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Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart

Title: Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart

Term Paper , 1999 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabrina Reuter (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Deutschland im 18. Jahrhundert trug zwar den Namen Deutsches Reich, doch traf diese Bezeichnung weder geographisch noch ideologisch zu. Es war in mehr als 300 Territorien zerschlagen, jedes einzelne von einem weltlichen oder geistigen Fürsten regiert, der das wahre Oberhaupt, den Kaiser, nur noch symbolisch erscheinen ließ. Die „bürgerlich-kapitalistische Entwicklung drängte nach einem einheitlichen Markt“ und auch in der Literatur spiegelte sich der Wunsch der Intellektuellen wider nach einer „geeinten deutschen Nation“. Doch die Obrigkeiten schätzten diese Gedanken nicht, da sie weder an Macht verlieren wollten, noch gerne sahen, daß das Volk sich eine politische Meinung bildete.
Die späteren Ideale der Aufklärung, das Selbstbewußtsein eines jeden Bürgers, ein nicht von Geburtsrecht und ererbten Privilegien bestimmtes Leben zu führen, der, wie Kant es formuliert, „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ sind einerseits Früchte der Französischen Revolution 1789, andererseits geht ihnen die stille Revolution der Intellektuellen voraus, die in Literatur und Presse den Grundstein des Gedankens an eine Revolution legten, die Zeichen der Zeit erkannten und voraussahen, daß es so nicht weitergehen würde.
Zu diesen Intellektuellen, die es wagten, weltliche und geistige Fürsten öffentlich zu kritisieren oder zu verspotten, gehörte auch Christian Friedrich Daniel Schubart. „Es ist ein wesentliches Verdienst Christian Friedrich Daniel Schubarts, daß er gegen die politische Unwissenheit und Gleichgültigkeit gekämpft hat und es auf sich nahm, den Unwillen der Obrigkeiten und sogar die Verfolgung durch sie zu wagen.“1 In seinen Liedern zu Hofe, in seinen Gedichten, der Deutschen Chronik und seinen Briefen nimmt er Stellung zur politischen Situation Deutschlands und zur Unmündigkeit dessen Bürger, die sich aus ihrer unglücklichen Lage befreien sollen.
Folglich werden die Stationen seines Lebens durchleuchtet, von seinem Elternhaus über das Studium, bis hin zu seiner Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten; es wird hinterfragt, was ihn antrieb, mit wem er sympathisierte, was er bewirkte, ob er die Früchte seines Schaffens im positiven wie im negativen Sinne geerntet hat, und welche Bedeutung sein Werk für die heutige Zeit hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart

2.1 Biographie

2.2 Die Deutsche Chronik

2.3 Gedichte aus der Gefangenschaft

2.4 Die Deutsche Chronik nach 1787

2.5 Briefe

3. Schlußwort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Christian Friedrich Daniel Schubart als intellektuelle Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie er durch sein literarisches Schaffen, seine Tätigkeit als Journalist und seine persönliche politische Haltung gegen die zeitgenössische Obrigkeitswillkür und die Unmündigkeit der Bürger kämpfte, wobei auch die Auswirkungen seiner langen Haft auf sein Werk kritisch beleuchtet werden.

  • Biographische Stationen von C.F.D. Schubart
  • Die Rolle der "Deutschen Chronik" als publizistisches Sprachrohr
  • Literarische Verarbeitung von politischer Unterdrückung und Haft
  • Schubarts Korrespondenz als Spiegel der gesellschaftlichen Zustände
  • Der Rebell Schubart im Kontext der Aufklärung

Auszug aus dem Buch

2.1 Biographie

Christian Friedrich Daniel Schubart wurde am 26. März 1739 im schwäbischen Obersontheim geboren. 1740 zogen die Eltern nach Aalen/Württemberg, wo Schubart von da an aufwachsen und welches ihn prägen sollte. „Hier bekam ich die ersten Eindrücke, die hernach durch alle folgenden Veränderungen meines Lebens nicht ausgetilgt werden konnten. Was in Aalen gewöhnlicher Ton ist, scheint in anderen Städten Aufschrei und am Hofe Raserei zu sein.“ schrieb er später in seiner Autobiographie.

