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Die Entwicklung der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich hin zur DNVP in der Weimarer Republik

Titel: Die Entwicklung der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich hin zur DNVP in der Weimarer Republik

Seminararbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Georg Rosenkranz (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Seminararbeit ist es aufzuzeigen, wie die Transformation von der Deutschkonservativen Partei hin zur DNVP stattfand, und wie diese dann der Weimarer Republik gegenüberstand, dabei ist jeweils ein Kapitel der jeweiligen Partei gewidmet. Einst meinte der österreichische Schriftsteller Erich Fried über Konservative: "Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt". Bezogen auf die heutige politische Landschaft scheint Konservatismus, wie wir ihn aus dem 20. Jahrhundert kennen, scheinbar ausgestorben zu sein. Heutzutage werden in der Politik bei auftretenden Problemen eher neue Lösungsansätze gesucht, anstatt sich auf Altes zu berufen, außerdem kam mit dem schwinden traditioneller Wählergruppen auch das Ende von konservativen Positionen in Parteiprogrammen.

Die heute als "konservativ" bezeichneten Parteien weichen oft in wichtigen Punkten vom historischen Konservatismus ab. So wird heutzutage bei den Christdemokraten beispielsweise technologischer Fortschritt sehr positiv gesehen und begrüßt. In Deutschland stellt heute lediglich die Deutsche Konservative Partei den Konservativismus in den Mittelpunkt ihrer Programmatik, ihr politischer Erfolg bleibt aber noch aus. Ganz anders verlief es während des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Es gab viel mehr Wähler, die vor allem in Krisenzeiten auf altes zurückgriffen, weil dieses ihrem Verständnis nach gut funktioniert hatte. Doch mussten einige Parteien, wie die Deutschkonservative Partei leidvoll miterleben, was passieren kann, wenn man sich zu sehr nur auf das Alte stützt, denn genau dies hatte den Niedergang der Partei besiegelt. Aus ihr entstammte dann die DNVP in der Weimarer Zeit, welche eine andere Form des Konservatismus verfolgte. Viele ihrer Vorhaben waren sehr unterschiedlich zu der Weimarer Verfassung und gingen so auch offen gegen sie vor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politik der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich und seine Folgen für die Partei

a. Die Entwicklung des Konservatismus

b. Vorstellung und Probleme der Deutschkonservativen Partei

3. Entstehung und Haltung der DNVP, während der Weimarer Republik

a. Gründung der DNVP

b. Politische Ziele der DNVP und wieso diese unversöhnlich zur Weimarer Republik standen

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historische Transformation der Deutschkonservativen Partei aus dem Deutschen Kaiserreich hin zur Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in der Weimarer Republik und analysiert, warum letztere eine derart unversöhnliche Haltung gegenüber dem neuen demokratischen System einnahm.

  • Historische Entwicklung und ideologische Grundlagen des Konservatismus
  • Strukturelle Probleme und der politische Niedergang der Deutschkonservativen Partei
  • Gründungskontext und soziologische Zusammensetzung der DNVP
  • Politische Agitation der DNVP gegen die Weimarer Verfassung
  • Reaktionäre Strömungen und Beteiligung an Umsturzversuchen wie dem Kapp-Putsch

Auszug aus dem Buch

b. Vorstellung und Probleme der Deutschkonservativen Partei

Die „Deutsche Konservative Partei“ existierte von 1876 bis 1933. Ihre Gründung war eine Parteibildung preußischer und konservativer Kreise, welche bis dahin versucht hatten ihre Grundsätze und Bestrebungen durch die „Konservative Partei Preußens“ politische Geltung zu verschaffen. In den Wahlen vom November 1873 zum preußischen Abgeordnetenhaus und vom Januar 1874 zum Reichstag wurde diese jedoch wegen mangelnder Wähler bedeutungslos. Die Gründung einer neuen Partei im Jahr 1876 war ein Versuch, das konservative preußische Element wieder zu einem parlamentarisch politischen Faktor zu machen.7 Damit die Partei Aussicht auf politischen Erfolg hatte, versuchte sie ihre Basis auszuweiten. Sie waren bestrebt möglichst viele Kräfte in Preußen, sowie in den übrigen deutschen Einzelstaaten zu gewinnen.

