Teleshopping hat in den ersten zehn Jahren nach seiner Entstehung in Deutschland kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Sowohl die Umsätze, als auch das Ansehen bei den Kunden sind stetig gestiegen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Vorgehensweise beim Verkauf von Produkten und mögliche Ursachen für die stetig steigenden Umsätze des Teleshoppings zu finden. Dazu wird das TV-Teleshopping zunächst einmal von den übrigen Formen des Teleshopping abgegrenzt (Kapitel 2). Anschließend wird der zuvor abgegrenzte Bereich des TV-Teleshopping für sich definiert (Kapitel 3). Im Anschluss wird ein Blick auf die Entstehung des Teleshopping in den USA und seine Übersiedlung nach und anschließende Entwicklung in Deutschland geworfen (Kapitel 4). Vor diesem Hintergrund werden dann die vorhandenen gesetzlichen Grundlagen für Teleshopping vorgestellt (Kapitel 5), bevor dann konkret die vier existierenden Sendungsformen des Teleshopping beschreiben werden (Kapitel 6). Das Kapitel 7 behandelt ausführlich die beim Teleshopping übliche Praxis zur Produktvorstellung anhand der Kriterien Bild- und Tongestaltung, Sortimentszusammensetzung, Preise und Konditionen, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle des Moderators und Kundenservices, sowie auf Fragen der Ausgestaltung der Aussagen über ein Produkt und die Programm- und Sendungsplanung. Nachdem im vorherigen Kapitel die Verkäufer und die Verkaufsstrategie ausführlich behandelt wurden, werden im Anschluss die Kunden von Teleshopping-Anbietern fokussiert (Kapitel 8). Da das Teleshopping eigentlich ein Teil des Versandhandels ist, aber dennoch in der Reihe der Versandhändler eine Sonderstellung einnimmt, soll anschließend ein Vergleich zwischen dem Katalogversandhandel und dem TV-Versand angestellt werden (Kapitel 9). Abschließend wird ein Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen des Teleshopping gegeben (Kapitel 10).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einordnung und Abgrenzung des Teleshopping
3. Definition des Begriffes TV – Telshopping
4. Die Entwicklung des Teleshopping in den USA und in Deutschland
4.1 Die Geburt des Teleshopping in den USA
4.2 Teleshopping in Deutschland
5. Die rechtlichen Grundlagen des Teleshopping in Deutschland
6. Die vier Formen von Teleshoppingsendungen
6.1 Direct Response TV
6.2 Die Produktmoderation
6.3 Das Infomercial
6.4 Die Verkaufsshow
7. Die Produktpräsentation beim Teleshopping
7.1 Die Bildgestaltung
7.2 Die Tongestaltung
7.3 Das Sortiment eines Teleshoppingsenders: Auswahl und Zusammensetzung
7.4 Preise und Konditionen als Absatzinstrumente des Teleshopping
7.5 Die Bedeutung des Moderators und des Kundendienstes für den Produktabsatz eines Teleshoppingsenders
7.5.1 Die Bedeutung des Moderators
7.5.2 Die Planung und Bedeutung des Kundenservice für den Absatz eines Teleshoppingsenders
7.6 Die Gestaltung der Aussagen über ein Produkt
7.7 Die Programm- und Sendungsplanung eines Teleshoppingsenders
8. Die Kunden von Teleshoppingkanälen
9. Teleshopping und Katalogversandhandel im Vergleich
10. Mögliche Weiterentwicklungen des Teleshopping
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vertriebsstrukturen und Erfolgsfaktoren des TV-Teleshoppings in Deutschland, um Ursachen für dessen kontinuierliches Umsatzwachstum zu identifizieren und die Praxis der Produktvermarktung zu analysieren.
- Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen des Teleshoppings
- Differenzierung verschiedener Sendeformate (Direct Response bis Verkaufsshow)
- Analyse der Produktpräsentation und Verkaufspsychologie (Moderation, Bild-/Tongestaltung)
- Die Rolle des Kundenservices und der Sortimentsplanung für den Absatz
- Vergleichende Untersuchung zwischen TV-Shopping und klassischem Katalogversandhandel
Auszug aus dem Buch
7.1 Die Bildgestaltung
Die Produktpräsentationen werden aus Kostengründen in den allermeisten Fällen in einem Studio gedreht. Den größten Anteil an der Sendezeit haben hierbei die verbale Vorstellung des Produktes durch den Moderator und die in Verbindung damit gezeigten „pack shots“ (Großaufnahmen) des Produkts.
Für die Großaufnahmen sind die Produkte meist auf einer Drehscheibe drapiert und werden besonders ausgeleuchtet. So kann das Produkt vom Zuschauer wie mit eigenen Augen und von allen Seiten betrachtet werden.
Anwendung finden auch so genannte Masken. Dabei handelt es sich nach GRUNINGER-HERMANN (1999, S. 46) um „Computer – erzeugte Texteinblendungen, die die wichtigsten Informationen zum aktuell präsentierten Artikel […] tragen.“ Diese Informationen sind in der Regel Artikel- und Telefonnummer, Artikelbezeichnung, Preis, Preisnachlass und Versandkosten (siehe auch Abbildung 8). Die Masken werden am rechten oder linken Bildschirmrand und am unteren Bildschirmrand leicht transparent über das Bild gelegt, jedoch immer so, dass das Produkt bzw. der Moderator nicht verdeckt werden.
Ebenso wird meist dauerhaft das Logo des Teleshoppingsenders eingeblendet, um einerseits dem Zuschauer eine schnelle Orientierung zu ermöglichen, bei welchem Sender er sich gerade befindet und andererseits die gesetzliche Auflage zu erfüllen, jede Sendung eindeutig als Werbesendung zu kennzeichnen (die gesetzlichen Vorschriften wurden bereits im Kapitel 5 ausführlicher behandelt).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Zielsetzung der Arbeit, die Vorgehensweise und den Aufbau der Untersuchung zum Wachstum des Teleshoppings.
2. Einordnung und Abgrenzung des Teleshopping: Erläutert die zwei Dimensionen des Begriffs und grenzt den Untersuchungsbereich auf das TV-Teleshopping ein.
3. Definition des Begriffes TV – Telshopping: Setzt sich kritisch mit bestehenden Definitionen auseinander und leitet eine präzise Arbeitsdefinition ab.
4. Die Entwicklung des Teleshopping in den USA und in Deutschland: Beleuchtet die Entstehungsgeschichte in den USA sowie die Markteinführung und das Wachstum in Deutschland.
5. Die rechtlichen Grundlagen des Teleshopping in Deutschland: Analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und regulatorischen Anforderungen für Teleshoppingsender.
6. Die vier Formen von Teleshoppingsendungen: Unterscheidet systematisch zwischen Direct Response TV, Produktmoderation, Infomercial und Verkaufsshow.
7. Die Produktpräsentation beim Teleshopping: Untersucht detailliert alle Faktoren der Verkaufsinszenierung, von der Bildsprache bis zur Programmplanung.
8. Die Kunden von Teleshoppingkanälen: Analysiert die demografische Struktur der Zielgruppen und deren Kaufmotive.
9. Teleshopping und Katalogversandhandel im Vergleich: Stellt beide Versandhandelsformen gegenüber und arbeitet die strategischen Vorteile des TV-Versands heraus.
10. Mögliche Weiterentwicklungen des Teleshopping: Gibt einen Ausblick auf die Auswirkungen der digitalen Medienkonvergenz auf zukünftige Verkaufsstrukturen.
Schlüsselwörter
Teleshopping, TV-Versand, QVC, HSE24, Produktpräsentation, Moderation, Versandhandel, Konsumentenverhalten, Sendungsplanung, Umsatzwachstum, Direct Response TV, Warenverkauf, Kundenservice, Medienrecht, Kaufentscheidung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Erfolgsfaktoren und Verkaufsstrategien des TV-Teleshoppings in Deutschland sowie dessen Entwicklung als spezieller Vertriebskanal innerhalb des Versandhandels.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Branche, den rechtlichen Rahmenbedingungen, den verschiedenen Sendeformaten und den Methoden zur Inszenierung von Produkten im Fernsehen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die spezifische Vorgehensweise beim Verkauf über TV-Teleshopping zu erklären und die Gründe für das stetige Umsatzwachstum in den untersuchten Jahren zu ergründen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf Literaturrecherche, Marktdaten, Senderstatistiken sowie inhaltlichen Vergleichen basiert.
Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Sendungsformen, der Gestaltung der Produktpräsentation durch Moderatoren und Technik, der Sortimentsplanung sowie dem Kundenservice.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Teleshopping, Verkaufspsychologie, Medienkonvergenz, Versandspezifika und Kundenzufriedenheit.
Wie unterscheidet sich die Produktmoderation von anderen Teleshopping-Formen?
Im Gegensatz zum kurzen Direct Response TV oder langen Infomercials, werden bei der Produktmoderation mehrere Produkte in einem redaktionell gestalteten Rahmen durch einen Moderator präsentiert, um eine stärkere emotionale Bindung aufzubauen.
Warum spielt die Altersgruppe ab 40 Jahren beim TV-Teleshopping eine so entscheidende Rolle?
Diese Altersgruppe, insbesondere Rentner, verfügt über mehr Zeit und legt Wert auf soziale Aspekte wie die durch Moderatoren geschaffene vertraute Atmosphäre, was den Senderbesuch zu einem sozialen Erlebnis macht.
- Quote paper
- Marie Burgard (Author), 2005, Geschichte und Analyse des Erfolgskonzepts Teleshopping, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49252