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Spiel und Mimicry

Title: Spiel und Mimicry

Seminar Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Martin Haiden (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Im Rahmen des Seminars "Kultursemiotik und Medientheorie" versuchten wir unter anderem uns den Wurzeln der Kultur anzunähern und erkannten als eine dieser Wurzeln das menschliche Spiel in seinen unterschiedlichen Manifestationen.
Im Zuge dieser Seminararbeit will ich nun versuchen, mich dieser Thematik vor allem über die beiden Wissenschaftler Johan Huizinga, Roger Caillois und in Folge mit Eugen Fink anzunähern, um mich somit zum ersten mal in meiner studentischen Laufbahn wissenschaftlich mit der Thematik "Spiel" auseinander zu setzen. Insofern dieser Bereich für mich noch völlig unbekannt war, dient diese Arbeit eher dazu, mir einen ersten Einblick zu verschaffen und mich mit den Grundgedanken der Spieltheorien anzufreunden, als neue wissenschaftliche Erkenntnisse einzubringen, für was ich mich noch nicht in befähigt sehe, was aber angesichts des nun geweckten Interesses hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.
Ich werde zu Beginn ganz kurz versuchen, einen Überblick über die Entwicklung der Spieltheorie und ihrer unterschiedlichen Interpretations- und Herangehensweisen zu schaffen, um mich danach ausführlicher mit den Werken "Homo Ludens" des Niederländers Johan Huizinga, "Die Spiele und die Menschen" von Roger Caillois und "Die Oase des Glücks" von Eugen Fink auseinander zu setzen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spiel

2.1 Überblick über Spieltheorien

3. Huizinga Johan: „Homo Ludens“

3.1 Wesen und Bedeutung des Spiels als Kulturerscheinung

3.1.1 Spiel als primärer Begriff und eine sinnvolle Funktion

3.1.2 Hauptkennzeichen des Spiels

3.1.3 Die Spielregeln

3.1.4 Die besondere Welt des Spiels

3.2 Spiel und Wetteifer als kulturschaffende Funktion

3.2.1 Kultur als Spiel nicht Kultur aus Spiel

4. Caillois Roger: „Die Spiele und die Menschen“

4.1 Kritik an Huizingas Spiel-Definition

4.2 Definition des Spiels nach Caillois:

4.3 Einteilung der Spiele

4.4 Mimicry

4.5

5. Fink Eugen: „Oase des Glücks“

5.1 Das Spiel als Grundphänomen

5.2 Momente der Spielstruktur

6. Nachwort

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlichen Einblick in die Thematik des menschlichen Spiels zu gewinnen. Im Zentrum steht die Untersuchung und der Vergleich der Spieltheorien bedeutender Denker wie Johan Huizinga, Roger Caillois und Eugen Fink, um die kulturelle Bedeutung und strukturellen Merkmale des Spielphänomens grundlegend zu erschließen.

  • Historische Entwicklung und philosophische Einordnung von Spieltheorien
  • Analyse des "Homo Ludens" bei Johan Huizinga
  • Systematische Einteilung von Spielformen nach Roger Caillois
  • Die existenzielle Bedeutung des Spiels in der Ontologie von Eugen Fink
  • Interdisziplinäre Betrachtung des Spiels als Kulturerscheinung

Auszug aus dem Buch

Die besondere Welt des Spiels

Die Ausnahme- und Sonderstellung des Spiels wird in bezeichnender Weise darin offenbar, dass es sich so gern mit einem Geheimnis umgibt. In der Sphäre eines Spiels haben die Gesetze und Gebräuche des gewöhnlichen Lebens keine Geltung, es handelt sich also um eine zeitweilige Aufhebung der gewöhnlichen Welt.

