Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Bank, Börse, Versicherung

Methoden zur Messung der diskriminativen Qualität als Komponente der Validitätsprüfung von Ratingsystemen

Titel: Methoden zur Messung der diskriminativen Qualität als Komponente der Validitätsprüfung von Ratingsystemen

Seminararbeit , 2018 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephan Mett (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit befasst sich mit der Ermittlung von Kreditausfallquoten und differenziert zwischen marginaler und kumulativer Ausfallrate. Im weiteren Verlauf wird der Einfluss des Konjunkturzyklus auf das Rating untersucht, wobei das Point-in-Time- und das Through-the-Cycle-Modell beleuchtet werden.

Im Zentrum der Arbeit stehen Methoden der Validitätsprüfung von Ratingssystemen. In diesem Zusammenhang werden das Cumulative Acccuracy Profile (CAP) und die Receiver Operating Characteristics (ROC) als Instrumente der Trennschärfenanalyse behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Zusammenhang zwischen Ausfallraten und Ratings

2.1 Methoden der Ermittlung von Ausfallraten

2.2 Ratings und Ausfallraten im Konjunkturverlauf

3 Methoden der Validitätsprüfung von Ratingssystemen

3.1 Propädeutikum

3.2 Das CAP-Modell

3.2.1 Herleitung und Verlauf der CAP-Kurve

3.2.2 Gini-Koeffizient

3.3 Das ROC-Modell

3.4 Zusammenhang zwischen Gini-Koeffizient und AUROC

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Methoden zur Messung der diskriminativen Qualität als wesentliche Komponente der Validitätsprüfung von Ratingsystemen. Dabei wird analysiert, wie Ratingsysteme zwischen ausfallgefährdeten und zahlungsfähigen Schuldnern unterscheiden können und wie diese Trennschärfe mathematisch quantifiziert wird.

  • Grundlagen der Kreditausfallquoten (marginale und kumulative Ausfallraten)
  • Unterscheidung zwischen Point-in-Time- und Through-the-Cycle-Modellen
  • Validierung von Ratingsystemen als regulatorische Anforderung
  • Methoden der Trennschärfenanalyse (CAP-Kurve und ROC-Kurve)
  • Mathematische Herleitung und Anwendung des Gini-Koeffizienten und des AUROC

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Herleitung und Verlauf der CAP-Kurve

Wie akurat das Ratingsystem ausfallgefährdete Schuldner durch die Zuordnung eines hohen Ratings von zahlungsfähigen Kreditnehmern trennt, denen ein niedriges Rating zuteil wurde, lässt sich durch die CAP-Kurve (CAP) grafisch veranschaulichen. Die Analogien zur aus der Volkswirtschaft zur Beschreibung von Einkommensverteilungen bekannten Lorenzkurve sind evident. Die einzelnen Schuldner werden zunächst nach ihrem Rating mit der schwächsten Bonität 5 beginnend sortiert, um im Anschluss die relativen Summenhäufigkeiten der ausgefallenen Kreditnehmer FD(R) und aller Schuldneranteile F(R) zu berechnen.

Der kumulative Schuldneranteil F(R) wird auf der Abszisse und die relative Summenhäufigkeit ausgefallener Kreditnehmer FD(R) auf der Ordinate abgetragen. In der Literatur finden sich die Achsenbezeichnungen „Trefferquote“ und „Alarmquote“, die in der Abbildung 3.3 übernommen wurden.

Im Beispiel wurden zwei Prozent der Kunden das schlechteste Rating 5 zugeordnet; innerhalb dieser Ratingklasse wurden zehn Prozent der Ausfälle registriert, woraus der erste Punkt A (0,02; 0,1) der CAP-Kurve in Abbildung projiziert wird. Unter Einbeziehung des zweitschwächsten Ratings 4 ergibt sich der Folgepunkt B (0,18; 0,7); der Graph wird also aus der Kumulation der Forderungsausfälle der jeweils kleineren, bonitätsstärkeren Ratingsklasse fortgeschrieben.

Die CAP-Kurve verläuft zwischen zwei Extremfällen: Im idealen Modell (gestrichelte Linie) wären sämtliche Kreditausfälle (im Beispiel 20 %) durch das schlechteste Rating markiert. Der Graph steigt ausgehend vom Koordinatenursprung auf den Punkt C (0,2; 1) an und verläuft danach parallel zur Abszissenachse bis zum Punkt D (1; 1). Der zweite Grenzfall wäre ein Zufallsmodell ohne jegliches Diskriminationsvermögen, das durch eine Gerade durch den Koordinatenursprung (0; 0) und den Punkt D (1; 1) charakterisiert ist (gepunktete Linie).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die historische Entwicklung von Ratingagenturen sowie die regulatorische Notwendigkeit der Validierung von Ratingsystemen.

