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Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell "Gesprächsfähigkeit". Eine gelungene Darstellung in der Praxis?

Titel: Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell "Gesprächsfähigkeit". Eine gelungene Darstellung in der Praxis?

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Reuter (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine gelungene mündliche Kommunikation ist für eine gute zwischenmenschliche Beziehung essentiell und dazu gehört sich eine bestimmte Gesprächsfähigkeit anzueignen. Die Wichtigkeit sich mit dem Thema mündliche Kommunikation zu beschäftigen, resultiert aus zwei Gründen: Einerseits steht bei der Entwicklung des Kindes der Erwerb mündlicher Gesprächskompetenz schon am Anfang und außerdem stellt Gesprächskompetenz einen Grundstein für alle anderen Arten der Kommunikation dar. Ralph Köhnen betont, dass der Erwerb des mündlichen Sprachgebrauchs viel früher einsetze als schriftbasierte Aufgabenbereiche, da deren Vermittlung erst in der Schule beginne. Andererseits ist die Vorstellung von gesprochener Sprache, wie auch das gesellschaftliche Sprachbewusstsein, überwiegend schriftsprachlich geprägt.

Eine Erkenntnis über gesprochene Sprache erfolgt meist über das, was über geschriebene Sprache herausgefunden wird. Das Mündliche wird dabei eher weniger betrachtet und wertgeschätzt. Auch wird die Untersuchbarkeit von gesprochener Sprache dadurch eingeschränkt, dass mündliche Kommunikation ein flüchtiger und zeitlicher Gegenstand ist. Wie wichtig ein gelungenes Gespräch beziehungsweise eine gewisse Gesprächskompetenz ist, wird deutlich, wenn dadurch zwischenmenschliche Bindungen eingegangen und Schwierigkeiten gelöst werden können, sowohl im Berufsleben, als auch im Privaten. Eine Kommunikationsfähigkeit wird nicht als etwas Abstraktes erworben, sondern es wird eine Fähigkeit angeeignet, „bestimmte [...] kommunikative Praktiken auszuführen“.

Michael Becker-Mrotzek ist einer der zentralen zeitgenössischen Autoren, welcher den Bereich der Gesprächs- und Schreibdidaktik thematisiert. Die Gesprächskompetenz gilt als der „wichtigste Teil der sozialen Kompetenz“, da sie für die Meisterung des Alltags bedeutsam ist. Kann man beispielsweise mit einer anderen Person nicht ausführlich und vernünftig reden, verliert man schnell das Interesse oder lehnt es ganz ab mit dieser Person zu kommunizieren. Es ist daher wichtig sich mit diesem Bereich der sozialen Kompetenz zu beschäftigen. Ich möchte mich im Rahmen dieser Arbeit speziell mit Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“ näher beschäftigen. Dafür werde ich zunächst den Kompetenzbegriff und die Gesprächskompetenz definieren. Diese Definitionen sollen dabei helfen den weiteren Verlauf meiner Arbeit gut verfolgen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2. 1 Kompetenzbegriff

2. 2 Gesprächskompetenz

3. Was ist mündliche Kommunikation?

4. Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“

5. Das Modell in der Praxis

5. 1 Transkript eines Einstellungsgesprächs

5. 2 Anwendung auf das Kompetenzmodell

6. Kritik am Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“ auseinander, um dessen Praxistauglichkeit zu untersuchen. Das primäre Ziel ist es, das theoretische Modell anhand eines realen Transkripts eines Einstellungsgesprächs anzuwenden, die Gesprächsteilnehmerinnen in das Modell einzuordnen und abschließend eine wissenschaftliche Bewertung des Modells vorzunehmen.

  • Theoretische Grundlagen zum Kompetenz- und Gesprächsbegriff
  • Merkmale und Bedingungen mündlicher Kommunikation nach Becker-Mrotzek
  • Struktur und Dimensionen des Kompetenzmodells „Gesprächsfähigkeit“
  • Praktische Analyse eines Einstellungsgesprächs mittels des Modells
  • Kritische Evaluation der Anwendbarkeit und Grenzen des Modells

Auszug aus dem Buch

3. Was ist mündliche Kommunikation?

Um eine Definition geben zu können was mündliche Kommunikation bedeutet, ist zu klären, was unter sprachlichem Handeln zu verstehen ist. Laut Becker-Mrotzek ist sprachliches Handeln eine „auf Verständigung gerichtete Form menschlichen Handelns“. Außerdem geht er auf das Organon-Modell von Karl Bühler ein, das den Zusammenhang eines spezifischen sprachlichen Zeichens zwischen Sprecher, Hörer und Sachverhalt beschreibt. Diese sprachlichen Zeichen werden von ihm auch als sprachliche Handlungsmuster bezeichnet, die Standardlösungen in unterschiedlichen Kommunikationssituationen anbieten. Jedes Individuum könne sich ihrer bedienen und so individuelle Kommunikationsziele erreichen. Beispiele für solche Standardlösungen wären die Übermittlung von Wissen oder eine Handlungsaufforderung, aber auch die Vermittlung beziehungsweise Weitergabe von praktischem Können oder das Trostspenden.

Diese Handlungsmuster sind ebenfalls wichtig für eine gelungene Gesprächskompetenz, da Becker-Mrotzek davon ausgeht, dass der Zweck einer kommunikativen Handlung immer auch der Zusammenhang zwischen einem Standardproblem und einer Standardlösung ist. Unter mündlicher Kommunikation versteht er demnach eine „aktuale Verständigung zwischen mindestens zwei Akteuren, die sich in einem gemeinsamen Sprechzeit-Raum befinden“, damit nicht nur verbale, sondern auch nonverbale Kommunikation stattfinden kann. Zu einer „aktuale[n] Verständigungshandlung“ gehören auch externe Bedingungen und interne Merkmale von Gesprächen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung mündlicher Kommunikation und stellt das Ziel vor, Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“ kritisch zu analysieren.

2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem der allgemeine Kompetenzbegriff nach Weinert und der spezifische Begriff der Gesprächskompetenz definiert und erläutert werden.

3. Was ist mündliche Kommunikation?: Das Kapitel klärt die theoretischen Rahmenbedingungen und Merkmale mündlicher Kommunikation, insbesondere unter Rückgriff auf Becker-Mrotzeks Verständnis von sprachlichem Handeln und Handlungsmustern.

4. Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“: Es erfolgt die detaillierte Vorstellung der vier Dimensionen des Modells, die als Anforderungen für eine gelungene Gesprächskompetenz fungieren.

5. Das Modell in der Praxis: Dieses Kapitel verknüpft die Theorie mit der Empirie, indem ein Transkript eines Einstellungsgesprächs analysiert und systematisch in das Modell eingeordnet wird.

6. Kritik am Kompetenzmodell „Gesprächsfähigkeit“: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des Modells, wobei sowohl die Vorteile der Niveaueinteilung als auch die Grenzen bei der Einordnung individueller Gesprächsleistungen diskutiert werden.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Modells ab, das trotz offener Punkte als gelungene praktische Darstellung gewürdigt wird.

Schlüsselwörter

Gesprächskompetenz, Michael Becker-Mrotzek, Kompetenzmodell, mündliche Kommunikation, Gesprächsfähigkeit, Sprachdidaktik, Einstellungsgespräch, Interaktivität, Handlungsmuster, Gesprächsforschung, soziale Kompetenz, Transkriptanalyse, kommunikative Praxis, verbale Kommunikation, Identitätsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und praktischen Anwendung des Kompetenzmodells „Gesprächsfähigkeit“ von Michael Becker-Mrotzek im Kontext der Deutschdidaktik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Definition von Kompetenz und Gesprächskompetenz, die Bedingungen mündlicher Kommunikation sowie die kritische Evaluation eines spezifischen didaktischen Modells.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Praxistauglichkeit des Modells „Gesprächsfähigkeit“ zu überprüfen, indem ein reales Gesprächsbeispiel analysiert und die theoretischen Dimensionen des Modells darauf angewendet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse in Kombination mit einer qualitativen Einzelfallanalyse eines Transkripts, um die Anwendbarkeit des Modells empirisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die Vorstellung der Dimensionen des Kompetenzmodells und die praktische Analyse eines Einstellungsgesprächs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesprächskompetenz, Kompetenzmodell, mündliche Kommunikation und Gesprächsdidaktik bestimmt.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung des Modells auf das Transkript?

Die Autorin stellt fest, dass das Modell prinzipiell anwendbar ist, weist jedoch darauf hin, dass die genaue Skalierung der Teilnehmer im Modell aufgrund fehlender präziser Vorgaben des Autors einen individuellen Spielraum lässt.

Warum ist laut Arbeit die Unterscheidung zwischen medialer und konzeptioneller Mündlichkeit wichtig?

Die Unterscheidung ist für den Kompetenzerwerb essenziell, da mündliche Kommunikation an ihre Beteiligten spezifische, kontextabhängige Anforderungen stellt, die in der Didaktik berücksichtigt werden müssen.

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Details

Titel
Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell "Gesprächsfähigkeit". Eine gelungene Darstellung in der Praxis?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für Deutsche Philologie)
Note
1,0
Autor
Franziska Reuter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V492167
ISBN (eBook)
9783668984936
ISBN (Buch)
9783668984943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Michael Becker-Mrotzek Kompetenzmodell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Reuter (Autor:in), 2017, Michael Becker-Mrotzeks Kompetenzmodell "Gesprächsfähigkeit". Eine gelungene Darstellung in der Praxis?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492167
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Leseprobe aus  19  Seiten
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