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Der Ökofaschismus des Brenton Tarrant. Eine Auseinandersetzung mit seiner Schrift "The Great Replacement" unter ideologischen Gesichtspunkten

Title: Der Ökofaschismus des Brenton Tarrant. Eine Auseinandersetzung mit seiner Schrift "The Great Replacement" unter ideologischen Gesichtspunkten

Scientific Essay , 2019 , 41 Pages

Autor:in: Christoph Kohls (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Schon kurz nach dem Attentat von Brenton Tarrant war innerhalb des rechten Milieus das Schlagwort des "Ökofaschisten" präsent. Tarrant bezeichnet sich selbst als "Eco-Fascist", interessant ist hier allerdings der Konnex, mit der Tarrant die Morde in Christchurch legitimierte. Ziel dieser Arbeit ist es, die Ideologie von Brenton Tarrant zu dekonstruieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. Rechtsextremismus - Theorie und Ideologie

2. Selbstdarstellung v. Brenton Tarrant

1. Knights Templar

3. Inhaltliche Narrative

1. Ökologie und Rassismus

2. Autoritarismus, Antimarxismus, Identität und Demokratie

3. Kultur und Christentum

4. Das Verhältnis zur Frau

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Quellen

2. Literatur

1. Zeitungsartikel

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die ideologischen Argumentationsmuster im Manifest "The Great Replacement" des Christchurch-Attentäters Brenton Tarrant. Das primäre Ziel ist es, die dem Text zugrunde liegenden rechtsextremen Narrative – insbesondere die Verknüpfung von Ökologie und Rassismus – wissenschaftlich einzuordnen und ihre ideologische Herkunft zu bestimmen.

  • Analyse der rassistischen Ideologie und der "Blut-und-Boden"-Thematik bei Tarrant
  • Untersuchung der Funktionalisierung von Umweltschutz als Legitimationsfaktor für Fremdenfeindlichkeit
  • Einordnung des Attentäters in den Kontext der sogenannten "Neuen Rechten"
  • Dekonstruktion der Gewaltlegitimation und der Freund-Feind-Kategorien im Manifest

Auszug aus dem Buch

3. Inhaltliche Narrative

Tarrant wendet sich auf S. 24 seines Manifestes an den modernen Konservatismus und beklagt den Mangel an Dingen, die selbiger noch konservieren könne: Die Natur sei industrialisiert, pulverisiert und verallgemeinert („commoditized“), die westliche Kultur trivialisiert, die ethnische Autonomie im Namen des Billiglohnsektors zerstört, die Religion in das Reich der Bedeutungslosigkeit verbannt. Die Homogenität der Nationen ist nicht mehr gegeben und - der einzige Punkt, an welchem Tarrant in Majuskeln schreibt - sie glauben nicht an die „race“. Das Fazit von Tarrant ist, dass der Konservatismus tot sei, und dies die Möglichkeit sei, etwas neues, „something of worth“, zu kreieren. Die Frage ist, was Tarrant in seinem Manifest eigentlich fordert. Im Folgenden werden die folgenden, zusammenhängenden Bereiche dargestellt, eingeordnet und analysiert.

Bezüglich der Nutzung des Wortes „race“ muss an dieser Stelle konstatiert werden, dass dieser in seiner biologischen Nutzung, auch im Englischen - wie im Deutschen - „verbrannt“ ist. Allerdings wird, gerade im angelsächsischen Bereich, der Begriff der „race“ immer noch genutzt. Hella von Unger konstatiert diesbezüglich:

„Interessant ist dabei, dass gerade auch zivilgesellschaftliche Akteure teilweise die Verwendung von „race“- Kategorien einfordern, mit dem Argument: auch wenn „race“ -Kategorien sozial konstruiert sind, stellen die mit ihnen verbundenen Formen von Rassismus doch eine Realität dar – und will man diese dokumentieren, analysieren und verändern, so muss man mit den Kategorien arbeiten.“

In welcher Art und Weise Tarrant den Begriff nutzt, wird zu analysieren sein. Ebenso das, was er den Konservativen empfiehlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Reaktion auf den Terroranschlag von Christchurch und stellt die Forschungsfrage nach den ideologischen Mustern im Manifest des Täters.

1. Rechtsextremismus - Theorie und Ideologie: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Rechtsextremismus wissenschaftlich und erläutert ideologische Strömungen, die als theoretische Grundlage für die Analyse dienen.

2. Selbstdarstellung v. Brenton Tarrant: Hier wird untersucht, wie sich der Täter im Manifest selbst positioniert und welche Verbindungen er zu anderen rechtsextremen Terroristen wie Anders Behring Breivik zieht.

