Die Menschen werden in diesem Lande und in Europa in allen wichtigen Fragen ihrer Lebensgestaltung vorgeführt wie digitalisierte Neandertaler. Das liegt an unseren dürftigen Bildungssystemen, die keine Persönlichkeiten, sondern nur noch Berufssklaven und Konfessionsmarionetten (Ausdrücke Wilhelm von Humboldts) entlassen. Wir, das heisst die Kolumbianerin Helena Williams und ich, wollen das mit unserer Aktion zur gründlichen Reform unserer Bildungssysteme: Bildung, was muß man sein, um Mensch zu sein - Kants Aufbruch in die Philosophische Athropologie, ändern. Diesem Ziel dient auch der Vortrag über die Arbeit unserer Fianzsysteme, die wegen der alternativlosen Wirtschafts- und Finanzpolitik nur noch den Kapitalbesitzern und der Stützung einer genetisch karnken Währung dienen und jeden Bezug zu den finanziellen Notwendigkeiten der Lebensführung für alle Menschen verloren haben. Diese Europa wird notwendiger Weise im finanziellen Chaos enden und zwar voll zu Lasten von 90% aller Menschen. Lediglich 10% der Menschen in Europa und weltweit verdienen hier Geld und Vermögen wie in 1000 und einer Nacht und die offizielle Politik ist denen total hörig, weil sie gut geschmiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Von der zweifelhaften Moral in Finanzwirtschaft und Politik – nur ein europäisches Problem?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit kritisiert die ethische Aushöhlung des modernen Finanz- und Wirtschaftssystems, welches sich zunehmend von soliden moralischen Grundsätzen entfernt und durch kurzfristige Gewinnmaximierung sowie systemische Instabilitäten geprägt ist. Dabei wird untersucht, wie eine vom Kapital kontrollierte Politik die Verantwortung für das Gemeinwohl zugunsten einer wackeligen Finanzmarktpolitik vernachlässigt.
- Die philosophische Bedeutung von Klugheit (phrónesis) in Wirtschaft und Politik.
- Die kritische Analyse der modernen Finanzmarktinstrumente wie CDOs und Verbriefungen.
- Die historische Kontinuität von Spekulationskrisen und das Versagen ordnungspolitischer Kontrolle.
- Die Rolle der Politik und staatlicher Institutionen bei der Stabilisierung – oder Gefährdung – der ökonomischen Ordnung.
Auszug aus dem Buch
Von der zweifelhaften Moral in Finanzwirtschaft und Politik – nur ein europäisches Problem?
phrónesis¹: Klugheit (griechisch φρόνησις phrónesis Vernunft, lat. prudentia) ist die Fähigkeit zu angemessenem Handeln im konkreten Einzelfall unter Berücksichtigung aller für die Situation relevanten Faktoren, individueller Handlungsziele und sittlicher Einsichten.
Seit Platon zählt die Klugheit zu den vier Kardinaltugenden².
Das Gute (prakton agathon) ist vielmehr, so beginnt die nikomachische Ethik, in jeder Kunst und jeder Handlung »das, wonach alles hinstrebt«, also der Zweck des betreffenden Dinges³:
Zusammenfassung der Kapitel
Von der zweifelhaften Moral in Finanzwirtschaft und Politik – nur ein europäisches Problem?: Dieses einleitende Kapitel legt den philosophischen Grundstein durch die Definition der Tugend der Klugheit und kontrastiert diese mit dem gegenwärtigen Streben nach rein finanzieller Rendite.
Schlüsselwörter
Finanzkrise, Phrónesis, Ethik, Banken, Rendite, Aristoteles, Verbriefung, CDOs, Ordoliberalismus, Walter Eucken, Politik, Staatsverschuldung, Geldillusion, Gemeinwohl, Wirtschaftssystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die moralische Krise im Finanzsektor und in der Politik, wobei sie philosophische Tugendlehren mit aktuellen ökonomischen Fehlentwicklungen konfrontiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Klugheit in der Wirtschaft, die Gefahren unkontrollierter Finanzprodukte wie CDOs und die kritische Hinterfragung staatlicher Eingriffe in das Finanzsystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Verlust ethischer Maßstäbe in der Finanzwelt zur Destabilisierung des gesellschaftlichen Gesamtsystems führt und warum politische Gegenmaßnahmen oft kontraproduktiv wirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Methode, die wirtschaftshistorische Analysen mit klassischer Philosophie (Platon, Aristoteles, Kant) und ordnungspolitischer Theorie (Eucken) verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Beispiele wie die IKB-Krise, das Wirken des Finanzmaklers Münnemann und die Funktionsweise moderner Verbriefungsprogramme als Belege für das systemische Versagen angeführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzkrise, Phrónesis, Rendite, Staatsverschuldung und das Versagen der Aufsicht durch Institutionen wie die BaFin charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Begriff "phrónesis" in diesem Kontext?
Phrónesis dient als moralischer Kompass, der fehlt, wenn Akteure im Finanzsektor ihre Verantwortung für das Gemeinwohl zugunsten kurzfristiger persönlicher oder institutioneller Vorteile ignorieren.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Politik in der Finanzkrise?
Der Autor sieht die Politik, insbesondere durch Akteure wie das Bundesfinanzministerium, in einer unheilvollen Verflechtung mit den Banken, die statt effektiver Kontrolle eine „Lustgarten-Politik“ betreibt.
Welche Warnung leitet der Autor aus den Finanzkrisen ab?
Die Hauptwarnung besteht darin, dass die Wiederholung von „Verbriefungen“ und künstlicher Geldschöpfung zwangsläufig zu zukünftigen, noch schwerwiegenderen Crashs führt, da das Vertrauen in die Solidität des Finanzsystems nachhaltig zerstört wird.
- Arbeit zitieren
- Klaus Peter Kraa (Autor:in), 2012, Ethik der Banken. Wirtschaftsethik gestern und heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492218