Arbeit im Wandel der Zeit. Die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt


Hausarbeit, 2015

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

2. Demografie
2.1. Demografischer Wandel
2.2. Entwicklung der deutschen Bevölkerung bis 2060
2.2.1. Entwicklung Geburtenrate
2.2.2 Lebenserwartung
2.2.3 Bevölkerungswanderungen

3. Veränderungen der Rahmenbedingungen durch den demografischen Wandel auf dem deutschen Arbeitsmarkt
3.1. Fachkräftemangel und Nachwuchsprobleme
3.2. Fluktuation durch erhöhte Nachfrage von HR

4. Empirische Untersuchung
4.1. Die Fragebögen
4.2. Die Schüler
4.3. Die Studenten
4.4. Die Arbeitnehmer
4.5. Unternehmen

5. Möglichkeiten zur Bewältigung der Konsequenzen des demografischen Wandels
5.1. Employer Branding
5.2. Personalbeschaffung
5.2.1. Frauen
5.2.2. Ausländische Fachkräfte
5.2.3. Ältere Arbeitnehmer
5.3. Personalentwicklung
5.3.1. Betriebliche Weiterbildung
5.3.2. Wissensmanagement
5.3.3. Talentmanagement
5.4. Personalbindung

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Übersicht Geburtenrate bis 2012

Abbildung 2 Übersicht Neugeborene

Abbildung 3 Übersicht Altersaufbau in Deutschland

Abbildung 4 Erwerbsbeteiligung im internationalen Vergleich

1. Einführung

Der heute schon punktuelle Fachkräftemangel in Deutschland wirkt sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus und lässt nur erahnen, welche Engpässe der demografische Wandel mit sich führen wird, wenn dieser voll auf den deutschen Arbeitsmarkt einschlägt.[1] Jedes Jahr verlassen mehr Hochqualifizierte den Arbeitsmarkt, als hinzuzukommen. Das wird die Wertschöpfung und damit den Wohlstand des ganzen Landes schmälern.[2] Ein Grund hierfür ist unter anderem der stetige Rückgang der deutschen Bevölkerung.

Die Altersstrukturen innerhalb Europas sind starken Veränderungen durch u.a. Geburtenrückgang und erhöhter Lebenserwartungen, ausgesetzt. Zahlreiche Prognosen und Studien gehen von einem starken Bevölkerungsrückgang in den Industrieländern aus, welches zwangsläufig Auswirkungen auf die Anzahl der Erwerbstätigen hat. Bereits heute kämpfen deutsche Unternehmen mit dem Schreckgespenst „demografischer Wandel“. Unternehmen haben bereits heute Schwierigkeiten Fachkräfte ausfindig zu machen und dieses Problem wird sich perspektivisch noch verschärfen. Sofern keine Gegenmaßnahmen getroffen werden, um die zukünftige Arbeitskraft zu erhöhen, steht der gewonnene Wohlstand Deutschlands auf der Kippe.

Diese Arbeit beschreibt und analysiert den gegenwärtigen demografischen Wandel und seine Folgen. Ziel ist es Maßnahmen aufzuzeigen, um den drohenden Effekt aufzuheben bzw. entgegenzuwirken. Nach einer allgemeinen Einführung in die Thematik setzt sich diese Arbeit mit den Hintergründen und der voraussichtlichen Entwicklung des demografischen Wandels auseinander. Anschließend werden die entscheidendsten Konsequenzen des demografischen Wandels für deutsche Unternehmen aufgezeigt. Im Anschluss wird anhand einer empirischen Studie untersucht, inwieweit sich Schüler / Arbeitnehmer / Arbeitgeber und Führungskräfte mit dem Thema „demografischer Wandel“ und dessen Konsequenzen auseinander setzen. Auf dieser Basis werden Maßnahmen analysiert, um dem Trend des Fachkräftemangels entgegenzuwirken. Zum Schluss wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung deutscher Unternehmen, im Hinblick auf den demografischen Wandel, gewährt.

2. Demografie

Die Demografie hat ihren Ursprung im griechischen und setzt sich aus dem altgriechischen „démos“ (Volk) und „graphé“ (Schrift / Beschreibung) zusammen. Die vier Fachgebiete:

- Fertilität zur Geburtenanzahl

- Migration zur Aus- und Einwanderung

- Mortalität zur Sterblichkeitsrate

- Struktur des Bevölkerungsbestandes

Werden unter der Demografie zusammengefasst und mit Hilfe von Statistiken erfasst und gemessen. Daraus kann man ableiten, dass sich die Demografie mit der Bevölkerungsstruktur auseinandersetzt und somit für Hochrechnungen und Prognosen signifikante Daten liefert.

2.1. Demografischer Wandel

Der demografische Wandel basiert auf der Demografie und schildert die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung. Dazu gehören insbesondere:

- Altersstruktur der Bevölkerung
- Quantitatives Verhältnis zwischen Männern und Frauen
- Anteile von Inländer / Ausländer und Eingebürgerte in der Bevölkerung
- Geburten- und Sterbefallentwicklung
- Ein- und Auswanderungen

Demnach hat der demografische Wandel großen Einfluss auf Deutschland, und die restliche Welt, und direkt auf dessen Wirtschaftskraft. Die steigende Lebenserwartung der älteren Bevölkerungsgruppe und rückläufige Geburtenrate sind bereits heute bekannte Entwicklungen und werden zunehmend zu den wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der modernen Zeit. Diese Herausforderungen sind regional, insbesondere aber zwischen Entwicklungs- und Industrieländern, unterschiedlich stark ausgeprägt. Dies hat zur Folge, dass der demografische Wandel in seiner Intensität verschieden wahrgenommen wird.

2.2. Entwicklung der deutschen Bevölkerung bis 2060

Dabei ist es wichtig nicht nur den demografischen Wandel nicht nur vergangenheitsorientiert zu betrachten, sondern auf das Kommende zur richten. Daher wird zum Beispiel durch das statistische Bundesamt aufgrund der Entwicklung eine Bevölkerungsentwicklung berechnet, um Folgen für die deutsche Volkswirtschaft frühzeitig aufzeigen zu können.

2.2.1. Entwicklung Geburtenrate

[3] Die Entwicklung der Geburten ist ein großer ausschlaggebender Punkt für den demografischen Wandel. Denn nur wo genügend Mütter Kinder bekommen, kann der Bedarf an Arbeitskräfte gedeckt werden. Dabei spiegeln zwei Faktoren die Geburtenrate wieder:

- Durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau
- Anzahl potentieller Mütter im gebärfähigen Alter (15-49 Jahren)

Nach dem 2. Weltkrieg konnte die DDR und die BRD am Anfang der 60-iger Jahre die Höchste Geburtenrate mit 2,5 Kindern pro Frau aufweisen. Die Trendwende erfolgte jedoch bereits ab 1967 und die Geburtenrate nimmt seit dem kontinuierlich ab.

Im Durchschnitt werden Frauen die Kinder heutzutage auf die Welt bringen älter, als werdende Mütter in den vergangenen Jahren. So waren beispielsweise 1990 die Mütter im Schnitt 27,6 Jahre und 2008 bereits 30,0 Jahre alt. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass der Zeitraum in dem Frauen im gebärfähigen Alter sind sich verkürzt und die Geburtenrate durch das enge Zeitfenster abnimmt. Nach der aktuellen Hochrechnung des statistischen Bundesamtes ergibt sich für 2060 eine Geburtenrate von lediglich 1,4 Kindern pro Frau. Für die zukünftige Entwicklung wird entscheidend sein, ob Frauen noch länger warten um Kinder zu bekommen und ob sie sich entscheiden mehrere zu bekommen.

2.2.2 Lebenserwartung

[4] Auch die Sterblichkeitsrate, oder auch Lebenserwartung beeinflusst die Bevölkerungsentwicklung und damit den demografischen Wandel. Bereits seit dem 19. Jahrhundert geht die Sterblichkeitsrate in Deutschland zurück. Gründe hierfür sind unter anderem:

- Verbesserung der medizinischen Versorgung
- Verbesserung der Hygiene
- Verbesserung der Ernährung
- Verbesserung der Wohnsituation und des Wohlstandes

So ist die Sterblichkeit vor allem bei Säuglingen und Kindern stark zurückgegangen und auch die Sterberate von älteren Menschen erheblich gesunken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Übersicht Neugeborene[5]

Die Basis der Hochrechnungen des statistischen Bundesamtes bestehen aus 2 Annahmen :

- Lebenserwartung steigt durchschnittlich zwischen 7-8 Jahre
- Lebenserwartung steigt durchschnittlich zwischen 9-11 Jahren

Tendenziell kann man davon ausgehen, dass die Lebenserwartung auch weiterhin aufgrund des technologischen Fortschritts steigen wird. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Sterblichkeitsrate nicht mehr enorm sinken wird, dafür jedoch konstant bleibt. Die Folge daraus ist unter anderem eine Veränderung der deutschen Altersstruktur.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Übersicht Altersaufbau in Deutschland[6]

Anhand der Entwicklung der Altersstruktur kann man erkennen, dass aufgrund des erhöhten Durchschnittsalter der Bevölkerung sich die Anforderungen an die Menschen von Unternehmen und Politik verändert und im Wandel befindet.[7]

2.2.3 Bevölkerungswanderungen

Als weiterer wichtiger Aspekt des demografischen Wandels sind die Bevölkerungswanderungen, oder auch Auswanderungen und Einwanderungen zu betrachten. Um den Grad der Bevölkerungswanderungen als Faktor zu verwenden ist der Saldo (Einwanderungen abzüglich Auswanderungen) ausschlaggebend. Anders als bei der Geburtenhäufigkeit oder Lebenserwartung lässt sich aus den bisherigen Salden kaum ein Trend ableiten. Der Saldo hängt auf der einen Seite vom Migrationspotenzial in Folge politischer, wirtschaftlicher, demografischer oder auch ökologischer Entwicklungen in den Herkunftsländern ab. Auf der anderen Seite wird er von der Migrationspolitik in Deutschland sowie der wirtschaftlichen und sozialen Attraktivität Deutschlands als Zielland beeinflusst. Im Gegensatz dazu bleiben die Auswanderungen verhältnismäßig stabil.

Für die 12. Bevölkerungsvorausberechnung wurden zwei Werte für den zukünftigen Saldo angenommen. Man geht von einem jährlichen Überschuss von 100.000 bzw. 200.000 Personen aus, was bis 2060 4,86 bzw. 9,36 Millionen Zuwanderer / -innen bringt.

[...]


[1] McKinsey (2011), S. 1

[2] Steingart, G. / Heilmann, D. / Heß, D. (2011), S. 1

[3] Statistisches Bundesamt (2009), S. 23 ff.

[4] Statistisches Bundesamt (2009), S. 23 ff.

[5] übernommen von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2013), Demografischer Wandel, S. 3

[6] übernommen aus Statistischen Bundesamt (2009), 12. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, S. 15

[7] Statistisches Bundesamt (2009), S. 23 ff.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Arbeit im Wandel der Zeit. Die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Essen
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V492357
ISBN (eBook)
9783346019509
ISBN (Buch)
9783346019516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeit, wandel, zeit, entwicklung, auswirkungen, arbeitsmarkt
Arbeit zitieren
Andre Lembke (Autor), 2015, Arbeit im Wandel der Zeit. Die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492357

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