Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Comparative Literature

Die Identitätskrisen der Figuren Alkmene, Amphitryon, Sosias und Charis in Heinrich von Kleists "Amphitryon"

Title: Die Identitätskrisen der Figuren Alkmene, Amphitryon, Sosias und Charis in Heinrich von Kleists "Amphitryon"

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lisa Eggermann (Author)

German Studies - Comparative Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit wird sich im weiteren Verlauf mit dem geschichtlichen Hintergrund des Werkes "Amphitryon" von Heinrich von Kleist und somit auch mit dem Untertitel "ein Lustspiel nach Molière" beschäftigen. Folgen wird eine kurze Begriffserläuterung der Begriffe "Identität", "soziale Rolle" und "Doppelgängermotiv". Die drei Begriffe hängen stark miteinander zusammen, da jedes Individuum seine eigene Identität und sozialen Rollen besitzt. Durch einen Doppelgänger werden einem die eigenen sozialen Rollen abgesprochen. Das Individuum mit einer eigenen Identität existiert nicht mehr.

Des Weiteren wird die Figurenkonstellation dargestellt und auf die Identitätskrisen zwischen diesen Figuren eingegangen. Dabei soll vor allem gezeigt werden, dass Alkmene und Amphitryon durch Amphitryons Doppelgänger Jupiter, an einer schweren Identitätskrise leiden. Sosias, der gesellschaftlich einen unteren Stand hat, leidet nicht so stark unter dem Rollenraub. Zum Schluss folgen die Gattungszuordnungen der Tragödie und Komödie und ein Resümee der gesamten Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund – von Kleist zu Molière

3. Identität, soziale Rolle und das Doppelgängermotiv

3.1 Identität

3.2 Soziale Rolle

3.3 Doppelgängermotiv

4. Figurenkonstellationen

5. Identitätskrisen

5.1 Jupiter, Amphitryon und Alkmene

5.2 Merkur, Sosias und Charis

6. Gattungszuordnung

6.1 Tragödie

6.2 Komödie/Tragikomödie

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätskrisen der zentralen Figuren in Heinrich von Kleists Lustspiel "Amphitryon" und analysiert, wie der von den Göttern inszenierte Rollentausch die Selbstwahrnehmung der Charaktere sowie ihre gesellschaftlichen Rollen untergräbt.

  • Analyse der Identitäts- und Doppelgängerproblematik
  • Untersuchung des geschichtlichen Hintergrunds im Vergleich zu Molière
  • Differenzierung der Auswirkungen des Identitätsraubs auf verschiedene soziale Schichten
  • Gattungstheoretische Einordnung des Werkes als Tragikomödie
  • Betrachtung der psychologischen und existenziellen Folgen der Rollenverwechslung

Auszug aus dem Buch

5.1 Jupiter, Amphitryon und Alkmene

Im ersten Akt in der vierten Szene tritt das erste Mal der Gott Jupiter, in der Gestalt des Amphitryons, auf. Es ist Nacht und dieser schleicht sich in das Schloss des Amphitryons. Jupiter möchte eine Liebesnacht mit Alkmene verbringen und sie somit verführen. Da der wahre Amphitryon für Alkmene eher Gatte als Geliebter ist, ist Alkmene von den Komplimenten, die Jupiter ihr macht, sehr gerührt. „(…) meine theuerste Alkmene (…)“ (V. 410) „Was ich dir fühle, theuerste Alkmene, Das überflügelt (…)“ (V. 465f.) Jupiter macht Alkmene deutlich, dass er viel für sie empfindet. In Vers 455ff spricht Jupiter ihre romantischen Bedürfnisse an. Durch ihn werden Alkmene diese das erste Mal bewusst. „So öffne dir dein Inn’res denn, und sprich, Ob den Gemahl du heut, dem du verlobt bist, Ob dem Geliebten du empfangen hast? (V. 455ff.) Sie wusste vorher gar nicht, was es heißt einen Geliebten zu haben. Durch Jupiters Worte erfährt sie, was es bedeutet, dass Amphitryon ihr Geliebter und zugleich ihr Gatte ist. Ab diesem Zeitpunkt verändern sich für Alkmene die Ansprüche an die Beziehung zu Amphitryon.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Themenstellung ein und definiert den Begriff der Identität auf Basis der theoretischen Literatur von Heinz Abels.