Zunächst ließ er, „wie er selbst erzählt „wenig Talent blicken““, doch als er acht war entwickelte er sich zu einem ausgezeichneten Schüler und legte „eine überdurchschnittliche musikalische Begabung“ an den Tag. Als sich seine Talente nicht nur in der Musik, sondern auch im Lateinischen, Griechischen und „anderen Elementarkenntnissen“ herauskristallisierten, entschied der Vater 1753 ihn nach Nördlingen in die Lateinschule zu schicken, wo er zum ersten Mal seine „Neigung zu den Wissenschaften, besonders zur schönen Literatur“ entdeckte. Über Nürnberg, wohin ihn sein Vater drei Jahre später schickte, sollte Schubart an die Universität von Jena gelangen, was durch den Siebenjährigen Krieg vereitelt wurde, so daß er letztendlich im ungefährlicheren Erlangen studierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die politische und soziale Zersplitterung Deutschlands im 18. Jahrhundert und ordnet Schubart als einen der Intellektuellen ein, die es wagten, die bestehenden Machtverhältnisse öffentlich zu kritisieren.

2. Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart: Das Hauptkapitel bietet eine umfassende Analyse der biographischen Meilensteine des Autors, seines journalistischen Engagements in der "Deutschen Chronik", der lyrischen Aufarbeitung seiner Inhaftierung sowie der Bedeutung seiner Briefe für das Verständnis der Zeit.

3. Schlußwort: Das Fazit reflektiert Schubarts Rolle als Vorkämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit und betont seine zeitlose Vorbildfunktion für das politische Engagement und die Zivilcourage in der heutigen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Christian Friedrich Daniel Schubart, Deutsche Chronik, Politische Lyrik, Pressefreiheit, Obrigkeitskritik, Literaturgeschichte, 18. Jahrhundert, Zensur, Festung Hohenasperg, Intellektuelle, Rebell, Freiheit, Bürgertum, Sklavenseelen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Leben und Werk des Dichters, Musikers und Journalisten Christian Friedrich Daniel Schubart im Kontext der Epoche der Aufklärung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die politische Publizistik in der "Deutschen Chronik", die lyrische Verarbeitung von Haft und Unterdrückung sowie die gesellschaftskritischen Aspekte seiner Briefe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Schubart als eine Persönlichkeit darzustellen, die trotz erheblicher persönlicher Risiken und politischer Repression gegen die Unmündigkeit und politische Gleichgültigkeit seiner Zeit kämpfte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine lebensgeschichtliche Analyse kombiniert mit einer inhaltlichen Auswertung von Primärtexten (Gedichte, Chronik-Artikel, Briefe) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebensweges, die detaillierte Betrachtung seiner publizistischen Tätigkeit, eine Analyse seiner politischen Gedichte vor und nach der Gefangenschaft sowie eine Auswertung seines Briefwechsels.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aufklärung, Obrigkeitskritik, Pressefreiheit, politischer Widerstand und die Rolle des Intellektuellen im 18. Jahrhundert.

Wie wirkte sich die Haft auf Schubarts Schreibstil aus?

Die Gefangenschaft prägte sein Werk nachhaltig; seine Gedichte wurden melancholischer und anklagender, während er in seinen späteren Zeitungsartikeln vorsichtiger und resignierter agierte.

Welche Bedeutung kommt der "Deutschen Chronik" zu?

Die "Deutsche Chronik" diente Schubart als wichtigstes Medium, um Kritik an Adel, Absolutismus und Kirche zu üben und eine nationale Identität jenseits der höfischen Nachahmung fremder Kulturen zu fordern.

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Details

Title
Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,7
Author
Sabrina Reuter (Author)
Publication Year
1999
Pages
20
Catalog Number
V49304
ISBN (eBook)
9783638457880
Language
German
Tags
Leben Werk Christian Friedrich Daniel Schubart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Reuter (Author), 1999, Leben und Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49304
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