu wird der Einsatz der Blockchain-Technologie für den Energiesektor innerhalb der Branche sowie von branchenfremden Unternehmen rege diskutiert. Als Technologie hinter Bitcoin wird die Blockchain-Technologie schon längst als Potenzial für sektorübergreifende dezentrale Netzwerkstrukturen in jeglichen Branchen gesehen. Als Vorteile der Blockchain-Technologie werden die Erschließung neuer Geschäfts-felder und den daraus entstehenden Marktpotenziale erwähnt, wobei die Risiken, durch die mögliche Kannibalisieren bestehender Geschäftsmodelle von Energieversorgerunternehmen sowie die Entstehung neuer Marktakteure als auch deren Markteinfluss, analysiert werden. (Vgl. Hasse, et al. 2016: 33-37)

In Bezug zu den Chancen und Risiken disruptiver Technologien werden verschiedene Anwendungsszenarien aus der Finanzbranche abgeleitet sowie neue Einsatzmöglichkeiten für die Energieversorgerbranche formuliert. Dabei werden in der Literatur die unterschiedlichen Anwendungsszenarien nach Geschäftsfeldern der Energieversorgerunternehmen unterteilt, unterliegen jedoch keiner zeitlichen Einordnung für markttaugliche Einsatzmöglichkeiten. (Vgl. Burger, et al. 2016: 18ff.)

Demzufolge ist festzuhalten, dass anhand der gegebenen Literatur keine oder kaum Angaben zu kurzfristigen, mittelfristigen oder langfristigen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie für die Energieversorgerunternehme in Deutschland zu finden sind.

1.2 Forschungsfrage und Forschungsziel

Aus der beschriebenen Problemstellung, bezüglich der fehlenden Einordnung von zeitlichen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie innerhalb des Energiesektors sowie besonders für Energieversorgerunternehmen, lässt sich die Forschungsfrage und somit das Forschungsziel der Masterarbeit ableiten.

Forschungsfrage:

Mit welchen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie ist innerhalb der Energieversorgerbranche zu rechnen?

Für die Analyse, der zeitlich eingeordneten Anwendungsszenarien der Blockchain-Technologie innerhalb der Energieversorgerbranche, werden auf die Erkenntnisse aus dem Theorieteil sowie den Ergebnissen aus dem Praxisteil der Arbeit zurückgegriffen.

Der Zusammenschluss der Analysen des theoretischen Teils und des praktischen Teils führen zu dem Forschungsziel der Masterarbeit, die expliziten Anwendungsbereiche der Blockchain-Technologie in der Energieversorgerbranche nach kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Einsatzmöglichkeiten darzustellen.

Forschungsziel:

Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Energieversorgerunternehmen aufzuführen.

1.3 Aufbau der Arbeit

Die Masterthesis ist in zwei Hauptteile gegliedert, dem theoretischen Teil und dem praktischen Teil.

Innerhalb des theoretischen Teils werden vier Kapitel aufgeführt, welche sich auf theoretische Grundlagen und Bezüge zu den Thematiken Blockchain-Technologie und Energieversorgerbranche beziehen. Innerhalb des ersten Kapitels des Theorieteils wird die Blockchain-Technologie vorgestellt, erläutert und die verschiedenen Einsatzgebiete sowie die zukünftige Bedeutung innovativer Technologien dargelegt. Darauffolgend wird sich im zweiten Kapitel mit der Energieversorgerbranche befasst. Ein besonderer Fokus wird auf die aktuelle Marktsituation und die Marktentwicklung des Energiesektors gelegt. Zudem wird auf die Energiewende als auch auf die Bedeutung der Energieversorgerbranche für Deutschland eingegangen. Im dritten Kapitel des theoretischen Teils wird eine Verknüpfung der beiden vorgestellten Themengebiete stattfinden. Dabei werden aktuelle Studienergebnisse, der derzeitige Einsatz der Blockchain in der Energieversorgerbranche sowie der disruptive Charakter innerhalb des Energiesektors untersucht. Der theoretische Teil wird mit einer kurzen Zusammenfassung, bezüglich der erhaltenden Erkenntnisse sowie der Bedeutung als auch der Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb des Energiesektors, abschließen.

Der praktische Teil wird als Kernstück der Masterthesis angesehen, welcher den Fokus auf die erhobenen qualitativen Interviews setzt. Das erste Kapitel des praktischen Teils bezieht sich auf die wissenschaftliche Erläuterung zur Methodenauswahl, den Aufbau sowie den Ablauf der qualitativen Interviews als auch die Begründung zu den ausgewählten Interviewpartnern. Im Anschluss wird im Zuge des folgenden Kapitels die Auswertung der Interviewergebnisse den Hauptteil des praktischen Teils widerspiegeln.

Die Masterthesis wird mit einem Fazit, welcher eine kritische Würdigung der Ergebnisse aus dem theoretischen Teil sowie den Erkenntnissen aus dem praktischen Teil, einer daraus resultierenden Empfehlung und einen abschließenden Ausblick beinhaltet, beendet.

1.4 Methodisches Vorgehen

Für die Erstellung der Masterthesis wurde in Form einer deduktiven Herangehensweise die Ausarbeitung des theoretischen Teils sowie des praktischen Teils angegangen.

Anhand der folgenden Abbildung wird die methodische Vorgehensweise im Detail dargestellt, von der Formulierung der Forschungsfrage und dem daraus entstehenden Forschungsziel bis hin zu den verschiedenen Schlussfolgerungen beider Hauptteile, die für die Erstellung des Fazits elementar waren.

Abbildung 1: Methodische Vorgehensweise (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu erwähnen ist, dass im praktischen Teil die Erläuterung zum Ablauf der Interviews sowie die Vorgehensweise detailliert abgebildet ist, sodass hier eine vereinfachte Darstellung ausreicht. Weiter ist zu vermerken, dass zu dem Stand der Recherche die Informationen festgehalten worden und zum späteren Zeitpunkt keine Aktualisierungen vorgenommen worden sind. Zur Literatur ist zu konstatieren, dass aufgrund der Aktualität des Themas oftmals wissenschaftliche Internetquellen herangezogen worden sind, da es in der Fachliteratur, bezüglich des Themas Blockchain-Technologie, kaum Veröffentlichungen gibt.

Teil A: Theoretischer Teil

2 Blockchain-Technologie

Im Zuge des Kapitels wird sich mit den Grundlagen der Blockchain-Technologie befasst. Dies dient zum Verständnis, um anhand dessen die Verknüpfung zu der Energieversorgerbranche herstellen und verstehen zu können. Die Inhalte dieses Kapitels beschäftigen sich, neben der Begriffsdefinition der Blockchain-Technologie, mit der technologischen Entwicklung, den Funktionsweisen als auch mit der Analyse zu den bereits bestehenden Praxisanwendungen dieser Technologie in der Wirtschaft. Abschließend wird in diesem Kapitel die aktuelle Bedeutung der Blockchain-Technologie erörtert.

2.1 Definition

In der Literatur werden verschiedenste Herangehensweisen für die Definition der Begrifflichkeit der Blockchain-Technologie aufgezeigt. Dies hängt davon ab, in welchem Kontext die innovative Technologie verstanden wird. Des Öfteren wird hierbei die Blockchain-Technologie als Synonym für eine Datenstruktur, einen Algorithmus, eine anwendbare Technologie oder eine Peer-to-Peer Netzwerkstruktur ausgelegt. (Vgl. Drescher 2017: 33ff.)

Im Folgenden werden fünf leicht divergierende Definitionen betrachtet, die im Anschluss auf deren Schnittstellen und Abweichungen geprüft werden:

Zum einen greift die Begriffsbestimmung auf die kryptografischen Mechanismen und somit auf die Anfänge der Blockchain-Technologieentwicklung zurück. Anhand dieser Definition wird die Blockchain-Technologie als ein technisches Konzept beschrieben, dessen dezentrale Transaktionen in Form von Blöcken (Block) aneinandergereiht eine Kette (Chain) bilden, welche mittels kryptografischen Mechanismen die Vertrauenswürdigkeit von Datenströmen sicherstellt. (Vgl. Burgwinkel 2016: 2-6)

Zum anderen wird die Blockchain-Technologie als Software oder Plattform definiert, die analog zu den bekannten Programmierungscodes, wie SMTP, HTTP oder FTP, als Protokoll zur Datenvermittlung eines dezentralen organsierten Netzwerks wie TCP/IP zu verstehen ist. (Vgl. Bashir 2017: 16-18)

Eine weitere Definition erläutert die Blockchain-Technologie als ein elektronisches Datenregister, genährt von digitalen Aufzeichnungen, Ereignissen oder Transaktionen, die kryptographisch gesichert und authentifiziert sind. Das Datenregister ist in Form einer dezentralen Netzwerktopologie zu verstehen, dessen Teilnehmern dieses unter Verwendung eines Gruppenkonsensprotokolls aufrechterhalten. (Vgl. Condos 2016: 4f.)

Die Blockchain-Technologie wird ebenfalls im wirtschaftlichen Sinne als ein Vertrauensprotokoll definiert, anhand dessen zwei oder mehr Personen direkte sowie verschlüsselte Transkationen ohne Dritte sicher durchführen können. (Vgl. Alex Tapscott 2016: 1-5) Hierbei wird in der Literatur das Beispiel des Geldtransfers ohne Institutionen, wie Finanzintermediäre, herangezogen. (Vgl. Schär und Berentsen 2017: 3-10) Zu erwähnen ist an dieser Stelle die digitale Währung Bitcoin, welche als dezentrales Zahlungssystem sowie als ersten generierten Block, im Bezug zur Blockchain-Technologie, 2008 bekannt wurde. (Vgl. Nakamoto 2008: 1)

Als neue Art des Internets wird die Blockchain-Technologie als eine höhere generalisierte konzeptionelle Ebene der Transaktionsform aufgefasst, welche als gesellschaftliches öffentliches Aufzeichnungsdepot, logistische Kette von Transaktionsidentifikation, revolutionäres Organisationsparadigma für Kooperationen, Werkzeug zur Verbesserung der Gleichberechtigung sowie als ein neues Organisationsmodell beschrieben wird. (Vgl. Swan 2015: 70)

Die Begriffserläuterung der Blockchain-Technologie kann in vier Kategorien unterteilt werden. (Vgl. Drescher 2017: 33ff.) Verdeutlicht wird diese Vorgehensweise anhand der angeführten fünf Definitionen, welche unterschiedliche Schwerpunkte in der Erläuterung der Technologie vorweisen. Hierbei ist zu erkennen, dass einerseits die Bezeichnung der Terminologie der Blockchain-Technologie voneinander abweichen: technologische Plattform, Transaktionsform, Aufzeichnungsdepot, Datenregister oder Vertrauensprotokoll. Andererseits weichen die Definitionen durch den Fokus auf die unterschiedlichen Funktionsweisen der Blockchain-Technologie ab. Zum einen wird der Verzicht von Dritten betont, die kryptografischen Mechanismen in den Vordergrund gestellt oder sich auf die IT-Sicht von Netzwerkprotokollen bezogen. Zum anderen wird das Verständnis eines dezentralen Datenregisters in Bezug zu dessen Teilnehmern hervorgehoben oder die Blockchain als die Technologie hinter der digitalen Währung Bitcoin verstanden. (Vgl. Bashir 2017: 16-18; Swan 2015: 70; Condos 2016: 4f.; Alex Tapscott 2016: 1-5; Burgwinkel 2016: 2-6; Nakamoto 2008: 1)

2.2 Historie

Die Blockchain-Technologie basiert auf Mechanismen, welche auf den Ursprung der Kryptographie zurückzuführen sind. (Vgl. Maximilian Kops 2016: 10ff.) Aufgrund dessen ist, bei der Betrachtung der Historie von der Blockchain-Technologie, die Geschichte der Kryptographie zunächst kurz zu beleuchten. Darauffolgend wird auf die Anfänge der Blockchain-Technologie, dessen Eigenschaften und Anwendungen sowie auf aktuell Vorkommnissen in der Praxis eingegangen.

2.2.1 Geschichte der Kryptographie

Unter der Kryptographie wird die Verschlüsselung von Nachrichten verstanden, dessen dokumentierter Ursprung bis zum alten Ägypten (circa 1900 v.Chr.) reicht, die Hieroglyphen. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten Völkerstämme Chiffren, bei denen Buchstaben durch Symbole oder Codes ersetzt werden, dessen Inhalte durch Schlüsselbücher gelesen werden konnten. Die Anwendbarkeit von Verschlüsselungen fand in der Architektur, in Schriftform, in der Religion, der Politik, der Musik und vielen anderen Bereichen statt. (Vgl. Stephen Pincock 2007: 11-45)

Bis hin zum ersten Weltkrieg wurden die Verschlüsselungen manuell angefertigt. Eine der derzeitigen genutzten Verschlüsselung war ADFGX, die von dem deutschen Militär genutzt wurde. Zeitgleich wurde die Kryptoanalyse und somit die Entzifferung von Codes entwickelt. (Vgl. Singh 2001: 129-179)

Darauffolgten die ersten maschinellen Verschlüsselungen, die eine erhöhte Entzifferungssicherheit als die manuelle Kryptographie aufwiesen. Den zweiten Weltkrieg prägt die bekannte deutsche Verschlüsselungsmaschine Enigma. (Vgl. Ertel 2012: 48-52)

Anhand des Technologiesprungs hin zu Computern wurde, mit dem Aufkommen von erhöhten Rechnerleistungen, das asymmetrische kryptographische RSA-Verfahren 1977 geschaffen, dessen Schlüssellängen bis zu 1.024 Bit betrug. (Vgl. Seitz 1998: 98ff.)

Weiter wird nicht näher auf die Kryptographie eingegangen, da es sonst den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Zu erwähnen ist, dass nur Höhepunkte der Geschichte zur Kryptographie erwähnt worden sind, um die Entwicklung bis hin zur Blockchain-technologie nachzuvollziehen sowie diese in einem Zeitrahmen dazustellen. Im folgenden Kapitel wird an den letzten Stand angeknüpft und die Weiterentwicklung zur heutzutage bekannten Blockchain-Technologie detailliert vertieft.

2.2.2 Geschichte der Blockchain-Technologie

Bekannte wurde die Blockchain-Technologie durch das veröffentlichte Whitepaper 2008, einer digitalen Peer-to-Peer Währung Bitcoin, durch Satoshi Nakamoto (Pseudonym). (Vgl. Garcia-Alfaro, et al. 2017: 300-330) Satoshi Nakamoto gelang es erstmalig, dass Douple-Spending Problem zu unterbinden, sodass Werteinheiten exklusive Nutzungsrechte unterlagen und dies mithilfe der Blockchain. (Vgl. Andersen 2016: 2) Zu der Entwicklung dieser Technologie trugen folgende Veröffentlichungen bei:

Tabelle 1: Geschichte zur Entwicklung der Blockchain-Technologie (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit der ersten Generierung, des sogenannten Genesis Blocks in 2009, wurde die Blockchain-Technologie durch die digitale Währung Bitcoin bekannt. Seitdem wurden Wechselkurse für Bitcoin gehandelt und erste Transaktionen über die Blockchain-Plattform getätigt. (Vgl. Knop 2017) Zum 17.10.2017 beträgt der aktuelle Wechselkurs eines Bitcoins circa 5.197,95 US-Dollar. (Vgl. finanzen.net 2017)

2.3 Erläuterung der Blockchain-Technologie

Basierend auf einer dezentralen Netzwerktopologie weist die Blockchain-Technologie verschiedenste Funktionsweisen sowie Anwendung auf, die innerhalb dieses Kapitels erläutert werden. Zunächst wird kurz das technologische Grundkonzeption vorgestellt.

2.3.1 Technologisches Grundkonzept

In diesem Unterkapitel werden nur die Grundzüge der technischen Aspekte der Blockchain-Technologie erläutert.

Unter dem Begriff Blockchain wird im technologischen Sinne eine Datensatzkettung (Blocks) verstanden, die anhand von kryptografischen Mechanismen die Gewährleitung der Datenintegrität bestimmt. (Vgl. Burgwinkel 2016: 5) Unter der Datenintegrität wird die Richtigkeit von gespeicherten Daten sowie deren Vollständigkeit verstanden. (Vgl. Abts und Mülder 2017: 179) Durch die Zusammenfassung von Datensätzen werden Blöcke erschaffen, die verknüpft die Blockchain bilden. Eine zeitliche Zuordnung, der sequentiell verketteten Blöcke, sichert die Datenintegrität, sodass eine Manipulation eines Datensatzes sofort erkenntlich gemacht wird. (Vgl. Burgwinkel 2016: 5f.) Die Inhalte eines Blocks werden in den folgenden Abbildungen veranschaulicht:

Abbildung 2: Blockarchitektur (Quelle: Eigene Abbildung nach: Lewis (2015))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Erzeugung eines Blocks wird Mining genannt. Nach der Versionsnummer (hier X), ist der Block-Hash ein wichtiger Bestandteil, denn über die Hash-Werte werden die Blöcke miteinander verbunden und bilden somit eine Kette. Ein Hash-Wert ist eine verschlüsselte Zahlen- und Zeichenfolge nach dem SHA-256 Hash-Algorithmus. Der Block-Header beinhaltet vier Komponenten und fungiert als Arbeitsnachweis (POW). Die weiteren Komponenten stellen sich aus dem Hashwert des vorherigen Blocks, dem Zeitstempel, den technischen Daten und der Nonce zusammen. Der Merkle-Root, auch Hash-Baum genannt, beinhaltet alle vorherigen getätigten Transaktionen und dessen Inhalte. (Vgl. Mölleken 2012: 30ff.)

Nachdem das Grundprinzip sowie die Inhalte eines Blocks vorgestellt worden sind, wird im Anschluss ein Transaktionsablauf anhand der folgenden Abbildung erläutert.

Abbildung 3: Transaktionsarchitektur (Quelle: Nakamoto (2008): 2)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erstmalig wurde ein Transaktionsablauf anhand einer digitalen Währung vorgestellt. (Vgl. Nakamoto 2008: 1ff.) Um eine Transaktion zu starten muss ein Public Key an den Empfänger gesendet werden. Dieser authentifiziert und verifiziert die Transaktion, indem dieser mit seinem Private Key signiert. Die Miner des Block-Netzwerkes verifizieren den Vorgang und setzen einen neuen Block. (Vgl. Mölleken 2012: 32f.)

Tiefergehend wird sich mit der Materie, der technologischen Aspekte der Blockchain-Technologie, nicht beschäftigt, weil dies von dem Thema der Arbeit abweichen würde.

2.3.2 Eigenschaften

Im Folgenden werden die vier ausschlaggebendsten Eigenschaften der Blockchain-Technologie kurz vorgestellt.

Zum einen ist die Blockchain dezentral gesteuert, sodass Intermediäre oder eine zentrale Instanz wegfallen. Das Netzwerk besteht aus Nodes (Computer, die mit der Blockchain verbunden sind), welche die Transaktionen verifizieren, übermitteln und verwalten. So können Transaktionen ohne dritte Instanz zwischen zwei Personen stattfinden. Dieser Vorgang ist flexibler und effizienter als zentrale Datensystemstrukturen, da es Zeit und Kosten spart. (Vgl. BaFin 2017)

Hiermit schließt sich der nächst wichtige Punkt an, die Sicherheit. Durch das dezentrale Speichernetzwerk fallen Risiken der zentralen Datenspeicherung weg. Zum anderen werden anhand von kryptographische Verschlüsselungsmechanismen die Nutzer- und Zugriffserlaubnis geregelt und dies in Form von zwei Verschlüsselungsarten bei Transaktionen, dem „Private Key“ (Nutzeradresse) und dem „Public Key“ (Passwort), abgewickelt. Aufgrund dessen wird die Blockchain-Technologie als eine nicht manipulierbare Technologie eingestuft. (Vgl. BaFin 2017)

Diesem Aspekt schließen sich die Eigenschaften der Unveränderlichkeit und der Transparenz der Blockchain-Technologie an. Durch die aufgeführten Transaktionen der Blocks im Netzwerk wird zum einen Transparenz geschaffen und zum anderen die Unveränderlichkeit der Informationen sichergestellt. Sollten Informationen einer Transaktion verändert werden, so würden mehrere Miner, die die Transaktion verifiziert haben, diese Unregelmäßigkeit registrieren. (Vgl. BaFin 2017)

Basierend auf einem Konsensmechanismus, welcher jedem Nutzer des dezentralen Netzwerks die gleichen Informationen und Daten zur Verfügung stellt, herrscht Informationssymmetrie innerhalb der Blockchain. Bedingt wird dieser Mechanismus durch den Arbeitsnachweis POW. Aufgrund dessen ist sichergestellt, dass jeder Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen in der Public Blockchain vorfindet. (Vgl. Kops, et al. 2016: 20-30)

2.3.3 Anwendung

Im Zuge der Blockchain-Technologie sind drei Entwicklungsphasen bekannt (Vgl. Raval 2016: 19-25), welche im Folgenden kurz erläutert werden.

Die Blockchain 1.0 - Digitale Währung und Zahlungssysteme (Vgl. Swan 2015: 1-7)

Die erste Version der Nutzung der Blockchain-Technologie basiert auf die Entwicklung einer Kryptowährung, welche als digitales Bargeld zu verstehen ist. (Vgl. Kumar 2017: 511ff.) Zusätzlich beinhaltet die Blockchain 1.0 Transaktionsgeschäfte, welche über die Blockchain abgewickelt werden. Dies trifft beispielsweise auf den Devisenverkehr sowie den digitalen Zahlungsverkehr zu. Die bekannteste digitale Währung derzeit ist Bitcoin. (Vgl. Swan 2015: 1-7)

Die Blockchain 2.0 - Smart Contracts (Vgl. Swan 2015: 9-26)

Eine Erweiterung der Transaktionsmöglichkeiten wurde durch die Entwicklung von Smart Contracts ermöglicht. Besonders im Finanzsektor finden Smart Contracts im Bereich Aktienkäufe, Kreditverträge, Hypothekenverträge und weiteren Vertragsoptionen Anwendung. Die Entwicklung des eWallets, eines digitalen Portemonnaies, stammt ebenfalls aus dieser Version. Im Zuge dessen wurde auch Smart Property entwickelt, welcher besonders in der Verknüpfung mit der Immobilienbranche und dem Finanzwesen von Nutzen ist. Hierbei geht es um Verträge bezüglich des Eigentums, die über die Blockchain gesteuert werden können. Im Zuge dieser Version sind noch zwei weitere elementare Begrifflichkeiten zu unterscheiden. Unter dApps (Decentralized Applications) und DAOs (Decentralized Autonomous Organizations) sind dezentrale Anwendungen, die als Weiterentwicklung der intelligenten Smart Contracts zu verstehen. (Vgl. Swan 2015: 9-26)

Die Blockchain 3.0 – Universales Medium (Vgl. Swan 2015: 27-45)

Die dritte Version öffnet die Anwendung der Blockchain-Technologie als neues Paradigma der Organisation. Blockchain 3.0 wird als intelligente Interaktion zwischen Menschen als auch Mensch und Maschine gesehen. Im Zuge dessen findet die Verknüpfung der Blockchain-Technologie mit dem Internet der Dinge (IoT) statt. (Vgl. Swan 2015: 27-45)

2.4 Einsatzgebiete

Seit der Entwicklung der Blockchain-Technologie findet diese in den verschiedensten Branchen Anwendungsgebiete. (Vgl. Hasse, et al. 2016: 9) Exemplarisch werden fünf Branchen und deren Potenzial der Blockchain-Technologie kurz erläutert. Auf die Energiewirtschaft wird im dritten Kapitel tiefergehend eingegangen.

2.4.1 Finanzbranche

Die Anfänge der Blockchain-Technologie in der Finanzbranche wurden durch Bitcoin angestoßen und soll die gesamte Finanzwelt revolutionieren. (Vgl. Confinpro AG 2017) Im September 2015 wurde das Softwareunternehmen R3 gegründet, welches heute in Kooperation mit bis zu über 100 Finanzinstitutionen steht. Das Ziel besteht darin, die Gefahren und Risiken der Blockchain-Technologie in Vorteile und Potenziale für die Bankenbranche umzuwandeln. Das Konzept von R3 beinhaltet die Entwicklung eine dezentrale Plattform namens Corda, sodass Daten von Kunden exklusiv zwischen Transaktionspartner ausgetauscht werden. Zusätzlich werden die Dienstleistungen der Institutionen über eine Servicefunktion mit der Plattform verknüpft. (Vgl. R3 2016) In der folgenden Tabelle werden weitere drei Anwendungsszenarien der Blockchain-Technologie im Finanzsektor aufgeführt.

Tabelle 2: Blockchain-Anwendung im Finanzsektor (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4.2 Öffentlicher Sektor

Besonders die Definition der Blockchain-Technologie als Datenregister trifft auf den Öffentlichen Sektor und dessen Anwendungsszenarien zu. Jegliche Dokumentationen die in das öffentliche Datenregister fließen können über die Blockchain verwaltet werden. Hierzu zählen besonders Zertifizierungen, Registrierungen sowie Smart Contracts. (Vgl. Voshmgir 2016: 21) Im Öffentlichen Sektor findet sich besonders viel Potenzial für die Technologie in den Bereichen des Steuerwesens, des Rechnungswesens, bei Zertifizierungsstellen, bei Genehmigungsverfahren, bei E-Government Lösungen (Vgl. Voshmgir 2016: 21), Identitätsnachweise und E-Votings (Vgl. Welzel, et al. 2017: 18-22). In der folgenden Tabelle werden weiter drei Anwendungsbeispiele aufgeführt.

Tabelle 3: Blockchain-Anwendung im Öffentlicher Sektor (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4.3 Immobilienbranche

Anhand der innovativen Technologie werden Einsatzgebiete in der Immobilienbranche in den Bereichen der Immobilienbewertung, Due Diligence Prüfungen, weltweite Zugriffskontrollsystemen durch GPS sowie die Nutzung von Smart Contracts bei Verkauf, Kauf oder Vermietung gesehen. (Vgl. Church 2017) In der folgenden Tabelle werden weitere aktuelle Beispiele für die Anwendung in der Immobilienbranche beschrieben.

Tabelle 4: Blockchain-Anwendung in der Immobilienbranche (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4.4 Tourismusbranche

Ebenfalls revolutioniert die Blockchain-Technologie die Tourismusbranche. Potenzial dieser Technologie findet sich besonders in den Themen zur Nutzung digitaler Währung für eine reibungslose und schnelle Zahlungsabwicklung in den Reisegebieten, wie auch die Kostenersparnisse durch Echtzeit Informationsübertragung. Die Bedrohung der Blockchain, Intermediäre vom Markt zu vertreiben, versuchen die Unternehmen durch besseren Service und Abwicklung durch die Blockchain entgegen zu wirken. (Vgl. Blazek 2017) Die folgende Tabelle zeigt die zukünfitgen Anwendungsseznarien in der Tourismusbranche.

Tabelle 5: Blockchain-Anwendung in der Tourismusbranche (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4.5 IT-Dienstleistungsbranche

Die Disruption der IT-Dienstleistungsbranche sowie der Beratungsbranche durch die Blockchain-Technologie ist vorangeschritten. Das Ziel der Unternehmen ist die Erweiterung von Geschäftsmodellen sowie die Implementierung von Blockchain IT-Lösungen. Besonders die Blockchain as a Service (BaaS) Lösung steht im Fokus. (Vgl. Voshmgir 2016: 26) Die folgende Tabelle weist auf drei beispielhafte Anwendungen der Blockchain-Technologie in der IT-Dienstleistungsbranche hin.

Tabelle 6: Blockchain-Anwendung in der IT-Dienstleistungsbranche (Quelle: Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.5 Bedeutung

In den Anfängen wurde die Blockchain-Technologie nur als Technologie hinter Bitcoin gesehen. Darauffolgend wurde die dezentrale Plattformtechnologie als Hype der Finanzbranche deklariert. Heute wird die Technologie als das Internet der Zukunft betitelt. Der Nutzung der Blockchain-Technologie trifft nicht mehr allein auf die Finanzbranche zu, denn wie exemplarisch im vorherigen Unterkapitel vorgeführt, betrifft diese Innovation alle wirtschaftlichen und staatlichen Bereiche und gewinnt dadurch an große Bedeutung. (Vgl. Schmiechen 2017)

Der aktuelle technische Reifegrad der Blockchain-Technologie ist in dem Maße in der Praxis anwendbar, sodass etabilierte Unternehmen Pilotphasen mit der Blockchain testen und weitere Nutzungsmöglichkeiten prüfen. (Vgl. Prof. Dr. Roßbach 2016: 4f.) Die aufgeführten Unternehmen, in dem Kapitel zu den Einsatzgebieten der Blockchain-Technologie, sind nur eine kleine Anzahl derer, die sich mit der innovativen Technologie beschäftigen.

Zu der Frage, in wieweit die Blockchain-Technologie in der Zukunft an Relanz gewinnen oder verlieren wird, äußerten sich folgende Persönlichkeiten dazu:

„Is the blockchain technology going to be fundamental? I think the answer is overwhelmingly likely to be yes.” Larry Summers - Former US Secretary of the Treasury (Rizzo 2016)

„When I say Blockchain I am not talking about Bitcoin. […] I believe, like some other technologies, this one will have a profound change in how the world works.” Virginia Rometty - IBM Chairman & CEO (IBM 2016)

„Anders als die Visionäre der Blockchain [...] bin ich mir nicht sicher, ob die Blockchain alles verändern wird. Das wird auch davon abhängen, ob uns gelingt, die Nachteile der Blockchain auszugleichen und die Probleme zu lösen, ohne gleichzeitig die Vorteile einzubüßen.“ Carl-Ludwig Thiele - Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank (Thiele 2016)

Festzuhalten ist, dass die Bedeutung der Blockchain-Technologie für die Zukunft in verschiedensten Breichen zunehmen wird, jedoch das volle Anwendungspotential sowie dessen Gefahrenminimierung noch nicht genügend ausgereift ist. (Vgl. Prof. Dr. Roßbach 2016: 4f.)

3 Energieversorgerbranche

Der Fokus dieses Kapitels liegt auf der Erörterung einer Marktdisruption sowie deren Auswirkungen auf die Energieversorgerbranche. Zuvor wird sich das Kapitel mit einer kurzen Definition, der Marktentwicklung sowie der aktuellen Marktsituation dieser Branche beschäftigen. Darauffolgend wird die Energiewende erläutert, um im Anschluss die Bedeutung der Marktveränderung innerhalb des Energiesektors für Deutschland zu ergründet.

3.1 Definition

Unter der Energieversorgerbranche in Deutschland ist ein Teilbereich der Energiewirtschaft zu verstehen, welcher alle Unternehmen umfasst, die in der Energieversorgung tätig sind. Hierzu zählen alle Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) erzeugen, umwandeln, handeln und vertreiben. (Vgl. Thomas 2006: 7)

In der folgenden Abbildung sind die 734 Elektrizitätsversorgungsunternehmen und die 590 Gasversorgungsunternehmen in Deutschland nach den jeweiligen Bundesländern aufgeführt. (Vgl. Bundesnetzagentur 2017) Zu beachten ist, dass Unternehmen, die Strom als auch Gas vertreiben, separat aufgeführt sind.

Abbildung 4: EVU in Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach Bundesnetzagentur (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu den fünf größten Stromanbietern Deutschlands 2016 zählen: RWE AG, EnBW AG, E.ON AG, Vattenfall Europe AG, EWE AG. (Vgl. Strom-Magazin.de 2017)

Zu den fünf größten Gasversorgern in Deutschland 2016 gehören: EON Hanse Vertrieb GmbH, EWE Ortsgas AG, Mainova AG, Stadtwerke München GmbH, GASAG AG Berlin. (Vgl. RP Online 2017)

3.2 Marktentwicklung

Im Zuge der Analyse der Marktentwicklung, zur Energiebilanz in Deutschland, werden die folgenden wirtschaftlichen Indikatoren und deren Entwicklung begutachtet.

3.2.1 Entwicklung der Primärgewinnung von Energieträgern in Deutschland

Anhand der folgenden Abbildung wird die Entwicklung der Primärenergiegewinnung in Deutschland von 1990 bis 2016 dargestellt. Die größten Veränderungen sind in dem Rückgang der Gewinnung von Steinkohle als auch der Förderung von Braunkohle in Deutschland zu erkennen. Im Gegensatz dazu ist die Produktion von erneuerbarer Energie dementsprechend gestiegen. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 5: Primärenergiegewinnung in Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach AG Energie-bilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.2 Entwicklung der Energieträger der Bruttostromerzeugung in Deutschland

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der genutzten Energieträger der Stromproduktion in Deutschland. Hervorzuheben ist der extreme Rückgang an Kernenergie und der Anstieg an erneuerbarer Energie. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 6: Bruttostromerzeugung in Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach AG Energiebilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.3 Entwicklung der Energieträgerimporte nach Deutschland

Die Entwicklung des Importes von Energieträgern nach Deutschland zeigt die nächste Abbildung. Als Folge des Rückgangs an Steinkohleressourcen ist der Anstieg des Imports von Steinkohle nach Deutschland deutlich zu erkennen. Gleicherweise ist ein starker Einfuhranstieg an Gasen zu vermerken. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 7: Import von Energieträgern nach Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach AG Energie-bilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.4 Entwicklung der Energieträgerexporte aus Deutschland

Die Folgen der Ressourcenknappheit von Steinkohle in Deutschland werden im Verlauf des Exportes von 1990 bis 2016 ersichtlich, sodass zu erkennen ist, dass der Export von Steinkohle immens zurückgegangen ist. Im Gegensatz dazu ist besonders der Export von Mineralölen bis 2016 sowie Gase bis 2015 angestiegen. Seit 2015 werden zudem erneuerbare Energien aus Deutschland exportiert. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 8: Export von Energieträgern aus Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach AG Energie-bilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.5 Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland

Der Primärenergieverbrauch ist von 1990 auf 2016 um circa 10 Prozent gesunken. Hervorzuheben ist der minimierte Verbrauch von Energieträgern wie Steinkohle, Braunkohle sowie Kernenergie. Im Zuge dessen steigt der Primärenergieverbrauch von Gasen und erneuerbaren Energien. Der Austauschsaldo von Strom liegt 2016 bei -182, welches eine Exportüberschuss impliziert. Die folgende Abbildung zeigt diesen Verlauf. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 9: Primärenergieverbrauch in Deutschland (Quelle: Eigene Abbildung nach AG Energiebilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2.6 Entwicklung der Energiepreise in Deutschland

Der Importpreis von Rohöl ist in den letzten Jahren, vom Höchstpreis 2012 bei 642,71 Euro pro Tonne, auf 286,37 Euro pro Tonne in 2016 gesunken. Zugleich sind die Erdgasimportpreise seit 2012 (8.067 Euro pro Terajoule) in 2016 auf 4.275 Euro pro Terajoule gesunken. Zugleich haben sich die Einfuhrpreise von Steinkohle 2016 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 8 Prozent auf 67,07 Euro pro Tonne verringert. (Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2017)

Bei den Verbraucherpreisen der privaten Haushalte zeigt sich bei Heizöl ein leichter Preisrückgang von 59,20 Euro pro 100 Liter 2015 zu 49,21 Euro pro 100 Liter in 2016. Im Gegensatz zu den Strompreisen, die auf 29,331 Cent pro Kilowatt in 2016 angestiegen sind, senkt sich der Erdgaspreis leicht in 2016 auf 6,86 Cent pro Kilowatt. (Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2017)

Auf weitere Preisentwicklungen wird nicht eingegangen, da dies sonst den Rahmen der Arbeit sprengen würde.

3.2.7 Entwicklung der Emissionswerte in Deutschland

Die Treibhausgasemissionswerte in Deutschland werden mit einem circa 85 prozentigem Anteil an energiebedingter Emission, welche bei der Produktion von Strom und Wärme entstehen, verursacht. Die Entwicklung der energiebedingten CO2-Emission sowie deren Rückgang von fast 25 Prozent, von 1990 bis 2015, ist in der folgenden Abbildung nachzuvollziehen. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Abbildung 10: Energiebedingte CO2-Emission in Deutschland (Quelle: Eigene Darstellung nach AG Energiebilanz e.V. (2017))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Festzuhalten ist, dass in Bezug auf die vorherigen Abbildungen, die Marktentwicklung der Energiewirtschaft zwei elementare Veränderungen aufzeigt. Zum einen ist die Ressourcenknappheit in Deutschland ein Grund für die Veränderung in der Energiewirtschaft. Der Rückgang von Ressourcen, wie Steinkohle und Braunkohle in Deutschland, zeigt sich extrem in der veränderten Primärgewinnung von Energieträgern und dem erhöhten Importaufkommen. Des Weiteren ist ein starker Rückgang der Kernenergie zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu ist ein Anstieg in der Primärgewinnung und des Exports von Mineralölen in Deutschland zu erkennen. Diese Veränderungen betreffen zugleich die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland. Zum anderen ist das erstmalige Aufkommen und der momentane Anstieg von erneuerbaren Energie zu verzeichnen. Diese zeigt sich besonders in der Primärgewinnung in Deutschland, in der Bruttostromerzeugung sowie in den Export dieser neuen Energieträger. (Vgl. AG Energiebilanz e.V. 2017)

Auf die weitere Entwicklung des Energiemarkts wird im Kapitel 3.4 eingegangen.

3.3 Marktsituation

Für die Analyse der aktuellen Marktsituation der Energiebranche wird die PESTEL-Methode angewandt. (Vgl. Johnson, Scholes und Whittington 2011: 80) Anhand dieser Analyse werden nur ausschlaggebende Daten, Fakten und Zahlen berücksichtigt, die für die aktuelle Situation und die Entwicklung der Energiewirtschaft von Bedeutung sind. Aufgrund dieser Fokussierung kann nicht auf alle Informationen und Hintergründe eingegangen werden. In der folgenden Tabelle ist die Anwendung der PESTEL-Analyse, für die Ermittlung der aktuellen Marktsituation der Energiebranche, dargestellt.

Tabelle 7: PESTEL - Marktsituation der Energiebranche (Quelle: Eigene Darstellung nach Johnson, Scholes und Whittington (2011): 80)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 103 Seiten

Details

Titel
Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Blockchain-Technologie in der Energieversorgerbranche in Deutschland
Note
1,4
Jahr
2018
Seiten
103
Katalognummer
V491468
ISBN (eBook)
9783668977105
Sprache
Deutsch
Reihe
Aus der Reihe: e-fellows.net stipendiaten-wissen
Schlagworte
blockchain, energieindustrie, destruptive Technologie, Geschäftstransformation, Geschäftsmodell
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Blockchain-Technologie in der Energieversorgerbranche in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491468

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