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Ernst Cassirer und Susanne K. Langers System der symbolischen Formen

Eine Untersuchung zum Verhältnis der symbolischen Formen

Title: Ernst Cassirer und Susanne K. Langers System der symbolischen Formen

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Henrike Vogel (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Summary Excerpt Details

Die Philosophie der symbolischen Formen nimmt die Art und Weisen, die Richtungen des Weltverstehens in den Blick. Es sei hierbei ausdrücklich auf den Plural hingewiesen, denn die geistige Welt ist durch eine „Mehrdimensionalität“ gekennzeichnet. (vgl. Cassirer 1954: 64) So zählt Cassirer u.a. folgende symbolische Formen auf: Mythos, Religion, Sprache, Wissenschaft, Kunst, aber auch Technik, Wirtschaft usw..

Dieses System der symbolischen Formen soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Es steht die Frage im Raum, in welchem Verhältnis die verschiedenen symbolischen Formen zueinander stehen. Hierzu soll im ersten Kapitel eine Rekonstruktion Ernst Cassirers vorgenommen werden. Im zweiten Kapitel wird dann der Ansatz der Philosophin Susanne K. Langers skizziert, um im dritten Kapitel einen Vergleich der beiden Positionen durchzuführen. Neben der Frage zum Verhältnis der symbolischen Formen, d.h. ihrer möglichen hierarchischen Anordnung, Entstehungsgeschichte und ihrer Wirkmächtigkeit, soll zudem beleuchtet werden, ob Susanne K. Langer eine mögliche Weiterentwicklung der Cassirer’schen Symboltheorie vorlegt oder sie vielmehr als eine originelle Interpretin derselben auftritt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden schließlich im vierten Kapitel zusammenfassend dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ernst Cassirer

2. Susanne K. Langer

3. Das Verhältnis der symbolischen Formen – ein Vergleich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis der verschiedenen symbolischen Formen zueinander, indem sie die Positionen von Ernst Cassirer und Susanne K. Langer rekonstruiert und kritisch miteinander vergleicht. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob zwischen den symbolischen Formen eine hierarchische Anordnung besteht oder ob es sich um gleichberechtigte Weisen des Weltverstehens handelt, wobei auch der Beitrag Langers zur Weiterentwicklung der Cassirer’schen Symboltheorie beleuchtet wird.

  • Rekonstruktion der Symboltheorie von Ernst Cassirer
  • Darstellung des Ansatzes von Susanne K. Langer
  • Vergleichende Analyse der hierarchischen vs. nicht-hierarchischen Konzeption
  • Untersuchung der Rolle von Kunst und Gefühl in beiden Philosophien
  • Bewertung des Einflusses der Sprache als symbolische Form

Auszug aus dem Buch

1. Ernst Cassirer

Der Mensch lebt in einer symbolischen Welt. Was ihn gegenüber den Tieren auszeichnet ist eben dies: seine Fähigkeit zur Symbolisierung. So tauft Cassirer den Menschen das „animal symbolicum“. (Cassirer 2006: 31, zitiert nach Hamada 2016: 27) Was genau sind nun jene symbolischen Formen?

Unter einer >symbolischen Form< soll jede Energie des Geistes verstanden werden, durch welche ein geistiger Bedeutungsgehalt an ein konkretes sinnliches Zeichen geknüpft und diesem Zeichen innerlich zugeeignet wird. (Cassirer 2003: 79, zitiert nach Hamada 2016: 28)

Diese geistigen Energien knüpfen also geistige Bedeutungsgehalte an sinnliche Zeichen, etwa Wörter, Bilder, Dinge, Gebärden usw., und laden diese mit Sinn auf. Dabei entspricht jede symbolische Form – Mythos, Religion, Sprache, Wissenschaft, Kunst u.a. – einer anderen Gestaltung der Welt. Die symbolischen Formen sind dabei universell und variabel auf jedes Objekt anwendbar. (vgl. Hamada 2016: 36) Jedes sinnliche Erlebnis ist Träger eines Sinnes, doch die Blickrichtung entscheidet über die bestimmte Art der Sinnmodalität, was Cassirer am bekannten Beispiel des Linienzugs verdeutlicht: Eine einfache Linie kann etwa als rein optisches Gebilde betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in den fundamentalen Begriff der Symbolisierung als „Schlüssel zu aller menschlichen Existenz“ ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Verhältnis der symbolischen Formen bei Cassirer und Langer zu vergleichen.

1. Ernst Cassirer: Dieses Kapitel rekonstruiert Cassirers Konzept der symbolischen Formen, erläutert die triadische Struktur der Symbolfunktionen (Ausdrucks-, Darstellungs- und Bedeutungsfunktion) und zeigt die Rolle des Mythos sowie der Sprache auf.

2. Susanne K. Langer: Der Ansatz von Susanne K. Langer wird skizziert, wobei der Fokus auf ihrer biologischen Verortung der Symbolbildung, der Unterscheidung zwischen diskursiven und präsentativen Formen sowie der Bedeutung der Kunst liegt.

3. Das Verhältnis der symbolischen Formen – ein Vergleich: In diesem Kapitel werden die Positionen von Cassirer und Langer gegenübergestellt, um die These einer angeblichen Hierarchisierung zu prüfen und die Wechselwirkung der symbolischen Formen herauszuarbeiten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die These einer strikten Hierarchisierung bei Cassirer und würdigt Susanne K. Langers originelle Interpretation und Erweiterung der Symboltheorie.

Schlüsselwörter

Symbolisierung, Ernst Cassirer, Susanne K. Langer, Symbolische Formen, Ausdrucksfunktion, Darstellungsfunktion, Bedeutungsfunktion, Erkenntnistheorie, Weltverstehen, Kunst, Mythos, Sprache, Abstraktion, Gefühl, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung symbolischer Formen, insbesondere im Hinblick darauf, wie der Mensch durch Symbolisierung eine Welt konstruiert und versteht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die Symboltheorien von Ernst Cassirer und Susanne K. Langer, der Zusammenhang zwischen Gefühl und Symbol sowie die Rolle der Kunst im Vergleich zur wissenschaftlichen Erkenntnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Verhältnis der verschiedenen symbolischen Formen zueinander zu klären und zu prüfen, ob diese in einer hierarchischen Beziehung zueinander stehen oder gleichberechtigt fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine rekonstruktive und vergleichende Methode, bei der sie die Theorien der beiden Philosophen anhand ihrer Schriften analysiert und kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Rekonstruktion von Cassirers und Langers Theorien und führt anschließend einen direkten Vergleich durch, der unter anderem die Ausdifferenzierung der Funktionen und die Rolle der Kunst beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Symbolisierung, Erkenntnistheorie, Ausdrucksfunktion, Weltverstehen, sowie die Namen der zentralen Theoretiker Cassirer und Langer.

Wie unterscheidet Susanne K. Langer die symbolischen Formen?

Langer unterscheidet grundlegend zwischen diskursiven Formen (z.B. Sprache) und präsentativen (nicht-diskursiven) Formen (z.B. Kunst, Ritus), wobei sie den präsentativen Formen eine eigenständige Bedeutung für das Verständnis des „Unsagbaren“ zuschreibt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Hierarchie der Formen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die verbreitete These einer strikten Hierarchisierung bei Cassirer widerlegt werden kann; beide Autoren betonen eher die notwendige Verflechtung und Wechselwirkung der verschiedenen Formen.

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Details

Title
Ernst Cassirer und Susanne K. Langers System der symbolischen Formen
Subtitle
Eine Untersuchung zum Verhältnis der symbolischen Formen
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Seminar
Grade
1,0
Author
Henrike Vogel (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V491583
ISBN (eBook)
9783668983311
ISBN (Book)
9783668983328
Language
German
Tags
Ernst Cassirer Langer Susanne K. Symbolische Formen Symbolisierung Anthropologie Wahrnehmung Kunst Musik Erkenntnistheorie Bedeutung Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henrike Vogel (Author), 2018, Ernst Cassirer und Susanne K. Langers System der symbolischen Formen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491583
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