Dennoch gelang es ihr nie, die konservativen Kräfte des gesamt Deutschen Reiches in ihrer Organisation zusammenzufassen. Die konservativen Kreise der Katholiken in Deutschland wurden von der Zentrums Partei vertreten und konservative Wähler aus West- und Süddeutschland schlossen sich größtenteils der Nationalliberalen Partei an. Die Wähler der Deutschkonservativen Partei hingegen kamen wesentlich aus dem konservativ eingestellten evangelischen Preußen, wodurch sich die agrarisch strukturierten Provinzen, wie Pommern, Brandenburg und die deutsch-evangelische Bevölkerung der Provinzen Westpreußen und Schlesien als fruchtbares Bestätigungsfeld der Partei erwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel des Konservatismus vom Kaiserreich bis in die Weimarer Zeit und definiert das Ziel der Arbeit, die Transformation von der Deutschkonservativen Partei zur DNVP aufzuzeigen.

2. Politik der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich und seine Folgen für die Partei: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Wurzeln des Konservatismus sowie die parteiinternen Strukturen und strategischen Defizite, die zum politischen Bedeutungsverlust der Partei führten.

3. Entstehung und Haltung der DNVP, während der Weimarer Republik: Hier wird der Zusammenschluss restaurativer Kräfte zur DNVP dargelegt und erläutert, warum die Partei aufgrund ihrer inhaltlichen Ziele und Aktionen als entschiedene Gegnerin der parlamentarischen Demokratie agierte.

4. Schluss: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die DNVP zwar aus den Fehlern ihrer Vorgängerin lernte, jedoch eine gegenüber der Republik unversöhnliche Haltung beibehielt.

Schlüsselwörter

Konservatismus, Deutschkonservative Partei, DNVP, Weimarer Republik, Kaiserreich, Preußen, Antiliberalismus, Transformation, Kapp-Putsch, Parteigründung, Parlamentarismus, Wahlniederlage, Politische Strömung, Radikalisierung, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung des Konservatismus in Deutschland von der Zeit des Kaiserreichs bis in die frühen Jahre der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur der Deutschkonservativen Partei, ihre Schwächen im parlamentarischen Prozess und die darauf folgende Neuausrichtung in der DNVP.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Transformationsprozess von der Deutschkonservativen Partei zur DNVP nachzuvollziehen und die Ursachen für deren Feindseligkeit gegenüber der Weimarer Verfassung zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer historisch-politischen Untersuchung von Partei- und Zeitdokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Analyse der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich und die Untersuchung der Entstehung sowie der politischen Agenda der DNVP nach 1918.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Konservatismus, DNVP, Deutschkonservative Partei, Weimarer Republik und Transformation.

Wie reagierte die DNVP auf den Dawes-Plan?

Die DNVP lehnte den Plan aus ideologischen Gründen ab, was jedoch aufgrund des Drucks von Wirtschaftsverbänden zu parteiinternen Spannungen und einer faktischen Spaltung bei der Abstimmung führte.

Welche Rolle spielte Preußen für die Deutschkonservative Partei?

Preußen bildete das machtpolitische und ideologische Kernland der Partei, schränkte sie jedoch zugleich in ihrem nationalen Anspruch und ihrer Wählerbasis ein.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich hin zur DNVP in der Weimarer Republik
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,3
Autor
Georg Rosenkranz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V492363
ISBN (eBook)
9783668989504
ISBN (Buch)
9783668989511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung deutschkonservativen partei kaiserreich dnvp weimarer republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Georg Rosenkranz (Autor:in), 2016, Die Entwicklung der Deutschkonservativen Partei im Kaiserreich hin zur DNVP in der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492363
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Leseprobe aus  14  Seiten
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