In meinem Projekt geht es um die Gestaltung eines Rollenspielbereiches im Kindergarten. Die entsprechenden Schwerpunkte wurden durch die Beobachtungen gewonnen. Das Bauzimmer wird zu einem Rollenspielbereich umgebaut. Warum gerade diese Räumlichkeiten? Seit geraumer Zeit rennen die Kinder dort nur noch Ziel- und Planlos umher. Fangen an Höhlen und dgl. zu bauen und lassen diese dann stehen um sich auch schon wieder nach der nächsten Tätigkeit umzusehen. Durch die Entstehung eines Rollenspielzimmers soll der Raum neue Spielimpulse vermitteln. Die Kinder zu neuen Spielideen anregen und inspirieren. Des Weiteren wird durch eine klare räumliche Einteilung das Herumrennen verhindert.
Inhaltsverzeichnis
1. Situationsanalyse
1.1 Projekt Mäuseburg
1.2 Angaben zur Projekt Gruppe
2. Beschreibung des Vorhabens
3. Sachanalyse
4. Bildungs- und Entwicklungsfelder
4.1 Zielsetzung
4.2 Bildungsgehalt
5. Didaktisch- methodische Vorgehensweise
6. Vorbereitung und Organisation
6.1 Zeitplan
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die pädagogische Begleitung und Gestaltung eines Rollenspielprojektes im Kindergarten, bei dem Kinder gemeinsam eine Burg aus Kartonagen planen, konstruieren und künstlerisch gestalten. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie durch diesen kreativen Prozess die Teamfähigkeit, die Ausdrucksmöglichkeiten und das soziale Lernen der Kinder gefördert werden können.
- Konzeption und Durchführung eines gruppenbasierten Rollenspielprojektes.
- Förderung der Kreativität und ästhetischen Gestaltungskompetenz durch handwerkliche Tätigkeiten.
- Stärkung des sozialen Lernens, der Kommunikation und des Teamgeistes innerhalb der Kindergruppe.
- Integration pädagogischer Bildungsbereiche (Denken, Sprache, Sinne) in den kindlichen Spielalltag.
- Die Rolle der pädagogischen Fachkraft als Impulsgeberin und Begleiterin im Hintergrund.
Auszug aus dem Buch
Das Rollenspiel
Kinder lieben es ab und an eine andere Person zu sein. Mädchen möchten gern einmal eine Prinzessin sein und durch ihr Schloss stolzieren und Jungs wollen vielleicht als mutige Ritter die Welt erobern. Durch das Rollenspiel erleben die Kinder nicht nur Fantasiewelten, sie spielen auch den Alltag nach. Rollenspiele machen Spaß und ermöglichen gleichzeitig neue Ansichten und Perspektiven. Zudem sind sie für das Entwickeln von sozialen Fähigkeiten ein wichtiges Training. Rollenspiele beginnen ab dem Kleinkindalter und gehören zum üblichen Spielverhalten der Kinder. Wenn sich die Kinder als eigenständige Person wahrnehmen, beginnen sie damit sich im Spiel in andere Charaktere hineinzuversetzen. Das ist in der Regel ab einem Alter von zwei Jahren der Fall. Zu diesem Zeitpunkt sind diese Spiele recht simpel konstruiert, denn die Kleinkinder sind bedingt durch ihre Sprachentwicklung eingeschränkt. Es ist noch schwer sich genau mitzuteilen und zu sagen, was man gerne möchte. Hinzu kommt die Herausforderung ein Spiel und eine Rolle für einen bestimmten Zeitraum durchzuhalten. Wächst das Kind, dann entwickeln sich mit ihm seine Rollenspiele. Im Kindergartenalter sind die Kinder bereits in der Lage ihre Spiele hinsichtlich Handlung und Rolle zu organisieren und zu planen. Zusätzlich können sie sich nun besser mit ihren Mitspielern verständigen. Besonders in dieser Zeit machen Rollenspiele einen großen Anteil am Spiel der Kinder aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Situationsanalyse: Die Autorin reflektiert ihren Einstieg in das Anerkennungsjahr und stellt das spezifische Projekt "Mäuseburg" sowie die Zusammensetzung der beteiligten Kindergruppe vor.
2. Beschreibung des Vorhabens: Dieses Kapitel erläutert die bauliche Gestaltung der "Mäuseburg" aus recycelten Kartonagen und den geplanten künstlerischen Arbeitsprozess mit den Kindern.
3. Sachanalyse: Hier werden die theoretischen Hintergründe des Rollenspiels, dessen Bedeutung für die kindliche Entwicklung und die Relevanz ästhetischer Bildung thematisiert.
4. Bildungs- und Entwicklungsfelder: Das Kapitel verknüpft die Bereiche Denken, Sprache und Sinne mit dem aktuellen Projektverlauf und definiert die konkreten Lernziele.
5. Didaktisch- methodische Vorgehensweise: Die Autorin beschreibt den Ablauf des Angebots, unterteilt in Einstieg, Hauptteil und Abschluss, sowie ihre pädagogische Rolle darin.
6. Vorbereitung und Organisation: Hier findet sich eine detaillierte Auflistung der benötigten Materialien sowie ein strukturierter Zeitplan für die Durchführung.
Schlüsselwörter
Rollenspiel, Kindergarten, Projektarbeit, Ästhetische Bildung, Teamfähigkeit, Kreativität, Kindliche Entwicklung, Sozialverhalten, Konstruktion, Projekt Mäuseburg, Pädagogische Begleitung, Bildungsbereiche, Kartonage, Gruppenprozess, Spielpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein pädagogisches Praxisprojekt in einem Kindergarten, bei dem eine Gruppe von Kindern gemeinsam eine "Mäuseburg" aus Kartons baut und künstlerisch gestaltet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Zentrale Themen sind die Bedeutung des Rollenspiels für die soziale und kreative Entwicklung sowie die praktische Umsetzung von Bau- und Gestaltungsprozessen im Kindergartenalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Kindern Raum für kreative Selbstentfaltung zu bieten und durch das gemeinsame Bauprojekt soziale Kompetenzen wie Teamarbeit, Absprachefähigkeit und Problemlösungsstrategien zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer reflexiven pädagogischen Dokumentation, die Situationsanalyse, Sachanalyse und die methodische Planung des Angebots miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Projektbeschreibung, der theoretischen Einbettung des Rollenspiels und der konkreten didaktischen Planung des Vorhabens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Rollenspiel, Projektarbeit, Ästhetische Bildung, Teamfähigkeit und Kreativitätsförderung definiert.
Warum wurde das Projekt "Mäuseburg" benannt?
Der Name leitet sich von dem Bilderbuch "Das Mäusehaus: Sam & Julia" ab, welches als Impulsgeber für die Kinder diente, um eine eigene kleine Welt aus Kartons zu erschaffen.
Welche Rolle nimmt die Erzieherin während des Projekts ein?
Die Autorin agiert als begleitende Unterstützung im Hintergrund, um den Kindern Raum für selbstständiges Handeln zu lassen, greift jedoch bei Bedarf moderierend ein.
Wie trägt das Projekt zur Förderung der Sprache bei?
Durch die notwendigen Absprachen und die gemeinsame Planung der Burg werden die Kinder stetig dazu angeregt, ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse sprachlich auszudrücken.
- Arbeit zitieren
- Julia Hübner (Autor:in), 2018, Praxisbesuch. Kreatives Bildungsangebot im Kindergarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491524