Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Gewalt im Fußball. Formen, Häufigkeit und Ursachen

Titel: Gewalt im Fußball. Formen, Häufigkeit und Ursachen

Seminararbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit geht es um das Thema der Gewaltbereitschaft. Dabei wird die Entwicklung der Fankultur erläutert und die größten Tätergruppen (Ultras, Hooligans, Kuttenfans) genauer beschrieben. Außerdem werden die Ursachen der Gewaltausübung analysiert und die Gewaltstatistiken bei Fußballspielen der letzten Jahre ausgewertet und erörtert. Letztlich wird zusammenfassend beurteilt, wie sich das Gewaltproblem entwickelt hat, welche Lösungsansätze zur Gewaltbekämpfung gewählt werden und welche dieser Lösungsansätze am sinnvollsten sind.

Jeden Samstag pilgern die Fans der Vereine in die Stadien. Die meisten mit der Absicht, ein gutes Fußballspiel zu sehen oder ihren Verein zu unterstützen. Doch einige Menschen nehmen diese Art von Großveranstaltung zum Anlass, Gewalt an Ordnern, Polizisten, gegnerischen Fans oder an den eigenen Fans zu verüben.

Der Großteil der Gewalt geht von großen Tätergruppen im Fußballbereich aus. Zum einen sind es die Ultras, die auch für ihre Unterstützung und tollen Choreografien bekannt sind. Doch um ihre Interessen durchzusetzen, wenden sie häufig auch Gewalt an. Eine andere große Tätergruppe sind die Hooligans, die gezielt ihre Gewaltbedürfnisse beim Fußball ausleben möchten. Immer wieder wird mit verschiedenen Maßnahmen versucht, Gewalt bei Fußballspielen zu verhindern. Jedoch zeigt die Statistik, dass es seit Jahren immer wieder viele Gewaltvorfälle verschiedener Ursachen gab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/Problemstellung

2. Fanszene

2.1. Entwicklung der Fankultur

2.2. Fangruppen

2.2.1. Kuttenfans

2.2.2. Hooligans

2.2.3. Ultras

3. Gewalt bei Fußballspielen

3.1. Der Gewaltbegriff

3.2. Gewaltformen

3.3. Häufigkeit

3.4. Ursachen

3.4.1. Ultras

3.4.2. Hooligans

4. Fazit/Prävention

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Gewalt im deutschen Profifußball mit dem Ziel, die Formen, Häufigkeit und Ursachen dieses Verhaltens zu analysieren sowie Lösungsansätze zur Gewaltprävention kritisch zu bewerten.

  • Historische und soziologische Entwicklung der deutschen Fankultur
  • Charakterisierung der Tätergruppen Ultras, Hooligans und Kuttenfans
  • Analyse der Gewaltformen und ihrer jeweiligen Beweggründe
  • Auswertung statistischer Daten zu Gewaltvorfällen und Sicherheitsmaßnahmen
  • Diskussion über präventive Strategien im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Fankultur

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Hooligans

Der aus dem Englischen stammende Begriff "Hooligan" ist nach dem Duden wie folgt definiert: "meist im Gruppenverband auftretender Jugendlicher, dessen Verhalten von Randale und gewalttätigen Übergriffen bei öffentlichen Veranstaltungen (z. B. Fußballspielen) gekennzeichnet ist."

Diese Fanszene formierte sich um das Jahr 1980, als sich einzelne Gruppen von den anderen Fans abgrenzten. Bei dieser Fangruppe geht es nicht (wie z.B. bei den Kuttenfans) um das Spielgeschehen an sich, sondern um die Auseinandersetzung außerhalb des Platzes. Das Ziel der Hooligans ist es, die Planung und Durchführung von gewalttätigen Auseinandersetzungen mit gegnerischen Hooligans aus anderen Vereinen durchzuführen. Hooligans besitzen metaphorisch zwei Identitäten: Die eine ist ihre subkulturelle Hooliganidentität und die andere eine bürgerliche Alltagsidentität. Somit führt ein Hooligan privat ein anderes Leben als beim Fußball. Durch die technische Verbesserung der Überwachung in den Stadien und das ständig zunehmende Polizeiaufkommen bei Bundesliga-Spielen, finden die gewalttätigen Auseinandersetzungen außerhalb des Stadions statt. Man spricht hier vom sogenannten "Wald-und-Wiesen-Match". Hooligans interessieren sich daher nur für das Fußballspiel, insofern die Möglichkeit besteht sich mit konkurrierenden Fans zu prügeln. Das Ergebnis des Fußballspiels ist daher nur zweitrangig. Somit werden auch nur Spiele aufgesucht, in denen die Möglichkeit besteht Gewaltbedürfnisse zu befriedigen. Aufgrund dessen, dass das Ergebnis des Spieles eher unwichtig ist, verlassen Hooligans oftmals zehn bis zwanzig Minuten vor Ende des Spiels das Stadion, um sich mit den anderen gegnerischen Hooligans zur sogenannten "3. Halbzeit" zu treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung/Problemstellung: Einführung in die Relevanz des Fußballs in Deutschland und die Problemstellung der Gewaltbereitschaft bei Großveranstaltungen.

2. Fanszene: Beleuchtung der historischen Entwicklung der Fankultur sowie detaillierte Abgrenzung der verschiedenen Fangruppen wie Kuttenfans, Hooligans und Ultras.

3. Gewalt bei Fußballspielen: Definition des Gewaltbegriffs und Einordnung verschiedener Gewaltformen, ergänzt durch eine statistische Auswertung der Gewaltentwicklung sowie eine Analyse der Ursachen innerhalb der Ultra- und Hooliganszene.

4. Fazit/Prävention: Zusammenfassende Beurteilung der Gewaltproblematik und kritische Diskussion von Maßnahmen zur Gewaltbekämpfung, wie z.B. polizeiliche Vollerfassung oder Dialogansätze.

Schlüsselwörter

Fußball, Gewalt, Fanszene, Ultras, Hooligans, Kuttenfans, Gewaltprävention, Polizeieinsätze, Fanverhalten, Pyrotechnik, Stadion, Kommerzialisierung, Sicherheitsstörungen, Fankultur, Gewaltursachen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Gewalt in der deutschen Fußball-Fanszene und untersucht, wie dieses Phänomen entstanden ist, wie es sich heute äußert und welche Ursachen zugrunde liegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Differenzierung zwischen Fangruppen, die statistische Entwicklung der Gewaltvorfälle über die letzten Jahre sowie das komplexe Verhältnis zwischen Fans, Vereinen und Polizei.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Gewaltursachen zu schaffen und zu prüfen, welche Lösungsansätze, insbesondere im Bereich der Kommunikation und Prävention, tatsächlich sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, wertet offizielle Statistiken (z.B. ZIS-Jahresberichte) aus und bezieht soziologische Perspektiven und Fallbeispiele ein, um das Fan- und Gewaltverhalten zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Fankultur-Entwicklung, eine genaue Kategorisierung der Tätergruppen (Ultras vs. Hooligans) und eine detaillierte Auswertung von Polizeistatistiken sowie deren Interpretation im Hinblick auf Gewaltursachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gewalt, Fußball, Ultras, Hooligans, Prävention, Sicherheitsstörungen und Fan-Identität.

Warum betrachten Hooligans das Ergebnis eines Fußballspiels als zweitrangig?

Für Hooligans ist das Spiel nur ein Anlass, um ihr Gewaltbedürfnis in organisierten Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Gruppen zu befriedigen; das eigentliche sportliche Ereignis spielt dabei keine Rolle.

Welche Rolle spielt die Polizei aus Sicht der Ultras?

Ultras nehmen die Polizei häufig als Repressionsorgan wahr, dem sie Willkür und unangemessene Gewalt vorwerfen, was das Feindbild der Ultras gegenüber staatlichen Sicherheitskräften über Jahre hinweg verfestigt hat.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt im Fußball. Formen, Häufigkeit und Ursachen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V492678
ISBN (eBook)
9783668993976
ISBN (Buch)
9783668993983
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Fußball Hooligans Ultras Kuttenfans
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Gewalt im Fußball. Formen, Häufigkeit und Ursachen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492678
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum