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"Armut ist nichts Nobles". Funktionen des Geldes in Jordan Belforts "The Wolf of Wall Street" anhand der Steve Madden Rede

Titel: "Armut ist nichts Nobles". Funktionen des Geldes in Jordan Belforts "The Wolf of Wall Street" anhand der Steve Madden Rede

Hausarbeit , 2018 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie wird Reichtum in der modernen Literatur behandelt? Was sind die treibenden Kräfte für Menschen, bei denen Geld eine so zentrale Rolle spielt, dass sie ganze Bücher darüber verfassen? Was sind die Schattenseiten von zu viel Besitz? Das sind Fragen, die in der zentralen Leitfrage der Arbeit – Was sind die Funktionen des Geldes in Jordan Belforts erster Autobiographie? – mit inbegriffen sind. Dass übermäßiger Reichtum auch eine übermäßig große Kehrseite der Medaille mit sich bringt, zeigen in den 1980er und 1990er Jahren wenige Menschen so deutlich wie Jordan Belfort. Der junge Multimillionär verdankte sein explosiv ansteigendes Vermögen nicht zuletzt seinem rhetorischen Talent als Verkäufer und Redner. Durch seine Reden motivierte und beeinflusste er sein Umfeld, wo immer er arbeitete. Doch er verwendete sein Talent auch zum negativen, um „andere Menschen zu korrumpieren und zu manipulieren“ . Belforts Unternehmen wurde geschlossen und er musste eine Haftstrafe verbüßen. Nichtsdestotrotz sind gerade seine Reden, die er in seiner ersten Autobiografie The Wolf of Wall Street (dt. Der Wolf der Wall Street) dokumentiert hat, außergewöhnlich interessant, denn sie zeigen auf, was eine Ikone der Wall Street zum Geldverdienen antreibt.
Während die Schattenseiten des Reichtums durch Belforts Lebensgeschichte deutlich werden, lassen sich die Sonnenseiten besonders gut aus seinen Reden herauslesen und interpretieren. Diese Arbeit soll der Frage auf den Grund gehen, was für Jordan Belfort – einen der einflussreichsten Börsenmakler des 20. Jahrhunderts – den Wert von Geld im positiven und negativen Sinn ausmacht. Dabei werden Belforts Einstellungen anhand seiner eigenen Formulierungen während einer zentralen Rede, der Steve Madden Rede, analysiert. Im Fazit der Arbeit wird zusätzlich Belforts eigene, kritische Sicht auf seine Vergangenheit beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Jordan Belfort

3. Über das Werk und den Film

3.1 Das Werk: Jordan Belforts Memoiren

3.2 Der Film: Belforts Verewigung durch Leonardo DiCaprio

4. Funktionen des Geldes anhand der Steve Madden Rede

4.1 Kriegsmetaphorik: Geldverdienen als Kampf

4.2 „Armut ist nichts Nobles“: Geld als universeller Problemlöser

4.3 „Ein Gewitter der Gier“: Rausch durch Geld

4.3.1 Exzess – Dekadenz – Hedonismus

4.3.2 Materialismus

4.4 Männlicher Selbstwert durch Geld und Macht

4.4.1 Objektivierung von Frauen

4.4.2 Selbstwert in Zahlen

5. Fazit: „Das Leben der Reichen und Gestörten“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen des Geldes in Jordan Belforts erster Autobiographie „The Wolf of Wall Street“ unter besonderer Berücksichtigung seiner rhetorischen Strategien in der sogenannten „Steve Madden Rede“. Ziel der Analyse ist es, das Spannungsfeld zwischen den positiven, als Problemlöser stilisierten Aspekten von Geld und den negativen, exzessiven sowie destruktiven Schattenseiten von Belforts Wall-Street-Lebensstil aufzuzeigen.

  • Analyse der rhetorischen Stilmittel in Belforts Motivationsreden.
  • Untersuchung von Geld als universellem Problemlöser und Kampfmittel.
  • Beleuchtung der Themen Exzess, Dekadenz und Hedonismus.
  • Dekonstruktion des männlichen Selbstwertgefühls durch Macht und finanziellen Status.
  • Objektivierung von Frauen als Ausdruck der Stratton-Subkultur.

