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Koedukative Erziehung: Geschlechtsspezifische Sozialisation im gesellschaftlichen Wandel

Title: Koedukative Erziehung: Geschlechtsspezifische Sozialisation im gesellschaftlichen Wandel

Seminar Paper , 1998 , 13 Pages

Autor:in: Daniel Pagels (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Die Wiedervereinigung der 40 Jahre getrennten zwei deutschen Staaten wirkte sich unter anderem stark auf die bis dahin stattfindende Diskussion über koedukative Ausbildung in deutschen Schulen aus. Zum einen wurde das Diskussionsforum um die koedukativen Erfahrungen der ehemaligen DDR bereichert, zum anderen wurde die Lehrstruktur der neuen Bundesländer zum ersten mal mit dieser Diskussion konfrontiert. Die bedeutet nicht, daß die Lehrkräfte der ehemaligen DDR bisher keine Meinungen zu der Problematik der gleichgeschlechtlichen Ausbildung hatten. Vielmehr galten im sozialistischen Staat DDR diese Probleme als gelöst und nicht diskutierenswert. Dementsprechend wenige Daten bzw. Untersuchungen zu dieser Problematik gibt es dazu aus dem Gebiet der neuen Bundesländer. Sicherlich ist es auch schwierig von heutigen Umständen auf die Gleichberechtigung in den Politechnischen Oberschulen ( POS ) und Erweiterten Oberschulen (EOS) zu schließen. Viele Grundlagen dieser modernen Studien, so z.B. Berufswahl der Mädchen oder Frauenpositionen in Regierung und Betriebsleitung, wurden wesentlich vom politischen System und Rollenverständnis beeinflußt. Dennoch wird in dieser Ausarbeitung versucht, einen kritischen Vergleich dieser beiden deutschen Staaten unter Berücksichtigung aktueller Studien zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung bis 1945

3. Entwicklung in der BRD

4. Entwicklung in der DDR

5. Erfolg der Koedukation in Ost oder West

6. Stand der Koedukation-Monoedukation in Deutschland

6.1 Allgemeines

6.2 Einzelne Befunde

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf die geschlechtsspezifische Sozialisation und den koedukativen Unterricht in Deutschland, wobei insbesondere die historischen Unterschiede und bildungspolitischen Ansätze in der ehemaligen DDR und der BRD sowie aktuelle Ansätze zur reflexiven Koedukation kritisch analysiert werden.

  • Vergleich der bildungspolitischen Rahmenbedingungen von DDR und BRD
  • Historische Genese des geschlechtsspezifischen Rollenverständnisses bis 1945
  • Analyse des koedukativen Unterrichts und dessen Erfolgsfaktoren
  • Untersuchung regionaler Ansätze zur reflexiven oder monoedukativen Gestaltung
  • Diskussion über Chancengleichheit und traditionelle Rollenmuster in der Schule

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung in der BRD

Sowohl im Grundgesetz der BRD wie in der Verfassung der DDR war die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft festgelegt. Allerdings war die Rolle der Frau in Arbeit und Haushalt in der BRD lange Zeit nicht eindeutig zu erkennen. Erst mit der Reform des Ehe- und Familienrechtes 1976 wurde erklärt, daß alle Familienmitglieder berechtigt sind ( mit Rücksicht auf die Familie ) erwerbstätig zu sein.

Die Bildungspolitik des Landes orientierte sich in den ersten 10 Jahren stark an dem Modell der Weimarer Republik. Mädchen wurden in getrennten Schulen zur Hochschulreife geführt und der Ausbildungsschwerpunkt lag unter anderem in Haushaltsfächern. Die zukünftigen Ehefrauen sollten in der Lage sein neben einer eventuellen Arbeit ihre Familie zu versorgen, die Kinder zu erziehen.

Da sich aber in den 70`Jahren ein Trend zur gymnasialen Ausbildung abzeichnete war es unabdingbar für Mädchen eine den Jungen vergleichbare Qualifikation zu ermöglichen. Dieser Abbau der Bildungsbarrieren führte dazu, daß es seit den 80`ziger Jahren keine spezielle und separaten Mädchenschulen mehr gab. Diese Zeit könnte als Beginn der eigentlichen koedukativen Ausbildung in der BRD gewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der koedukativen Ausbildung im Kontext der deutschen Wiedervereinigung ein und begründet den kritischen Vergleich zwischen den Systemen der ehemaligen DDR und der BRD.

2. Entwicklung bis 1945: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Mädchenbildung, die stark durch soziale Schichtzugehörigkeit und traditionelle Rollenbilder geprägt war.

3. Entwicklung in der BRD: Der Text beschreibt den Übergang von getrennter Mädchenbildung hin zur allgemeinen Koedukation in den 1980er Jahren und die damit einhergehenden Herausforderungen bei der Berufswahl.

4. Entwicklung in der DDR: Hier wird das sozialistische Modell der Koedukation dargestellt, das auf der Erwerbstätigkeit der Frau basierte, aber dennoch durch systembedingte Einschränkungen limitiert blieb.

5. Erfolg der Koedukation in Ost oder West: Es erfolgt eine kritische Würdigung beider Bildungssysteme hinsichtlich ihres Erfolgs bei der Förderung echter Chancengleichheit.

6. Stand der Koedukation-Monoedukation in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und regionale Modellversuche zur reflexiven Koedukation in verschiedenen Bundesländern.

6.1 Allgemeines: Dieser Abschnitt thematisiert den Mangel an bundesweiten statistischen Vergleichsdaten und skizziert regionale Tendenzen der Bildungsgestaltung.

6.2 Einzelne Befunde: Hier werden spezifische Pilotstudien und Ansätze aus Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern detailliert aufgeführt und bewertet.

Schlüsselwörter

Koedukation, Monoedukation, geschlechtsspezifische Sozialisation, DDR, BRD, Chancengleichheit, Rollenverständnis, Bildungspolitik, Schulbildung, Berufswahl, reflexive Koedukation, Mädchenbildung, Frauenforschung, Lehrplan, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Auswirkungen koedukativer Ausbildung in Deutschland unter Berücksichtigung historischer Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das traditionelle Rollenverständnis, die bildungspolitische Geschichte, die Wirksamkeit koedukativer Schulmodelle und aktuelle Trends zur reflexiven Koedukation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, einen kritischen Vergleich zwischen den Schulsystemen der DDR und BRD zu ziehen und zu prüfen, inwieweit koedukative Ansätze tatsächlich zur Chancengleichheit für Jungen und Mädchen beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Bildungsberichten, Statistiken und Ergebnissen aus regionalen Schulversuchen und Pilotstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Mädchenbildung vor 1945, eine Untersuchung der Bildungssysteme in BRD und DDR sowie eine Bestandsaufnahme aktueller Bildungsansätze in den verschiedenen Bundesländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Koedukation, Chancengleichheit, Rollenverständnis, Bildungspolitik und geschlechtsspezifische Sozialisation definiert.

Wie unterscheidet sich der Ansatz der DDR von dem der BRD?

Während die DDR die Gleichberechtigung durch die Erwerbstätigkeit der Frau und eine einheitliche Koedukation forcierte, war das System in der BRD lange Zeit durch traditionelle Rollenbilder und eine spätere Umstellung auf koedukativen Unterricht geprägt.

Was versteht man unter dem in der Arbeit genannten Begriff "reflexive Koedukation"?

Reflexive Koedukation bezeichnet einen Ansatz, bei dem die Geschlechterunterschiede bewusst in den Unterricht integriert werden – etwa durch gezielte Förderung, getrennten Unterricht in bestimmten Fächern oder angepasste Lehrpläne.

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Details

Title
Koedukative Erziehung: Geschlechtsspezifische Sozialisation im gesellschaftlichen Wandel
College
http://www.uni-jena.de/  (Psychologie)
Course
Seminar: Geschlechtsspezifische Sozialisation und Koedukation
Author
Daniel Pagels (Author)
Publication Year
1998
Pages
13
Catalog Number
V4924
ISBN (eBook)
9783638130066
ISBN (Book)
9783638746069
Language
German
Tags
Koedukative Erziehung Geschlechtsspezifische Sozialisation Wandel Seminar Geschlechtsspezifische Sozialisation Koedukation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Pagels (Author), 1998, Koedukative Erziehung: Geschlechtsspezifische Sozialisation im gesellschaftlichen Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4924
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