1. Knights Templar: Dieses Unterkapitel analysiert Tarrants Bezugnahme auf den Orden der "Knights Templar" und seine ideologische Nähe zu den Zielen dieses rechtsextremen Netzwerks.

3. Inhaltliche Narrative: Das Hauptkapitel analysiert systematisch die Kernthemen des Manifests, beginnend mit der Verknüpfung von Ökologie und Rassismus.

1. Ökologie und Rassismus: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Tarrant Umweltfragen instrumentalisiert, um rassistische Ideologien und die Überbevölkerungsthese zu rechtfertigen.

2. Autoritarismus, Antimarxismus, Identität und Demokratie: Hier wird Tarrants Ablehnung der demokratischen Grundordnung und seine Kritik an vermeintlichem Kulturmarxismus thematisiert.

3. Kultur und Christentum: Die Analyse deckt auf, wie Tarrant Kultur und Religion lediglich als identitätsstiftende Abwehrmarker gegen den Islam funktionalisiert.

4. Das Verhältnis zur Frau: Dieses Kapitel untersucht das Frauenbild im Manifest, in dem Frauen primär eine Rolle als Beschützerinnen des europäischen Erbes und "Gebärmaschinen" zugeschrieben wird.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Tarrants Manifest vollumfänglich der Ideologie der "Neuen Rechten" entspricht und als rassistische Argumentationsgrundlage dient.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen, Fachliteratur und Zeitungsartikel aufgelistet, die der Analyse zugrunde liegen.

1. Quellen: Ein Verzeichnis der primären Quellentexte, insbesondere Tarrants Manifest sowie Werke von Ideologen der Neuen Rechten.

2. Literatur: Die Aufzählung der sekundärwissenschaftlichen Literatur zur Einordnung des Rechtsextremismus.

1. Zeitungsartikel: Eine Übersicht der journalistischen Quellen, die im Zusammenhang mit dem Anschlag und der Berichterstattung zitiert wurden.

Schlüsselwörter

Brenton Tarrant, Rechtsextremismus, Manifest, Ökofaschismus, Neue Rechte, Umvolkung, Kulturmarxismus, Identitäre Bewegung, Rassismus, Terrorismus, Ethnopluralismus, Blut-und-Boden-Ideologie, Geburtenrate, Christchurch, Antisemitismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer ideologischen Analyse des Manifests von Brenton Tarrant, das er im Vorfeld seines Terroranschlags in Christchurch veröffentlichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verknüpfung von Umweltschutz mit Rassismus, die Ablehnung des modernen Konservatismus, das Feindbild des "Kulturmarxismus" und die Instrumentalisierung kultureller Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, welche rechtsextremen Argumentationsmuster Tarrant verwendet und wie er diese rhetorisch verknüpft, um seine rassistisch motivierte Gewalt zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine ideologiekritische Analyse, bei der sie Aussagen aus dem Manifest mit politikwissenschaftlichen Definitionen und Theorien des Rechtsextremismus vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Selbstinszenierung des Täters, die Untersuchung der Verknüpfung von Ökologie und Rassismus, die Haltung zur Demokratie und zum Christentum sowie das Rollenverständnis der Frau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ökofaschismus, Ethnopluralismus, "Große Umvolkung", Neue Rechte und der ideologische Begriff der "Weißen Rasse".

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Umweltschutzes in Tarrants Ideologie?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Umweltschutz bei Tarrant lediglich als "Legitimationsfaktor" fungiert, um rassistische, völkische Ziele zu rechtfertigen.

Wie steht Tarrant zur Demokratie?

Tarrant wird als erklärter Feind der liberalen Demokratie dargestellt; er betrachtet diese als "Einfallstor" für fremde Einflüsse und als System, das unter der Kontrolle marxistischer Eliten stehe.

Warum spielt die "Schwarze Sonne" eine Rolle in der Analyse?

Sie wird als zentrales Identitätssymbol innerhalb des deutschen Rechtsextremismus identifiziert, das Tarrant als Code nutzt, um sich einer bestimmten Gesinnungsgruppe zugehörig zu fühlen.

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Details

Title
Der Ökofaschismus des Brenton Tarrant. Eine Auseinandersetzung mit seiner Schrift "The Great Replacement" unter ideologischen Gesichtspunkten
College
Ruhr-University of Bochum
Author
Christoph Kohls (Author)
Publication Year
2019
Pages
41
Catalog Number
V492231
ISBN (eBook)
9783668984974
ISBN (Book)
9783668984981
Language
German
Tags
Rechtsextremismus Brenton Tarrant Ideologie Faschismus Ökologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kohls (Author), 2019, Der Ökofaschismus des Brenton Tarrant. Eine Auseinandersetzung mit seiner Schrift "The Great Replacement" unter ideologischen Gesichtspunkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492231
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