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Bewegungswahrnehmung und Wahrnehmung bewegter Bilder (Motion Pictures)

Título: Bewegungswahrnehmung und Wahrnehmung  bewegter Bilder (Motion Pictures)

Presentación (Redacción) , 2005 , 12 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christian Dube (Autor)

Psicología - Psicología biológica
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In der Psychologie werden heute drei Systeme der menschlichen Informationsverarbeitung unterschieden. Neben dem motorischen und kognitiven System, leistet das sensorische System – speziell die Wahrnehmungsfähigkeit – einen unverzichtbaren Beitrag zur erfolgreichen Orientierung des Menschen in seiner Umwelt. Innerhalb der visuellen Wahrnehmung stellen Bewegungen in der Umwelt, aber auch des Betrachters selbst, eine wichtige Informationsquelle der visuellen Verarbeitung dar. Nach neueren Erkenntnissen erfolgt die Verarbeitung der Bewegungswahrnehmung im menschlichen Gehirn vorrangig im MT – Areal, welches überwiegend aus bewegungs- und richtungsempfindlichen Neuronen besteht. Diese Neuronen reagieren selektiv auf Reizmuster, die sich in einer bestimmten Richtung über die Retina bewegen (Müsseler & Prinz, 2002).

Auch im Tierreich ist die große Relevanz der Fähigkeit zur Bewegungswahrnehmung deutlich erkennbar und eng mit dem Überleben verknüpft. Viele potenzielle Beutetiere, etwa junge Rehe, erstarren bei auftretender Gefahr und verharren absolut ruhig in einer Deckung. Hat der Jäger seine Beute noch nicht durch andere Sinne, wie etwa ausgeprägten Geruchssinn aufgenommen, so ist die Beute für ihn faktisch unsichtbar. Erfolgreiche Jäger, beispielsweise große Greifvögel wie Adler oder Falken, zeichnen sich daher durch eine überdurchschnittlich gut ausgeprägte Fähigkeit auch kleinste kaum sichtbare Bewegungen wahrzunehmen, aus. Es gibt Tierarten, welche einen unterentwickelten Farbsinn oder schwach ausgeprägte Tiefenwahrnehmung besitzen. Keiner Tierart, abgesehen von blinden Lebewesen, fehlt jedoch die Fähigkeit Bewegungen wahrzunehmen. Bewegung erregt in hohem Maße Aufmerksamkeit, sowohl im Tierreich, als auch bei Menschen. Deutlich wird dies, wenn man Personen beobachtet, die sich in einer Menge befinden und eine andere Person auf sich aufmerksam machen wollen. Meistens schwenkt diese Person dann ihre Arme und reckt sich in die Höhe, was wiederum dazu führt, das der Adressat es leichter hat die Signale zu erkennen (Goldstein, 2002). [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung Bewegungswahrnehmung

2.1 Leistung und Klassifikation des Wahrnehmungssystems

2.2 Beeinträchtigung der Bewegungswahrnehmung

3. Wahrnehmung von Objekt- und Scheinbewegungen

3.1 Visuelles Erfassen von Bewegungen

3.2 Scheinbewegungen und „motion pictures“

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Analyse und Klassifikation des menschlichen Wahrnehmungssystems im Bereich der Bewegungswahrnehmung, um zu verstehen, wie das Gehirn Bewegungsreize interpretiert und unter welchen Bedingungen visuelle Täuschungen entstehen.

  • Grundlagen der Bewegungswahrnehmung
  • Klassifikation von Bewegungsleistungen
  • Folgen von Störungen der Bewegungswahrnehmung
  • Mechanismen der Objekt- und Scheinbewegungen
  • Physiologische und psychologische Grundlagen von "motion pictures"

Auszug aus dem Buch

3. Wahrnehmung von Objekt- und Scheinbewegungen

Die Untersuchung der Wahrnehmung von Bewegungen in unserer Umwelt konfrontiert den Interessenten mit einigen, zum Teil noch nicht gänzlich erschlossenen Problemen. Bei naiver Betrachtung könnte man versucht sein, Bewegungen als einfache retinale Bildbewegungen zu erklären, also beispielsweise durch einen Lichtpunkt der über die Netzhaut wandert und nacheinander verschiedene Rezeptoren aktiviert. Die Auswertung der stattfindenden neuronalen Prozesse wäre dann die Grundlage für die Auswertung der Bewegungswahrnehmung (Goldstein, 2002). Die Darstellungen in Kapitel 2.1 verdeutlichen jedoch die große Anzahl verschiedener Situationen von Bewegungswahrnehmung, die jeweils mit äußerst komplexen Reizmustern verbunden sind. Die Auswertung dieser Reizmuster muss daher ebenso komplex sein und steht in absolutem Gegensatz zu der Mühelosigkeit, mit der unser Organismus diese Aufgabe bewältigt. Im folgenden Abschnitt soll genau dieser Vorgang näher beleuchtet werden, um im Anschluss Variationen aufzuzeigen, wie unser Wahrnehmungssystem getäuscht werden kann.

3.1 Visuelles Erfassen von Bewegungen

Zum besseren Verständnis wird zunächst lediglich von einem stationären Beobachter ausgegangen, der die Bewegung eines einzigen Objektes wahrnimmt. Man kann dabei im Wesentlichen zwei Bewegungsrichtungen unterscheiden: entweder das Objekt bewegt sich transversal, also in festem Abstand parallel zum Beobachter oder es bewegt sich radial, also auf den Beobachter zu. Ersteres entspricht in der Realität beispielsweise einem Fußgänger der ein vorbeifahrendes Auto beobachtet. Eine radiale Bewegung ist dann gegeben, wenn sich das Auto direkt auf den Fußgänger zu bewegt, wenn dieser die Straße überquert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Bewegungswahrnehmung als essentielle kognitive Leistung für Mensch und Tier ein und skizziert die wissenschaftliche Problematik.

2. Einführung Bewegungswahrnehmung: Dieses Kapitel erläutert die alltägliche Relevanz von Bewegungsinformationen und klassifiziert verschiedene Wahrnehmungsleistungen des Systems.

2.1 Leistung und Klassifikation des Wahrnehmungssystems: Hier werden unterschiedliche Kategorien von Bewegungen, wie Objektbewegungen oder Eigenbewegungen, systematisch differenziert.

2.2 Beeinträchtigung der Bewegungswahrnehmung: Dieses Kapitel analysiert anhand von Fallbeispielen, wie schwerwiegend der Verlust der Bewegungswahrnehmung die Alltagsbewältigung einschränkt.

3. Wahrnehmung von Objekt- und Scheinbewegungen: Dieses Kapitel untersucht die komplexen neuronalen Mechanismen hinter der Erkennung von Bewegungen und hinterfragt die Einfachheit der retinalen Bildverarbeitung.

3.1 Visuelles Erfassen von Bewegungen: Dieser Abschnitt fokussiert sich auf die Mechanismen der Richtungs- und Geschwindigkeitserkennung bei stationären Beobachtern.

3.2 Scheinbewegungen und „motion pictures“: Dieses Kapitel beschreibt Phänomene wie den Bewegungsnacheffekt und die stroboskopische Bewegung, die die Grundlage moderner Filmtechnik bilden.

4. Schlussbemerkung: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und identifiziert offenen Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich visueller Gedächtnisprozesse.

Schlüsselwörter

Bewegungswahrnehmung, Wahrnehmungspsychologie, visuelle Verarbeitung, Scheinbewegung, Motion After-effect, stroboskopische Bewegung, Bewegungsagnosie, neuronale Integration, Wahrnehmungsapparat, Objektwahrnehmung, Reizmuster, Bewegungsklassifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der menschlichen Bewegungswahrnehmung und wie unser visuelles System Bewegungen in der Umwelt und bei Eigenbewegung verarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifikation von Bewegungswahrnehmung, der Problematik von Wahrnehmungsstörungen sowie den Mechanismen von Scheinbewegungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse und systematische Klassifikation des menschlichen Wahrnehmungssystems im Kontext von Bewegungsreizen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung basierend auf psychologischer Fachliteratur zur Wahrnehmungspsychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Unterscheidung zwischen Objekt- und Eigenbewegung, die Auswirkungen von Bewegungsagnosie und die physiologischen Grundlagen der stroboskopischen Bewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bewegungswahrnehmung, Scheinbewegung, visuelle Verarbeitung und stroboskopische Bewegung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Bewegungsarten?

Es wird zwischen Bewegungen des gesamten Gesichtsfeldes (Eigenbewegung) und lokalen Bewegungen innerhalb des Gesichtsfeldes (Objektbewegungen) unterschieden.

Warum ist das Verständnis von Scheinbewegungen wichtig für die Filmtechnik?

Die Filmindustrie nutzt die stroboskopische Bewegung, indem sie eine Abfolge statischer Bilder in einem bestimmten Zeitintervall präsentiert, um den Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung zu erzeugen.

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Detalles

Título
Bewegungswahrnehmung und Wahrnehmung bewegter Bilder (Motion Pictures)
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,7
Autor
Christian Dube (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
12
No. de catálogo
V49314
ISBN (Ebook)
9783638457958
ISBN (Libro)
9783656068488
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bewegungswahrnehmung Wahrnehmung Bilder Pictures)
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Dube (Autor), 2005, Bewegungswahrnehmung und Wahrnehmung bewegter Bilder (Motion Pictures), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49314
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