GDSS ( Group Decision Support Systems ) stellen eine notwendige Konsequenz aus den technischen Entwicklungen der letzten Jahre dar. Sie unterstützen dabei als computergestützte Hilfe für Gruppenentscheidungsprozesse eine Dezentralisierung größerer Arbeitsgruppen, bzw. die Einsparung von Arbeitszeit. Meetings in größeren Firmen können wesentlich effektiver gestaltet werden.
Obwohl einige Theorien von 3 verschiedenen Level des GDSS ausgehen ist doch das Grundkonzept ein virtueller Meeting- Raum, ähnlich dem Chat- Raum im Internet. Dieser wird von den einzelnen Teilnehmern genutzt um Gedanken und Ideen einzubringen, Vorschläge zu diskutieren, Daten auszutauschen und Entscheidungen zu treffen. Dabei befinden sich die Teilnehmer in einem Zustand der Anonymität und haben somit den Vorteil Ideen ungeachtet der Stellung in der Firma einzubringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Allgemeines
2. Die Interaktion von Mensch und Technik
3. Diskussion der Vor- und Nachteile
3.1 Zusammenfassung
4. 3 Beispiele
4.1 Der Elektronikkonzern BURR- BROWN ( 1500 Mitarbeiter )
4.2 Der Kaufhausdetektiv
4.3 The euroGDSS Workshop
5. Schlußwort
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, Funktionsweisen sowie die praktische Anwendung von Group Decision Support Systems (GDSS) im unternehmerischen Kontext. Ziel ist es, den Einfluss dieser computergestützten Technologien auf Gruppenentscheidungsprozesse, die zwischenmenschliche Interaktion und die Arbeitseffektivität zu analysieren.
- Grundkonzepte und funktionale Ebenen von GDSS
- Wechselwirkungen zwischen technischer Struktur und sozialer Gruppendynamik
- Vor- und Nachteile der Anonymität in Entscheidungsprozessen
- Einflussfaktoren für den erfolgreichen Einsatz von GDSS
- Praxisbeispiele für die Implementierung in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3. Diskussion der Vor- und Nachteile
Einer der für Unternehmen am sichersten entstehende Vorteil dürfte in der Zeitersparnis liegen. GDSS entstand aus der Problematik, daß immer größere Meetings immer schwerer zu kontrollieren waren. Nehmen zum Beispiel nur 45 Personen einer Arbeitsgruppe an einem Meeting teil, und jeder spricht nur 1 Minute, so resultieren daraus 45 Minuten verlorene Arbeitszeit. Abgesehen von den Problemen des Moderators diese 45 Personen zu koordinieren. GDSS ermöglicht es allen 45 Personen gleichzeitig ihre Meinung zu äußern. Die Software organisiert diese Aussagen und stellt sie auf dem Bildschirm für jeden lesbar dar. Selbst langsame Schreiber benötigen für eine kurze ( siehe 1 minütliche ) Aussage nicht mehr als 7 – 8 min. Mit einer Lesezeit von max. 12 – 13 min. ergibt das eine Gesamtzeit von ca. 20 min. Ein deutlicher Vorteil gegenüber dem freien Meeting, daß zudem noch von einem Moderator organisiert werden muß. Zudem hat jeder Teilnehmer eines GDSS- Meetings alle Meinungen zum Nachlesen auf dem Bildschirm.
Hier besteht allerdings der Nachteil, daß jeder Teilnehmer im Umgang mit der Technik geschult sein muß, was zu Problemen mit z.B. älteren Mitarbeitern führen könnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Allgemeines: Einführung in die GDSS-Konzeption als computergestützte Hilfe zur Steigerung der Meeting-Effektivität und Vorstellung der drei technischen Levels.
2. Die Interaktion von Mensch und Technik: Analyse der veränderten Kommunikationsregeln und Gruppendynamiken durch den Einsatz von Rechneranlagen in Meetings.
3. Diskussion der Vor- und Nachteile: Bewertung der Auswirkungen von GDSS auf Zeitmanagement, Anonymität und soziale Hierarchien in Unternehmen.
4. 3 Beispiele: Darstellung praktischer Anwendungsszenarien in einem Elektronikkonzern, bei einer Sicherungsgesellschaft sowie durch den euroGDSS-Workshop.
5. Schlußwort: Fazit zur Relevanz von Meetingware angesichts technologischer Preisstürze und sich wandelnder Arbeitsplatzstrukturen.
Schlüsselwörter
Group Decision Support Systems, GDSS, Gruppenentscheidung, Meetingware, Computergestützte Kommunikation, Anonymität, Gruppendynamik, Effizienzsteigerung, Electronic Brainstorming, Software, Problemlösung, Arbeitsgruppen, Interaktion, Technik-Akzeptanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit thematisiert Group Decision Support Systems (GDSS) als technologische Unterstützung für Gruppenprozesse in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Klassifizierung von GDSS, der Beeinflussung zwischenmenschlicher Kommunikation und den Vor- sowie Nachteilen dieser Systeme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie GDSS Meetings effektiver gestalten und Entscheidungsprozesse in Organisationen strukturieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Der Autor stützt sich auf Literaturanalysen, insbesondere die Forschung von DeSanctis und Galuppe sowie Fulk und Steinfield, und ergänzt diese durch Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Technik, der Rolle der Anonymität und dem Einfluss der GDSS-Struktur auf das Gruppenverhalten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören GDSS, Meetingware, Gruppenentscheidung, Anonymität, Effizienz und Problemlösung.
Welchen Einfluss hat die Anonymität laut der Arbeit auf die Teilnehmer?
Anonymität ermöglicht zwar die objektive Diskussion von Ideen unabhängig von der Hierarchie, birgt aber den Nachteil, dass individuelle Leistungen schlechter sichtbar sind und Feedback schwieriger zu geben ist.
Wie unterscheidet sich Level 2 von Level 1 in der GDSS-Klassifizierung?
Während Level 1 primär ein reines Kommunikationsmedium zur Überwindung von Barrieren darstellt, ermöglicht Level 2 erweiterte Funktionen wie Kostenplanung, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und eine differenziertere Zielplanung.
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- Daniel Pagels (Author), 1997, Group Decision Support Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4922