2 Zusammenhang zwischen Ausfallraten und Ratings: Dieses Kapitel behandelt die Konzepte der marginalen und kumulativen Ausfallraten sowie die Auswirkungen konjunktureller Zyklen auf die Ratingmethodik (PiT vs. TtC).

3 Methoden der Validitätsprüfung von Ratingssystemen: Dieser Teil widmet sich den quantitativen Modellen zur Trennschärfenmessung, insbesondere der Herleitung und Interpretation von CAP-Kurven, Gini-Koeffizienten und ROC-Modellen.

4 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Bedeutung der Trennschärfemaße zusammen und betont die Notwendigkeit einer korrekten Portfolio-Auswahl für die Validität der Messergebnisse.

Schlüsselwörter

Ratingsysteme, Kreditausfallrate, Validierung, Trennschärfe, CAP-Kurve, ROC-Kurve, Gini-Koeffizient, AUROC, Point-in-Time, Through-the-Cycle, Kreditrisiko, Ausfallwahrscheinlichkeit, Backtesting, Modellgüte, Risikoanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Validierung von Ratingsystemen im Finanzwesen, wobei der Fokus auf der mathematischen Messung der Trennschärfe liegt, um ausfallgefährdete von gesunden Schuldnern zu unterscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Ermittlung von Kreditausfallquoten, der Einfluss von Konjunkturzyklen auf Ratings sowie die methodischen Ansätze zur Bewertung der Trennschärfe von Kreditrisikomodellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Methoden darzustellen, mit denen Finanzinstitute die Qualität ihrer Ratingsysteme durch Kennzahlen wie den Gini-Koeffizienten und den AUROC statistisch überprüfen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt statistische Analysemethoden wie die Konstruktion von kumulativen Genauigkeitsprofilen (CAP) und Receiver Operating Characteristics (ROC) auf Basis exemplarischer Kreditdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Ausfallratenermittlung, die Differenzierung zwischen verschiedenen Rating-Philosophien (PiT/TtC) sowie eine detaillierte mathematische Herleitung der Trennschärfemaße.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ratingsysteme, Trennschärfe, Gini-Koeffizient, AUROC und Kreditausfallwahrscheinlichkeit geprägt.

Wie unterscheidet sich die CAP-Kurve von der ROC-Kurve?

Während die CAP-Kurve die kumulierte Ausfallrate gegen den kumulierten Schuldneranteil darstellt, nutzt die ROC-Kurve die Fehlalarmquote auf der Abszisse, um die Trenngüte unter Berücksichtigung von Nicht-Ausfällen zu bewerten.

Welche Bedeutung hat der "Cut-off Point" in einem Ratingsystem?

Der Cut-off Point definiert den Schwellenwert der Ratingnote, ab dem Kredite abgelehnt werden; er steuert somit das Verhältnis zwischen alpha-Fehlern (Kreditausfälle) und beta-Fehlern (verlorene Geschäftspotenziale).

Warum sind reine TtC-Ratings in der Praxis kaum anzutreffen?

Finanzinstitute integrieren in der Regel stets makroökonomische Daten in ihre PD-Berechnung, wodurch die reinen TtC-Modelle in der Praxis eher als hybride Ansätze realisiert werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Methoden zur Messung der diskriminativen Qualität als Komponente der Validitätsprüfung von Ratingsystemen
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft)
Veranstaltung
Seminar Kreditrisikomanagement
Note
1,3
Autor
Stephan Mett (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V493137
ISBN (eBook)
9783668992344
ISBN (Buch)
9783668992351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rating Aufallraten ROC AUROC CAP Gini-Koeffizient Cumulative Accuracy Profile Receiver Operating Characteristic Alarmquote Fehlalarmquote marginal mortality rate Survival Rate Trennschärfe Rating-Validierung Cut-off-Point Alpha-Fehler Beta-Fehler kumulative Ausfallrate marginale Ausfallrate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Mett (Autor:in), 2018, Methoden zur Messung der diskriminativen Qualität als Komponente der Validitätsprüfung von Ratingsystemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493137
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum