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Zur Rezeption von Goethes "Wahlverwandtschaften". Form und Funktion von Intertextualität am Beispiel von Peter Handkes "Die linkshändige Frau"

Título: Zur Rezeption von Goethes "Wahlverwandtschaften". Form und Funktion von Intertextualität am Beispiel von Peter Handkes "Die linkshändige Frau"

Trabajo Escrito , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Henrike Vogel (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Literatura, Obras
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"[D]ie kreative Rezeptionsgeschichte von Goethes Wahlverwandtschaften [ist] für die Literatur des 20. Jahrhundert noch nicht geschrieben", konstatiert Nikolas Immer in der Einleitung seines Aufsatzes "Goethes Erben". Wahlverwandtes bei Handke, Walser, Wellershof. Von dieser Lage ausgehend besteht das Erkenntnisinteresse der folgenden Arbeit darin, einen exemplarischen Blick in die Rezeption der Wahlverwandtschaften (nachfolgend mit WV abgekürzt) am Beispiel von Peter Handkes "Die Linkshändige Frau" (nachfolgend mit LF abgekürzt) zu werfen. Welche Formen der Intertextualität lassen sich in der LF finden und welche Funktion haben sie? Welche Intertextualitätstheorien können für die Analyse und Interpretation wie genutzt werden? Diese Fragen sollen den Rahmen für diese Arbeit bieten, die sich wie folgt gliedert:

Im ersten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Intertextualität skizziert, woraufhin im zweiten Kapitel die Vorgehensweise dieser Arbeit dargelegt wird. Unter dem Punkt 2.1 wird die Einflussforschung behandelt und versucht, explizite Bezüge der LF auf die WV nachzuweisen. Im nächsten Unterkapitel wird das Zitat als prominenteste Form der Intertextualität vorgestellt und die Bedeutung des nachgestellten Mottos aus den WV für die LF erläutert. Im dritten Unterkapitel 2.3 werden die Struktur und Semantik der Erzählinstanzen der beiden Romane analysiert und verglichen.

Schließlich werden im dritten Kapitel die vorläufigen Ergebnisse zusammengefasst und der Versuch, die Intertextualitätstheorien anzuwenden und fruchtbar zu machen kritisch diskutiert, um einen Ausblick auf weitere Arbeiten in diesem Feld geben zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung – Goethes Erben

1. Intertextualität

2. Wahlverwandtes von Goethe in Peter Handkes „Die linkshändige Frau“

2.1 Zur Entstehung des Werkes „Die linkshändige Frau“: Handkes Journale & Notizbücher von 1975/76

2.2 „als wenn von nichts die Rede wäre“ – Das Zitat als Motto

2.3 Das Verschwinden der Erzählinstanz

3. Zusammenfassung & Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die intertextuellen Bezüge zwischen Johann Wolfgang von Goethes „Wahlverwandtschaften“ und Peter Handkes Erzählung „Die linkshändige Frau“. Ziel ist es, anhand von Intertextualitätstheorien und einer exemplarischen Einflussforschung aufzuzeigen, wie Handke Goethes Werk rezipiert, transformiert und für die Gestaltung seiner eigenen Erzählinstanz sowie zentraler Motive nutzt.

  • Rezeptionsgeschichte und intertextuelle Verknüpfung von Klassik und Moderne
  • Analyse der Einflussforschung anhand von Handkes Journalen und Notizbüchern
  • Bedeutung des Zitats als intertextuelles Element und Motto
  • Vergleich der Erzählinstanzen und des Prinzips der „Veräußerlichung“
  • Untersuchung von Motiven wie Trennung, Einsamkeit und Emanzipation

Auszug aus dem Buch

2.2 „ALS WENN VON NICHTS DIE REDE WÄRE“ – DAS ZITAT ALS MOTTO

Während der Korrekturen an der dritten Textfassung fügt Handke vor dem Entstehungsdatum ein den WV entlehntes Motto ein, mit dem Hinweis: »kursiv, auf eine eigene Seite! als Motto nach der Erzählung« (Bl. 67 aus der Textfassung 3b, zitiert nach http://handkeonline.onb.ac.at/node/1395).

So setzten alle zusammen, jeder auf seine Weise, das tägliche Leben fort, mit und ohne Nachdenken; alles scheint seinen gewöhnlichen Gang zu gehen, wie man auch in ungeheuren Fällen, wo alles auf dem Spiele steht, noch immer so fort lebt, als wenn von nichts die Rede wäre. (Handke 2013: 101; Goethe ... )

Der Goeth’sche Erzählerkommentar beschreibt eine paradoxe Situation, in der die Figuren in einer eigentlich tragischen, dramatischen Begebenheit ihr Leben in aller Alltäglichkeit fortsetzen, „als wenn von nichts die Rede wäre“ (ebd.). Sowohl in der LF als auch in den WV ist allerdings keineswegs „von nichts die Rede“. Ganz im Gegenteil dazu kristallisieren sich einschneidende, lebensentscheidende Konflikte heraus, die das alltägliche Leben in seiner Essenz bedrohen. In den WV fällt im Vorfeld des aufgegriffenen Zitats zum ersten Mal im Verlaufe des Romans das Wort „Scheidung“ im Beziehungskontext von Eduard und Charlotte:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung – Goethes Erben: Die Einleitung steckt den theoretischen Rahmen ab, definiert das Erkenntnisinteresse an der Rezeption von Goethes „Wahlverwandtschaften“ bei Handke und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

1. Intertextualität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Intertextualitätstheorie, beginnend bei Bachtins Dialogizität bis hin zu Kristevas Konzept der „Entgrenzung des Textes“.

2. Wahlverwandtes von Goethe in Peter Handkes „Die linkshändige Frau“: Dieser Abschnitt vergleicht beide Werke hinsichtlich ihrer Struktur und Inhalte, wobei die Verbindung von Einflussforschung und intertextueller Analyse im Vordergrund steht.

2.1 Zur Entstehung des Werkes „Die linkshändige Frau“: Handkes Journale & Notizbücher von 1975/76: Basierend auf Handkes privaten Aufzeichnungen wird der direkte Einfluss von Goethes Werk auf den Schreibprozess und die konkrete Entstehung der Erzählung nachgewiesen.

2.2 „als wenn von nichts die Rede wäre“ – Das Zitat als Motto: Hier wird die Funktion des Goetheschen Zitats als Motto analysiert, das als Spiegel der Lebenssituation der Figuren in beiden Romanen dient.

2.3 Das Verschwinden der Erzählinstanz: Der Vergleich konzentriert sich auf die Erzähltechniken, insbesondere das Prinzip der Distanzierung und die „Veräußerlichung der Poesie“, die Handke radikalisiert.

3. Zusammenfassung & Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert kritisch über die gewählten Methoden und bewertet den Erkenntnisgewinn der intertextuellen Analyse.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Peter Handke, Die linkshändige Frau, Johann Wolfgang von Goethe, Wahlverwandtschaften, Einflussforschung, Erzählinstanz, Zitat, Dialogizität, Julia Kristeva, Michail Bachtin, Literaturrezeption, Veräußerlichung, Moderne, Klassik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die literarischen Bezüge zwischen Peter Handkes „Die linkshändige Frau“ und Johann Wolfgang von Goethes „Wahlverwandtschaften“ unter Anwendung intertextueller Theorien.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Neben der Intertextualität selbst werden die Themen Trennung, Einsamkeit, Emanzipation und die spezifische Gestaltung der Erzählinstanz in der modernen Literatur behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Handke Goethes Vorlage als Ausgangspunkt für eigenes Schreiben nutzt, und zu prüfen, ob die intertextuelle Analyse neue Interpretationsräume eröffnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert die klassische, quellenorientierte Einflussforschung mit systemtheoretischen Ansätzen der Intertextualitätstheorie nach Julia Kristeva und Michail Bachtin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehungsgeschichte anhand von Handkes Journalen, die Untersuchung des Zitats als Motto sowie einen Strukturvergleich der Erzählweisen beider Autoren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Intertextualität, Erzähltechnik, Goethe-Rezeption und die motivische Analyse der Lebensentscheidungen der Protagonisten.

Warum spielt die „Veräußerlichung der Poesie“ eine wichtige Rolle für Handke?

Handke übernimmt dieses Goethe-Prinzip, um durch eine distanzierte, rein beobachtende Erzählweise die Innenwelt der Charaktere auszublenden und so eine spezifische Wirkung von Banalität und Radikalität zu erzielen.

Welche Funktion hat das Zitat aus den „Wahlverwandtschaften“ in Handkes Erzählung?

Das Zitat dient als nachgestelltes Motto, das die dramatischen Ereignisse der Erzählung im Kontrast zu ihrer alltäglichen, fast sachlichen Darstellung hervorhebt und in der Schwebe hält.

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Detalles

Título
Zur Rezeption von Goethes "Wahlverwandtschaften". Form und Funktion von Intertextualität am Beispiel von Peter Handkes "Die linkshändige Frau"
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Literatur)
Curso
Seminar
Calificación
1,7
Autor
Henrike Vogel (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V491607
ISBN (Ebook)
9783668984288
ISBN (Libro)
9783668984295
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethe Erben Wahlverwandtschaften Peter Handke linkshändige Frau Intertextualität Zitat Erzähler Form Funktion Literaturwissenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henrike Vogel (Autor), 2016, Zur Rezeption von Goethes "Wahlverwandtschaften". Form und Funktion von Intertextualität am Beispiel von Peter Handkes "Die linkshändige Frau", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491607
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