Auszug aus dem Buch

4.1 Kriegsmetaphorik: Geldverdienen als Kampf

„Seid grausame Krieger, seid gnadenlose Henker, eine Armee von Telefonterroristen!“22 (Höhepunkt der Steve Madden Rede im Film)

Die aggressive Haltung zum Geldverdienen ist ein Motiv, das sich durch das gesamte Buch zieht und in der Rede den stärksten Ausdruck findet. Jordan verkündet der Menge, dass das Telefon für einen Broker dasselbe ist, wie eine geladene M16 für einen Marine. Diese verwandle sich nur dann in eine „tödliche Waffe, wenn ein topausgebildeter Marine – ein tödlicher Killer – etwas tut.“23 Ebenso müssen sich die Broker mit dem Telefon verhalten: Sie sollen sich verhalten wie „ein topausgebildeter Strattonit, ein ausgebildeter Spitzenkiller, der ein Nein als Antwort nicht akzeptiert, der den Telefonhörer erst wieder auflegt, wenn der Klient kauft oder stirbt“24. An einer anderen Stelle in der Rede sagt Jordan, seine Mitarbeiter sollen den Kunden die Aktie direkt in den Rachen rammen, „dass sie keine Luft mehr kriegen, bis sie sagen: ‚Kaufen Sie mir 20.000 Aktien‘“25. Jordan beendet seine Rede ebenfalls mit einer Kampfansage: „Seid grausam! Seid Pitbulls! Seid Telefonterroristen!“26.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Funktionen des Geldes in Belforts Autobiographie und skizziert den Weg von der Verführung durch den Reichtum hin zur kritischen Rückschau.

2. Über Jordan Belfort: Dieses Kapitel zeichnet den rasanten Aufstieg, den exzessiven Lebenswandel und den tiefen Fall Belforts von der Gründung von Stratton Oakmont bis zur Veröffentlichung seiner Memoiren nach.

3. Über das Werk und den Film: Hier werden die Entstehung der Autobiographie sowie die filmische Adaption durch Martin Scorsese und die Rolle von Leonardo DiCaprio beleuchtet.

4. Funktionen des Geldes anhand der Steve Madden Rede: Dieser Hauptteil analysiert die rhetorische Inszenierung von Geld als Waffe, Problemlöser und Droge, die Belforts Mitarbeiter zu maximaler Leistung anspornen soll.

5. Fazit: „Das Leben der Reichen und Gestörten“: Das Fazit fasst zusammen, wie Belfort retrospektiv sein eigenes Handeln reflektiert und das Streben nach Geld als zerstörerischen, aber in der Wall-Street-Kultur zentralen Mechanismus entlarvt.

Schlüsselwörter

Jordan Belfort, The Wolf of Wall Street, Stratton Oakmont, Geld, Reichtum, Motivation, Rhetorik, Kapitalismus, Gier, Exzess, Materialismus, Selbstwert, Objektivierung, Börse, Wall Street

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Funktionen von Geld in Jordan Belforts Autobiographie, basierend auf einer rhetorischen Analyse einer zentralen Motivationsrede.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphorik von Geld als Kampfmittel, der Rolle von Exzessen und Hedonismus sowie der Konstruktion von Selbstwert durch materiellen Besitz.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Leitfrage lautet: Was sind die Funktionen des Geldes in Jordan Belforts erster Autobiographie und wie werden diese in seiner Rhetorik vermittelt?

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Arbeit nutzt eine inhaltliche und rhetorische Textanalyse von Belforts Autobiographie, ergänzt durch Vergleiche mit der filmischen Umsetzung.

Was behandelt der umfangreiche Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Steve Madden Rede und die darin enthaltenen Motive wie Kriegsmetaphorik, Geld als Problemlöser, exzessiven Materialismus sowie die Objektivierung von Frauen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören: Kapitalismus, Gier, Motivationsrede, Selbstwert, Stratton Oakmont und Hedonismus.

Warum wird die „Steve Madden Rede“ als Analysegegenstand hervorgehoben?

Sie gilt als das rhetorische Herzstück des Werks, in dem Belforts Weltanschauung – die Gleichsetzung von Erfolg mit unbegrenztem Reichtum – am deutlichsten artikuliert wird.

Wie bewertet der Autor Belforts Handeln in der Schlussbetrachtung?

Das Fazit betont die Diskrepanz zwischen Belforts damaliger Motivationsrhetorik und seiner heutigen kritischen Distanz zu den destruktiven Folgen seines exzessiven Lebensstils.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Armut ist nichts Nobles". Funktionen des Geldes in Jordan Belforts "The Wolf of Wall Street" anhand der Steve Madden Rede
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V492470
ISBN (eBook)
9783668985124
ISBN (Buch)
9783668985131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geld The Wolf of Wall Street Leonardo DiCaprio Neuere Deutsche Literatur Filmanalyse Medienwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, "Armut ist nichts Nobles". Funktionen des Geldes in Jordan Belforts "The Wolf of Wall Street" anhand der Steve Madden Rede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492470
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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