Wahrnehmung ist mehr als die Summe der Reize. Sie ist mehr als die digitale Wiedergabe des Empfundenen. Wahrnehmung ist die Abbildung der Umwelt in unserem Denken. Unsere Wahrnehmungsorgane kommunizieren mit dem Gehirn in 0 und 1, ähnlich der Bits und Bytes eines Computers. Das Gehirn setzt diese schwachen elektrischen Impulse in ein Gesamtbild zusammen. Doch wie Merlau-Ponty in seinem Artikel zeigt, reicht diese Erklärung nicht für die Dinge aus, die wir letztendlich wahrnehmen. In seinem Beitrag „Das Kino und die neue Psychologie“ stellt er die klassische Betrachtungsweise der Wahrnehmung den neuen Erkenntnissen der Psychologie gegenüber.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die klassische und die neuere Betrachtungsweise der Wahrnehmung
- Die klassische Psychologie
- Die neue Psychologie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Text „Das Kino und die neue Psychologie“ von Maurice Merlau-Ponty. Sie untersucht die klassischen und neuere Betrachtungsweisen der Wahrnehmung, wie sie im Text dargestellt werden. Dabei werden insbesondere die Kritik der klassischen Psychologie und die Bedeutung der neuen Psychologie für das Verständnis von Wahrnehmung und Realität beleuchtet.
- Kritik der klassischen Psychologie
- Die Bedeutung der neuen Psychologie
- Wahrnehmung als systemisches Konzept
- Die Rolle der Intelligenz bei der Wahrnehmung
- Emotionen und Wahrnehmung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Wahrnehmung ein und stellt die These von Merlau-Ponty vor, dass Wahrnehmung mehr als die Summe der Reize ist. Die klassische und die neuere Betrachtungsweise der Wahrnehmung werden kurz vorgestellt.
Die klassische und die neuere Betrachtungsweise der Wahrnehmung
Die klassische Psychologie
Dieses Kapitel analysiert die klassische Psychologie und kritisiert deren Vorstellung von Wahrnehmung als rein biologischen Prozess. Es wird gezeigt, wie die klassische Psychologie den Menschen als Maschine begreift und versucht, Verhalten durch wissenschaftliche Analyse zu erklären. Der Fokus liegt auf der Kritik der klassischen Psychologie, die die Intelligenz als zentrale Instanz bei der Interpretation von Wahrnehmung ansieht.
Die neue Psychologie
Das Kapitel behandelt die neue Psychologie, die sich von der klassischen Psychologie abgrenzt und die Bedeutung der Einheit des Wahrnehmungsfeldes betont. Es werden Beispiele zur Widerlegung der klassischen Theorie der Form verwendet und die Rolle der Intelligenz bei der Wahrnehmung neu bewertet. Merlau-Ponty argumentiert, dass die Intelligenz nicht die einzige Instanz für die Interpretation der Welt ist, sondern dass die Wahrnehmung in einem systemischen Kontext stattfindet. Die Bedeutung der Bewegung für die Wahrnehmung und das Verständnis von Emotionen werden ebenfalls diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Hauptideen der Arbeit werden durch Schlüsselwörter wie Wahrnehmung, klassische Psychologie, neue Psychologie, Intelligenz, Form, Bewegung, Emotionen, systemisches Konzept, Merlau-Ponty und Film zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kernaussage von Merleau-Pontys Text über das Kino?
Wahrnehmung ist mehr als die Summe einzelner Reize; sie ist eine ganzheitliche Abbildung der Umwelt in unserem Denken, was besonders im Film deutlich wird.
Wie unterscheidet sich die "neue Psychologie" von der klassischen?
Die klassische Psychologie sieht Wahrnehmung als rein biologischen, maschinenhaften Prozess, während die neue Psychologie die Einheit des Wahrnehmungsfeldes betont.
Welche Rolle spielt die Intelligenz bei der Wahrnehmung?
Merleau-Ponty kritisiert die Sicht, dass Intelligenz die einzige Instanz zur Interpretation der Welt sei, und plädiert für ein systemisches Verständnis von Wahrnehmung.
Wie wird der Text auf den Film "Barfly" angewendet?
Die Arbeit nutzt Merleau-Pontys Theorien, um die filmische Darstellung von Realität und Wahrnehmung in Barbet Schroeders Werk zu analysieren.
Was bedeutet "Wahrnehmung als systemisches Konzept"?
Es beschreibt, dass Wahrnehmung, Emotionen und Bewegung in einem wechselseitigen Zusammenhang stehen und nicht isoliert voneinander betrachtet werden können.
- Citation du texte
- Daniel Pagels (Auteur), 2002, Das Kino und die neue Psychologie von Maurice Merlau-Ponty. Eine Anwendung des Textes auf den Film "Barfly" von Barbet Schroeder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4919