2. Geschichtlicher Hintergrund – von Kleist zu Molière: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Dramas sowie Kleists literarische Anlehnung an und Abgrenzung von Molières Vorlage.

3. Identität, soziale Rolle und das Doppelgängermotiv: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten geklärt, die als Fundament für die anschließende Figurenanalyse dienen.

4. Figurenkonstellationen: Es erfolgt eine Vorstellung der agierenden Personen sowie eine erste Einordnung der Verwechslungsmechanismen innerhalb der Handlung.

5. Identitätskrisen: Das Kapitel analysiert tiefgreifend die psychologischen Auswirkungen des Rollenraubs auf die Paare Alkmene/Amphitryon sowie Sosias/Charis.

6. Gattungszuordnung: Die Arbeit diskutiert die Problematik der Genrezuweisung und begründet, warum das Werk als Tragikomödie zu werten ist.

7. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse über die Identitätskrisen und die spielerische Komponente in Kleists Werk zusammen.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Amphitryon, Identität, Identitätskrise, Doppelgängermotiv, Soziale Rolle, Molière, Tragikomödie, Verwechslungskomödie, Alkmene, Rollenraub, Dramentheorie, Mythos, Herakles, Theatralität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Identitätskrisen, die durch das Eingreifen göttlicher Doppelgänger im Drama "Amphitryon" von Heinrich von Kleist bei den menschlichen Figuren ausgelöst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Identitätsproblematik, das Doppelgängermotiv, die soziale Rollenverteilung sowie die spezifische Gattungssituation des Werkes zwischen Tragödie und Komödie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin aufzuzeigen, wie der Rollenraub durch Jupiter und Merkur die Identität der betroffenen Figuren erschüttert und welche unterschiedlichen Reaktionen dies innerhalb der verschiedenen sozialen Schichten auslöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, basierend auf zentralen Identitätstheorien und fachspezifischer Literatur zur Dramenanalyse und Kleist-Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Figurenanalyse, die detaillierte Betrachtung der Identitätskrisen sowie eine gattungstheoretische Einordnung des Stücks.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Heinrich von Kleist, Identität, Doppelgängermotiv, Rollenraub, Alkmene, Amphitryon und Tragikomödie.

Warum unterscheidet sich die Wirkung des Rollenraubs bei Sosias von der bei Amphitryon?

Sosias leidet weniger unter dem Identitätsverlust, da er gesellschaftlich einer niedrigeren Schicht angehört und sich schneller an die veränderte Situation anpasst, während für den Feldherrn Amphitryon seine soziale und existenzielle Stellung in Gefahr gerät.

Welche Rolle spielt der Untertitel "ein Lustspiel nach Molière" für die Interpretation?

Der Untertitel verweist auf die historische Adaption, wobei Kleist den Fokus im Vergleich zu Molière explizit von der Gesellschaftskomödie hin zur philosophischen Identitätsproblematik verschoben hat.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die Identitätskrisen der Figuren Alkmene, Amphitryon, Sosias und Charis in Heinrich von Kleists "Amphitryon"
College
Bielefeld University
Grade
2,3
Author
Lisa Eggermann (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V491623
ISBN (eBook)
9783668989542
ISBN (Book)
9783668989559
Language
German
Tags
identitätskrisen figuren alkmene amphitryon sosias charis heinrich kleists
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Eggermann (Author), 2019, Die Identitätskrisen der Figuren Alkmene, Amphitryon, Sosias und Charis in Heinrich von Kleists "Amphitryon", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491623
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint