Dieses Essay liefert einen interdisziplinären Vergleich zwischen dem Alten Orient und dem Neuen Testament in Bezug auf den Zorn und die Liebe Gottes. Dabei werden christologische Aspekte der Opferung Jesu Christi zum Sündenerlass der Schöpfung im Licht der Altorientalistik untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Zorn und Liebe Gottes – Röm 5 im Licht altorientalischer Opferzwecke
- Das Opfer im Alten Orient
- Die Götter und die Opfergaben
- Die Zwecke der Opfergabe
- Die Furcht vor dem Zorn der Götter
- Das Opfer im Neuen Testament
- Das Kreuzigung Jesu als Menschenopfer
- Paulus' Brief an die Römer
- Die Bedeutung des Sühnetodes
- Jesus als eschatologischer Soter
- Sünde und Sündenvergebung im Alten Orient
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text befasst sich mit dem Konzept des Opfers im Alten Orient und im Neuen Testament, insbesondere im Kontext des Briefes des Apostels Paulus an die Römer. Der Text analysiert die Rolle von Opfergaben in der altorientalischen Religion, die Motive hinter diesen Opferpraktiken sowie die Verbindung zwischen Opfer und Gotteszorn oder -liebe. Anschließend wird die Kreuzigung Jesu als ein Opfer aus Liebe betrachtet, das die Versöhnung zwischen Gott und Mensch ermöglicht.
- Das Opfer im Alten Orient und seine verschiedenen Zwecke
- Die Bedeutung des Sühnetodes im Neuen Testament
- Die Rolle des Zorns und der Liebe Gottes im Konzept des Opfers
- Die Verbindung zwischen Opfer und Sündenvergebung
- Der Einfluss altorientalischer Opferpraktiken auf das Verständnis von Sünde und Sühne im Neuen Testament
Zusammenfassung der Kapitel
Das Opfer im Alten Orient
Dieser Abschnitt beleuchtet die zentrale Rolle von Opfergaben in der altorientalischen Religion, insbesondere im Mesopotamien des dritten bis ersten Jahrtausends v. Chr. Es wird hervorgehoben, dass Opfergaben nicht nur dazu dienten, die Götter zu besänftigen, sondern auch, um mit ihnen in eine Beziehung zu treten und ihre Gunst zu erlangen. Zu den verschiedenen Zwecken der Opfergaben gehören die Ernennung der Götter, die Abwehr von Unheil und die Befriedung des göttlichen Zorns.
Das Opfer im Neuen Testament
Dieser Abschnitt fokussiert auf die Kreuzigung Jesu als ein Opfer aus Liebe, das die Versöhnung zwischen Gott und Mensch ermöglicht. Die Schriften des Apostels Paulus, insbesondere der Brief an die Römer, werden analysiert, um die Bedeutung des Sühnetodes und die Rolle des Zorns und der Liebe Gottes im Konzept des Opfers zu verstehen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieses Textes sind Opfer, Gotteszorn, Gottesliebe, Sühnetod, Versöhnung, Sünde, Sündenvergebung, Altorientalisches Opferwesen, Kreuzigung Jesu, Paulusbrief an die Römer, altisraelitisches Sündopfer, eschatologischer Soter.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Zweck hatten Opfergaben im Alten Orient?
Opfer dienten dazu, die Götter zu ernähren, ihre Gunst zu erlangen, Unheil abzuwehren und den göttlichen Zorn zu besänftigen.
Wie unterscheidet sich das Opferverständnis im Neuen Testament?
Im Neuen Testament wird die Kreuzigung Jesu als ein einmaliges Opfer aus Liebe Gottes dargestellt, das zur endgültigen Versöhnung zwischen Gott und Mensch führt.
Welche Rolle spielt der Zorn Gottes in diesem Vergleich?
Sowohl im Alten Orient als auch im Römerbrief des Paulus ist das Opfer eine Reaktion auf den Zorn Gottes über die Sünde, wobei im Christentum die Liebe Gottes das Opfer selbst bereitstellt.
Was bedeutet der Begriff „eschatologischer Soter“?
Er bezeichnet Jesus als den Retter am Ende der Zeiten, dessen Sühnetod die Sünden der gesamten Schöpfung tilgt.
Gibt es Parallelen zwischen mesopotamischen und biblischen Sühneritualen?
Ja, die Arbeit untersucht, wie altorientalische Vorstellungen von Sünde und Sündenvergebung das Verständnis des Opfertodes Jesu beeinflusst haben könnten.
- Arbeit zitieren
- Melanie Carafa (Autor:in), 2019, Der Zorn und die Liebe Gottes. Eine Untersuchung der Opferung Jesu Christi im Licht der Altorientalistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492798