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Brünings Wirtschaftspolitik

Title: Brünings Wirtschaftspolitik

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Freitag (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Summary Excerpt Details

Der Untergang der Weimarer Republik führte in eine Katastrophe. Die erste deutsche Demokratie hatte keinen Bestand mehr und wurde von den Nationalsozialisten abgelöst. Dieser nicht gerade erfreuliche Ausgang sollte jedem bekannt sein. Der Untergang der Weimarer Republik wird gerne mit dem Namen Heinrich Brüning oder dem Begriff Brünings Deflationspolitik in Verbindung gebracht. Es gibt Personen, die behaupten, dass die Politik Brünings aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht angemessen war, vielmehr hätte eine andere Politik nach ihrer Meinung mehr Erfolg gehabt. Auch heute noch ist die Wirtschaftspolitik Brünings ein umstrittenes Thema. Die Frage, ob es Alternativen zu Brünings Wirtschaftspolitik gegeben hätte, beschäftigte schon viele und auch ich möchte mich in dieser Arbeit mit dieser Frage befassen. Häufig wird der Keynesianismus als die Alternative schlechthin für Brünings Deflationspolitik genannt. Ob eine antizyklische Politik, in Anlehnung an John Maynard Keynes, die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht hätte und somit dies der Weg aus der Krise gewesen wäre, möchte ich in dieser Arbeit behandeln. Deshalb werde ich zunächst einmal einen Historischen Rahmen geben, damit der Leser weiß, welche Wirtschaftsmodelle und Probleme Brüning zu seinem Regierungsantritt hatte. Um überhaupt untersuchen zu können, ob es Alternativen gab, stelle ich die Ziele, Maßnahmen und Auswirkungen der Brüningschen Wirtschaftspolitik dar. Danach kommt der Hauptteil dieser Arbeit, in dem ich mich intensiv damit beschäftigen möchte, ob es Alternativen gab und wenn ja welche. Nach den Alternativen habe ich die Borchardt-These angefügt, da sie mir sehr wichtig erscheint, wenn es um die Frage geht, ob es überhaupt eine Alternative gab. Auch der Schlagabtausch zwischen Knut Borchardt und Carl- Ludwig Holtfrerich, ist meines Erachtens sehr wichtig, da dieser gut vermittelt, wie umstritten die Deflationspolitik Brünings war, aber auch heute noch ist. Deshalb werde ich im Anschluss an die Borchardt-These die Meinungen von Carl-Ludwig Holtfrerich, Harold James und Jürgen von Kruedener aufführen. In meiner Arbeit werde ich auf Tabellen verweisen, die der Leser im Anhang finden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Rahmen

2.1 Stand der Wirtschaftswissenschaften zum Regierungsantritt Brünings

2.2 Das Reparationsproblem

3 Brünings Wirtschaftspolitik

3.1 Ziele von Brüning

3.2 Maßnahmen von Brüning

3.2.1 Kürzungen von Löhne und Gehälter

3.2.2 Änderung der Preisstruktur

3.2.3 Reparationspolitik

3.2.4 Ausbalancierung des Staatshaushaltes

3.2.5 Arbeitslosigkeit und Arbeitsbeschaffung

3.3 Auswirkungen der Maßnahmen

4 Alternativen zu Brünings Wirtschaftspolitik

5 Die Borchardt-These

5.1 Erste Borchardt-These

5.2 Zweite Borchardt-These

5.3 Zur Borchardt-These

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Wirtschaftspolitik von Heinrich Brüning während der Weimarer Republik und analysiert kritisch die Frage, ob es zu dessen umstrittener Deflationspolitik ökonomisch plausible und politisch durchsetzbare Alternativen gab.

  • Historische Einordnung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Reparationslasten.
  • Darstellung der Ziele und fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierung Brüning.
  • Untersuchung von Gegenentwürfen durch Zeitgenossen wie Wagemann, Schäffer und Lautenbach.
  • Auseinandersetzung mit der Borchardt-These hinsichtlich der politischen Handlungsspielräume.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Änderung der Preisstruktur

Preissenkungen wurden durchgeführt, um ein Preisgefälle vom Ausland zum Inland gewährleisten zu können. Dies war notwendig, da die Reparationszahlungen in Gold oder Devisen geleistet werden mussten. Durch die Erzielung von Exportüberschüssen wurden die notwendigen Devisen aufgebracht. Somit sah Brüning „die möglichst rasche Unterschreitung der Weltmarktpreise, um den internationalen Absatz anzukurbeln“24, als eine wichtige Aufgabe an.

Zu Beginn appellierte Brüning an die Vernunft der Unternehmer die Preise zu senken. Nachdem die Unternehmer diesem Appell keine Folge leisteten, wurde die erste Preissenkung am 26.07.1930 im Rahmen der ’Verordnung des Reichspräsidenten zur Behebung finanzieller, wirtschaftlicher und sozialer Notstände’ umgesetzt. Weitere Preissenkungen folgten. Dies wirkte sich negativ auf den Arbeitsmarkt aus: „Infolge der abnehmenden Grenzerlöse sank die unternehmerische Arbeitsnachfrage, die Zahl der registrierten Erwerbslosen stieg von 2,79 Mio um 75,4% auf 4, 89 Mio“25.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Deflationspolitik Brünings ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach existierenden Alternativen.

2 Historischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert den Stand der ökonomischen Theorie sowie das belastende Reparationsproblem als Ausgangslage.

3 Brünings Wirtschaftspolitik: Hier werden die Ziele, konkrete Maßnahmen, wie Lohn- und Gehaltskürzungen, sowie die fatalen Auswirkungen der Politik detailliert beschrieben.

4 Alternativen zu Brünings Wirtschaftspolitik: Dieses Kapitel analysiert Denkschriften und Reformvorschläge, die als Alternativen zur damaligen Deflationspolitik diskutiert wurden.

5 Die Borchardt-These: Die beiden zentralen Thesen von Knut Borchardt zur Zwangslage der Regierung werden dargelegt und durch wissenschaftliche Kontroversen, unter anderem mit Holtfrerich und James, beleuchtet.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit wägt die Argumente ab und kommt zu dem Schluss, dass keine eindeutigen Beweise für erfolgreich umsetzbare Alternativen existieren.

Schlüsselwörter

Heinrich Brüning, Weimarer Republik, Deflationspolitik, Reparationsproblem, Young-Plan, Weltwirtschaftskrise, Borchardt-These, Arbeitslosigkeit, Haushaltskonsolidierung, Konjunkturpolitik, Keynesianismus, Wirtschaftshistorie, Handlungsspielräume, Otto Braun, Preisstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Wirtschaftspolitik von Heinrich Brüning in der späten Weimarer Republik und ihre Rolle im Kontext des Untergangs der ersten deutschen Demokratie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Reparationspolitik, die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Deutschland und die theoretische Debatte um die Handlungsspielräume der Regierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob es ökonomisch sinnvolle und politisch realisierbare Alternativen zur staatlich verordneten Deflationspolitik gegeben hätte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie zeitgenössische Quellen, Denkschriften und den wissenschaftlichen Fachdiskurs (insb. die Borchardt-Debatte) gegeneinander abwägt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Analyse von Brünings Maßnahmen, die Untersuchung von Reformvorschlägen durch Zeitgenossen und die kritische Auseinandersetzung mit der These der politischen Zwangslage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Deflationspolitik, Borchardt-These, Handlungsspielräume und Reparationsproblematik geprägt.

Wie bewertet die Autorin die "Erste Borchardt-These"?

Die Autorin stuft den Teil der These, der den Zeitpunkt für notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen als spekulativ ein, als weniger überzeugend ein als die übrige Analyse.

Welche Rolle spielten die "Schulden" laut Harold James?

Harold James argumentiert, dass die Reparationen trotz des Young-Plans eine existenzielle Belastung blieben und Deutschland aufgrund der Devisenabhängigkeit in einer prekären Lage war.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Brünings Wirtschaftspolitik
College
University of Mannheim
Grade
2,0
Author
Susanne Freitag (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V49179
ISBN (eBook)
9783638456999
Language
German
Tags
Brünings Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Freitag (Author), 2005, Brünings Wirtschaftspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49179
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