Huizinga definiert das Spiel infolge der o.g. Kriterien folgendermaßen:

„Der Form nach kann man das Spiel also zusammenfassend eine freie Handlung nennen, die als ,nicht so gemeint’ und außerhalb des gewöhnlichen Lebens stehend empfunden wird und trotzdem den Spieler völlig in Beschlag nehmen kann, an die kein materielles Interesse geknüpft ist und mit der kein Nutzen erworben wird, die sich innerhalb einer eigens bestimmten Zeit und eigens bestimmten Raums vollzieht, die nach bestimmten Regeln ordnungsgemäß verläuft und Gemeinschaftsverbände ins Leben ruft, die ihrerseits sich gern mit einem Geheimnis umgeben oder durch Verkleidung als anders als die gewöhnliche Welt herausheben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Motivation und das Ziel der Seminararbeit ein, die sich mit den theoretischen Wurzeln des menschlichen Spiels befasst.

2. Spiel: Das Kapitel beleuchtet den umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes Spiel und gibt einen ersten Überblick über die Entwicklung verschiedener Spieltheorien.

3. Huizinga Johan: „Homo Ludens“: Hier wird Huizingas bahnbrechendes Werk analysiert, das den Menschen als Spieler („Homo Ludens“) neben den planenden und denkenden Menschen stellt.

4. Caillois Roger: „Die Spiele und die Menschen“: Dieses Kapitel kritisiert Huizingas Ansatz und führt ein systematisches Kategorieschema zur Einteilung von Spielen ein.

5. Fink Eugen: „Oase des Glücks“: Fink betrachtet das Spiel als ein existentielles Grundphänomen, das eine „Oase“ in der Trostlosigkeit des Alltags bietet.

6. Nachwort: Das Nachwort zieht ein Fazit über die Bedeutung des Spiels als grundlegender Faktor für Individuum und Kultur.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Spiel, Homo Ludens, Kultur, Spieltheorie, Johan Huizinga, Roger Caillois, Eugen Fink, Spielregeln, Agon, Alea, Mimicry, Ilinx, Spielwelt, Ontologie, Grundphänomen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Spiels aus einer kultursemiotischen und medientheoretischen Perspektive und beleuchtet dessen Bedeutung für die menschliche Existenz und Kultur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition des Spiels, seine Abgrenzung zum "ernsten" Leben, seine Funktion als Kulturmerkmal sowie die Systematisierung und Klassifizierung verschiedener Spielarten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen fundierten wissenschaftlichen Einblick in die Spieltheorie zu erhalten und die Ansätze von Huizinga, Caillois und Fink vergleichend darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem theoretischen Diskurs der genannten Wissenschaftler, um die verschiedenen Interpretationen des Spiels herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Werke „Homo Ludens“ von Huizinga, „Die Spiele und die Menschen“ von Caillois sowie „Die Oase des Glücks“ von Eugen Fink detailliert analysiert und kritisch gewürdigt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Homo Ludens“, Spielwelt, Spielregeln, Agon, Alea, Mimicry und das Verständnis des Spiels als existentielles Grundphänomen charakterisiert.

Welche Bedeutung misst Eugen Fink dem Spiel bei?

Eugen Fink versteht das Spiel als eine „Oase des Glücks“, die einen notwendigen Rückzugsort aus der als trostlos empfundenen „gewöhnlichen Welt“ darstellt.

Wie grenzt Roger Caillois die Spielformen voneinander ab?

Caillois unterscheidet zwischen den vier Hauptkategorien Agon (Wettkampf), Alea (Zufall), Mimicry (Maskierung/Verkleidung) und Ilinx (Rausch), um das Phänomen Spiel objektivierbar zu strukturieren.

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Details

Title
Spiel und Mimicry
College
University of Vienna  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Course
KW-Seminar: Kultursemiotik und Medientheorie
Grade
2
Author
Martin Haiden (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V4926
ISBN (eBook)
9783638130080
Language
German
Tags
Spiel Mimicry KW-Seminar Kultursemiotik Medientheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Haiden (Author), 2002, Spiel und Mimicry, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4926
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